Promotion

Allgemeines zur Promotion

Entsprechend qualifizierten und am öffentlichen Recht besonders interessierten Bewerbern und Bewerberinnen biete ich gerne die Gelegenheit, unter meiner Betreuung eine (Inaugural-)Dissertation anzufertigen. Nach Annahme der Arbeit durch den Promotionsausschuss und nach einer erfolgreichen Disputation (mündliche Prüfung) verleiht die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes den akademischen Grad eines Doktors des Rechts (doctor iuris – Dr. iur.).

 

Die Einzelheiten des Verfahrens und die weiteren materiellen Voraussetzungen entnehmen Sie bitte der Promotionsordnung für die Promotion zum Doktor des Rechts vom 15. Dezember 2005, in der Fassung der Änderungsordnung vom 17. Januar 2006 (Dienstblatt der Hochschulen des Saarlandes 2006 Nr. 4, S. 45).

 

 

Auf die folgenden Zulassungsvoraussetzungen möchte ich besonders hinweisen:

  1. Der Bewerber muss die erste oder zweite juristische (Staats-)Prüfung grundsätzlich mindestens mit der Note "vollbefriedigend" (ab 9,00 P.) bestanden haben (vgl. § 5 Abs. 1 Nr. 1 der Promotionsordnung).
  2. Der Bewerber muss
    • mindestens zwei Semester an der Rechts- und  Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes studiert haben und
    • während dieser Zeit erfolgreich an zwei Seminaren teilgenommen haben

(vgl. § 5 Abs. 2 der Promotionsordnung).

 

Außerdem empfinde ich es stets als sehr angenehm, wenn mir der Bewerber bereits bekannt ist, etwa aus Vorlesungen, Übungen oder Seminaren. Sollte dies nicht der Fall sein, begrüße ich es sehr, wenn der Bewerber vor Beginn der Arbeit an seiner Dissertation aktiv an einem meiner Seminare teilnimmt. So können sowohl der Bewerber als auch ich am besten feststellen, ob die "wissenschaftliche Chemie" zwischen uns stimmt.

Schwerpunktmäßig betreue ich folgende Themenbereiche aus dem öffentlichen Recht:

  • Finanzrecht, insb. Haushalts- und Steuerrecht
  • Rundfunkrecht sowie öffentlich-rechtliche Gebiete des Presse- und des sonstigen Medienrechts
  • saarländisches Landesrecht.

Nach Absprache können selbstverständlich gerne auch andere und nicht saarlandspezifische Themenbereiche bearbeitet werden, so z.B. aus dem Staatsorganisationsrecht, aus dem Gebiet der Grundrechte sowie aus dem Allgemeinen und Besonderen Verwaltungsrecht.



Hinweise und Tipps rund um das Anfertigen einer Dissertation

  1. Für formale Fragen bei der Anfertigung einer Dissertation habe ich ein ausführliches Hinweisblatt erstellt, das Sie einsehen und beachten sollten. Im Übrigen empfehle ich zu Fragen des juristischen Stils die Lektüre von Tonio Walter, Kleine Stilkunde für Juristen, 2002. Einen Vorgeschmack bietet der Aufsatz desselben Autors in Jura 2006, S. 344–348. Für das wissenschaftlich korrekte Erstellen von Fußnoten und des Literaturverzeichnisses ist die Abhandlung zum Zitieren in juristischen Arbeiten von Stephan Stüber hilfreich. Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen eine klare, prägnante Darstellung. Entwerten Sie Ihre wissenschaftlichen Gedanken nicht mit unnötigen Fremdwörtern, mit einem trockenen "Nominalstil" oder mit "hypotaktischen Schachtelkonstruktionen". Sprachlich müssen die Leser – allen voran die Gutachter – Ihre Arbeit beim ersten Zugriff verstehen. Als abschreckende Beispiele mögen folgende Originalzitate aus wissenschaftlichen Arbeiten dienen:
    • Bsp.1:"Die normative Identifikation der sachspezifischen Zweckbestimmung öffentlicher Straßen mit einem entsprechenden verfassungsrechtlichen Bedeutungsgehalt der Gemeinwohlverwirklichung kann angesichts der tradierten "Staatlichkeit" des öffentlichen Straßenwesens, aber auch bei einer zeitgeschichtlich aktuellen Reflexion "staatlicher" Verantwortung hierfür sicherlich als eine im Ergebnis praktisch kaum angefochtene Grundannahme gelten, die sich in anderen Bereichen einer für Staat und Gesellschaft existenznotwendigen öffentlichen Infrastruktur behauptet."
    • Bsp.2:"Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass zwischenzeitlich das Verwaltungsgericht Köln mit Beschluss vom 21.9.2006 nach Art. 234 EGV den EuGH um Vorabentscheidung gebeten hat, ob die Art. 43 und 49 EGV dahingehend auszulegen seien, dass nationale Regelungen für ein staatliches Sportwettenmonopol, die unzulässige Beschränkungen der in Art. 43 und 49 EGV garantierten Niederlassungsfreiheit und Dienstleistungsfreiheit enthielten, weil sie nicht entsprechend der Rechtsprechung des Gerichtshofs – hier „Gambelli“ – in kohärenter und systematischer Weise zur Begrenzung der Wetttätigkeit beitrügen, trotz des grundsätzlichen Anwendungsvorrangs unmittelbar geltenden Gemeinschaftsrechts ausnahmsweise für eine Übergangszeit weiterhin angewandt werden dürften."
  2. Es ist von großem Vorteil, bei der Textverarbeitung von Dissertationen Dokumentvorlagen zu verwenden. Speziell zu diesem Zweck wurde von der Humboldt-Universtiät zu Berlin eine Dokumentvorlage für Microsoft Word erarbeitet, die sich auch für die Publikation im Internet eignet.
  3. Weitere hilfreiche Informationen rund um das Thema Promotion sowie ein Diskussionsforum für Doktoranden finden Sie unter http://www.doktorandenforum.de.
  4. Als unterhaltsame und zugleich informative Lektüre empfehle ich Ihnen:
    • von Münch, Promotion, Tübingen, 3. Aufl. 2006.
    • ders., Promovieren: Leiden, Freuden, Kaufen, JURA 2007, S. 495 ff.
    • Bergmann/Schröder/Sturm, Richtiges Zitieren, 1. Aufl. 2010.

Promotionen unter meiner Betreuung

Dr. Martin Zeilhofer

Perspektiven einer allgemeinen Entstrickungsnorm für das Einkommensteuerrecht – im Lichte des Verfassungs-, Abkommens- und europäischen Gemeinschaftsrechts, Regensburg 2004.

Dr. Markus Groß

Die Reform des Stadtverbandes Saarbrücken – Eine exemplarische Darstellung der verfassungsrechtlichen Grenzen für die Gestaltung von Stadt-Umland-Verwaltungen, Saarbrücken 2008.

Dr. Christian Hallerbach  

Besteuerung ausländischer Familienstiftungen – Die deutschen Regelungen über die Besteuerung von Stiftungen, insbesondere von ausländischen Familienstiftungen, vor dem Hintergrund des deutschen Verfassungsrechts und des europäischen Gemeinschaftsrechts, Saarbrücken 2009.

Dr. Iris Kirchner-Freis

Bewegtbildangebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet unter besonderer Berücksichtigung der unionsrechtlichen Einflüsse auf die nationalrechtlichen Rahmenbedingungen, Saarbrücken 2010.

Dr. Sandra Eifler

Das System des Jugendmedienschutzes in Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, Saarbrücken 2011.

Dr. Maximiliane Bähr

Die Betriebsveräußerung im Ertrag- und Umsatzsteuerrecht unter besonderer Berücksichtigung der Übertragung von Immobilien – eine dogmatische und rechtsgestalterische Gegenüberstellung, Saarbrücken 2012.

Dr. Nguyen Minh Tuan

Haftung für staatliches Unrecht nach deutscher und vietnamesischer Rechtslage, Saarbrücken 2013.

Dr. Martin Rupp

Die grundrechtliche Schutzpflicht des Staates für das Recht auf informationelle Selbstbestimmung im Pressesektor, Saarbrücken 2013.

Prof. Dr. Christoph Gröpl

Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht,
deutsches und europäisches Finanz- und Steuerrecht

 

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