Integrierte Studiengänge an der Saar-Uni (Auswahl)

Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation

"Französisch hat mich immer interessiert, daher wollte ich irgendetwas in dieser Richtung studieren", erzählt Helena Keller, Absolventin des binationalen Studiengangs "Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation". "Da wird nicht nur die Sprache vermittelt, sondern es geht auch um Frankreich und seine Politik und Kultur. Man bekommt ein umfassendes Bild von Frankreich und versteht vieles besser. Ein Jahr lang habe ich in Metz gelebt, denn dort verbringen Franzosen und Deutsche ihr zweites Studienjahr gemeinsam. Metz ist eine wunderschöne Stadt, aber doch ein wenig verschlafen. Das Studieren dort ist ganz anders: Man hat viel Unterricht und verbringt eine Menge Zeit an der Uni. In Saarbrücken muss man dagegen vieles selber erarbeiten. Ganz toll ist die Zeit in Brüssel gewesen, wo ich ein zweimonatiges Praktikum im EU-Verbindungsbüro des deutschen Bundestages gemacht habe." Für ihren hervorragenden Bachelorabschluss hat Helena Keller nun den Exzellenzpreis der Deutsch-Französischen Hochschule erhalten. [mehr...]

Deutsches und französisches Recht – Droit français et allemand

"Mich hat am Doppelstudium interessiert, verschiedene Rechtssysteme intensiv kennen zu lernen. Interessant war auch zu sehen, wie sehr sich das Studium in Frankreich und England vom dem in Deutschland unterscheidet. In Lille ist es etwa üblich, dass man Wort für Wort mitschreibt, die Dozenten waren überrascht, als ich mir keine Notizen machte. In England spiegelt sich das Rechtssystem in der Lehre, der Schwerpunkt liegt dort auf Diskussionen in kleinen Gruppen. Besonders toll war das Freizeitangebot in England. Es ist ungeheuer vielfältig. Die Uni wird zum Mittelpunkt des Lebens und organisiert auch die Freizeit. Für fast jedes Interesse gibt es Societies und Sportgruppen."

Max Frenzel hat gleichzeitig deutsches Recht und französisches Recht am Centre juridique franco allemand der Universität des Saarlandes studiert und dann den Master2 absolviert.

SaarLorLux-Studiengang Physik

Christian Hepp beim Justieren eines Laserstrahls im quantenoptischen Labor der Saar-Uni

Christian Hepp hat den Saar-Lor-Lux-Studiengang Physik absolviert und in seiner Doktorarbeit im Bereich Quantenoptik geforscht. Schon während des Studiums war die Quantenoptik sein Spezialgebiet. "Ein tolles Thema. Alles, was mit Licht zu tun hat, ist die technische Zukunft", schwärmt er. Dieser Schwerpunkt ist an der Saar-Uni sehr gut: "Im besten Fall baut man im quantenoptischen Labor sein eigenes Experiment mit Optiken und Lasern auf. Dabei erarbeitet man sich viele praktische Kenntnisse und lernt bereits, komplexe Projekte zu leiten."

Auch die Vernetzung sowohl innerhalb wie außerhalb der Universität ist in Saarbrücken exzellent. Von Anfang an war es Christian Hepp wichtig, internationale Erfahrungen zu sammeln. "Man konnte im Studium einiges von der Welt sehen – das hat viel Spaß gemacht", erinnert er sich. Heute arbeitet er bei der Bruker Optik GmbH in der Nähe von Karlsruhe und entwickelt neue optische Technologien für Analysesysteme. [mehr...]

Ecole Européenne d'Ingénieurs en Génie des Matériaux (EEIGM)

"Die Materialwissenschaft der Saar-Uni bieten neben einer Kooperation mit den USA zum Beispiel auch die Möglichkeit, ein deutsch-französisches Bachelor- und Masterprogramm zu absolvieren: Den Studiengang EEIGM. Bei dem deutsch-französischen Studium erhalten Studenten zwei gleichwertige Abschlüsse, die in beiden Ländern anerkannt werden. So habe ich während meines Studiums eine andere Wissenschaftskultur sehr gut kennengelernt und konnte neben meinen Französisch- auch meine Englischkenntnisse vertiefen. In Nancy habe ich nicht nur mit Franzosen und Deutschen studiert, sondern auch mit Kommilitonen aus Spanien, Schweden und Russland. Der Zusammenhalt untereinander war wirklich sehr gut. Zu einigen meiner Mitstudenten habe ich nach wie vor Kontakt. Ich konnte in einem internationalen Umfeld studieren – eine Tatsache, die auch auf dem Arbeitsmarkt von Vorteil sein wird." 

Doreen Kempf hat Ihre Vorliebe für die Materialwissenschaft auf einem UniCamp für Mädchen entdeckt. Sie hat in Saarbrücken und Nancy zunächst den binationalen Bachelorstudiengang "Ecole Européenne d'Ingénieurs en Génie des Matériaux" und anschließend den gleichnamigen Masterstudiengang absolviert. Derzeit forscht sie für ihre Masterarbeit.

Deutsch-französischer Master Human- und Molekularbiologie

"Zu schätzen gelernt habe ich an der Saar-Uni vor allem das selbständige Arbeiten im Labor. Ich habe so schon früh viel über den Alltag im Labor erfahren. Gemeinsam mit den Kollegen konnte ich zum Beispiel über Probleme diskutieren und selbst Lösungswege finden, wenn ein Experiment nicht so funktioniert hat wie geplant. Ein binationales Studium ist natürlich eine große Herausforderung, letztendlich zahlt es sich aber aus. Und die Studienkoordinatoren stehen den Studenten des deutsch-französischen Programms bei Fragen und Problemen zur Seite." 

Vanessa Dacleu-Siewe schloss 2014 den deutsch-französischen Master "Human- und Molekularbiologie" erfolgreich ab. Mittlerweile arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit – und dazu pendelt die 25-Jährige weiterhin zwischen dem Saarland und Straßburg hin und her.


Die integrierten Studiengänge werden gefördert von der Deutsch-französischen Hochschule.