Bericht über die 46. Sitzung des Universitätsrats am 16.09.2011

 

1. Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Aktueller Stand und Perspektiven

Die Mitglieder des Dekanats stellen die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät vor und gehen dabei u.a. auf aktuelle Kennzahlen und Rankings ein.

Zu Beginn der Aussprache distanziert sich der Universitätsratsvorsitzende von der öffentlich geäußerten Forderung nach der Abschaffung der Juristenausbildung im Saarland und sagt zu, dass er sich für geordnete Gespräche zwischen der Universitätsleitung und den politischen Verantwortlichen einsetzen werde.

Der Universitätsrat erörtert die Einrichtung von Juniorprofessuren und von befristeten Professuren. Der Universitätsrat betrachtet Juniorprofessuren als wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung.

Der Universitätsrat diskutiert über die Zukunftssicherung der Ausbildungssysteme, die mit dem Bologna-System gerade auch in den Rechtswissenschaften gewährleistet werden könnten. Die rechtswissenschaftlichen Vertreter lehnen gestufte Ausbildungsgänge ab, denkbar seien Master-Abschlüsse bei Spitzen-Aufbaustudiengängen, wie sie beispielsweise bereits über die Europa-Institute angeboten werden.

 

2. Berichte

Der Universitätsrat unterstützt grundsätzlich das Positionspapier des Präsidiums zur Landeshochschulentwicklung und sieht Bedarf nach einer zügigen Klärung der Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Universität. Er betont insbesondere die Leistungen der Universität für das Land mit signifikanten Auswirkungen auf dessen Reputation, auf die Zahl der Arbeitsplätze, auf Investitionen sowie dessen kulturelle Entwicklung.

Der Universitätsrat diskutiert die Implikationen eines Beitrags der Universität zur Haushaltssanierung des Saarlandes, und fordert eine sachgerechte Diskussion über die Thesen des Diskussionspapiers der Zukunftsinitiative Saar.

 

3. Mittel- und langfristige Universitätsentwicklungsplanung 2014-2020

Der Universitätsrat erörtert den Stand der Gespräche zur mittel- und langfristigen Universitätsentwicklungsplanung.

Das Universitätspräsidium verweist auf erhebliche Qualitätsabstriche durch die bestehenden Maßnahmen zur Bewahrung der finanziellen Flexibilität (Befristung von Professuren, Zurückstellung von Lehrstuhlbesetzungen, etc.) infolge der Unsicherheit über die mittel- und langfristigen finanziellen Rahmenbedingungen.

Der Universitätsrat begrüßt im Grundsatz die Richtung der mittel- und langfristigen Universitätsentwicklungsplanung. Der Universitätsrat hält vor dem Hintergrund eines in der Ziel- und Leistungsvereinbarung III angekündigten, nicht steigenden oder rückläufigen Globalbeitrages des Landes strukturelle Eingriffe für unumgänglich.

Der Universitätsrat wird in der nächsten Sitzung Entwicklungsperspektiven der Universität bis 2020 sowie Restrukturierungsmaßnahmen und insbesondere Vorhaben zur Schärfung des Profils (wissenschaftliche Stärken / Prioritäten / Posterioritäten) in den einzelnen Fakultäten erörtern.

 

4. Bologna-Prozess: Änderung von Studiengängen

Der Universitätsrat stimmt der Änderung des Bachelor-Optionalbereichs (Einführung eines Portugiesisch-Zertifikats), der Lehramtsstudiengänge und des Bachelor-Studiengangs Biophysik zu. Der Universitätsrat nimmt die entsprechenden Prüfungs- und Studienordnungen zustimmend zur Kenntnis.

 

5. Finanzierung der Medizinischen Fakultät / Transparenzrechnung

Der Universitätsrat begrüßt die Klarstellung der Leistungen des Klinikums für Forschung und Lehre und betont die Verantwortung des Dekans für den Mitteleinsatz in diesem Bereich.

 

6. Widmungen von Hochschullehrerstellen

Der Universitätsrat erörtert Risiken durch eine weiterhin verzögerte Stellenbesetzung einerseits ebenso wie eine mögliche Gefährdung der Steuerungsfähigkeit der Universität durch zu hohe Mittelbindungen andererseits. Der Universitätsrat nimmt Widmungen im Zusammenhang mit strategischen Wiederbesetzungen zur Stärkung fachübergreifender Forschungsverbünde zustimmend zur Kenntnis. Der Universitätsrat stellt eine Stellungnahme zu weiteren Widmungen bis zur Klärung der strategischen Entwicklungslinien bzw. von Profilschärfungen der Fakultäten zurück.

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