Die Universität des Saarlandes ist "EXIST-Gründerhochschule"
Mit dem ‚Gründer-Campus Saar‘ hat die Universität im EXIST-Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (www.exist.de) gepunktet und wurde von Wirtschaftsminister Philipp Rösler als eine der drei besten Hochschulen mit dem prestigeträchtigen Titel „Gründerhochschule“ ausgezeichnet. Firmengründungen haben an der Saar-Uni bereits Tradition.
„Als eine der ersten Universitäten Deutschlands hat die Saar-Uni 1995 ein Starterzentrum auf dem Campus eingerichtet. 249 Unternehmen mit 1450 Arbeitsplätzen wurden seither dort gegründet. 66 allein in den letzten fünf Jahren“, so Wolfgang Lorenz, Geschäftsführer des Starterzentrums und Initiator des ‚Gründer-Campus Saar‘. „In den kommenden fünf Jahren wollen wir die Zahl der Firmengründungen insgesamt auf über 400 erhöhen und gleichzeitig den Anteil der Hightech-Gründungen deutlich erhöhen. Rund 3000 Arbeitsplätze sollen in dieser Zeit durch Ausgründungen aus der Universität und den Forschungsinstituten entstehen.“
Für die Umsetzung dieses ehrgeizigen Projektes wird die Universität in den kommenden Jahren bis zu 2,7 Millionen Euro an Bundesmitteln erhalten. Damit wird auf dem ‚Gründer-Campus Saar‘ eine nachhaltige Gründungskultur in Lehre, Forschung und Verwaltung der Universität sowie den außeruniversitären Forschungsinstituten etabliert.
Das Gründungsthema wird in allen Fächern verankert, maßgeblich daran beteiligt sein werden neben Professoren auch ehemalige Gründer aus dem Starterzentrum und externe Unternehmer, die ihre eigene Erfahrung einbringen werden. In Kooperation mit Professor August-Wilhelm Scheer sollen die Gründer/innen beim Unternehmenswachstum und der Internationalisierung unterstützt werden.
Im Zentrum des ‚Gründer-Campus Saar‘ wird eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung ,Unternehmertum, Existenzgründung und Innovation‘ mit zwei neuen Juniorprofessorenstehen. „Insbesondere wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren sollen künftig verstärkt für die Gründung von Unternehmen gewonnen werden. Dazu werden Gründer-Scouts aktuelle Forschungsprojekte systematisch darauf prüfen, ob sie Potenzial haben, eines Tages als Produkt oder Dienstleistung auf dem Markt bestehen zu können“, sagt Universitätspräsident Volker Linneweber.
Ein weiteres Modul des Antrages, der federführend von der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT) erarbeitet wurde, ist die Einrichtung eines „IT-Inkubators“. „Bei Erfindungen aus der Informatik bestehen häufig Entwicklungslücken, die schnell durch eine zielgerichtete softwaretechnische Umsetzung geschlossen werden müssen, um sich am Markt durchsetzen zu können“, erläutert KWT-Geschäftsführer Axel Koch. Die Universität wird gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft auf dem Campus den „Inkubator“ errichten, dessen primäre Aufgaben darin bestehen, schutzrechtlich gesicherte Forschungsergebnisse am Markt orientiert weiterzuentwickeln und professionelle Prototypen zu generieren. Als „Impulsgeber für technologischen Fortschritt und Strukturwandel“ hat Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer den ‚Gründer-Campus Saar‘ bezeichnet, als sie die Universität zu ihrem Erfolg beglückwünschte.
„Neben Forschung und Lehre etabliert sich damit ein weiterer Schwerpunkt, der von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung im Saarland ist.“ Auch für Heiko Maas, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, ist es ein wichtiges Ziel, den Transfer von Wissenschaft in die Wirtschaft zu fördern. „Junge Akademiker müssen ermutigt werden, mit ihren wertvollen Ideen den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen – und das hier im Saarland, damit hier Arbeitsplätze und Wertschöpfung entstehen.“
Kontakt
Universität des Saarlandes
Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT)
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