Themenstellung


Im Rahmen von Projekten wurden in den letzten Jahren u. a. folgende Problemstellungen bearbeitet.

  • Kundenbindung von Luftfrachtunternehmen
  • Logistiksysteme westeuropäischer Konsumgüterunternehmen in Osteuropa
  • Internationale strategische Allianzen Mittelständischer Unternehmen
  • Erfolgsfaktoren im mittelständischen Einzelhandel
  • Optionen zur Positionierung von Warenhäusern in stagnierenden und schrumpfenden Märkten
  • Dynamische Prozesse der Internationalisierung
  • Interaktive Medien am Point of Sale
  • Marktbearbeitungsstrategien international tätiger Handelsunternehmen
  • Controlling in international tätigen Mittelständischen Unternehmen
  • Retail-Branding und Integriertes Handelsmarketing
  • Multi-Channel-Retailing
  • Erfolgsfaktoren der Beschaffung im Einzelhandel
  • Ingredient-Branding
  • Management von Logistiknetzwerken
  • Lieferantenwert
  • Wahl von Markenartikeln und Channel-Brands bei vertikalen Distributionskonzepten
  • Dienstleistungsorientierung und Dienstleistungstypen im Großhandel
  • Antezedenzen und Konsequenzen der Koordination von Unterneh­mensnetzwerken
  • Handelsmarken-Portfolio
  • Präferenzanalyse ethischer Produkte
  • Kundenbeziehungsmanagement im Großhandel
  • Der Einfluss des Web 2.0 auf das Konsumentenverhalten im E-Commerce

 

Das Institut für Handel & Internationales Marketing (H.I.Ma.) unterhält zahlreiche intensive Kontakte zu Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Im Rahmen regionalpolitischer Forschung steht das Institut zudem in ständigem Dialog mit Institutionen, Verbänden und Kammern, insbesondere aus dem Saarland und den angrenzenden Regionen. Aus dieser engen Zusammenarbeit mit der Wirtschaftspraxis und -politik resultiert eine Fülle erfolgreich abgeschlossener Projekte.

 

Im Bereich der Projektarbeit wurden Forschungsaktivitäten hinsichtlich des Einsatzes von Informationstechnologie innerhalb der Kernprozesse des Handels, so der Bereiche des Supply-Chain-Management, Category-Management und Customer-Relationship-Management, durchgeführt. So setzt der Handel bereits heute in hohem Maße die Informationstechnologie zur Unterstützung und Ausweitung seiner Aktivitäten im Sinne von "Enabling Technologies" ein. Ein­satzschwerpunkte sind dabei nicht nur klassische Warenwirtschafts-, Personalver­waltungs-, Controllingsysteme u. Ä., sondern auch neuere Konzepte wie Supply-Chain-Management, Category-Management sowie Customer-Relationship-Management. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Rezession stehen für Handelsunternehmen Investitionen in IT-Systeme im Vordergrund, deren Hauptzielsetzung in der Realisierung von Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen liegt. Hauptanliegen des Projektes war daher, den aktuellen Stand sowie zukünftige Anforderungen an IT-Systeme im Handel zu identifizieren und Effektivitäts- und Effizienzsteigerungspotenziale durch IT-Systeme im Handel zu eruieren.

 

Des Weiteren wurden - aufbauend auf einem im Rahmen des zuvor beschriebenen Projektes gewonnenen Forschungsergebnisses, das eine wichtige Zielstellung des Handels die systematische Steuerung und Gestaltung der Beschaffungsbeziehungen ist - die Forschungsaktivitäten diesbezüglich weiter geführt. Hierbei galt es, über die Eruierung des aktuellen Stands der Steuerung und Kontrolle der Performance der internen Geschäftsprozesse der Handelsunternehmen hinaus, den Status quo sowie zukünftige Anforderungen hinsichtlich Steuerung und Anbindung externer Geschäftspartner zu identifizieren. Im Fokus standen dabei die Gestaltung der Lieferantenbeziehungen und insbesondere der kooperativen Ansätze im Rahmen der Hersteller-Handels-Beziehungen, die im Rahmen der ECR-Diskussion initiiert wurden.

 

Weiterhin wurden in diesem Zusammenhang Fragen der Performance-Messung im Handel, der vor dem Hintergrund der Notwendigkeit der strategischen Ausrichtung des Handels in Richtung der Übernahme einer Kostenführerschaftsposition sowie einer Qualitätsführerschaftsposition auf Grund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks ein verstärktes Interesse zukommt, im Rahmen eines Forschungsprojektes aufgegriffen. Insofern standen insbesondere effizienzorientierte Fragestellungen, so die Eruierung erfolgskritischer, logistischer Kennzahlen des Kernprozesses Supply-Chain-Management (SCM), die der Entscheidungsunterstützung und Prozessverbesserung dienen, im Fokus der Betrachtungen dieses Forschungsprojektes.


In Projektarbeit mit dem Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) wurden darüber hinaus „Internationalisierungspotenziale für Verbundgruppen“ thematisiert. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurden Internationalisierungspotenziale für Verbundgruppen, die im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie in den Niederlanden ansässig sind, analysiert. Es wurden hierbei Internationalisierungspotenziale sowohl auf der Absatz- als auch auf der Beschaffungsseite betrachtet. In unterschiedlichen Projektmodulen wurden Status quo, Motive, Vor- und Nachteile der Internationalisierung von Verbundgruppen, relevante Kriterien der Länderselektion, absatzseitige Betätigungsformen und die Marktbearbeitung der Zielmärkte durch Verbundgruppen thematisiert. Des Weiteren wurden Beschaffungsoptionen und beschaffungsseitige Betätigungsformen analysiert.


Die Studie „Innovative Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse im Großhandel“, die in Zusammenarbeit mit der SAP AG erarbeitet wurde, bildet ein weiteres Forschungsprojekt des Instituts. In diesem Rahmen wurde zunächst das Wettbewerbsumfeld des Großhandels insbesondere vor dem Hintergrund der vielfach diskutierten Exklusionsthese analysiert, nach welcher der Großhandel Gefahr läuft, durch die beteiligten Marktpartner ausgeschaltet zu werden. Des Weiteren wurden innovative Geschäftsmodelle identifiziert und beschrieben, durch deren effiziente Umsetzung Großhandelsunternehmen die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessern und ihre Stellung im Wertschöpfungsprozess behaupten können. Die prozessualen Voraussetzungen für die verschiedenen Geschäftsmodelle wurden anhand von Best-Practice-Unternehmen aus verschiedenen Großhandelsbranchen detailliert erörtert. Die Studie zeigte, dass sich in Abhängigkeit von den jeweiligen branchenspezifischen Rahmenbedingungen in zahlreichen Großhandelsbranchen durchaus eine potenzielle Ausschaltungsgefahr identifizieren lässt. Eine klare Positionierung über ein innovatives Geschäftsmodell ermöglicht es den Großhandelsunternehmen jedoch, ihren Wertschöpfungspartnern einen deutlichen Mehrwert zu bieten und somit nicht nur der Ausschaltung aus dem Wettbewerb zu entgehen, sondern zudem einen nachhaltigen Unternehmenserfolg sowie langfristiges Wachstum zu realisieren.


Ein weiteres Thema im Handel und zugleich in der Konsumgüterindustrie wurde in einer Studie im Auftrag der PricewaterhouseCoopers AG aufgegriffen. Im Mittelpunkt der Studie „Genug frische Ideen? – Wie innovativ sind deutsche Händler und Konsumgüterhersteller?“ stand eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Innovationsfähigkeit und -tätigkeit deutschsprachiger Handels- und Konsumgüterunternehmen sowie die Identifikation der zentralen Stellhebel zur Verbesserung des Innovationserfolgs der Unternehmen in Handel und Konsumgüterindustrie.


Im Auftrag der GEHE Pharma Handel AG führte das Institut eine umfassende Studie zu dem Thema „Vertikale Kooperation als strategische Option für Apotheken“ durch.  Im Rahmen dieser Studie wurden die Potenziale vertikaler Kooperationen, so zwischen dem Pharmagroßhandel und den (inhabergeführten) Apotheken, analysiert. Gegenstand der Analyse war zum einen die Evaluation dieser strategischen Option gegenüber den Potenzialen horizontaler Kooperationen, so bspw. Einkaufs-/Marketinggemeinschaften von Apotheken. Andererseits wurden auch die Wettbewerbsvorteile und -nachteile von Kooperationen im Vergleich zu Filialisierungsstrategien (der Apotheken, des Pharmagroßhandels, aber auch anderer Unternehmen, so Drogeriemärkte und Unternehmen des LEH) in die komparative Analyse einbezogen.


Das Institut beschäftigte sich im Auftrag der Spielwarenmesse eG mit dem Thema „Baby’sWorld – Kaufverhalten bei Baby- und Kleinkindartikeln: Was Konsumenten wirklich wollen und wie Handel und Industrie davon profitieren“. Im Rahmen dieser Studie wurden das Einkaufs- und Informationsverhalten, persönliche Produkt- und Einkaufsstättenpräferenzen sowie Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen des Online-Marktes für Babyspielzeug aus Konsumentensicht analysiert. Darüber hinaus wurden die strukturellen Merkmale von deutschen Babyspielzeug-Händlern sowie deren Erfahrungswerte und Einschätzungen hinsichtlich Produkt- und Einkaufsstättenpräferenzen ihrer Kunden erforscht.


In Kooperation mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) führte das Institut eine bundesweite Befragung deutscher Einzelhandelsunternehmen durch. Ziel des Forschungsprojektes war zum einen, zentrale Erfolgsfaktoren im Einzelhandel zu identifizieren und im Zeitablauf zu analysieren. Zum anderen sollten Strategien analysiert werden, die in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur das Überleben, sondern den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen sicherten. Ansatzpunkt der Untersuchung sind Handelsunternehmen, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet bzw. wieder gegründet wurden und die bis heute erfolgreich sind. Dies schließt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie (heutige) Großunternehmen ein. Gesamthaft erstreckt sich die Studie auf einen Zeitraum von 75 Jahren.


Ein hochaktuelles Thema im Handel und zugleich in der Konsumgüterindustrie wurde in einer Studie im Auftrag der PricewaterhouseCoopers AG erforscht. Im Mittelpunkt der Studie „Genug für alle da? Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller mit Versorgungsrisiken um?“ steht die Frage, welchen Herausforderungen sich die Konsumgüterwirtschaft auf Seite der Rohstoffmärkte und angesichts einer lebhaften gesellschaftlichen Diskussion zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung gegenübersieht und welche Maßnahmen die Unternehmen zur Sicherstellung ihrer Versorgung ergreifen. Kernthemen der Studie sind eine Gegenüberstellung der Rohstoffmärkte mit den Entwicklungen auf den Absatzmärkten sowie eine kritische Analyse der in der Konsumgüterwirtschaft bestehenden Systeme und Methoden zur Steuerung daraus erwachsender Versorgungsrisiken.