vendredi, 01. septembre 2017

Förderzentrum für Saar-Firmen: Auch das Zema der Universität Saarbrücken ist beteiligt

Saarbrücker Zeitung

Neues Angebot soll mittelständische Betriebe bei Digitalisierung unterstützen.

Saarbrücken. Für eine bessere Digitalisierung der Wirtschaft erhält das Saarland ein regionales Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 in Saarbrücken. Das kündigten Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und ihre saarländische Kollegin Anke Rehlinger (beide SPD) am Freitag an. „Wir wollen kleinen und mittleren Unternehmen bei der digitalen Transformation unter die Arme greifen. Denn vor allem für sie ist Digitalisierung eine Mammutaufgabe“, sagte Zypries über das mit 3,5 Millionen Euro vom Bund finanzierte Zentrum. 

Schwerpunkt der Arbeit seien Digitalisierungsprozesse in der Produktion. Damit passe das Zentrum hervorragend zur saarländischen Wirtschaftsstruktur. „Denn bei uns sind Industriearbeitsplätze und produktionsnahe Dienstleistungen und schließlich auch das Handwerk besonders eng verflochten“, sagte Rehlinger. Das neue Zentrum biete Beratungen, Weiterbildungen und praxisnahe Simulationen zur Digitalisierung an, sagte ein Sprecher des Saar-Wirtschaftsministeriums. Wenn die förmliche Förderzusage voraussichtlich in der kommenden Woche eintreffe, könne die Arbeit losgehen. Es sei bundesweit das vierzehnte in dieser Legislaturperiode errichtete regionale Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0, sagte Zypries. Partner sind das Saarbrücker Zentrum für Mechatronik und Automatisierungtechnik (Zema), die Standortagentur Saaris und das AWS-Institut für digitale Projekte und Prozesse.

Die saarländische CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön kritisiert, dass das Zentrum erst jetzt kommt. „Das hätten wir schon früher haben können“, wenn sich das Wirtschaftsministerium an der ersten Ausschreibung 2015 beteiligt hätte.

Quelle: Saarbrücker Zeitung