1.3 Studienreform
Der Senat hat für die Bearbeitung von Studien- und Prüfungsordnungen im Zuge der Einrichtung neuer oder der Verbesserung bestehender Studiengänge einen Studienausschuss eingerichtet, dem die Studiendekane der Fakultäten angehören.
Im Berichtszeitraum hat der Studienausschuss die Einrichtung folgender von
den Fakultäten entwickelter Studiengänge und Studienschwerpunkte
vorbereitet und empfohlen:
- Bioinformatik (Bachelor/Master u. Diplom-Teilstudium: PO + StO)
- Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation (Magister Artium)
- Geographie u. Geschichte (Lehramt a. Gymn. – Zusatzqualifikation: integriertes deutsch-französisches Studium)
- Griechisch (Aufbaustudiengang: Zertifikat f. Lehramt a. Gymn.)
- Informatik (Lehramt an berufl. Schulen und Bachelor/Master)
- Metalltechnik (Lehramt an beruflichen Schulen)
- Pharmazie (Diplom für Staatsexamensabsolventen)
- Rechtswissenschaft (Diplom für Staatsexamensabsolventen)
- Wirtschaftsinformatik (Bachelor/Master)
- Wirtschaftspädagogik (Diplom)
Die Strukturplanung 1998 hat zu einer Straffung des Lehr- und Studienangebotes geführt. Eine Übersicht über das Studienangebot zum Wintersemester 2001/02 findet sich im Anhang (Tabelle 1).
Die Fortschreibung der Ordnungsgebung (Fakultäten/Studienausschuss) sowie die (neuen) Ordnungstexte sind auf den Internet-Seiten der Rechtsabteilung einzusehen.
Das Zentrum für Lehrerbildung (nach § 30 UG) hatte seine konstituierende Sitzung am 11. Juni 2001. Zum 1. Januar 2002 wurde die Leitung der Geschäftsstelle besetzt; am 29.01.2002 wurde das Zentrum durch die Universitätspräsidentin und den Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung feierlich eröffnet.
Im Jahr 2001 wurde das Förderprogramm Anreizorientierung fortgeführt, das die Verbesserung der Qualität der Lehre auch im Hinblick auf die Verkürzung der Studienzeiten zum Ziel hat.
Aus der Bandbreite der geförderten etwa 150 Tutorenprojekte sollen hier
nur einzelne Maßnahmen beispielhaft genannt werden:
- Medien- und Kommunikationsmanagement (Wirtschaftswissenschaft)
- Problemorientiertes Lernen (Medizin)
- Museumsarbeit (Kunstgeschichte)
- Schreibtutorien für Examenskandidaten (Germanistik)
- Erarbeitung eines interkulturellen Netzwerks (Romanistik)
- Betreuung von Online-Seminaren (Erziehungswissenschaft)
- Evaluation der Lehre (Psychologie)
- Informationstechnische Kompetenz (Informationswissenschaft)
- Methodenkurs im Internet (Sportwissenschaft)
- Mathematikdidaktik Online (Mathematik)
- Software-Praktikum (Informatik)
- Rechnen in Naturwissenschaft und Technik (Physik)
- Mathematisches Vorsemester (Biologie/ Chemie/ Pharmazie)
- Lehrevaluation in verschiedenen Fächern (AStA)
- Rhetorik: Vortrag/Präsentation (Frauenbüro)
- Prüfungen – Augen zu und durch? (Lehrerbildung)
- Nutzung des Internet als Sprachlehrmedium (Sprachenzentrum)
Hierfür wurden für das Jahr 2001 Mittel im Umfang von etwa 300.000 DM zur Verfügung gestellt; die Fortsetzung des Programms im Jahre 2002 ist angelaufen.
Mit der Evaluierungsordnung stellt sich die Universität dem vom Gesetz
(§ 5 UG) vorgesehenen regelmäßigen Bewertungsverfahren
für Forschung und Lehre. Die ersten Fächer, die sich einem solchen
internen und externen Evaluierungsprozess stellen wollen, sind die Geschichte
und die Psychologie.
Zugleich wird die Befragung aller Studierenden vorbereitet, die in die Lehrberichte
der Studiendekane eingehen wird (§ 78 UG).
Zur Betreuung der entsprechenden Maßnahmen wurde beim Präsidium
eine Arbeitsgruppe „Evaluation“ eingerichtet.
1.4 Studienberatung
Die Universität gewährleistet Studienberatung auf verschiedenen Ebenen:
- Das Studienzentrum mit seinen Arbeitsbereichen „Zentrale Studienberatung“ und „Fernstudienzentrum“ ist zuständig für die allgemeine Studienberatung sowie die Betreuung des Fernstudiums und der wissenschaftlichen Weiterbildung.
- Die Studiendekane arbeiten mit den für die Studienberatung zuständigen Stellen zusammen.
- Die Studienfachberatung obliegt den Lehrenden in den Fakultäten.
- Die Auslandsstudienberatung liegt beim Akademisches Auslandsamt.
- Die Studentenschaft (AStA) und Fachschaften beraten ebenfalls.
- Die Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle (PPB) berät bei Examens-, Studien- und persönlichen Problemen.
1.5 Studierendenwerbung
In Zusammenarbeit mit den Fachrichtungen der Universität und den übrigen Hochschulen im Saarland wurden im ersten Halbjahr 40 Hochschulinformationsbesuche für Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe durchgeführt. Außerdem wurden für mehrere Schulen - auch außerhalb des Saarlandes - Besuche an der Universität organisiert und betreut.
Die in Gemeinschaftsinitiative von Professoren der Universität, Mitgliedern des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU) sowie dem Studienzentrum entwickelte SchülerUni wurde im Jahre 2001 mit drei Veranstaltungen zu den Fächern Pharmazie, Elektrotechnik und Mathematik weitergeführt. Seit dem Jahr 2000 finden zusätzlich SchülerUni-Specials auf dem Campus statt.
Das Studienzentrum gibt alljährlich das „Studienhandbuch
- Studienmöglichkeiten im Saarland“ heraus, das alle saarländischen
Schüler/innen der Jahrgangsstufe 12 kostenlos erhalten. Ferner wird
für jedes Semester eine Broschüre zum Schnupperstudium
erstellt, womit die Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe rechtzeitig
auf das Lehrangebot der saarländischen Hochschulen aufmerksam gemacht
werden. Gemeinsam mit den Fachrichtungen hat das Presse- und Informationszentrum
Broschüren für einzelne Studiengänge erarbeitet.
1.6 Fernstudium und Virtuelle Universität
Das Studienzentrum organisiert und betreut das Fernstudium in Zusammenarbeit mit der FernUniversität-GH Hagen.
Im Berichtszeitraum waren dem Fernstudienzentrum ca. 1.000 Studierende der FernUniversität zugeordnet, davon nahezu 57 % Berufstätige. 1.845 Studierende und Studieninteressierte haben das Fernstudienzentrum persönlich zur Information, Beratung und Einschreibung in Anspruch genommen.
Im Wintersemester 2000/01 bzw. im Sommersemester 2001 wurden 33 bzw. 30 studienbegleitende Mentorenkurse durchgeführt sowie zahlreiche Sonderveranstaltungen. Darüber hinaus wurden drei internetgestützte Kurse in Informatik angeboten und insgesamt 32 Kurse verschiedenster Fachrichtungen zusammen mit anderen Fernstudienzentren betreut.
Für die Planung, Vorbereitung und Koordination von Entwicklungen im Bereich der multimedialen Lehre ist das Projekt „VISU - Virtuelle Saar-Universität“ (unter Leitung von Prof. Dr. R. Daugs) zuständig.
Neben dem online-Studiengang „WINFO-LINE“ des Instituts für
Wirtschaftsinformatik werden zahlreiche Lehrveranstaltungen aus mehreren
Fachrichtungen angeboten:
- Cyberbanking and Law (Rechtswissenschaft)
- European Pilot Seminar „Sport Talent“ (Sportwissenschaftliches
Institut)
- Grundlagen des Krafttrainings (Sportwissenschaftliches Institut)
- Juristisches Arbeiten im Internet (Rechtswissenschaft)
- Klinisch angewandte Herzchirurgie (Chirurgie)
- Leistungsbeurteilung Lernmotivation (Erziehungswissenschaft)
- Mindtools or Computers as Thinking Tools (Informationswissenschaft)
Darüber hinaus werden im Rahmen des Förderprogramms “Neue
Medien in der Bildung” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
elf Projekte zum Thema „e-Learning“ unterstützt. Bis Ende
2003 fließen hierdurch über 6 Mio.-€ zur Entwicklung internetbasierter
Lehr-Lern-Szenarien u.a. in die Bereiche Wirtschaftsinformatik, Sportwissenschaft,
Romanistik, Computerlinguistik, Sozialpsychologie, Informatik, Sportmedizin,
Germanistik und Neuropathologie.
1Einschließlich Gasthörer/innen