wappen

Workshop "Geschichte" - Intensivsprachkurs August 2006

  

Die Stiftskirche St. Arnual

Vorwort

Die Stiftskirche befindet sich in einem der ältesten Stadtteile Saarbrückens, in einem "Dorf in der Stadt": in St. Arnual. Sie steht in der Mitte eines Marktplatzes und ist von mittelalterlichen Häusern umgeben. Diese gotische Kirche wurde im 13. Jahrhundert gebaut und ist eine der bedeutendesten Baudenkmäler in Süddeutschland. Besonders sehenswert sind die Grabmäler der Fürsten und Grafen, altertümliche Epitaphe und die künstlerischen Glasgemälde.
Die besondere Atmosphäre der Kirche lädt auch heute zur Besinnung und zum Lobpreis Gottes ein.

Geschichte

Die Stiftskirche spielt eine große Rolle in der Kirchengeschichte des Landes vor allem in der Verbreitung von Christentum seit der Mitte des 16. Jahrhunderts. Sie ist in der Mitte apsisdes 13. Jahrhunderts gebaut. Dann wurde die romantische Ostanlage des Vorgängerbaues durch die gotische Ostanlage ersetzt und das romantische Langhaus weiter genutzt. Danach wird das romantische Mittelschiff fuer den Gottesdienst genutzt. Von 1284 bis 1315 war eine Baupause. Bis 14. Jahrhundert wurden die Seitenschiffe erbaut. Nach einer weiteren Unterbrechung der Arbeit werden das Mittelschiff und die Westfassade der romanischen Kirche niedergelegt. In den 1880- er Jahren wurde die Sakristei angebaut und das Dach der Vorhalle verändert. Auch im Inneren wurde die Westempore eingebaut.

Die letzte Renovierung dauerte 12 Jahre lang und die Stiftskirche war 1994 schließlich abgeschlossen. Die Renovierung war mit umfangreichen archäologischen Grabungen verbunden, durch die neue wichtige Erkenntnisse über das Bauwerk gewonnen wurden. Neben den notwendigen statischen Sicherungsarbeiten wurde das Innere der Kirche mit ihren kostbaren Grabmälern behutsam instand gesetzt und für den Gottesdienst hergerichtet.

Olga, Patricia, Marc

Die Grabmäler

Stiftskirche und Kreuzgang bergen etwa 50 Grabmäler. Sie verdeutlichen den Wandel des Grabdenkmals vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.
Ältestes Stueck. Die Grafen von Nassau-Saarbrücken waehlten vom 15. bis 17. Jahrhundert St. Arnual als Grablege.
apsisIn der Nordwestecke steht die große dreifigurige Tumba des Grafen Johann III. (+1472), und seiner beiden Frauen, Johanna von Heinsberg (+1469) und Elisabeth von Württemberg (+1505). Die Tumba ist wohl das großartigste Grabmal der Kirche und nimmt auch im Vergleich zu zeitgenössischen Grabmälern im europäischen Kunstraum eine hervorragende Stelle ein. Sie wurde im niederländischen Stil geschaffen, besteht aus Sandstein in farbiger Fassung. Die hohe Qualität äußert sich in der Komposition der Figuren und in der feinen Ausarbeitung der Details.
tumbaGraf Johann ruht in voller Rüstung in der Mitte, den Kopf auf einem Doppelkissen, zu seinen Füßen liegt ein kleiner Löwe. Zu seiner Linken Gräfin Johanna mit einem Rosenkranz in den betenden Händen, zu seiner Rechten Gräfin Elisabeth. Die Damen liegen in weißen Hauben, ihre dunkele Kleider sind im Knitterfaltenstil. Zu ihren Füßen liegen die Hunde als Symbol der Treue. Zu Häupten der betend dem Jüngsten Tag entgegenschlafenden Liegefiguren stehen 4 Engel. 2 Engel in der Mitte präsentieren die Wappensigna: das Wappenschild und den Helm. Die auf den Seiten knienden Engel halten Leuchter.
schlafendeAn der Tumba sind die Wappen der Verstorbenen angebracht, auch 2 Inschrifttafeln befinden sich über der Engelgruppe an den Wandflächen, eine weitere an der freistehenden Längsseite der Tumba.
Dank der ausführlichen Arbeit des Meisters scheint es auf den ersten Blick, dass diese Leute einfach eingeschlafen sind, als ob sie jetzt ihre Augen aufmachen und die neugierigen Besucher begrüßen würden.

Olga

Die Glasgemälde der Stiftskirche St. Arnual

Das Nordostfenster

Sie sind sehr interessant, es gibt viele Bilder. fensterZum Beispiel: Sündenfall, Kain und Abel, Samuel und David.
Die Ostfenster sind auch sehr schön, wenn es viel Licht in der Kirche gibt. Es gibt Gottes Sohn; darunter Christus vor Kaiphas und Pilatus.
Das Südwestfenster ist kleiner als die anderen. Es ist oben. Es gibt Gott, den Heiligen Geist und die Kirche. Wir können viel über dieses Fenster schreiben. Zum Beispiel: Die Vision des Johannes auf Patmos und die apokalyptischen Reiter, der Weltenrichter und der Weltenvollender.

Die Fenster im Querschiff

Wir sehen im nördlichen Querhaus den erhöhten Christus, umgeben von Engeln und Gläubigen. Im südlichen Querhaus gibt es den Menschen erbarmenden Christus dargestellt, bezeugt von den Evangelisten und symbolisiert durch das Pelikanmotiv.

Marc

Epitaphien

fensterIn der Stiftskirche befinden sich auch viele Epitaphien. Der älteste ist im südlichen Querschiff, der Wandgrabstein des Kanonikers Theodericus, der im Jahre 1222 gestorben ist. Der Grabstein besteht aus einer rechteckigen Platte aus Jaumont-Kalkstein. In der Mitte ist Maria und Johannes dargestellt und über den Kreuzarmen kann man Sonne und Mond sehen. Der griechische Buchstabe Omega steht für das Symbol des Endes und Todes. Die Platte ist mit Blumen, Ähren, Sternen, einem Fisch und einem "Metzer Graoully" umrahmt. Auf der Platte ist auch eine Inschrift zu sehen, aber nur die obere Zeile.
In südlichen Langhaus befinden sich noch andere Epitaphen; von Johann vom Hagen mit seiner Frau Elisabeth.
fensterDer größte Epitaph ist am dritten Pfeiler von Henning Freiherr von Stralenheim. Es ist ein Hauptwerk des Bildhauers Ferdinand Ganal. Das Rahmen des Epitaphs ist aus Gold. An beiden Seiten des Epitaphs befinden sich zwei Statuen, die weinen.
Im nördlichen Langhaus sind zwei Epitaphien und zwar für Katharina Margareta Luise von Gangeld am dritten Pfeiler und am vierten Pfeiler für Franz Friedrich von Lievenstein.

Patricia