Drei Fragen an Katharina Gassewitz

Katharina Gassewitz

Nach einem sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Bachelor in den Fächern Anglistik/Amerikanistik und Romanistik absolvierte Katharina Gassewitz den Masterstudiengang "Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation" an der Universität des Saarlandes. Sie steht kurz vor dem Abschluss.

Warum haben Sie sich für den internationalen Studiengang "Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation" entschieden?

Nach meinem Bachelor war ich auf der Suche nach einem Studiengang, der speziell auf grenzüberschreitende, interkulturelle Tätigkeiten ausgerichtet ist. Da ich außerdem bereits Erfahrungen in Frankreich gesammelt hatte und diese sowie meine Sprachkenntnisse perfektionieren wollte, traf der Studiengang genau auf meine Wünsche zu. Vor allem das multidisziplinäre Programm sprach mich an, und die Aussicht darauf, in einer interkulturellen Gruppe von Studenten zu lernen und zu arbeiten, fand ich ebenfalls interessant. Ein trinationales Studium war und ist für mich eine sehr gute Möglichkeit, die akademischen und beruflichen Welten von (mindestens) drei Ländern kennen zu lernen und mich diesbezüglich fachlich, interkulturell und sprachlich zu bilden.

Sie haben in Frankreich, Deutschland und Kamerun studiert und gearbeitet. Was bringt Ihrer Erfahrung nach der Blick in diese Wissenschaftskulturen?

Die Erfahrung mit den unterschiedlichen Wissenschaftskulturen ist Teil der Ausbildung interkultureller Kompetenzen und hilft dabei, die Universitäts-, Lehr- und Benotungssysteme, aber eben auch bestimmte Denk- und Arbeitsweisen in den jeweiligen Ländern nachvollziehen zu können. Wir haben beispielsweise in dem Studienjahr in Metz oft in binationalen Tandems oder in multinationalen Gruppen gearbeitet, was die persönlichen interkulturellen Kompetenzen im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens nochmals zusätzlich gefördert hat.

In Kamerun habe ich ein Praktikum am Goethe-Institut und am Zentrum für deutsch-afrikanische Wissenschaftskooperationen (DAW-Zentrum) absolviert. Nun schreibe ich meine Masterarbeit hier. Ich habe einen Einblick in das universitäre Leben hier gewonnen, da sich das DAW-Zentrum direkt auf dem Campus befindet und ich in meiner Freizeit mit Studenten zusammen an einem Theaterprojekt gearbeitet habe. Praktika sind eine gute Vorbereitung für eine Tätigkeit in den deutsch-kamerunischen Beziehungen. Im Bereich der interkulturellen Tätigkeiten und Kommunikation ist es wichtig, unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln, denn nur dadurch kann eine Zusammenarbeit und schließlich auch ein Zusammenleben funktionieren.

Und was schätzen Sie am Studium in Saarland?

Zunächst einmal die Lage. Da das Saarland in der Großregion und unweit der Grenzen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien liegt, ist es als Studentin in meinem Studiengang praktisch, sich so schnell, einfach und oft günstig in diese Regionen und an die jeweiligen Universitäten begeben zu können.

Was das Studieren betrifft, schätze ich vor allem die Bibliothek (SULB), in der das Arbeiten durch die vielen Fenster und ausreichend Licht und auch die technische Ausrüstung wirklich sehr angenehm ist. Auch das Sprachkursangebot an der Uni finde ich sehr vielfältig und ansprechend. In meinem Studiengang war ich außerdem sehr zufrieden mit der Betreuung und der Arbeitsatmosphäre. Die Dozenten standen bei Fragen stets zur Verfügung und haben uns gut durch das Studium begleitet.


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katharina_gassewitz(at)yahoo.de


Katharinas Praktikum in Kamerun
Katharina Gassewitz (3.v.l.) mit der Crew der Radiosendung "Deutschfreund 2"

"Ich übersetze Texte, organisiere wissenschaft­liche Treffen, führe Protokoll und archiviere und publiziere die Ergebnisse dieser Treffen. Außer­dem kümmere ich mich um die Öffentlichkeits­arbeit sowie die digitale Bibliothek des DAW-Zentrums." Katharina Gassewitz über ihr Praktikum am Zentrum für deutsch-afrikanische Wissenschaftskooperatio­nen in Yaoundé und das improvisierte Leben in Kamerun. [mehr...]