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Workshop "Geschichte" - Intensivsprachkurs August 2006

  

Die Ludwigskirche

Barock

Begonnen hat diese Zeit um das Jahr 1600. Es ist um das Jahr 1770 beendet. Das Wort kommt aus der portugiesischen Sprache, "barocco", das bedeutet soviel wie "unregelmäßig" und hat sich zuerst einmal auf die Oberfläche von Perlen bezogen.

Zeit und Kunst des Barock

Eine Geschichte wird von den Steinen, die verbaut wurden, erzählt. Vor allem ist wichtig zu wissen, dass in der Barockzeit keine eigenständige Formen in der künstlerischen Darstellung entfaltet wurden. Die Natur wurde sich von den barocken Künstlern genau angesehen. Er wollte sich "verschönern", um dadurch das Auge auf die Schönheit und die Bewunderung der Welt haben.

Das Zeitalter der Renaissance

Ihre Erfindungen und Entdeckungen brachte zu einer neuen Freiheit im Denken. Sie müssen eine verschiedene Meinung haben, ihre Kenntnisse über viele Fächer haben falsch machen. In dieser Zeit erkannten die Menschen, dass das alte Weltbild mit der Erde als Mittelpunkt des Weltalls falsch ist. Barocke Kunst und "barockes Denken" waren schon über Europa verbreitet und sind auch in die Kolonien ausserhalb Europas gekommen. Die Epoche des Barock hat durch den Dreißigjährigen Krieg in den Jahren 1618 bis 1648 später in Deutschland begonnen als in Italien und im übrige Südeuropa.

Entwicklungsstufen und Gestaltungsprinzipien

ludwigsplatzIm Barock gibt es verschiedene Entwickelungsstufen, die letzte ist das Rokoko. Das Wort "Rokoko" kommt aus der französischen Sprache und heißt: "Muschelwerk". Dann wurden barocke geometrische Formen und Figuren. Barock macht einen schönen Blick durch lange Straßen oder durch entsprechend dekorierte Häuserfassaden für jemanden, der gerne symmetrische Bauwerken hat. Das Name "Barock" ist nicht nur für die Architektur, sondern auch für Malerei, Plastik, Literatur und Musik.

Fürst Wilhelm Heinrich, Erbauer von Platz und Kirche

Er ist am 6. März des Jahres 1718 in Unsigen, 21 Tage nach dem Tod seines Vaters geboren. Seine wissenschafliche Ausbildung hat er in Genf, Straßburg und Paris bekommen. Nach 28 jähriger Herrschaft starb er am 24. Juli des Jahres 1768 in Saarbrücken und wurde in der Schloßkirche beigesetzt. In der Inschrifft auf dem Grabdenkmal in der Apsis der Kirche wurde er als gottesfürchtiger, umsichtiger Landesherr gelobt, der sich hohe Verdienste um die Bevölkerung und um sein Land erworben habe.

Baugeschichte von Platz und Kirche

ludwigsplatzAm 21. Oktober 1761 ordnete Fürst Wilhelm Heinrich an, daß in der Residenzstadt Saarbrücken eine lutherische Kirche errichten werden solle. Auch wenn in der ersten Anordnung keine Rede von einem Platz ist, erfahren wir aus dem 1763 von Friedrich Joachim Stengel verfaßten Lebenslauf, daß gleichzeitig auch an eine Platzanlage gedacht worden war.

Fertigstellung des Kirchenbaues unter Fürst Ludwig

Der weiteren Ausbau der Kirche ist im Jahre 1773 von Wilhelm Heinrichs Sohn und Nachfolger, Fürst Ludwig angeordnet worden. tafel1In nur einem Jahr wurden 1773 von Carlo Luca Pozzi insgesamt zehn der zwölf Karyatiden gefertigt. Zwei weitere, künstlerisch weniger gelungene, wurden von Johann Philipp Mihm im nachfolgenden Jahr modelliert. Erst 1775 wurde dann der Altar fertig und am 25. August des Jahres 1775, am "Ludwigstage", wurde die Kirche in Dienst genommen. Fürst Wilhelm Heinrich fand nicht genug Bauherren, die genau nach den Plänen von Friedrich Joachim Stengel bauen wollten, und so wurde dann 1763 die heute noch vorhandene Fassung beschlossen. Ein Projekt für den Platz war in Saarbrücken schon seit 1761 geplant, und es gab auch einen Förderkreis. Über den Standort des Gabäudes war noch keine Enscheidung gefallen. Wilhelm Heinrich nahm deshalb gerne diesen Vorschlag an.

Die Figuren auf der Attika

Die Ludwigskirche hat eine "Attika". Rings um die Ludwiskirche sieht man als Abschluss des Mauerwerks zum Dach hin eine Art Balkongitter. Auf der Attika stehen zehen Figuren und wenn man genauer hinsieht, erkennt man, dass dort bestimmte Menschen verkörpert sind. Sie berichten uns von ihrem Handeln und Glauben.

Petrus
Das Figur von Petrus liegt über dem Haupteingang im Osten sieht man links den wohl bedeutendsten Jünger und Freund Jesu. Petrus is der Name von der Mann, der Jesu verleugnet hat. Jesu hat Petrus gesagt: "Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus auf der Attika soll uns lehren, dass Gott auch den Zweifler und den, der Fehler macht, nicht fallen lässt, sondern auch ihm Aufgaben gibt und ihm Gutes zutraut.

Paulus
Auf der rechten Seite des Eingangs kann man einen Mann mit einem Schwert sehen. Diese Figur sieht mutig und entschlossen aus. Diese Figur ist Paulus und trägt einen wehenden Mantel, ganz so, als ob Paulus in Eile unterwegs wäre.
Apostel Paulus reiste viel, er war immer unterwegs, weil er ein Ziel hatte, andere zum Glauben zu bekehren, und damit hatte er viel Erfolg. Er war ein streitbarer Lehrer und Verteidiger der Botschaft von Gott. Auch kann er allen, die in die Kirche gehen, Mut machen. Natürlich stehen noch mehreren Figuren, die für die Gläubigen Bedeutung haben und uns vermitteln sollen, was christlicher Glauben ist.

Abraham
Es gibt eine andere wichtige Figur, die Abraham heißt. Abraham ist sehr wichtig, und kann man ihn "Väter des Glaubens" nennen. Er hatte eine Frau, die Sara hieß, und Abraham und Sara sind kinderlos geblieben. Abraham hat gesagt: "Wer Gott vertraut, wird seinen Weg machen. Gott hält, was er verspricht. Es ist sinnvoll, und es lohnt sich, Gott blind zu vertrauen- Gott entäuscht nicht - Gott verlässt uns nicht!"

König David
So sieht man auch den König David mit einer Krone. In seiner Herrschaftszeit keimte der Gedanke zum Bau eines Tempels. Sein Sohn und Nachfolger hat den Tempel dann errichten lassen. Bekannt ist auch die Geschichte von David, der als Schafhirte, mit nur einfachen Waffen, den sehr starken, großen und gut ausgerüsteten Philisterkrieger Goliath besiegt. Davids Geschichte ist ebenfalls ein Beispiel dafür, dass Gott zu seinen Versprechen steht: Durch ihn erfährt der Schwache Hilfe.

Mose
Mose wird auch auf der Attika gesehen mit den Gesetzestafeln. Seine Ausführung ist in diese Geschichte ganz wichtig, weil er dem Volk Israel das Gesetz und die Zehn Gebote gebracht hat, und noch hatte er es aus der Sklaverei in Ägypten herausgeführt.

Abel, Juan, Julio