Monet und die Geburt des Impressionismus – eine Ausstellung mit vielen Facetten

Vom 11. März bis zum 21. Juni wird das Städel Museum in Frankfurt zur Bühne für den frühen Impressionismus. Die Ausstellung trägt den vielversprechenden Namen „Monet und die Geburt des Impressionismus“ und stellt ein Novum in Deutschland dar. Keine Kunstausstellung der letzten Jahre hat sich mit der Entstehung und auch dem Werdegang dieser Kunstrichtung beschäftigt. Anhand diverser Beispiele wird das veränderte Sehverhalten der Künstler gezeigt und die Besucher können in eine völlig andere Welt aus Farben, Licht und teils schemenhaften Figuren eintauchen. Im Fokus steht dabei natürlich, wie der Name bereits erahnen lässt, der französische Maler Claude Monet. Im Jahre 1840 geboren widmete sich Monet zuerst der realistischen Malerei zu, bis er seine Liebe zu impressionistischen Bildern entdeckte. In den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts entstand eines der wichtigsten impressionistischen Meisterwerke des Malers, Impression, Sonnenaufgang, dem noch viele weitere folgen sollten.

Die Welt von Monet, Renoir, Manet oder Pissarro hautnah erleben

Die Ausstellung im Städel Museum stellt aber nicht allein das Werk von Monet in den Vordergrund. Er gilt zwar als Schlüsselfigur des Impressionismus, aber die Ausstellung gewährt auch einen Blick auf seine Weggefährten: Renoir, Degas, Sisley, Morisot und Manet. Die Welt der Impressionisten wird mit all ihren Facetten beleuchtet und dies jeweils aus einem anderen Blickwinkel. Am Anfang steht das Studium des Lichts, das eine entscheidende Rolle im Impressionismus spielt. Gerade Monet verstand sich darin, verschiedene Szenerien, wie den Hafen von Le Havre, nicht nur bildlich darzustellen. Die verschiedenen Lichtnuancen verleihen den Bildern eine große Tiefe und zeigen, wie Monet es wollte, die Wahrheit des Augenblicks. Zugleich soll der gefilterte Blick der Ausstellungsbesucher geschult werden. Im Impressionismus ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick wirkt. Anhand verschiedener Bilder kann man die Entwicklung der Kunstform Schritt für Schritt verfolgen und neue, optische Welten werden geschaffen.

Mehr als 100 Meisterwerke aus den Sammlungen dieser Welt sind Mittelpunkt der Ausstellung

Die Ausstellung über Monet und den Impressionismus ist ein Highlight im diesjährigen Veranstaltungskalender der Stadt Frankfurt. Es ist selten, dass man in einer Ausstellung einen so umfassenden und tiefgründigen Blick auf einen bestimmten Kunststil werfen kann. Da kann es sich auch lohnen, das Städle Museum an mehreren Tagen zu besuchen. Passende Hotels in der Nähe findet man beispielsweise mit HRS. Die verschiedenen Exponate in der Ausstellung sind in jedem Fall einen zweiten Blick wert. Immerhin gibt es viele Werke, die aus Sammlungen weltweit stammen, wie etwa aus dem New Yorker Metropolitan Museum of Art oder dem Musée d'Orsay in Paris. Im Prinzip gibt die Ausstellung also auch die Gelegenheit, durch große Museen dieser Welt zu wandeln und sei es nur, um einen Eindruck von der Geburtsstunde des Impressionismus zu erlangen. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen Werke wie Le Déjeuner (Das Mittagessen) oder Hôtel des roches noires à Trouville. Ein multimedialer Vorbereitungskurs (Digitorial) kann zur Einführung in das Thema und als medialer Vorgeschmack genutzt werden. Audiosequenzen, Bilder und diverse Texte geben einen Einblick in die interessante Ausstellung im Frankfurter Städel Museum.