vendredi, 14. juillet 2017

Halberger Grüne werben für Helmholtz-Zentrum in Brebach

Saarbrücker Zeitung

Fraktionschef Stephan Körner will das neue Zentrum für IT-Sicherheit auf der Industriebrache von Saint Gobain ansiedeln.

Brebach. Die Halberger Grünen setzen sich dafür ein, dass das geplante neue Helmholtz-Zentrum für IT-Sicherheit nach Brebach kommt. Sie schlagen hierfür das sogenannte Halberger Ohr vor, eine Brachfläche, die überwiegend entlang der Saargemünderstraße in Brebach liegt und früher unter anderem als Röhrenlager der Halberger Hütte genutzt wurde.

„Das Helmholtz-Zentrum benötigt eine Fläche von 15 Hektar. Das ist keine Kleinigkeit und an der von altem Waldbestand umgebenen Uni nicht zu realisieren. Im Saarbrücker Stadtteil Brebach steht hierfür aber eine ausgezeichnet passende Fläche zur Verfügung: Die alte Industriebrache Halberger Ohr umfasst sogar mehr als 15 Hektar und grenzt überdies an etwaige Erweiterungsflächen an. Ein Bebauungsplan für eine Nutzung als Gewerbegebiet ist bereits auf den Weg gebracht. Hier steht also eine leicht verfügbare, schnell zu erschließende, verkehrstechnisch hervorragend angeschlossene und ökologisch gut vertretbare freie Fläche zur Verfügung, die sich nicht zuletzt aufgrund ihrer Nähe zur nur wenige Kilometer entfernten Uni in nahezu idealer Weise für das neue Helmholtz-Zentrum anbietet“, sagt der Vorsitzende der Halberger Bündnisgrünen, Stephan Körner. Das unweit der Innenstadt liegende, über Autobahn- und Saarbahnanschluss und sogar Flughafennähe verfügende Halberger Ohr sei dafür prädestiniert. 

Dem schließt sich die Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Bezirksrat Halberg, Nicole Gräber, an: „Für die erwarteten bis zu 800, teilweise hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien haben wir sowohl in Brebach selbst als auch in angrenzenden Stadtteilen im Bezirk Halberg hochwertige Wohngebiete mit viel Grün und Naturnähe, aber auch preiswerten Wohnraum zum Beispiel für Studierende zu bieten.“ Eine deutsch-englische Kita lasse sich auf dem weiträumigen Gelände ebenfalls ohne Weiteres unterbringen; eine deutsch-französische Kita werde gerade in unmittelbarer Nähe an der Wiedheckschule in Brebach entwickelt. Auch sei der Uni-Campus  von schützenswertem und fürs Stadtklima wichtigem Wald umgeben, so dass dort eine direkt angrenzende Bebauung derartigen Umfangs problematisch sei. Am Halberger Ohr bedürfe es dagegen nicht erst eines massiven Eingriffs in die Natur, sondern das Helmholtz-Zentrum könne sofort eine gut verfügbare freie Fläche nutzen.

Die Halberger Bündnisgrünen sind auch optimistisch, dass Bund und Land mit dem Grundstückseigentümer Saint-Gobain, der auf dem Gelände bisher eine großflächige Einzelhandelsnutzung entwickeln wollte, aber mit diesen Plänen von der Stadt vor einigen Monaten gestoppt wurde, eine attraktive und angemessene Lösung aushandeln können, zumal auf der großen Gesamtfläche, etwa entlang der Saarbrücker Straße/Zur alten Fähre, auch soziale und medizinische Nutzungen sowie Fachgeschäfte und Gastronomie vorgesehen werden könnten.

Quelle: Saarbrücker Zeitung