Kirchen- und Theologiegeschichte
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Kirchen- und Theologiegeschichte zu betreiben bedeutet, sich mit Menschen der vergangenen 2000 Jahre zu beschäftigen, die sich als Christen verstanden. Weil diese ihr Leben aus dem Gottesglauben heraus zu gestalten versuchten, sorgten sie für die Etablierung und Ausbreitung des Christentums. Sie formten unterschiedliche christliche Kirchen, entwickelten Institutionen und Ordnungen und übten teilweise maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung von Politik und Gesellschaft aus.
Die Liturgie, schillernde Formen von Volksfrömmigkeit sowie sakrale Kunst und Architektur sind zugleich Ausdruck und Ort der Erfahrung dieses Glaubens, der sich auch in einer besonderen Lebenspraxis artikulieren sollte.
Immer neu auftretende Fragen ließen zahlreiche Denker Kriterien der Wahrheitsfindung ermitteln und theologische Lehren (weiter-)entwickeln, die zumeist in einer kritischen Wechselbeziehung zu geistesgeschichtlichen Strömungen standen.
Um die geschichtlichen Prozesse umfassend zu verstehen, ist schließlich die Analyse des facettenreichen Verhältnisses der Christen zu ihrer nichtchristlichen Umwelt notwendig. Diese Problematik ist durch wichtige Aspekte der Außenwahrnehmung der Christen zu ergänzen.





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