Forschung

Erstklassige Forschung ist das Fundament der Universität. Sie schafft Erkenntnis und ist die Basis für gute Lehre. Beides macht die Universität attraktiv für Studierende, Nachwuchswissenschaftler, Professorinnen und Professoren aus dem In- und Ausland. Forschung erzeugt die Grundlagen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unseres Landes.

Die Universität des Saarlandes wird ihren Platz im oberen Viertel der deutschen Universitäten behaupten und weiter ausbauen. Sie war als eine von 25 deutschen Hochschulen in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit einer Graduiertenschule und einem Exzellenzcluster zweimal erfolgreich. Sie ist außergewöhnlich erfolgreich im Einwerben von EU-Forschungsmitteln.

Indikatoren für hervorragende Forschung sind angesehene Publikationen, die Wertschätzung der Fachkollegen, Preise und Einladungen sowie das Einwerben von Drittmitteln in Konkurrenz mit anderen Forschern. Forschungsschwerpunkte zeichnen sich durch Einrichtungen wie Sonderforschungsbereiche, langfristige Akademieprojekte, Exzellenzcluster, Graduiertenschulen und große EU-Projekte aus.

Der Schlüssel für hohe Qualität in Forschung und Lehre sind hervorragende Berufungen. Daher ist das Berufungsverfahren der Schlüsselprozess, bei dem keine Kompromisse gemacht werden dürfen. Er wird weiter verbessert, und die Berufenen werden durch regelmäßige Zielvereinbarungen und Leistungsbeurteilungen begleitet. Fakultäten formulieren ihre Ziele in Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung und überprüfen die Erreichung durch interne und externe Evaluation.

Kooperation innerhalb des Faches und über Fächer- und auch Ortsgrenzen hinweg ist für alle Fächer der Universität die Basis für koordinierte Forschung und eröffnet den Zugang zur Förderung durch nationale und internationale Drittmittelgeber. Als Campusuniversität hat unsere Universität eine besondere Chance zur interdisziplinären Zusammenarbeit. Die Universitätsleitung unternimmt besondere Anstrengungen, um den Dialog und den Austausch zwischen den Fächern zu fördern.

Im Umfeld der Universität sind bedeutende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen angesiedelt, unter anderem zwei Max-Planck-Institute, zwei Fraunhofer-Institute, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM), das Leibniz-Zentrum für Informatik Schloss Dagstuhl und das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS). Sie kooperieren eng mit der Universität und tragen wesentlich zur Leistung der Universität bei. Die Kooperation wird weiter verbessert und noch konsequenter zur Profilbildung der Universität genutzt.

Individuelle Spitzenleistungen genießen hohe Wertschätzung und Unterstützung durch die Universität. Sie bieten die Chance zur Schwerpunktbildung und damit zur Verstetigung der Spitzenposition. Beispielhaft dafür ist die Informatik. Sie wurde 1968 eingerichtet und entwickelte sich dank hervorragender Berufungen schnell zu einer kleinen, aber sehr guten Fachrichtung. In den 70er und 80er Jahren hat sie in Kooperationen über Orts- und Fächergrenzen hinweg (Sonderforschungsbereiche mit der Universität Kaiserslautern, mit der Sprachwissenschaft und der Psychologie) ihre Forschungsleistung gesteigert. Von der engen Zusammenarbeit mit verschiedenen Fächern haben beide Seiten ganz wesentlich profitiert. Das Renommee der Informatik führte zur Ansiedlung hochkarätiger Einrichtungen wie dem DFKI, den beiden Max-Planck-Instituten und Schloss Dagstuhl. Gemeinsam mit diesen Einrichtungen konnte die Universität in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder punkten.

Darüber hinaus erbringt die Universität in vielen Bereichen der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Medizin und der Geistes- und Sozialwissenschaften sehr gute Forschungsleistungen. Sie stärkt diese Bereiche und unternimmt alle Anstrengungen, im Wettbewerb mindestens einen weiteren Forschungsschwerpunkt höchster Sichtbarkeit herauszubilden.

Erfolgskennzeichen

1. Kontinuierliche Steigerung der Forschungsleistungen
  • Einflussreiche und häufig zitierte Publikationen
  • Anzahl der Promotionen
  • Anzahl der Patente

2. Erfolg bei der Einwerbung von Forschungsprojekten und außeruniversitären Einrichtungen

  • Eingeworbene Drittmittel (DFG, Akademien, Stiftungen, EU, BMBF, öffentliche Hand, Industrie): Dichte von Einzelprojekten, Forschergruppen, Akademieprojekten
  • SFBs oder vergleichbare Einrichtungen
  • Exzellenzcluster und Graduiertenschulen
  • Graduiertenkollegs
  • Ansiedlung außeruniversitärer Forschungsinstitute
  • Ansiedlung von industriellen Forschungslaboren
3. Preise und Auszeichnungen
  • Hochkarätige Forschungspreise (z.B. Leibnizpreis, ERC-Grant, Zukunftspreis, Beckurtspreis) für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität
  • Ausländische Wissenschaftler als Preisträger, z.B. Humboldt-Preisträger, an der Universität
  • Mitgliedschaften in nationalen und internationalen Akademien
  • Mitgliedschaften in Herausgebergremien bedeutender Zeitschriften
4. Herausbildung mindestens eines weiteren international führenden Forschungsschwerpunkts

 

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