mercredi, 12. juillet 2017

Uni-Problembau Gebäude C5 2: Studenten bleiben auf dem Campus

Saarbrücker Zeitung

Saarbrücken. Studenten der Saar-Uni, die bislang im hoch sanierungsbedürftigen Gebäude C5 2 gelernt haben, werden nach dessen Räumung zum Wintersemester ihre Seminare weiterhin auf dem Saarbrücker Campus besuchen können. Das teilte Universitätspräsident Manfred Schmitt gestern mit. Die betroffenen geisteswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen könnten in Gebäuden anderer Fachrichtungen abgehalten werden. Die Hochschule bemühe sich darum, gleichwertige Räume zu finden und zeitliche Randlagen für die Nutzung zu vermeiden. Die Evakuierung des Gebäudes ist Teil eines Notfallplans, den die Uni-Leitung aufgrund gravierender Brandschutzmängel Anfang Juni beschlossen hatte.

Von Christian Leistenschneider

Wie es für die betroffenen Mitarbeiter weitergeht, deren Büros bislang in Gebäude C5 2 untergebracht sind, ist dagegen noch nicht entschieden. Mehrere Optionen werden aktuell geprüft. Dazu gehört auch die Weiternutzung der ersten drei Etagen des Gebäudes während der Planungsphase bis zur Sanierung. Ein gutachtliches Urteil soll bis Ende des Monats feststellen, wie hoch der finanzielle Aufwand für die notwendigen Brandschutzmaßnahmen wäre. Eine weitere Möglichkeit sei die Errichtung eines sogenannten Modulgebäudes, eine Art Fertighaus, auf dem Campus. Das hätte den Vorteil, dass es auch bei späteren Sanierungsarbeiten an anderen Gebäuden Ausweichmöglichkeiten bieten würde, so Pressesprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf.

Zudem werden externe Lösungen geprüft. Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden des wissenschaftlichen Personalrats, Andreas Rammo, ist ein ehemaliges Telekom-Gebäude am Meerwiesertalweg im Gespräch. Dieses böte die notwendige Infrastruktur und sei mit dem Bus gut zu erreichen. Die Hochschule sucht aber auch nach anderen externen Büroflächen in Campusnähe.

Quelle: Saarbrücker Zeitung