Dienstag, 22. März 2016

Botanischer Garten schließt ab sofort wegen vermehrten Diebstahls die Gewächshäuser

Seitdem bekannt wurde, dass der Botanische Garten der Universität am 1. April des Jahres schließen wird, ist es vermehrt zu Diebstählen seltener und geschützter Pflanzen gekommen. Der Akademische Direktor des Gartens, Wolfgang Stein, hat daher beschlossen, die Gewächshäuser ab sofort für die Öffentlichkeit zu schließen. Lediglich bereits vereinbarte Führungen bis Ende März werden noch stattfinden. Weitere Führungen werden nicht mehr vereinbart.

Im Zuge der Schließung des Gartens und insbesondere im Nachgang zum Abschiedsfest im Botanischen Garten am vergangenen Sonntag haben die Gärtner vermehrt Pflanzendiebstähle in den Gewächshäusern des Gartens festgestellt. Dabei stahlen die Diebe insbesondere seltene Kakteen und Orchideen, die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt sind. Dabei wurden auch abgeschlossene Türen gewaltsam geöffnet.

Der Akademische Direktor des Botanischen Gartens, Wolfgang Stein, macht die Diebe auf die Umstände aufmerksam: „Der illegale Besitz von Pflanzen unter Washingtoner Artenschutzabkommen, etwa alle Orchideen und Kakteen, stellt einen Straftatbestand dar; inzwischen ist die Beweislast im Falle, dass jemand solche Pflanzen besitzt, vor der Justiz umgekehrt: Jeder Besitzer solcher Pflanzen muss mit Belegen nachweisen, dass er solche Pflanzen legal besitzt.“