Kathrin Staats (22), Historisch orientierte Kulturwissenschaften

Manch einer weiß schon vor dem Abschluss der Schule, welches Studienfach er im Anschluss studieren möchte und in welcher Stadt er dies am liebsten tun möchte. Viele tappen in dieser Hinsicht im Dunkeln. Genau diesem Problem fühlte ich mich hilflos ausgesetzt. Mir persönlich konnte es zuerst nicht weit genug weg sein von zu Hause, da viele meiner ehemaligen Mitschüler ganz in der Nähe geblieben sind und es für mich sehr wichtig war, meinen „neuen“ Lebensabschnitt alleine zu meistern. Immerhin wartete eine der größten Herausforderungen – mein neues abenteuerliches Studentenleben – auf mich.

Deswegen hieß die Devise: „Von dem Dorf in die Großstadt und je weiter weg, desto besser!“ Nach etlichen Bewerbungen, die bis in den nördlichsten Zipfel Deutschlands reichten, begab ich mich auf erste Uni-Besichtigungen vor Ort. Nachdem ich von vielen Universitäten so negativ geschockt wurde, kam ich an einem sonnigen Herbsttag in Saarbrücken an, wo ich zuvor noch nie gewesen war.

Der erste Pluspunkt galt der Campusuniversität, denn ein ewiges Hin- und Herfahren zwischen den Seminaren von Punkt A nach B kam für mich nie in Frage. Zweiter Pluspunkt gab es für das Studienangebot. Hier konnte ich mich in Ruhe orientieren und die vielfältige Auswahl der Fächer studieren. Zu guter letzt habe ich einen sehr ungewöhnlichen Studiengang für mich entdeckt, den es in dieser Form nicht noch einmal in Deutschland gibt. Ich entschied mich "Historisch orientierte Kulturwissenschaften (HoK)" zu studieren, da der Studiengang sowohl mein Interesse an fremden Kulturen, als auch an der Geographie und dem Reisen vereinigte. Manche sagen noch heute, wir gehörten als Studierende der HoK zu den Exoten unter den Saarbrücker Studis mit etwaigen Berufseinstiegsschwierigkeiten. Allerdings verschafft Saarbrücken, eine stark kulturell geprägte Stadt, vielen HoK-Studierenden praktische Erfahrung im Arbeitsleben und hier in Saarbrücken werden weitaus weniger Schwierigkeiten auftreten, ins Berufsleben einzusteigen, als in manch anderen Großstädten!

Nach der Campus-Besichtigung besichtigte ich die Stadt Saarbrücken. Immerhin ist dies ein weiterer wichtiger Punkt neben der Hochschule, da man dort einige Jahre seines Lebens verbringen wird. Es sollte nicht im Vordergrund stehen, aber wohl fühlen darf man sich! Mittlerweile studiere ich seit knapp drei Jahren in Saarbrücken, genieße auch künftig das französische Flair und bin mit meiner einstigen Wahl nach wie vor zufrieden.

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