Sunday, 11. June 2017

Psychologin der Saar-Uni forscht dazu, warum wir uns Buchhelden ähnlich vorstellen

Luzerner Zeitung

Millionen Leser waren verstört, als bei «Harry Potter und das verwunschene Kind», einem Theaterstück, Harry Potters Frau und ehemalige Mitschülerin Hermine Granger von einer Schauspielerin mit schwarzer Hautfarbe gespielt wurde. War Hermine nicht eindeutig eine Frau mit weisser Hautfarbe? Mitnichten, erklärte Harry-Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling. Nirgendwo im Buch sei erwähnt, dass die Musterschülerin der Zaubererschule Hogwarts weiss sei.

Warum die Entscheidung, eine der Hauptfiguren in dem Bestseller von einer schwarzen Frau spielen zu lassen, für riesige Diskussionen sorgte, kann Stefanie Miketta erklären. Die 30-jährige Psychologin hat mehrere Studien durchgeführt, die untersuchen, wie Leser literarischer Texte sich Figuren vorstellen. Verblüffendes Ergebnis: «Die Leser malen sich diese Figuren tatsächlich sehr ähnlich aus, und zwar auch, wenn sie im Buch gar nicht näher beschrieben sind.»

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