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10.

Bischof J(akob) von Faenza an Erzbischof W(alter) von Ravenna:
entschuldigt durch Brief und Überbringer - Presbyter Petrus - vorsorglich sein mögliches Fernbleiben von der Synode mit gesundheitlichen Gründen und erklärt im voraus seine Bereitschaft, gemeinsame Synodalbeschlüsse mitzutragen.
(Faenza?, ca. Anfg. Mai 1132)
Ü: S fol. 20r; V fol. 31r.
D: Amadesi S. 120.
R: Wattenbach S. 42-50 (zu 1132).

Responsio

G. 1) divina providentia sancte Ravennatis ecclesie metropolitano dignissimo venerabili patri domino I. 2) Faventinus humillimus vocatus episcopus omnimodam reverentiam et debitam obedientiam.

Cum littere vestre mihi delate fuerunt, gravi egritudine detentus de lecto surgere non valebam, sicut dilectissimus filius vester et karissimus frater noster Petrus presbyter, qui eas detulit, paternitati vestre insinuare valebit. Quas acceptas cum perlegissem et voluntatem vestram in eis perpendissem, duplici sum astrictus mesticia, quod neque vestre petitioni, nisi languor me deseruerit, obtemperare non potero nec eam derelinquere, quam semper obedivi, dum potui, ulla ratione proposui.

Quapropter si divina clementia me pristine saluti redderit, vobis adesse, ut debeo, procurabo. Sin autem ei aliter visum fuerit et servum suum, ut cepit, paterno verbere flagellaverit, quia corpore non potero, mente vobis presens adero et, quicquid de causa, quam litteris significastis, vel de aliis negotiis cum fratribus nostris statueritis, ratum habebo.

Paternitatem vestram Christus incolumem conservet, quam suppliciter oro pro me infelice [= infelici!] clementissimi Domini misericordiam implorare.

Antwort

Herrn G(ualter) [= Walter], durch göttliche Vorsehung Metropolit der heiligen Kirche von Ravenna (und) ehrwürdigstem Vater, (entbietet) I(akob), nur dem Namen nach Bischof von Faenza, untertänigst jedwede Verehrung und schuldigen Gehorsam.

Als mir euer Brief übermittelt wurde, war ich gerade schwer erkrankt und vermochte mich nicht vom Bett zu erheben, so wie es euer geliebter Sohn und unser lieber (Mit-)Bruder, der Priester Petrus, der diesen Brief überbringt [das Perfekt detulit könnte sich u.U. auch auf das vorausgegangene Anschreiben beziehen], eurer Väterlichkeit bestätigen kann. Als ich euer Schreiben [= Brief 9] durchgelesen hatte und mir die Bedeutung eures dort angeführten Wunsches klargemacht [wörtlich: abgewogen] hatte, da erfasste mich doppelte Trauer, weil ich weder eurer Bitte folgen kann, wenn meine Erkrankung nicht wieder zurückgeht, noch mich jemals einer solchen (Bitte), der ich stets, solange ich konnte, gehorcht habe, aus irgendeinem Grund verweigern wollte.

Wenn also die göttliche Gnade mir meine frühere Gesundheit wiedergibt, werde ich Sorge tragen, bei euch zu sein, wie ich es (euch) schulde. Wenn es ihm [= Gott] aber anders gefallen [wörtl.: scheinen] und er seinen Diener mit väterlicher Strenge [wörtl.: Peitsche], so wie er es begonnen hat, strafen sollte, dann werde ich, auch wenn ich körperlich nicht da sein kann, (immerhin) im Geiste bei euch sein und mittragen [wörtl.: für gültig halten], was immer ihr in der Sache, die ihr mir brieflich mitgeteilt habt, oder in anderen Angelegenheiten zusammen mit unseren (Mit-)Brüdern beschließt.

Christus bewahre eure Väterlichkeit unversehrt, (so) wie ich euch untertänig bitte, für mich in meinem Unglück die Barmherzigkeit des gnädigsten Herrn zu erflehen.

  1. Erzbischof Walter von Ravenna (s.o. Brief 9).
  2. Papst Innozenz II. (s.o. Brief 9 u.ö.).

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