Rechtliche Grundlagen des Strahlenschutzes

Der Umgang mit ionisierender Strahlung (z.B. Gamma- oder Röntgenstrahlung), radioaktiven Materialien oder der Erzeugung von Kernenergie ist im Atomgestetz (AtG) geregelt. Basierend auf dem AtG wurden die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und die Röntgenverordnung (RöV) erlassen. Das AtG sowie die StrlSchV und die RöV bildet die rechtliche Grundlage auf der an der Universität des Saarlandes mit ionisierender Strahlung umgegangen wird.

Am 1. November 2011 ist die Verordnung zur Änderung strahlenschutzrechtlicher Verordnungen vom 4. Oktober 2011 (BGBL I Nr. 51 S. 2000 ff ) in Kraft getreten. Damit wurden sowohl die Strahlenschutzverordnung als auch die Röntgenverordnung geändert. Diese Änderungen sind zu beachten.

Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 hat die Bundesregierung das Gesetz zum vorsorgenden Schutz der Bevölkerung gegen Strahlenbelastung (StrVG) kurz Strahlenschutzvorsorgegesetz verabschiedet. Die Radioaktivitätsmessstelle an der Universität des Saarlandes ist eine der amtlichen Messstellen nach dem StrVG.

Im Juli 2009 hat der Gesetzgeber das Gesetz zur Regelung des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung (NiSG) erlassen. Es regelt den Schutz der Bevölkerung vor den schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei Anwendung am Menschen. Geregelt werden hier Anwendungen in der Medizin oder Solarien.