Mit dieser Technik können sich Studenten vor Einbrechern schützen

Studenten müssen in finanzieller Hinsicht Prioritäten setzen. Das Budget ist oft so knapp, dass sie jeden Cent zweimal umdrehen müssen, um Geld für besondere Anschaffungen auszugeben. Prioritäten setzen heißt aber auch, notwendige Ausgaben zu tätigen, um eventuelle Schäden zu vermeiden. In diesen Bereich fallen zum Beispiel Versicherungen. Aber auch ein Mindestmaß an Sicherheitstechnik, die die Wohnung vor Einbrechern schützt, sollten Studenten als notwendige Ausgaben betrachten. Immerhin geschehen in Deutschland rein statistisch gesehen alle zwei Minuten Diebstahlsdelikte. Alle dreieinhalb Minuten kommt es zu Wohnungseinbrüchen. Da kann schnell auch mal die eigene Wohnung betroffen sein. 2013 blieben 40,3 Prozent aller Wohnungseinbrüche im Versuch stecken, weil Sicherheitstechnik in der Wohnung den Einbruch verhinderte. Wir stellen die Basics dieser Technik vor und verschaffen Ihnen einen Überblick, was der Fachhandel zu bieten hat.

Sicherheitstechnik für Fenster und Terrassentüren

Fenster und Terrassentüren gehören neben Lichtschächten, Wohnungseingangstüren, Hof- und Garagentore sowie andere Gebäudeöffnungen zu den Schwachstellen von Häusern und Wohnungen. Einbrecher wählen in 80 Prozent der Fälle diese Stellen, um in das Haus einzusteigen. Überprüfen Sie als erstes, ob Ihre Fenster den polizeilichen Empfehlungen entsprechen!

  • Polizeiliche Empfehlung: RC-2 Fenster

    • Pilzkopfzapfen-Beschläge
    • Einbruch hemmende Verglasung
    • abschließbarer Fenstergriff


Sollten Ihre Fenster nicht die nach DIN EN 1627 ff. geprüfte und zertifizierte Qualität aufweisen, ist eine Nachrüstung unbedingt empfehlenswert. Zusatzschlösser für Fenster bietet der Fachhandel in verschiedenen Varianten an. Achten Sie hier auf Funktionalität und leichte Bedienbarkeit. So lassen sich einige Bauarten durch Einhandbetätigung über den Fenstergriff öffnen oder verriegeln. Preis: ab 25 Euro.

  • Hersteller:

    • Abus: zum Beispiel Komfortsicherung FKS 208
    • Ikon: zum Beispiel abschließbare Fenstergriffe Krallfix 4 und 9M10
    • Burg-Wächter: zum Beispiel Winsafe W1

 

Sicherheitstechnik für Wohnungseingangstüren

Als gefährdeter Bereich für Einbrüche gilt ebenfalls die Wohnungseingangstür. Diese kann schon mit geringem Kostenaufwand zusätzlich abgesichert werden. Auf jeden Fall sollte die Tür beim Verlassen der Wohnung immer abgeschlossen werden und nicht nur ins Schloss fallen gelassen werden. Ein Muss ist auch ein Türzylinder, der keine Angriffsfläche bildet. Als zentrales Element jeder Tür genießt er beim Einbruchschutz hohe Priorität. Moderne Türzylinder verfügen über einen Manipulationsschutz oder sogar Not- und Gefahrenfunktionen.

  • Türzylinder: Marktführer im Bereich Türzylinder ist die Firma ABUS. Gefertigt nach DIN 18252 und EN 1303 reicht das Spektrum vom Basiszylinder der C-Serie bis zum Hightech-Schließzylinder Integral. Preis: ab 10 Euro.

    • Türzylinder C-Serie
    • Türzylinder D6X
    • Türzylinder E20

  • Scharnierseitensicherung: Diese verhindern das Aufhebeln der Tür an der Scharnierseite. Sie sind sowohl für Wohnungseingangstüren als auch für Fenster und Fenstertüren einsetzbar. Der Druckwiderstand beträgt mehr als eine Tonne und widersteht somit jeder menschlichen Kraft. Preis: ab 14 Euro.

    • Scharnierseitensicherung TAS102 von ABUS
    • Scharnierseitensicherung TAS112 von ABUS

  • Schutzbeschläge: Diese befinden sich an der Außenseite der Tür und schützen das Einsteckschloss und den Türzylinder vor dem Zugriff mit Hebelwerkzeugen und Schraubendrehern. Preis: ab 25 Euro. Schutzbeschläge gehören zur Basissicherung für jede Tür.

    • Schutzbeschlag HLN414 von ABUS
    • Schutzbeschlag S408 von IKON

  • Türketten: Diese fallen auch unter den Begriff Anwesenheitsschutz. Durch Türketten lassen sich Türen erst einen Spalt weit öffnen und Besucher einer ersten Prüfung unterziehen. Sie bieten insbesondere Schutz vor Raubüberfällen. Der Fachhandel bietet Türketten in einer breit gefächerten Modellvielfalt an, sodass das Produkt optimal auf die vorhandene Tür angepasst werden kann. Preis: ab 12 Euro.

    • Türkette SK69 von ABUS
    • TK 64/75 von Burg-Wächter
    • abschließbare Türgriffkette 174 von IKON

  • Türspione: Ähnlich wie Türketten fallen auch Türspione in den Bereich Anwesenheitsschutz. Türspione ermöglichen die visuelle Wahrnehmung von Besuchern, ohne die Tür öffnen zu müssen und ohne selbst gesehen zu werden. Achten Sie beim Kauf auf eine Weitwinkeloptik, damit sich potenzielle Einbrecher nicht dem Blick entziehen können. Preis: ab 6 Euro.

    • Türspion 2200 von ABUS
    • Türspion Weitwinkelblick 155°, chrom von Conrad

  • Panzerriegel: Diese Technik bietet Sicherheit auf ganzer Breite der Tür. An der Innenseite der Tür angebracht, schützen sie die Tür sowohl auf der Schlossseite als auch an der Scharnierseite. Ein Aufbrechen der Tür, wie es oft in amerikanischen Spielfilmen zu sehen ist, wird somit unmöglich gemacht. Preis: ab 160 Euro.

    • Panzerriegel PR1400 von ABUS
    • Panzerriegel DRS 8443 von IKON
    • Panzerriegel Wilka 2800-SB

 

Es gibt noch eine Reihe weiterer Produkte zur Sicherung von Türen wie zum Beispiel Türzusatzschlösser, Schutzrosetten, Einsteckschlösser oder spezielle Befestigungstechniken. Die oben genannten Produkte gehören zu den Basics und sollten deshalb in keinem Haushalt fehlen.

Alarmanlagen – elektronische Sicherheit für die Wohnung


Für Alarmanlagen gibt es aufgrund der Vielzahl der Bauarten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Grundsätzlich werden hier Gefahrenmeldeanlagen und Gefahrenwarnanlagen unterschieden. Zu Letzteren gehören Beispielsweise Rauchmelder oder Wasserstandsmelder, die hauptsächlich vor Schäden an Leib sowie Hab und Gut durch akustische Signale schützen.

Bezüglich des Einbruchschutzes sind Gefahrenmeldeanlagen relevant, die wiederum in die Kategorien Einbruchmeldeanlagen (EMA) und Überfallmeldeanlagen (ÜMA) eingeteilt werden.

Alarmanlagen verhindern Einbrüche nicht direkt, wie es beispielsweise mechanische Sicherheitstechnik vermag, sondern indirekt dadurch, dass ein unbefugtes Eindringen in die Wohnung gemeldet wird. Das hat den Effekt, dass sich die Täter entscheidend in ihrem Tun gestört fühlen und das Entdeckungsrisiko so entscheidend erhöht wird.

Optimalen Schutz bieten Alarmanlagen in Kombination mit mechanischen Einbruchschutztechniken an Fenster und Türen.

Nach ihrer Bauart werden folgende Alarmanlagen unterschieden:

  • kabelgebundene Alarmanlagen
  • Funkalarmanlagen
  • mit 433 MHz Technologie
  • 2Way Funkalarmanlagen
  • IP-Alarmanlagen


Funkalarmanlagen sind preisgünstig und leicht zu bedienen. Sie lassen sich in der Regel selbst installieren und haben einen geringen Wartungsaufwand. Preislich sind sie schon ab etwa 60 Euro zu haben.

  • Funkalarmanlage „Easy“ von TecSecure ab 60 Euro
  • Funkalarmanlage „GSM-Hybrid-Multizone“ von TecSecure ab 150 Euro.
  • 2-Wege-Funkalarmanlage Hybrid-868 von TosiSecure ab 400 Euro.


Lassen Sie sich vom Fachhändler beraten, welche Alarmanlage die passende für Ihre Wohnung ist. Wie überall gibt es auch in diesem Marktsegment minderwertige Produkte, die oft Falschalarm auslösen. Auf diese Punkte sollten besonders achten:

  • die Anlage sollte VdS-geprüft sein
  • sie sollte den von der Polizei empfohlenen Mindestsicherheitsgrad 2 aufweisen
  • sie sollte mit einer 24-Stunden besetzten Servicestelle verbunden sein, die im Alarmfall unverzüglich Hilfe schickt.


Fazit

Aufgebrochene Türen, durchsuchte Wohnräume und herausgerissene Schubladen müssen nicht sein. Einbrüche in Wohnungen können schon mit einem Minimum an Einbruchschutzprodukten effektiv unterbunden werden. Die vorgestellten Produkte sind nur eine kleine Auswahl auf dem riesigen Markt der Sicherheitstechnik. Lassen Sie sich von den örtlichen Polizeidienststellen und vom Fachhändler beraten, was für Ihre Wohnung an Sicherheitstechnik infrage kommt!