Pharmazie

 
Du interessierst dich im Prinzip für alle Naturwissenschaften? Dann ist vielleicht ein Pharmazie-Studium das Richtige für dich. Hier lernst du, wie man Arzneimittel gewinnt, entwickelt und herstellt und wie sie wirken. Im Pharmazie-Studium musst du dich nicht festlegen, welche Naturwissenschaft du am liebsten magst, denn du lernst die Grundlagen aller wichtigen naturwissenschaftlichen und medizinischen Fächer. Der erste Abschnitt des Studiums beinhaltet unter anderem die Fächer Chemie, Humanbiologie, Physik, Arzneiformenlehre und die pharmazeutische Analytik. Dazu kommen Herstellungstechniken wie Salben rühren und Kapseln füllen. Im zweiten Abschnitt werden Fächer wie beispielsweise Pharmazeutische Technologie, Pharmakologie und Toxikologie gelehrt. Dann steht auch mehr die Entwicklung von Arzneimitteln auf dem Stundenplan.

Als Arzneimittelfachleute haben Pharmazeut/inn/en nach dem Studium hervorragende Berufsaussichten in der pharmazeutischen Industrie, im öffentlichen Dienst, sowie in Krankenhaus- oder öffentlichen Apotheken.

 

weitere Infos zum Studiengang


Erfahrungsbericht


Maria Christina Scherzberg studiert an der Saar-Uni Pharmazie. Gleichzeitig ist sie Präsidentin des Bundesverbandes der Pharmazie-Studierenden. Einen Artikel dazu kannst du in unserer Uni-Zeitung Campus extra nachlesen.

Pharmazie- und Medizinforschung im Umfeld der Uni


An der Universität des Saarlandes kannst du auch schon während des Studiums Kontakte zu verschiedenen Forschungsinstituten und Forschergruppen knüpfen, die auf dem Campus in Saarbrücken und Homburg angesiedelt sind. Hier erfährst du mehr über die Pharmazie- und Medizinforschung:

Saarbrücker Forscher schleusen neue Medikamente zum Infektionsherd im Körper


Bei schweren Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall oder Infektionen stoßen Ärzte oft an Grenzen. Mediziner und Pharmazeuten im Saarland forschen daran, wie die Bausteine des Lebens funktionieren, um bessere Therapien gegen die Volkskrankheiten zu entwickeln.

Bei Infektionskrankheiten wirken Medikamente häufig nicht. Dies liegt oft daran, dass es nicht gelingt, die Wirkstoffe gezielt an den Infektionsherd heranzuführen. Zudem müssen Ärzte immer häufiger feststellen, dass Patienten auf bewährte Antibiotika nicht mehr ansprechen, weil Erreger dagegen resistent geworden sind. Wissenschaftler am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) suchen daher nach besseren Wirkstoffen und neuen Wegen, um die Medikamente in die betroffene Zelle zu transportieren. Die Forscher isolieren hierzu Bakterien aus der Natur, um mit ihrer Hilfe nachhaltigere Wirkstoffe gegen Infektionen zu entwickeln. Die Saarbrücker Pharmazeuten sind dabei eng mit den Wissenschaftlern an der Universität des Saarlandes und weiteren Partnern im In- und Ausland vernetzt. Dies hilft ihnen, die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung beschleunigt umzusetzen und früher am Patienten anzuwenden.

Viele Krankheiten entstehen außerdem, weil Signale im Körper nicht richtig übertragen werden. Dabei spielt häufig das Kalzium eine Rolle, das nicht nur das Baumaterial unserer Knochen, sondern auch ein wichtiger Botenstoff unseres Körpers ist. In einem neuen Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität des Saarlandes untersuchen Wissenschaftler diese Kalzium-Signale, um besser zu verstehen, wie Zellen miteinander kommunizieren. Neben dieser Grundlagenforschung beschäftigen sich die Mediziner am Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg auch mit ganz verschiedenen Krankheitsbildern, zum Beispiel der entzündlichen Lebererkrankung Hepatitis C. Die Wissenschaftler wollen auch hier herausfinden, wie man Resistenzen vermeiden kann. Gemeinsam forschen daran Mediziner und Virologen sowie Bioinformatiker und Pharmazeuten der Saar-Universität. An anderen fächerübergreifenden Forschungsprojekten ist außerdem das Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) im Saarland beteiligt.

Kardiologen des Homburger Uniklinikums wiederum erforschen, wie man Schlaganfällen vorbeugen kann. Sie leiten dazu das größte Forschungsprojekt der Europäischen Union. Ihre Kollegen in der Herzchirurgie hingegen haben sich darauf spezialisiert, fehlerhafte Herzklappen zu rekonstruieren. Außerdem werden an der saarländischen Uniklinik neue Verfahren erforscht, um Gehirntumore sowie Brust- und Prostatakrebs besser zu behandeln. Darüber hinaus untersuchen die internationalen Alzheimer-Forscher in Homburg, wie man der Altersdemenz vorbeugen und ihren Verlauf mildern kann. Mit 30 Fachkliniken und 20 Instituten ist das Universitätsklinikum des Saarlandes eines der größten Gesundheitszentren im Südwesten Deutschlands. Über 5.300 Mitarbeiter sorgen für die Patienten. Rund 2.300 Studenten werden an der Universität des Saarlandes in der Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie ausgebildet.



 

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