Donnerstag, 04. Mai 2017

Fortbildung in IT-Recht und Rechtsinformatik für internationale Nachwuchswissenschaftler

„Summer School 2017“, vom 21. August bis 1. September; Bewerbung bis 28. Mai

IT-Sicherheit und Rechtsfragen rund um das Internet der Dinge, autonome Systeme, Künstliche Intelligenz, Datenschutz, Big Data und die Justiz im digitalen Wandel: Das sind die Themen der „Summer School 2017“, einer Fortbildung, die das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes für internationale Absolventen von Jura- und Informatik-Studiengängen sowie verwandter Fächer veranstaltet. Vom 21. August bis 1. September bieten namhafte Experten aus Japan, Österreich, Großbritannien und Deutschland Seminare und Workshops zu aktuell drängenden Fragen des IT-Rechts und der Rechtsinformatik an. Interessierte Nachwuchswissenschaftler können sich bis zum 28. Mai um die Teilnahme bewerben.


Die Summer School findet auf dem Universitäts-Campus in Saarbrücken statt (Graduate Center, Gebäude C9 3). Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 28 begrenzt.

Mehr zu Teilnahme-Voraussetzungen und Bewerbung unter:
www.summerschool-itlaw.org

Selbstfahrende Autos, Maschinen, die selbstständig handeln, Hackerangriffe und Cyberkriminalität, Chancen und Risiken digitaler Daten: Im gleichen Ausmaß und ebenso schnell wie die Technologie die Welt digitalisiert und vernetzt, stellen sich international Rechts- und Sicherheitsfragen. „Die Digitalisierung stellt Wissenschaftler weltweit in vielen Gebieten vor völlig neue und zugleich gewaltige Herausforderungen. Mit der Summer School wollen wir jungen Forscherinnen und Forschern aus aller Welt ein internationales Forum bieten, sich mit renommierten Experten zu den aktuell brennenden Fragen auszutauschen, zu diskutieren und eigene Forschungen vorzustellen“, erklärt Professor Georg Borges, geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtsinformatik der Saar-Universität.

„Unsere Gesellschaft ist mit Fragestellungen konfrontiert, die sich im IT-Recht und in der IT-Sicherheit über alle Grenzen hinweg stellen. Um diese zu lösen, müssen wir uns international vernetzen und austauschen. Dieses Ziel verfolgen wir mit unserer Summer School: den internationalen Wissenschafts-Nachwuchs zusammenzubringen“, erläutert Professor Borges. „Künstliche Intelligenz und das Recht“, „Autonome Systeme“, „Das Internet der Dinge und IT-Sicherheit“, „Datenschutz und Big Data“ sowie der Einsatz von IT-Technologie in Justiz und Rechtsberatung“ sind die Themen der Summer School. Mit Professor Takehiko Kasahara (Toin University, Yokohama), Professor Fumio Shimpo (Keio University, Tokio) und Professor Mayu Terada (International Christian University, Tokio) aus Japan, Professor Burkhard Schäfer von der Universität Edinburgh (UK), Professor Erich Schweighofer von der Universität Wien und Professor Georg Borges sowie Professor Christoph Sorge von der Universität des Saarlandes tragen namhafte Experten vor.

Das Institut für Rechtsinformatik ist eines der deutschlandweit führenden Forschungsinstitute für IT-Recht. Die Wissenschaftler gehen in einer Vielzahl von Forschungsprojekten aktuellen Rechtsfragen auf den Grund: von den IT-rechtlichen Grundfragen von Industrie 4.0, über die Digitalisierung des Straßenverkehrs, die Sicherheit von Daten in der Cloud oder Fragen des Datenschutzes bis hin zur elektronischen Akte in der Justiz. „Mit den Schwerpunkten IT-Recht, Sicherheit, Datenschutz und Rechtsinformatik deckt das Institut für Rechtsinformatik ein weites Feld an der Schnittstelle von Informationstechnologie und Recht ab, und zwar aus rechtlicher, technischer wie auch internationaler Perspektive“, erklärt Georg Borges.

Weitere Informationen:
www.summerschool-itlaw.org
http://rechtsinformatik.saarland/


Kontakt für die Presse:
Prof. Dr. Georg Borges: Tel.: 0681/302-3105, E-Mail: ls.borges@uni-saarland.de
Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Telefoninterviews in Studioqualität sind möglich über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Kontakt: 0681/302-2601, oder -64091.



Hintergrund: Das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes

Vier Lehrstühle an der Saar-Universität und ein Lehrstuhl der Universität Luxemburg arbeiten am Institut für Rechtsinformatik zusammen. Direktoren sind die Professoren Georg Borges, Philippe Cossalter, Christoph Sorge, Stephan Weth, Maximilian Herberger sowie Marc Cole aus Luxemburg. Saarbrücker Studenten können sich an der Saar-Uni früh auf IT-Recht und Rechtsinformatik spezialisieren. Eines der bundesweit wenigen fundierten Ausbildungsangebote auf diesem Gebiet ist das Zertifikats-Studium „IT-Recht und Rechtsinformatik“, das auf zwei Semester angelegt und modular aufgebaut ist, und sich an Studenten, Referendare und Absolventen der Rechtswissenschaft, aber auch anderer Fachrichtungen wendet. Ein spezielles Schwerpunkt-Angebot können Studenten außerdem im Rahmen ihres Jura-Studiums in zwei Semestern absolvieren. Auch das Saarbrücker IT-Rechts-Forum, das Informations- und Medienrechtliche Kolloquium und der EDV-Gerichtstag werden vom Institut für Rechtsinformatik aus koordiniert und organisiert.
Das Institut für Rechtsinformatik arbeitet eng mit dem Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit CISPA (Center for IT-Security, Privacy and Accountability) von Professor Michael Backes zusammen. Die Universität des Saarlandes ist einer der führenden Standorte für IT-Sicherheit in Deutschland.