Aufgrund ihrer Position als einzige Universität des Landes sieht sich die Universität des Saarlandes mit hohen Erwartungen der Öffentlichkeit konfrontiert. Sie soll beitragen zum Strukturwandel durch herausragende wissenschaftliche Aktivitäten, die auf begabte Studierende und produktive Forscherinnen und Forscher eine starke Anziehungskraft ausüben. Sie soll durch Forschung und Entwicklung Unternehmensgründungen ermöglichen und dabei helfen, Arbeitsplätze zu schaffen. Man erwartet von ihr, dass sie die Rolle und Strahlkraft eines kulturellen Zentrums übernimmt, von dem immer wieder neue Impulse ausgehen. Und sie soll – und dies hat höchste Priorität – ihre Studierenden auf hohem wissenschaftlichem Niveau bilden und ausbilden.
Die Zahlen, die wir mit dem Jahresbericht 2001 vorlegen, sind nüchterne Belege dafür, wie sehr wir alle auf dem Campus Saarbrücken und dem Campus Homburg daran arbeiten, diesen hohen Erwartungen und unserem eigenen Anspruch gerecht zu werden.
Über 17 Tausend Studentinnen und Studenten haben im Berichtszeitraum unsere Studienangebote wahrgenommen, viele haben ihr Studium nach erfolgreicher Prüfung beendet. Die Drittmittelbilanz, die zu Recht als einer der wichtigsten Indikatoren für die Leistungsfähigkeit in der Forschung gilt, hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals erheblich verbessert, inzwischen werden über 21% des Gesamthaushaltsvolumens von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Europäischen Union sowie anderen Geldgebern eingeworben. Die Zahl der auswärtigen Ehrungen und Preise für Mitglieder unserer Universität ist beachtlich. Sie ist Ausdruck der nationalen und internationalen Sichtbarkeit von Leistungen, die hier bei uns erbracht werden. Ausländische Studierende kommen in großer Zahl, und neue, innovative Studienangebote werden mit Interesse und Vertrauen in die hohe Qualität der Ausbildung angenommen. Beachtliche Erfolge haben auch Programme, die die unternehmerischen Initiativen und Existenzgründungen unserer Mitglieder in betriebswirtschaftlicher, patentrechtlicher und psychologischer Hinsicht unterstützen.
Insgesamt stellen wir also eine positive Entwicklung fest. Dabei ist uns allen klar, dass wir weiter daran arbeiten müssen, unsere Stärken auszubauen, unser Profil zu schärfen, unsere Forschungsleistungen zu erhöhen und die Qualität unserer Lehre zu verbessern.
Optimismus liegt zwar derzeit nicht im Trend, doch sollten wir mit Zuversicht und Tatkraft beweisen, dass die Universität des Saarlandes eine schnell lernende Organisation ist, die ihre Aufgaben und Probleme proaktiv und dabei selbstkritisch und selbstreflexiv angeht und sich dem internen Leistungsvergleich sowie dem externen Wettbewerb stellt.
Die Universitätspräsidentin
Professorin Dr. Margret Wintermantel