Masterstudiengang Kunstgeschichte


Der viersemestrige Masterstudiengang Kunstgeschichte verbindet auf neuartige Weise angestammte Bereiche des Fachs (Malerei, Grafik, Skulptur, Architektur und Kunstgewerbe ab dem Mittelalter) mit zeitgenössischen Erweiterungen des kunsthistorischen Kanons. So liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Fotografie, Film und Medienkunst. In einem Weltkunst-Modul wird die eurozentrische Perspektive des Faches aufgebrochen. Zudem bereitet der Studiengang auf Tätigkeiten in typischen Berufsfeldern der Kunstgeschichte (Museum, Denkmalpflege) vor und gibt eine Einführung in Grundlagen der Kunstkritik. 

 

Voraussetzungen und Bewerbung

– Das Studium ist sowohl im Hauptfach wie im Nebenfach möglich.

– Studienbeginn: im Winter- oder im Sommersemester

 

Voraussetzungen:

– ein Bachelor-Abschluss in Bildwissenschaften, Kunstgeschichte oder einem verwandten Studiengang

– eine besondere Eignung zum Master-Studium, die in der Regel durch eine BA-Gesamtnote von 2,5 (und besser) nachgewiesen wird

– alternativ kann die besondere Eignung in einem persönlichen Gespräch mit einem Dozenten nachgewiesen werden

– Kenntnisse in Latein, Englisch und einer weiteren modernen Fremdsprache, die teilweise im ersten Jahr des Masterstudiengangs nachgeholt werden können

 

Bewerbung:

– Die Bewerbung um einen Studienplatz ist an das Studierendensekretariat der Universität des Saarlandes zu richten, und zwar bis 31.08. (bei Studienbeginn im Wintersemester) bzw. bis zum 28.02. (bei Studienbeginn im Sommersemester).

– Auch bei noch nicht vollständig abgeschlossenem BA-Studium sind eine Bewerbung und eine (vorläufige) Zulassung möglich.

 

Inhalte und Aufbau des Studiums

Der Masterstudiengang Kunstgeschichte ist übersichtlich strukturiert und lässt aufgrund einer reduzierten Anzahl von Einzelprüfungen auch der eigenständigen Erweiterung und Anwendung der Kenntnisse Raum. Es müssen insgesamt 120 Credit Points erworben werden, 93 im erweiterten Hauptfach und 27 im Nebenfach. Beim Studium der Kunstgeschichte im erweiterten Hauptfach wird das Nebenfach aus dem Angebot der Universität des Saarlandes gewählt.

Das erweiterte Hauptfach Kunstgeschichte ist in die beiden Bereiche „Klassische Kompetenzen“ (erstes bis drittes Semester) und „Erweiterte Kompetenzen“ (zweites bis viertes Semester) unterteilt.

Die „Klassischen Kompetenzen“ setzen sich aus den Epochenmodulen „Kunst des Mittelalters“, „Kunst der frühen Neuzeit“ und „Kunst der Moderne“ zusammen. In diesen Modulen sollen die Studierenden vertieftes Wissen über die Kunst der jeweiligen Epoche und ihre Kontexte erwerben, einen Überblick über aktuelle Tendenzen der Forschung erhalten und selbstständig forschungsorientierte Fragestellungen entwickeln und zuspitzen. Jedes der drei Module besteht aus einer Vorlesung und einem Hauptseminar.

Im Bereich „Erweiterte Kompetenzen“, der sich in fünf Module gliedert, kommen als Veranstaltungsformen auch Übungen, Projektarbeiten, Exkursionen und Kolloquien hinzu. Im Modul „Theorie“ geht es um Themen aus der Geschichte der Kunsttheorie und -literatur, der Geschichte der Kunstgeschichte und der gegenwärtigen kunsthistorischen und bildwissenschaftlichen Methodologie. Dagegen bereitet das Modul „Praxis“ die Studierenden auf Tätigkeiten in den klassischen Berufsfeldern der Kunstgeschichte (Museum, Denkmalpflege) vor. Die entsprechenden Veranstaltungen werden in Kooperation mit Institutionen der Region angeboten. Zudem gehören Exkursionen zum Lehrprogramm. Das „Weltkunst“-Modul trägt der gegenwärtigen medialen und geographischen Entgrenzung des traditionellen Kunstbegriffs Rechnung. Hier stehen sowohl die neuen Medien (Fotografie, Film, Netzkunst etc.) wie auch die Formen und Konsequenzen der Überterritorialität bzw. der Ortlosigkeit der Kunst im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen im „Kritik“-Modul vermitteln Qualifikationen für journalistische Tätigkeiten in allen Medien und darüber hinaus Schlüsselqualifikationen für andere Berufsfelder. Die Studierenden erwerben die Kompetenz, Kunstkritiken zu analysieren und zu verfassen. Am Ende des Studiums steht im Modul „Master-Abschluss“ die von einem Kolloquium begleitete Abfassung der Master-Arbeit.

Im Nebenfach Kunstgeschichte durchlaufen die Studierenden in verkürzter Form einen ähnlichen Parcours: Sie absolvieren die Epochenmodule des Bereichs „Klassische Kompetenzen“ sowie ein Modul „Erweiterte Kompetenzen“, das sich aus Veranstaltungen zur Kunstkritik und zur Weltkunst zusammensetzt.

 

Berufsperspektiven

Der Masterstudiengang Kunstgeschichte qualifiziert für Berufsfelder, die genuin kunsthistorische Schlüsselkompetenzen erfordern: Museen, Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitute. Mit den im Rahmen des Masterstudiengang erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten sind die Absolventen jedoch zudem bestens dafür qualifiziert, sich in Arbeitsfeldern wie Ausstellungswesen, Kunsthandel, Denkmalpflege, Medien (Presse, Hörfunk und TV), Verlage, Tourismus, Kulturverwaltung, Stiftungswesen und Erwachsenenbildung zu betätigen. Der Master soll darüber hinaus auf eine anschließende Promotion vorbereiten.

 

Studien- und Prüfungsordnung

 

Studienplanung

 

Studienberatung
Dr. Bernd Mohnhaupt
Campus Geb. B3 1, Raum 1.09
b.mohnhaupt(at)mx.uni-saarland.de
Tel.: +49 (0) 681/302-3217

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