Qual der Wahl im Dschungel der Tarife - Handyverträge für Studenten

Quelle: Syda Productions - 281448887 / Shutterstock.com

Lehrjahre sind keine Herrenjahre, hieß es früher einmal. Auch heute noch hat diese Redewendung nicht gänzlich an Richtigkeit verloren. Zumindest was die finanzielle Seite angeht, können viele Studierende davon ein Lied singen. Gerade Handyverträge sind in diesem Zusammenhang nicht unbedingt günstig. Welche Anbieter haben denn die besten Konditionen für Studenten? Wir stellen die wichtigsten Punkte für die Wahl des richtigen Anbieters vor.
 
Viele Handy-Anbieter locken junge Menschen mit speziellen Tarifen, die günstiger sind und sich von den Verträgen der Normalzahlenden nicht wesentlich unterscheiden. Studenten erhalten meist einen Nachlass auf ihren Vertrag, dürfen ihn aber vollumfänglich nutzen. Dabei sind die Leistungen der Verträge ganz auf junge Menschen abgestimmt:

•    Flat in alle Netze
•    Unbegrenzte SMS
•    Surfen im mobilen Netz (meist sogar mit LTE) mit großem Datenvolumen
•    Weitere Optionen zubuchbar

Wer mehr will, muss auch mehr zahlen

Das kennen viele: Im Laufe eines Monats meldet das Smartphone „Sie surfen jetzt mit reduzierter Geschwindigkeit“. Das ist ärgerlich. Wer dann wieder volle Geschwindigkeit haben möchte, muss Datenvolumen dazu kaufen. Oder eben direkt bei Vertragsabschluss darauf achten, dass genügend Volumen vorhanden ist.

Gleiches gilt für die Wahl des Smartphones. Das neueste Modell kostet natürlich mehr, als zum Beispiel ein älteres Modell, das vielleicht sogar gebraucht zu haben ist.  

Gibt es Voraussetzungen für Studententarife?

Ja, die gibt es. Das Alter spielt zunächst mal eine Rolle. Die meisten Handy-Anbieter bieten ihre vergünstigten Tarife für Menschen zwischen 18 und 28 Jahren an. In Ausnahmefällen kann das Alter auf bis zu 30 Jahre angehoben werden. Übrigens: Der Begriff „Studententarif“ gilt nicht nur für Studierende. Generell können junge Menschen, die in die vorgegebene Altersklasse fallen, diesen Tarif für sich beanspruchen. Also auch Auszubildende, Schüler und Berufsstarter.

Was brauche ich überhaupt?

Bevor man sich den nächstbesten Vertrag schnappt, sollte man überlegen, was man überhaupt braucht.

Man kann sich viel Stress beim Vergleichen der Tarife sparen, wenn man sich von vorneherein darüber im Klaren ist, wie man sein Handy nutzen möchte. So kann man schon auf den Vergleichsseiten im Internet filtern, was man unbedingt braucht und was nicht. So wird die Angebotsvielfalt übersichtlicher.


Was in jedem Fall dabei sein sollte


Mobiltelefone mit einer Allnet-Flat sind ein Muss um flexibel durch den Alltag zu gehen, jedoch ist es manchmal schwierig, die passende Vertragslaufzeit zu bestimmen. 24-monatige Handyverträge sind meistens günstiger. Ebenfalls mit in die Vertragsplanung einzubeziehen ist zum Beispiel das Auslandssemester. Steht innerhalb der Laufzeit eines an? Dann sollte die Telefonie aus dem betreffenden Land ins Heimatland entsprechend günstig sein. Auch hier gilt es zu vergleichen.

Online oder direkt beim Anbieter vor Ort?

Vorweg: Vergleichen kann man besser im Internet. Es gibt einfach wesentlich mehr Anbieter und oft hilft die Software dabei, nach Nutzungsverhalten zu filtern. Das ist beim Anbieter vor Ort schwieriger. Zudem bieten die Händler meist nur eine geringe Anzahl an Handys, Verträgen und Zubehör an. Online kann man einfach und unkompliziert den für sich besten Anbieter für Handy-Verträge heraussuchen und somit die komfortabelste All-In-Lösung finden.

Vertrag oder Prepaid-Tarif?

Wer auf volle Kostenkontrolle wert legt, ist mit einem Prepaid-Vertrag gut beraten. Während man sich mit einem Vertrag auf bestimmte Zeit an einen Anbieter bindet, telefoniert man beim Prepaid-Vertrag das zuvor eingezahlte Guthaben ab. Aber Vorsicht: Man muss genau darauf achten, dass es sich auch um ein wirkliches Prepaid-Angebot handelt. Manche Anbieter lassen nämlich auch Anrufe zu, wenn das Guthaben schon längst aufgebraucht ist. Stiftung Warentest nennt dieses Vorgehen „Unechtes Prepaid“ und warnt vor dieser Kostenfalle. Erst wenn beim Prepaid-Tarif auch wirklich alles „wasserdicht“ ist, ergibt diese Form der Handynutzung Sinn.

Doch auch ein Vertrag hat Vorteile. Zwar bindet man sich auf eine gewisse Zeit an den Anbieter, hat aber auch

•    stabile Kosten während der Laufzeit
•    viele Extras
•    günstigere Handypreise

Doch auch Nachteile sind beim Vertrag zu beklagen:

•    Der Nutzer profitiert nicht von positiven Preisentwicklungen. Werden die Tarife günstiger, steckt    man dennoch im Vertrag fest und kann nicht ohne Weiteres in einen günstigeren Vertrag wechseln.

Die Wahl des Netzanbieters

Es gibt vier Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland:

1.    Deutsche Telekom (D1)
2.    Vodafone (D2)
3.    E-Plus
4.    O2

Jeder Tarifanbieter arbeitet mit mindestens einem dieser Netzbetreiber zusammen. Jedoch sind die Netze unterschiedlich stark ausgebaut. In ländlichen Regionen schwächelt zum Beispiel das E-Plus-Netz. O2 hat Berichten zufolge in Ballungsräumen oft Probleme beim Datenfunk. Wer also vor der Wahl eines neuen Tarifes steht, sollte sich vorher informieren, welches Netz vor Ort am zuverlässigsten ist. Auf den Internetseiten der Netzbetreiber kann man nachschauen, wie stark das jeweilige Netz ausgebaut ist.

Was ist eine Allnet-Flat?

Eine Allnet-Flat ist eine Art von Handytarif. Das Wort „Allnet“ bedeutet „Alle Netze“ und „Flat“ bedeutet „unbegrenzt“. Das bedeutet, dass man mit diesem Tarif in alle Netze unbegrenzt telefonieren kann und trotzdem nur einen festen Betrag dafür bezahlt. Bei einigen Anbietern kommen noch folgende Services hinzu:

•    Unbegrenzt SMS in alle deutschen Netze
•    Unbegrenzt im Internet surfen
•    Mit oder ohne Laufzeit
•    Smartphone zum Mieten

Vor allem der letzte Punkt ist für Studierende interessant. Wer sein Smartphone mietet, zahlt oft einen geringeren Preis, muss es aber am Ende der Laufzeit auch wieder zurückgeben. Meist geschieht dies nach zwei Jahren. Dann kann man ein neues Modell mieten. Auch hier heißt es: Vergleichen und eventuell kräftig sparen.

Volumenbeschränkung gibt es übrigens auch bei der Allnet-Flat. „Unbegrenzt im Internet surfen“ heißt nämlich noch lange nicht „Unbegrenzt mit Vollgas im Internet surfen“. Einige Anbieter drosseln nämlich bei Erreichen einer gewissen Grenze die Leistung. Wer dann wieder mit Highspeed durchs Netz surfen will, muss einen Aufpreis bezahlen.