campus - Ausgabe 4 - Oktober 2004 Bio und Medizin

Enzyme im Blickpunkt der Saarbrücker Forschung

Enzyme sind für Mensch, Tier und Pflanze lebensnotwendig. Die Eiweißstoffe werden im Körper als Bio-Katalysatoren für alle biochemischen Reaktionen gebraucht: Sie spielen eine tragende Rolle für das Funktionieren der Organe, bringen das Ablaufen des genetischen Bauplans in Gang, sind unerlässlich für die Immunabwehr wie für die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. Aber auch für Krankheiten sind Enzyme mitverantwortlich - vom Krebs bis hin zur bakteriellen Infektion verursachen sie fatale biochemische Prozesse. Pharmazeuten, Chemiker, Biologen, Biochemiker und Technische Biochemiker der Saar-Uni erforschen, wie die Vorgänge, die aufgrund von Enzymen in Lebewesen ablaufen, steuerbar gemacht bzw. medizinisch und technisch eingesetzt werden können. In dem Gemeinschaftsprojekt "Enzyme - Tools, Targets, Therapeutics" sind die einzelnen Forscher-Teams vernetzt; Sprecher ist Prof. Elmar Heinzle aus der Technischen Biochemie. Im Rahmen eines Symposiums des Forscher-Netzwerks stellten die Arbeitsgruppen im Juli ihre bisherigen Forschungsergebnisse vor. Seit dem 1. Januar 2001 fördert das saarländische Wissenschaftsministerium das Projekt mit zehn Doktorandenstellen. Seither sind Fördergelder in Höhe von rund 900000 Euro aus dem Landesforschungsförderprogramm von der Landesregierung zur Verfügung gestellt worden. Die Förderung bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung eines interdisziplinären Schwerpunktes im Bereich der Biotechnologie, in dem auch die Stiftungsprofessur für Pharmabiotechnologie angesiedelt ist.

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