mardi, 12. septembre 2017

Helmholtz-Zentrum in Brebach oder am Uni-Campus? - Bezirksrat wünscht sich Helmholtz-Zentrum

Saarbrücker Zeitung

Jetzt ist es an der Stadtverwaltung zu prüfen, ob die Industriebrache „Brebacher Ohr“ ein geeigneter Standort für das geplante Helmholtz-Zentrum für IT-Sicherheit der Universität des Saarlandes ist. Der Bezirksrat hatte dem Antrag der Grünenfraktion am Halberg ungeändert zugestimmt. Eigentlich würde das Helmholtz-Zentrum lieber in Uni-Nähe bauen, sagte Bezirksbürgermeister Daniel Bollig (CDU). Dort müssten Waldflächen für das Bauland gerodet werden. Das Helmholtz-Zentrum benötige eine Fläche von 15 Hektar. „Das ist keine Kleinigkeit und an der von altem Waldbestand umgebenen Uni nicht zu realisieren“, argumentierte Stephan Körner, Vorsitzender der Halberger Grünen. Der Wald an der Uni sei wichtig für das Stadtklima, dagegen könne das Helmholtz-Zentrum in Brebach ohne Eingriff in die Natur entstehen.

Von Andreas Lang

Brebach. „Für die erwarteten bis zu 800 teilweise hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien haben wir sowohl in Brebach als auch in angrenzenden Stadtteilen im Bezirk Halberg hochwertige Wohngebiete mit viel Grün, aber auch preiswerten Wohnraum zum Beispiel für Studierende zu bieten“, erklärte die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bezirksrat, Nicole Gräber. Der für das „Brebacher Ohr“ geltende Bebauungsplan müsse geändert werden, der derzeit zum Beispiel großflächigen Einzelhandel erlauben würde. Darin sieht Bezirksbürgermeister Bollig kein Problem: „Das läge dann schließlich am Innenministerium.“ Und da sowohl Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, als auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) das Helmholtz-Projekt zur Chefinnensache erklärt hätten, sieht er sich darin bestärkt.

Die Bezirksratsmitglieder beschäftigt die Zukunft des „Brebacher Ohrs“ bereits über Jahrzehnte. Die Fraktionen sind sich darin einig, dass für das Gebiet möglichst rasch eine neue Nutzung gefunden wird.

Neues war im Bezirksrat Halberg auch vom geplanten Baugebiet auf dem Ensheimer Hager-Gelände zu hören. Zusammen mit Bürgermeister Bollig legen die Bezirksratsmtiglieder großen Wert darauf, dass die Parksituation rund um das Gelände nicht weiter verschärft werde. Im Neubaugebiet müssten unbedingt ausreichend Stellflächen für die Autos der neuen Bewohner geschaffen werden.

Quelle: Saarbrücker Zeitung