dimanche, 25. juin 2017

Mitten ins Herz gelaufen: Lange Nacht der Wissenschaften in Homburg zeigte begehbares Herz-Modell

Saarbrücker Zeitung

Homburg. „Lange Nacht der Wissenschaften“ hat sich zum Fest für Klein und Groß gemausert.

Von Thorsten Wolf

Zum nunmehr zwölften Mal lockte am vergangenen Freitag die „Lange Nacht der Wissenschaften“ als Höhepunkt der Homburger Hochschulwoche Tausende von Besuchern in die Kliniken, Institute und Lehreinrichtungen des Universitätsklinikums (UKS) und des Campus der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes. Vom Nachmittag bis in den Abend hinein gab es unter dem Motto „Staunen, lernen, entdecken“ eine Vielzahl von Mitmachmöglichkeiten und Informationsangeboten. Dabei öffneten UKS und Campus auch zahlreiche Bereiche, die sonst der Öffentlichkeit verschlossen bleiben – so moderne Operationssäle. Wie in den Jahren davor konnten die Besucher ihren Wissensdurst auch an einem begehbaren Organmodell, einem riesigen Herzen, stillen.

Professor Michael Menger, der Dekan der Medizinischen Fakultät, betonte im Gespräch mit unserer Zeitung den hohen Stellenwert der „Langen Nacht der Wissenschaften“ als Schaufenster der Öffentlichkeit in die Arbeit am UKS und auf dem Campus. Dabei habe sich, so Menger, die Veranstaltung mit den Jahren mehr und mehr zu einem Familienfest entwickelt. Gerade Kinder gingen sehr vorbehaltlos und ungezungen mit den Angeboten des Abends um. „Vor zwölf Jahren haben wir gedacht, dass die Lange Nacht der Wissenschaft etwas für große Wissenschaftler ist. Dann haben wir festgestellt, dass Kinder und Jugendliche viel offener zu dieser Veranstaltung stehen. Wir bieten hier jede Menge eben für Kinder an“, sagte Menger. Damit erfülle die „Lange Nacht“ auch den Zweck, gerade den Jungen und Jüngsten die Angst vor einem eventuell einmal notwenig werdenden Krankenhausaufenthalt zu nehmen.

Die Veranstaltung am Freitag im Homburg zeigte den Besuchern aber auch ein Universitätsklinikum und einen Campus der Medizinischen Fakultät im strukturellen Wandel. So dominieren aktuell Baugeräte, Absperrungen und Container das Bild: Der zweite Bauabschnitt der neuen „Inneren Medizin“ und der Neubau eines zentralen Hörsaalgebäudes sind derzeit im Fokus. Für Michael Menger stellten diese Bauarbeiten am Freitagabend allerdings keine Einschränkung der Wirkung der „Langen Nacht der Wissenschaften“ dar. Vielmehr zeige das Uniklinikum so deutlich, „dass sich hier etwas bewegt und verändert.“

Quelle: Saarbrücker Zeitung