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21.

(Prior) G(regor von St. Georg) zu Lucca an Abt B. von Montecassino:
schickt wegen Krankheit Vertreter zum festgesetzten Termin.
(Lucca?, ...................)
Ü: S fol. 22r-v; V fol. 35v.
D: -
R: Wattenbach S. 42-50 (zu 1132).

Responsio

B.1) religiosissimo et piissimo abbati monasterii de Monte Cassino beati Benedicti regula renitenti G.2) eiusdem congregationis monachorum ultimus cum ceteris fratribus Luce degentibus regularem obedientiam et filialem reverentiam.

Quantum, pater sanctissime, gustantis faucibus favi mellis sunt gustamina dulcia, tantum nostri palato cordis suavia sunt vestra eloquia. Talia namque sunt, que degustata morbos depellant, vitia resecent, virtutes plantent, mortem fugent, vitam mentibus sequentium afferant.

Quapropter illa servare, eis obtemperare, ut saluberrimum est, ita decrevimus et Deo promittimus. Rogamus autem pietatem vestre paternitatis, ut sepius hec iterare studeatis et agrum a summo patre familias vobis commissum colere ne desinatis, ut seges dominica crescat et vobis merces indeficienter accrescat.

Quod vero nobis iniunxistis, ut ad vos mediante Maio veniremus, ego quidem egritudine podagre detentus venire nequeo; sed fratres nostros Ieronimum et Augustinum, sicut scripsistis, mittemus et, quicquid per eos nobis mandaveritis, obedienter adimplere studebimus.

Antwort

B., dem gottesfürchtigen Abt des im Glanz der Regel des hlg. Benedikt erstrahlenden Klosters von Monte Cassino, (entbietet) G(regor), der letzte der Mönche eben dieser Kongregation, zusammen mit den in Lucca weilenden (Mit-)Brüdern seinen Gehorsam, wie er der Regel (Benedikts) entspricht, und seine kindliche Verehrung.

Wie süß, heiligster Vater, für den Schlund des Kostenden die Kostproben vom Honigkuchen sind, so angenehm sind eure Worte für den Gaumen des Herzens. Solcher Art sind sie nämlich, dass sie, wenn man sie gekostet hat, Krankheiten vertreiben, Laster ausmerzen, Tugenden hochzüchten, den Tod verscheuchen und das Leben denen bringen, die zu folgen bereit sind.

Deshalb sind wir fest entschlossen, sie zu beachten und ihnen zu gehorchen so, wie es heilsam ist, und versprechen dies dem Herrn. Wir bitten euch aber demütig, dass ihr euch bemüht, solches öfter zu wiederholen, und nicht ablasst, das Feld, das euch vom obersten Hausvater [= Gott] anvertraut ist, zu beackern, auf dass die Saat des Herrn aufgeht und euch der Lohn dafür unablässig zuwächst.

Was ihr uns aber zusätzlich aufgetragen habt, dass wir nämlich Mitte Mai zu euch kommen sollen, kann ich leider nicht erfüllen, da ich an der Gicht leide; aber wir werden, wie ihr geschrieben habt, die (Mit-)Brüder Hieronymus und Augustinus schicken und werden uns bemühen, ordnungsgemäß zu erledigen, was ihr uns durch sie aufgetragen habt.

  1. S. Brief 20.
  2. Dito.

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