Studienkreis Regionalgeschichte

Regionalgeschichtlich Interessierte, Heimat- und Familienforscher sollen durch Einführungsveranstaltungen und die Behandlung ausgewählter Schwerpunktthemen einen fundierten Überblick über die allgemeine historische Entwicklung und die Geschichte der Saarregion im Besonderen erhalten.

 

Darüber hinaus sollen die Teilnehmer/innen durch die Vermittlung praxisorientierter wissenschaftlicher Methoden im regionalhistorischen Rahmen selbstständig mit dem Handwerkszeug des Historikers umgehen lernen und Grundkenntnisse in den historischen Hilfswissenschaften (Quellenkunde, Archivwesen, Paläographie, Chronologie, etc.) erwerben.

 

Der "Studienkreis Regionalgeschichte" wird die Kursteilnehmer/innen über alle Epochen hinweg begleiten: Die Themenpalette reicht von der Vor- und Frühgeschichte (Kelten, Römer, Franken) über die Entstehung der Territorien im Mittelalter bis zur politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in der Neuzeit. An Hand wichtiger historischer Themen wie den Lebenswelten von Adel, Bürgern und Bauern, den Auswirkungen der Französischen Revolution oder der Industrialisierung (Kohle, Stahl, Glas, Keramik) werden die großen Entwicklungslinien der Geschichte im regionalen Rahmen nachvollziehbar dargestellt. Auch wird der wechselvolle Sonderweg des Saarlandes im 20. Jahrhundert angemessen berücksichtigt. Die Themenschwerpunkte wechseln von Semester zu Semester, je nachdem welche Veranstaltungen die Fachrichtung Geschichte anbietet.

 

Der Studienkreis Regionalgeschichte findet statt in Zusammenarbeit mit der saarländischen Staatskanzlei.

 

 

 

 

"Zertifikat Regionalgeschichte"

Erhalt eines Zertifikates der Universität des Saarlandes (Zentrum für lebenslanges Lernen) nach Erstellung einer schriftlichen Hausarbeit und dem sich über vier Semester erstreckenden Besuch von

 

• drei Vorlesungen

• drei Einzelvorträgen

• drei Exkursionen in saarländische Gemeinden

• drei Schwerpunktseminaren (Brückenkurse) Schriftliche Arbeit

 

Die Absolvent/inn/en schreiben ab dem 3. Semester eine wissenschaftliche Arbeit zu einem mit der Studienleitung abgestimmten Thema ihrer Wahl. Diese wird bewertet und kann in geeigneter Weise publiziert werden.

 

Dauer:

Das Studienprogramm Regionalgeschichte ist auf vier Semester angelegt. In den Sommersemestern finden Exkursionen statt. Im 3. und 4. Semester arbeiten die Teilnehmer/innen an ihrer schriftlichen Hausarbeit zu einem regionalgeschichtlichen Thema.

 

Voraussetzungen:

Einschreibung als Gasthörer/in an der Universität des Saarlandes. Die Gasthörergebühr beträgt 91,30 € pro Semester (inkl. Versicherung).

 

Studienleitung:

Prof. Dr. Gabriele CLEMENS, Lehrstuhl für Landesgeschichte

Dr. Hans-Joachim KÜHN, Zentrum für lebenslanges Lernen

 

 

Schwerpunktseminare (Brückenkurse), die im Wintersemester 2012/13 angeboten werden:

 

Historische Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften

 

Das Seminar gibt Personen, die sich aus eigenem Antrieb mit der Erforschung ihrer eigenen Familie oder der regionalen Geschichte befassen, zahlreiche praxisbezogene Hinweise und Anregungen zum geschickten methodischen Vorgehen. Die Teilnehmer/innen erfahren, welche Hilfsmittel es gibt und wie sie sie finden, welche Arten von schriftlichen Zeugnissen es aus welcher Epoche gibt, was sie in welchem Archiv erwarten können, wie sie alte Handschriften und Inschriften leichter lesen können und wie alte Datumsangaben korrekt umgerechnet werden, kurzum die wichtigsten Grundkenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Quellen, Archivalien, paläographischen und chronologischen Fragen. Hinweise zu den wichtigsten Archiven, Museen und Bibliotheken in unserer Region runden die Einführung in die historischen Hilfswissenschaften ab. Daneben werden grundlegende Fragen der Arbeits(selbst)organisation des Historikers an Beispielen aus der Regionalgeschichte behandelt, die den Weg von der Auffindung von Urkunden und Akten bis zur Drucklegung eines fertigen Aufsatzes oder Buches nachzeichnen (Idee, Materialsammlung, Bibliographieren, Archivarbeit, Gliederung, Darstellung, Anmerkungen, Quellenbelege, Register, Umgang mit Herausgebern bzw. Verlagen). Der Kurs richtet sich besonders an die Mitglieder des Arbeitskreises Regionalgeschichte, ist aber für alle offen. Gerne können die Teilnehmer/innen eigene Fragen zur Sprache bringen.

 

Dozent: Dr. Hans-Joachim Kühn

Zeit:      jeweils dienstags, 14-tägig, ab 30.10.2012 von 18.15 - 19.45 Uhr

Ort:       Universität des Saarlandes, Geb. A4 2, Raum 3.24

 

 

 

Originale: Kunst in Saarbrücken


Statt Geschichten über Kunst zu erzählen oder diesen zuzuhören, lädt dieser Kurs dazu ein, mit der Kunst zu diskutieren, Fragen zu stellen und in der Betrachtung nach Antworten zu suchen. Die Anschaulichkeit von Kunstwerken steht im Mittelpunkt der Veranstaltung, die weg führen möchte vom Anschein der Kommentarbedürftigkeit, hin zum selbstbewussten Sehen.
Fernreisen sind dazu nicht nötig - hochrangige Kunst lässt sich auch in Saarbrücken erfahren. Auf dem Programm stehen diesmal unter anderem die Ludwigskirche und die Mensa der Universität des Saarlandes.

 

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen

Zeit:      8 Termine: Jeweils freitags, am 19.10., 26.10., 02.11., 09.11.,                  16.11., 23.11., 30.11. und 07.12.2012 von 10.15 bis 11.45 Uhr

Ort:       1. Termin am Ostportal der Ludwigskirche in Saarbrücken

 

 

 

Kulturtour Saarland - Zu den Schätzen und Kleinoden unserer Museen


Mit über 100 Häusern gibt die saarländische Museumslandschaft einen spannenden Einblick in die Geschichte und Kultur des kleinen Bundeslandes. Sie ist vielseitig und doch bei vielen Bürgern des Landes nicht wirklich bekannt.
Mit diesem Angebot wird das ZelL im Wintersemester 2012/2013 seine Exkursionen zu den Schätzen und Kleinoden unserer Museen mit Ihnen fortsetzen. Dozent Dr. phil. Heribert J. Leonardy, der seit Jahren die hiesige Museumslandschaft sehr gut kennt, wird Sie auf eine Kulturtour durch das Saarland mitnehmen, auf der Sie später selbst als ihr eigener Fremdenführer Freunde und Bekannten navigieren können.
Den Teilnehmern wird mit diesem Angebot ein Kultur- und Lehrangebot ganz besonderer Art geboten, das auch mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumsbetriebe wirft und dazu den Teilnehmern die hiesigen - oftmals unbekannten - Museumsangebote erschließt.


Dozent: Dr. phil. Heribert J. Leonardy

Zeit:      18.10., 25.10., 08.11., 15.11., 22.11., 29.11., 06.12. und                           13.12.2012 von 10.00 bis 11.30 Uhr

Ort:       1. Termin an der Universität des Saarlandes, Geb. C5 2, Raum                 5.37