Freitag, 31. August 2012

Materialforschung bietet internationale Doktorarbeit

Ina Sapenzaskaia

 

 

Mit der internationalen Doktorarbeit betritt die Saarbrücker Materialforschung Neuland. Bisher gab es dort nur im Studium die Möglichkeit, ein Auslandsjahr zu integrieren. Jetzt können auch Doktoranden der Materialwissenschaft gleichzeitig in Saarbrücken und an einer Universität in Barcelona, Nancy oder im schwedischen Lulea und Linköping forschen. Sie werden von Wissenschaftlern aus beiden Ländern betreut und verbringen mindestens ein halbes Jahr an der Partner-Universität. Auch die Verteidigung der Doktorarbeit erfolgt in beiden Ländern und wird entsprechend anerkannt. Das Docmase-Programm der Europäischen Schule für Materialforschung (Eusmat) unterstützt sie dabei. Dieses wird von der Europäischen Union über sieben Jahre mit rund sechs Millionen Euro gefördert.

 

Die ersten zwanzig Doktoranden aus der ganzen Welt, die für dieses Programm ausgewählt wurden, kamen jetzt zu einer Summer School in Saarbrücken zusammen. Latifa Melk aus Marokko, die in Barcelona und Lulea promoviert, zeigte sich von der vielfältigen Labortechnik auf dem Saarbrücker Uni-Campus beeindruckt. "Wir haben hier den aktuellen Stand der Analysemöglichkeiten kennengelernt, was uns für alle neu war, etwa die Atomsonden-Tomographie. Ich werde diese für meine Forschungen nutzen und sicher nochmals an die Saar-Uni kommen", erklärt die 25-jährige Doktorandin. Für Ina Sapenzaskaia aus der Ukraine, die in Nancy und Barcelona forschen will, war es wichtig, sich mit den anderen Stipendiaten zu vernetzen: "Man lernt viel voneinander und hat an der Partner-Uni gleich persönliche Kontakte". 

 

Die Europäische Schule für Materialforschung wird von Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Saar-Uni, geleitet. Verschiedene Firmen und Forschungszentren  in ganz Europa kooperieren mit der Graduiertenschule und bieten fachspezifische Praktika an.

 


Info: www.eusmat.net