Freitag, 02. Juni 2017

Brandschutzmängel des Uni-Gebäudes C5 2 erfordern Sofortmaßnahmen und baldmögliche Sanierung

Ein Schwelbrand im Gebäude C5 2 auf dem Saarbrücker Campus hat vor wenigen Tagen erneut deutlich vor Augen geführt, wie mangelhaft der Brandschutz in diesem Gebäude ist. Frühere Universitätsleitungen hatten bereits seit 1997 wiederholt auf eine dringend notwendige Sanierung des drittgrößten Uni-Gebäudes gedrängt. Aufgrund des jüngsten Vorfalls sieht sich das amtierende Präsidium in der Pflicht und Verantwortung, schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, um Schlimmeres zu verhindern. So sollen die Öffnungszeiten des Gebäudes, das täglich von rund tausend Studierenden und Uni-Mitarbeitern genutzt wird, eingeschränkt und eine ständige Brandwache eingerichtet werden. Geplant ist zudem, das komplette Gebäude bis zum Beginn des Wintersemesters in einem geordneten Ablaufverfahren zu räumen und das besonders gefährdete oberste Geschoss möglichst rasch zu schließen. Dies wurde allen Nutzern heute in einer Versammlung mitgeteilt.

Das Gebäude C5 2 wurde in den 60er Jahren, als die Studierendenzahlen rasch anstiegen, als großer Komplex mit vielen Einzelbüros und Seminarräumen errichtet. Es beherbergt viele Lehrstühle der Philosophischen Fakultät, außerdem sind dort verschiedene Fachbereichs-Bibliotheken und im Untergeschoss ein Café untergebracht. Seit seiner Errichtung wurde nur unzureichend in den Erhalt und die Sanierung des Gebäudes investiert, so dass es nicht nur energetische Mängel aufweist, sondern vor allem auch in der Hauselektrik und im Brandschutz völlig überaltert ist. Das Gebäude steht daher schon seit langem ganz oben auf der Prioritätenliste der Universität für eine dringend notwendige Sanierung. Die Landesregierung hat zwar vor kurzem bereits signalisiert, dass mit den Planungen bald begonnen werden könne, jedoch ist absehbar, dass zwischen Planung, Umsetzung und Fertigstellung der Gebäudesanierung erneut mehrere Jahre vergehen werden. Aus diesem Grund sieht sich die Universitätsleitung nicht zuletzt auch aufgrund der wiederholten Vorfälle in diesem Gebäude gezwungen, schon jetzt geeignete Maßnahmen und Vorkehrungen für den Brandschutz zu treffen, um größeren Schaden zu verhindern.

Eine externe Firma soll beauftragt werden, eine Brandwache mit zwei Personen zu stellen, die während der festen Öffnungszeiten von 6 bis 21 Uhr an Wochentagen durch das Gebäude patrouillieren wird. Das vierte Geschoss soll schnellstmöglich geräumt werden, da dort im Fall eines Brandes die Flucht durch verrauchte Treppenhäuser deutlich erschwert und ein Zugang über Feuerwehrleitern von außen nicht möglich ist. Die Bibliotheken, die im Rahmen einer Neuordnung der Fachbereichsbibliotheken ohnehin hätten verlagert werden sollen, müssen nun schneller als ursprünglich geplant umgezogen werden. Für die Büro- und Seminarräume will man zuerst campus-intern nach Ausweichmöglichkeiten suchen und über eine straffere Zeitplanung den Raumbedarf senken. Es sollen aber auch leerstehende Immobilien in Campusnähe gesucht werden, in die Lehrstühle ausgelagert werden können.

Weitere Informationen auf dieser Webseite, die in den kommenden Wochen laufend aktualisiert wird:

www.uni-saarland.de/intern/arbeitsalltag/gebaeude/c5-2.html