Wednesday, 13. September 2017

Rechtswissenschaftler aus Japan halten Vorträge an der Saar-Universität

am Dienstag, dem 19. September 2017, ab 15.15 Uhr

In einer öffentlichen Vortragsveranstaltung beleuchten drei renommierte japanische Rechts-Professoren den Einfluss des deutschen Strafrechts in Japan sowie historische Ereignisse und ihre Auswirkungen. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät lädt alle Interessierten zu der Veranstaltung ein, die am Dienstag, dem 19. September 2017, ab 15.15 Uhr auf dem Campus der Universität des Saarlandes im Fakultätssitzungssaal von Audimax-Gebäude B4 1, Raum 017, stattfindet. Die Vorträge werden in deutscher Sprache gehalten.

Über die Rezeption des deutschen Strafrechts in Japan spricht Professor Dr. Dr. h.c. mult. Makoto Ida von der Chuo Universität, Tokio: Der Ehrendoktor der Universität des Saarlandes und offizielle Saarlandbotschafter in Japan prägt seit Jahren maßgeblich den japanisch-deutschen Rechtsdialog.

„Das Gesetzlichkeitsprinzip, der Ōtsu-Zwischenfall und der Elektrizitätsdiebstahl“ sind die Themen von Professor Dr. Makoto Tadaki, ebenfalls von der Chuo Universität. Der „Ōtsu-Zwischenfall“ bezeichnet ein am 11. Mai 1891 fehlgeschlagenes Attentat auf Zarewitsch Nikolaus, den späteren Zaren Nikolaus II.

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Keiichi Yamanaka von der Kansai Universität, Osaka, wird über den „Jagdzwischenfall des Prinzen Heinrich von Preußen“ in Japan berichten: Dieser bereiste im Rahmen einer Weltreise in den Jahren 1879 und 1880 das Japanische Kaiserreich. Bei dem „Jagdzwischenfall“ in der Nähe von Osaka wurde der inkognito reisende Heinrich verhaftet und für eine Nacht ins Präfektur-Gefängnis gesperrt.

Die Vorträge finden vor dem Hintergrund der jahrzehntelangen Zusammenarbeit der Saarbrücker Rechtswissenschaftlichen Fakultät mit japanischen Universitäten statt. Die Wissenschaftler kommen regelmäßig zum Austausch und zu Vorträgen zusammen. Die wissenschaftlichen Verbindungen auf juristischem Gebiet beruhen vor allem darauf, dass die Entwicklungen in den Rechtsordnungen Deutschlands und Japans erhebliche Parallelen aufweisen. Japan-Beauftragte der Fakultät ist die Jura-Professorin Annemarie Matusche-Beckmann.

Kontakt: Prof. Dr. Annemarie Matusche-Beckmann, Japan-Beauftragte der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Saar-Universität:
Tel: 0681/302-2117, E-Mail: matusche-beckmann@mx.uni-saarland.de

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Telefoninterviews in Studioqualität möglich über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-64091 oder -2601).