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Universität des Saarlandes

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gleichstellung & diversity

28.06.2011
Erster Gleichstellungsbericht der Bundesregierung veröffentlicht
Gleichstellung von Männern und Frauen im Lebensverlauf
Mehr Infos: BMFSFJ, vollständiger Bericht und Fraunhofer Institut

22.09.2011
Gleichstellungspolitik: sehr gut

UdS belegt Spitzenplatz beim Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten der CEWS. Dr. Jung: "In enger Zusammenarbeit mit den Fakultäten haben wir erfreulich viel bewegt." Mehr Infos...

 

 

 

 

Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(Art. 3 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz)

Diesem grundgesetzlichen Auftrag sind auch die Hochschulen verpflichtet.

Im Saarland regelt das Landesgleichstellungsgesetz zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern die gesetzliche Verankerung der Frauenförderung im öffentlichen Dienst. Zur Umsetzung dieser Ziele hat die Universität des Saarlandes einen Gleichstellungsplan beschlossen, mit dessen mittlerweile 4. Fortschreibung sie aktiv zur Gleichstellung beitragen und die Unterrepräsentanz und strukturelle Benachteiligung von Frauen weiter abbauen will. Zur besseren Umsetzung des Gleichstellungsförderplans (ehemals Frauenförderplan) in Stellenbesetzungsverfahren hat das Gleichstellungsbüro "Handreichungen zum Gleichstellungsförderplan" entwickelt .

Die Gleichstellungsbeauftragte berät und unterstützt die Leitung und die zentralen Gremien der Universität des Saarlandes bei der Umsetzung des staatlichen Gleichstellungsauftrags. Sie erarbeitet in Kooperation mit den zuständigen Stellen und im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages Programme zur Förderung von Frauen in allen Bereichen der Hochschule, um langfristig strukturelle Ungleichheiten aufzuheben.

Das 2006 auf der Grundlage einer EU-Richtlinie verabschiedete Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gibt von Diskriminierung Betroffenen die Möglichkeit, selbst konkret ihr Recht einzufordern, und verpflichtet den Arbeitgeber zu präventiven Maßnahmen zum Schutz seiner Beschäftigten vor Diskriminierung. Zielgruppe des AGG sind neben den Frauen auch weitere diskriminierte Gruppen: das AGG richtet sich gegen Benachteiligungen aus Gründen der Rasse / der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, ebenso wie aufgrund von Alter, sexueller Orientierung oder Behinderung.

Die Strategie des Gender Mainstreaming (GM) zielt auf die (Re-)Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung von Entscheidungsprozessen, mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung Beteiligten den Blickwinkel der Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen. GM wird vorwiegend als Top-Down-Strategie eingesetzt und nimmt Rahmenbedingungen und Strukturen in den Blick, die Ungleichheit hervorbringen. GM wirkt langfristig und weniger direkt als Gleichstellungspolitik oder Frauenförderung.

Diversity Management
(DM) bedeutet, soziale Vielfalt konstruktiv zu nutzen. Aus der  Frauenbewegung und der Bürgerrechtsbewegung der Sechziger in den USA entstand die Idee der positiven Wertschätzung von Vielfalt/Unterschiedlichkeit („diversity“) in politischen Bewegungen, die in den Achtzigern als Diversity Management in neueren Unternehmenskonzepte umgesetzt wurde. Grundsätzlich geht es darum, soziale Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und Chancengleichheit für alle zu verbessern. Dies bezieht sich insbesondere auf äußerlich diskriminierende Merkmale wie Geschlecht, Rasse/Ethnie, Alter und Behinderung, aber auch Merkmale wie sexuelle Orientierung, Religion und soziale Schicht müssen in den Blick genommen werden, um Diskriminierungen zu verhindern. Dabei steht aber nicht die Minderheit selbst im Fokus, sondern die Gesamtheit der MitarbeiterInnen/Studierenden/Lehrenden in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Diversity Management ist letztlich auch mehr als reine Antidiskriminierungspolitik, es geht um ein Gesamtkonzept des Umgangs mit personaler Vielfalt in einer Einrichtung /einer Hochschule/einem Unternehmen zum Nutzen aller Beteiligten. In diesem Zusammenhang unterstützt die Gleichstellungsbeauftragte das Programm START (www.start-stiftung.de), das begabte Zuwandererkinder fördert.

Sowohl Gender Mainstreaming als auch Diversity Management geben wichtige Impulse zur konkreten Gleichstellungsarbeit an Universitäten.

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Gebäude C3 1
Tel. 302-4795
gleichstellung@uni-saarland.de
Die Gleichstellungsbeauftragte
Dr. Sybille Jung

s.jung@mx.uni-saarland.de
Öffnungszeiten des Sekretariats im Semester

Mo 13.30-15.30 Uhr
Do 10-12 Uhr


Beratungstermine nach Vereinbarung