Tuesday, 06. June 2017

Leerer Bauch studiert nicht gern: Studenten der Saar-Uni sprechen über das Mensa-Angebot

Saarbrücker Zeitung

Ernährung ist wichtig für die geistige Leistungsfähigkeit, das hat sich inzwischen rumgesprochen. Die Mensa der Saar-Uni setzt darum auf ein ausgewogenes Angebot. Wie zufrieden sind die Studenten damit?

Von Katrin Gärtner

Saarbrücken. Zwischen 3000 und 3500 Gerichte werden in der Mensa der Universität des Saarlandes täglich zubereitet. So groß wie die Umfänge sind auch die Ansprüche: Gesund soll es sein und gut schmecken, Vegetarier sollen auf ihre Kosten kommen und Menschen mit Nahrungsmittelallergien ebenfalls. Außerdem darf es natürlich nicht teuer sein. Kann das funktionieren? Wie bewerten Studenten die Auswahl in der Uni-Kantine?

Die große Mehrheit der befragten Studenten ist mit der Qualität des Mensa-Essens zufrieden. Christophe Del Bianco ist einer von ihnen. Der 25-Jährige studiert Physik und besucht die Mensa vier Mal in der Woche. Das Essen dort findet er sehr gut und die Preise (siehe Info-Kasten) fair. Auch der Cybersicherheits-Student Max Hoffmann findet das Essen gerade für Studenten günstig – und das bei guter Qualität.

Doch es gibt auch Studenten, die Kritik üben. Unzufrieden zeigt sich etwa Jolie Raber. Die Chemie-Studentin bemängelt sowohl den Geschmack als auch die Zusatzstoffe, die sich in den Gerichten befänden. Aus diesen Gründen sei sie eher selten in der Mensa. Auch die Englisch- und Geschichtsstudentin Clarissa Mai ist nicht ganz zufrieden. Sie beanstandet das Fleisch, das in der Uni-Kantine angeboten wird: „Man merkt, dass es günstig ist.“

Bei den einzelnen Mensa-Gerichten gibt es jedoch qualitative Unterschiede, meint Felicitas Offergeld. Die 23-jährige Studentin der Historisch orientierten Kulturwissenschaften findet die Gerichte des sogenannten „mensaVital“-Angebots, die ausgewogen sein sollen und nicht mehr als 750 Kalorien haben, besser als etwa das Komplettmenü. Doch Qualität hat ihren Preis. Je nachdem, was bei „mensaVital“ angeboten wird, kann das Essen auch über vier Euro kosten. Da die Qualität jedoch höher ist, findet Offergeld die überwiegend teureren Preise in Ordnung. Auch Jonas Mohr empfiehlt das „mensaVital“-Menü. Der 24-jährige Student für Medieninformatik schätzt die große und abwechslungsreiche Auswahl, die die Mensa biete.

Gibt es auch für Allergiker Angebote? Diese können über die App der Saar-Uni herausfinden, welche Gerichte für sie in Frage kommen, erklärt Jonas Mohr. Die Anwendung zeige den Studenten an, welche Allergene und Zusatzstoffe in welchen Speisen vorkommen können. Wer die App nicht auf seinem Smartphone installiert hat, könne sich aber auch vor Ort in der Mensa selbst über die Inhaltsstoffe der Gerichte informieren.

Und welche Möglichkeiten bietet die Kantine Vegetariern? Alle befragten Studenten sind der Auffassung, dass die Mensa für Menschen, die sich vegetarisch ernähren möchten, ausreichend viele Gerichte anbietet. Jeden Tag gibt es ein Menü ohne tierische Inhaltsstoffe und zudem bietet die Kantine im sogenannten Free-Flow-Bereich weitere fleischfreie Gerichte an. Noch mehr Angebote gibt's im Mensacafé, welches sich in der Kantine befindet. Im Gegensatz zur Mensa können Studenten hier nicht nur zu Mittag essen, sondern auch frühstücken und zu Abend essen.

„Es gibt für jeden etwas“, fasst BWL-Student Jérôme Schäfer das Angebot zusammen. Auch wenn er mit dem Essen in der Kantine zufrieden ist, kocht er doch lieber selbst. Studenten, die der Mensa eher selten oder nie einen Besuch abstatten, gaben an, sich ihr Mittagessen von zu Hause mitzubringen oder etwas in den verschiedenen Cafés auf dem Campus zu kaufen. An Auswahl mangelt es an der Universität jedenfalls nicht.

Die Uni-Mensa

In der Mensa der Saar-Uni gibt es jeden Tag zwei Menüs. Eines enthält immer Fleisch oder Fisch, es kostet für Studenten 2,85 Euro. Das andere Menü ist vegetarisch und kostet 2,30 Euro. Darüber hinaus bietet die Mensa im sogenannten Free-Flow-Bereich mehrere einzelne Gerichte sowie eine Salatbar an. Hier variieren die Preise, sie können für Studenten über vier Euro betragen. Mitarbeiter der Uni zahlen jeweils etwas mehr.

Quelle: Saarbrücker Zeitung