Brückenkurse Gesamtübersicht WS 2021/22

Das ZelL begleitet die Universitätsspitze in den Bereichen Großregion, Europa und Bildung durch ein entsprechendes Marketingprofil innerhalb ihres umfangreichen und vielfältigen Veranstaltungsangebots.

Sehr wichtig!

ACHTUNG! Wichtiger Hinweis:

  • Hier werden nur Veranstaltungen aufgeführt, die in der Verantwortung des ZelL liegen. Informationen zu Vorlesungen und Seminaren aus den Fachbereichen, entnehmen Sie bitte dem LSF oder der entsprechenden Fachbereichs-Homepage. LSF Online-Vorlesungsverzeichnis
  • Sie erhalten alle Informationen zu den digitalen Kursen des ZelL (Zugangslink, Code, etc.) per Mail ca. einen Tag vor Kursbeginn. Wichtig dabei ist, dass Sie sich für den Kurs über unser Anmeldeformular angemeldet haben und uns Ihre Mailadresse zur Verfügung stellen.

Die Anmeldung wird erst zu Semesterbeginn freigeschaltet!

Einführungsveranstaltung

Einführung in das (digitale) Gasthörerstudium

Sie stellen sich die Frage: „Warum nicht (noch einmal) studieren – zumindest ein bisschen?“. Dann sind Sie bei uns genau richtig! In dieser kostenlosen Informationsveranstaltung möchten wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten vorstellen, welche Ihnen im Rahmen eines Gasthörerstudium an der Universität des Saarlandes (UdS) zur Verfügung stehen.
Sie erhalten grundlegende Informationen und Tipps zum Gasthörerstudium an der UdS:

  • zu möglichen Lehrveranstaltungen wie z.B. Brückenkursen, regulären Vorlesungen in den Fachbereichen, Sprachkursen, Zertifikaten u.v.m.
  • zum Einstieg, dem Einschreib- und Anmeldeverfahren
  • zur Orientierung an der Universität des Saarlandes
  • zu den digitalen Plattformen Microsoft Teams und Moodle

Gerne beantworten wir Ihnen anschließend auch alle Ihre Fragen rund um das Gasthörerstudium. Wir freuen uns auf Sie!

Beratung: Jennifer Alaimo und Sandra Hofmann, M.A.
Zeit: Dienstag, 05.10.2021 um 16:30 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams (Sie erhalten per Mail einen Link, mit dem Sie ganz einfach in die Veranstaltung gelangen.)
LSF-Nr.: 133545

Altertumswissenschaften

BK 001: Fundstücke – Archäologische Originale

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Nicht nur in der Kunstgeschichte, auch in der Archäologie ist die intensive Betrachtung des Originalstücks von großer Bedeutung. Und nicht nur für die Kunst, auch für die Archäologie bieten das Saarland und die angrenzenden Gebiete hochinteressantes Material. Ziel des Kurses ist eine Betrachtung und Auseinandersetzung mit Fundstücken vor Ort durch Museumsbesuche. Um dabei der aktuellen Situation Rechnung zu tragen, ist der Kurs als hybride Veranstaltung, teils in Präsenz, teils online, geplant. Ein Präsenzbesuch ist z. B. in der Schausammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte zu nennen, dessen Exponate derzeit durch eine Ausstellung in den Kontext zeitgenössischer Kunst gestellt werden. Virtuelle Besuche sind im Rheinischen Landesmuseum Trier, dem Musée National d'Histoire d'Art in Luxemburg, sowie archäologischen Sammlungen in Lothringen geplant Eine genaue Übersicht über Programm und Treffpunkte wird in der ersten Sitzung gegeben.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 19.10. 2021 von 10:15–11:45 Uhr
Ort: Online-Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 133546
Semesterwochenstunden: 2

BK 002: Diokletian und die Epoche der Tetrarchie

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Der Brückenkurs wird die Zeit zwischen 284 und 313 n. Chr. behandeln und nimmt eine strukturelle Neuerung im Kaiserverständnis, nämlich die von Diokletian neu eingerichtete Tetrarchie, in den Blick, um von dieser genauer auf die Reformpolitik Diokletians blicken zu können, mit der vielfach in der Forschung die spätantike Epoche beginnt. Eine Rolle spielen neben dem tetrarchischen Herrschaftsverständnis auch die Verwaltungsreform, der wirtschaftliche Aspekt am Beispiel des Höchstpreisedikts, sowie zivilrechtliche, militärische und religiöse Fragestellungen, die für das Verständnis dieser Epoche wichtig sind. Abschließen wird der Brückenkurs mit einem Ausblick auf die constantinische und valentinianische Dynastie sowie auf die weitere Christianisierung des
Römischen Reiches.

Einführende Literatur:

  • Barnes, T. D., The New Empire of Diocletian and Constantine, Cambridge/MA-London 1982.
  • Kolb, F., Diokletian und die Erste Tetrarchie. Improvisation oder Experiment in der Organisation monarchischer Herrschaft?, Berlin/New York 1987.
  • Kuhoff, W., Diokletian und die Epoche der Tetrarchie. Das römische Reich zwischen Krisenbewältigung und Neuaufbau (284–313 n. Chr.), Frankfurt am Main 2001.
  • Demandt, A. / Goltz, R. / Schlange-Schöningen (Hrsg.), Diokletian und die Tetrarchie. Aspekte einer Zeitenwende. Berlin u. a. 2004.
  • Demandt, A., Die Spätantike, München 2. Auflage/2007; Carlà-Uhink, F., Diocleziano, Bologna 2019.

Dozent: Dr. Timo Klär
Zeit: donnerstags ab dem 21.10. 2021
Ort: Online-Kurs via Moodle
LSF-Nr.: 133553
Semesterwochenstunden: 2

BK 003: Die Akropolis von Athen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Akropolis von Athen zählt zu den bekanntesten Burgbergen (Akropolis = Hochstadt, Oberstadt) der antiken griechischen Welt und steht als Sinnbild für den Begriff der Akropolis. Sie gilt als Symbol griechischen Geistes, als Inbegriff klassischer Antike und ist noch in der heutigen Zeit der Besuchermagnet der Stadt Athen. Sie versinnbildlicht die Glanzzeit der Stadt in der Antike und deren Bedeutung als Wiege der Demokratie. Anhand der Bauten auf dem Burgberg ist der Aufstieg der attischen Polis (Stadtstaat) zu erkennen. Aber auch Kriege, wie beispielsweise der Einfall der Perser in die Stadt Athen, haben ihre Spuren hinterlassen. Als sakrales Heiligtum ist die Athener Akropolis seit mykenischer Zeit bis in die Spätantike über Ländergrenzen hinweg bedeutend und berühmt. Sie bildete das Zuhause von Mythos und Kult. Anhand der Bauten und der Funde auf dem Burgberg werden nicht nur Geschichte und Kulte der Akropolis in Athen dargestellt, sondern auch die Methodik der archäologischen Arbeitsweise aufgezeigt. Gerne können in diesem Brückenkurs auch die Wünsche der Hörerinnen und Hörer berücksichtigt und umgesetzt werden.

Dozentin: Francesca Brill
Zeit: 8 Termine mittwochs ab dem 27.10.2021 von 18:15–19:45 Uhr,
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133554
Semesterwochenstunden: 2

BK 004: Über das Mittelmeer – Die Phönizier in der frühen Eisenzeit

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Grundthema des Brückenkurses ist der Kulturaustausch zwischen dem östlichen Mittelmeerraum und der klassisch-antiken Welt, also Griechenland und Rom. Wer aber waren die Träger, die „Transporteure“ dieses Austausches? Hier sticht vor allem eine Kultur hervor, die als Seefahrer, Händler, aber auch als politischer Akteur im ersten Jahrtausend vor Christus von Bedeutung war: die Phönizier. Schon lange bevor Karthago zum Hauptgegner der römischen Republik wird, überqueren phönizische Schiffe das Mittelmeer; es werden Stützpunkte gegründet und orientalische Luxusgüter in den Westen gebracht. Der Brückenkurs wird diese Kultur und ihren Einfluss vorstellen. Geplante Einzelthemen sind etwa: Die phönizischen Stadtstaaten der Levante – Phönizier und Griechen auf Zypern – Phönizier und Iberer im spanischen Tartessos – Phönizier in Tunesien und die Ursprünge Karthagos.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 21.10.2021, von 18:15–19:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133555
Semesterwochenstunden: 2

BK 005: Reiterkrieger und Viehhirten

Kultur und Kriegswesen der frühen Steppennomaden Eurasiens

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In der Eisenzeit war der eurasische Steppengürtel vom nordwestlichen China bis nach Osteuropa von Reiternomaden besiedelt. Bis heute stellen diese von antiken Autoren als „Barbaren“ marginalisierten Steppenbewohner eine weitgehend unbekannte Konstante in der alten Geschichte dar, waren zugleich jedoch fundamental für die Entwicklung der eisenzeitlichen Welt. Die Vorlesung wird verschiedene Facetten der nomadischen Kultur wie Weltbild, Begräbniskult und religiöse Riten ebenso wie Kunstschaffen und Lebensweise thematisieren. Ein besonderer Fokus wird auf dem Kriegswesen, der Verbindung zu Handel und Kulturaustausch mit den antiken Großmächten liegen. Den Abschluss wird ein Ausblick auf das Vermächtnis der Reiterkrieger bis in die heutige Zeit bilden.

Dozentin: Clio Stahl
Zeit: 8 Termine montags ab dem 03.01.2022, von 17:15–18:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133556
Semesterwochenstunden: 2

Geschichte und Politik

BK 006: Die Welt als Schau

Weltausstellungen, Völkerschauen und Zirkus im 19. Jahrhundert

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
„Menschen, Tiere, Sensationen“ – dieses Motto hat seine Ursprünge im 19. Jahrhundert, als durch Industrialisierung, Kolonialismus und Globalisierung die Welt zunehmend als Schau inszeniert wurde. Weltausstellungen (ab 1851) waren technische und industrielle
Leistungsschauen (Eiffelturm!), Völkerschauen (ab den 1870er Jahren) präsentierten Menschen aus anderen Kontinenten, und der Zirkus lieferte ein buntes Unterhaltungsprogramm aus Akrobatik, Clownerie und Tierdressur. Die Welt rückte zusammen, aber zugleich drückten sich dadurch Machtverhältnisse aus. An ausgewählten Beispielen zeigt der Kurs die Anziehungskraft und zugleich das Problematische dieser Phänomene.

Dozent: Kerst Walstra, M.A.
Zeit: 16 Termine donnerstags, ab dem 21.10.2021 von 16:15–17.45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133557
Semesterwochenstunden: 4

BK 007: Die Old-Order-Amisch zwischen Mythos und Realität

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Old-Order-Amisch sind eine religiöse Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika, über die wenig bekannt ist. Zwar werden durch Fernsehdokumentationen und Spielfilme (Der einzige Zeuge, Zum Teufel mit den Millionen, Kingpin) dem europäischen Publikum holzschnittartig Informationen geboten, die jedoch, zumindest im Fall der Spielfilme, in der Regel wenig mit der Realität zu tun haben. Auch die Dokumentarfilme sind häufig nur begrenzt aussagefähig, da die Old-Order-Amisch Bild- und Tondokumente von sich selbst generell ablehnen und somit keine Interviews geben oder einen Einblick in ihr Privatleben geben. Gänzlich ungeeignet sind diverse Scripted-Reality-Formate (Amish-Mafia), bei denen weder echte Amische mitspielen, noch deren Handlung auch nur ansatzweise mit der Wirklichkeit zu tun hat. Die Amisch haben für sich einen Weg der Abgeschiedenheit gewählt. Diese Abgeschiedenheit ist nicht nur so zu verstehen, dass der Kontakt zu Nicht-Amisch eingeschränkt bleiben soll, sondern auch dahingehend, dass Informationen über das Leben der Gemeinschaft Außenstehenden allenfalls spärlich oder gar nicht weitergegeben werden sollen. Daher gibt es weder eine nennenswerte Amische Literatur, noch gibt es eine eigene systematische Forschung über die amische Theologie, wie sie beispielsweise im Falle der katholischen oder evangelischen Theologie an den theologischen, religionswissenschaftlichen oder philosophischen Fakultäten betrieben wird.
Das Ziel der Vorlesungsreihe ist es, den Teilnehmenden einen grundlegenden und ausführlichen Überblick über die Lebensweise der Old-Order-Amisch in Lancaster County zu geben. Dabei sollen die historische Entwicklung der Amisch-Bewegung, das gemeinschaftliche Miteinander innerhalb der Gemeinde und schließlich das tägliche Leben in einem säkularen Staat wie den Vereinigten Staaten beschrieben werden.

Dozent: Dipl.-Theologe Pascal Rambaud
Zeit: 8 Termine donnerstags, ab dem 11.11.2021 von 18:15–19:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 153558
Semesterwochenstunden: 2

BK 008: Die Europäische Integration: Geschichte. Gegenwart. Zukunft?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Europäische Union gilt als erfolgreichster Versuch der wirtschaftlichen und politischen Integration in Europa. Ihr Hauptverdienst, die Friedenssicherung und Versöhnung nach Ende des 2. Weltkriegs, wurde 2013 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Doch zuletzt schien es, als habe die EU Zugkraft und Antrieb verloren. Brexit, das Erstarken populistischer und nationalistischer Parteien, Migration, Umwelt- und Klimaschutz und vieles mehr entzweit Mitgliedstaaten, Bürger und Politik und führt zu der Frage, wie sich die EU zukünftig weiterentwickeln soll. Diese Veranstaltung soll neben einem kurzen Rückblick auf Gründung und Geschichte der EU das Verständnis von Institutionen und Prozessen stärken sowie aktuelle Herausforderungen und Probleme diskutieren und Zukunftsszenarien besprechen. Wie geht’s weiter mit der EU? Neue Mitgliedstaaten oder Zerfall à la Brexit? Mehr Kompetenzen nach Brüssel oder zurück in die Hauptstädte? Bundesstaat oder Staatenbund? Diese und viele weitere Fragen sollen in der Veranstaltung anhand unterschiedlicher Themen erörtert werden. Die Veranstaltung ist für weitere inhaltlich  Vorschläge durch die Teilnehmer:innen offen.

Dozent: Christian Kiefer M.A.
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 26.10.2021 von 18:00–19:30 Uhr
Ort: Online-Kurs via Zoom
LSF-Nr.: 133560
Semesterwochenstunden: 2

BK 009: Die Großregion – Identität(en) eines Raumes im Herzen Europas

Teil 6: Grenzen und Grenzregionen in der Großregion

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Alle reden von der „Großregion“ – aber um welche Art von Gebilde handelt es sich dabei eigentlich? Das Zentrum für lebenslanges Lernen beleuchtet in einer Reihe von Brückenkursen seit einigen Semestern die Großregion aus unterschiedlichen Perspektiven, etwa mit Blick auf die Themenkreise Geschichte, Sprache, Literatur, Kunst, Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik, um so Gemeinsamkeiten und Unterschiede in diesem Raum herausarbeiten. Am Ende der Kursreihe soll ein tieferes Verständnis für die historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten einer Region stehen, die viele bislang nur als politisch gewolltes Konstrukt wahrnehmen.
Im sechsten Kurs der Reihe nehmen wir Grenzen und Grenzregionen in der Großregion in Geschichte und Gegenwart in den Blick. Zwar ließ das Schengener Abkommen seit 1985 die modernen politischen Grenzen im Alltagsleben vielfach weitgehend in den Hintergrund treten, doch haben die Grenzschließungen im Kontext der Corona-Pandemie 2020 sie wieder deutlich ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Viel weniger bekannt oder auch langsam in Vergessenheit geraten sind die zahlreichen historischen Grenzlinien, etwa zwischen Sprachen oder Rechtsräumen, zwischen längst untergegangenen politischen Gebilden, kirchlichen oder wirtschaftlichen Organisationsräumen, die die Großregion wie ein Netz überziehen. Sie sollen im Wintersemester im Mittelpunkt des Interesses stehen. Die Themen der einzelnen Sitzungen entnehmen Sie bitte der aktuellen Kursankündigung auf unserer Homepage und im LSF.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 28.10.2021 von 14:15–15:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133547
Semesterwochenstunden: 2

BK 010: Kriege und Schlachten in Europa und der Welt

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Kriege, Schlachten, Gefechte, Scharmützel - seit Menschengedenken stellen sie immer wieder entscheidende Zäsuren in unserer Geschichte dar. Sie sind dabei keine isolierten Einzelereignisse oder klar abgrenzbare Ereigniskomplexe, sondern beeinflussen Gesellschaft, Kultur, Kunst, Ethik und viele weitere Felder ebenso, wie diese wiederum die Art und Weise mit gestalten, wie Kriege und Schlachten entstehen, gefochten und interpretiert werden. Als Einzelereignisse sollen sie im Kurs jedoch als Anker- und Ausgangspunkte für die Betrachtung solcher Entwicklungen, Komplexe und Beziehungsgeflechte dienen. Was machte die Schlachten des amerikanischen Bürgerkriegs so blutig, dass dieser bis heute die US-Gesellschaft beschäftigt? Waren Mittelalterliche Schlachten tatsächlich ein so farbenprächtiges und ehrenwertes Schauspiel, wie uns in Darstellungen und Medien immer wieder vermittelt werden soll? Welche Auswirkungen hatten Konflikte vor unserer Haustür, wie der Deutsch-Französische Krieg auf Nationen ame anderen Ende der Welt und was passiert mit einer Gesellschaft, die sich in Rekordzeit von Grund auf erneuert und diese Entwicklung nicht friedlich zu vollziehen vermag?
Diese und weitere Fragen möchte der Historiker Florian Deller mit den Teilnehmer*innen im Verlauf des Semesters behandeln und einen Blick weit über den Tellerrand europäischer Ereignisse mit ihnen werfen.

Dozent: Florian Deller
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 07.12.2021 von 16:15–17:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133561
Semesterwochenstunden: 2

BK 011: Persönlichkeiten der Großregion (Teil 2)

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Großregion – ein modernes politisches Konstrukt, das einen Staat, eine Region, eine Teilregion und zwei Bundesländer umfasst und auf die Menschen oft sehr anonym und gesichtslos wirkt. Historisch betrachtet finden sich zwischen den beteiligten Regionen und Landschaften Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonie und Rheinland-Pfalz vielschichtige Verbindungen und Beziehungen; die modernen Grenzen werden von verschiedensten historisch gewachsenen Grenzlinien einerseits, Vernetzungen andererseits überlagert. Zahlreiche interessante Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart wurden hier geboren oder haben hier gewirkt, haben hier wichtige Abschnitte ihres Lebens verbracht und Prägungen erfahren. Jede von ihnen gibt der Großregion ein individuelles Gesicht. In diesem Brückenkurs sollen daher in den nächsten Semestern bekanntere und unbekanntere Personen aus der Großregion vorgestellt werden.
Im Wintersemester beschäftigen wir uns mit einer Reihe von Deutschbrasilianern mit saarländischen Wurzeln, nämlich den Kardinälen bzw. Erzbischöfen Joao Becker (1870–1946), Alfredo Vicente (1903–1996) und Odilo Scherer (*1949) sowie Aloísio Lorscheider (1924–2007) und Ivo Lorscheiter (1927–2007). Und ein weiteres Mal richten wir den Blick über den großen Teich, auf den amerikanischen Bankräuber mit saarländischen Wurzeln John Dillinger. Außerdem stehen Stanislaus I. Leszczyński (1677–1766), König von Polen und Herzog von Lothringen, Heinrich von Weiler-Bettnach, Zisterzienserabt, Kanzler Kaiser Heinrichs VII. und Bischof von Trient, sowie der saarländische Orientmaler Bernhard Cullmann (1903–1977) auf dem Programm.
Die genauen Vortragstermine und die Namen der Referent/innen entnehmen Sie bitte unserer Homepage sowie dem LSF.

Dozentin/ Moderation: Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 06.01.2022 von 14:15–15:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133550
Semesterwochenstunden: 2

Islamische Welt

BK 012: Die Kreuzzüge aus christlicher und muslimischer Sicht

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Kein anderes Ereignis der mittelalterlichen Geschichte hat das Verhältnis zwischen islamischer Welt und Christentum, zwischen Orient und Okzident bis heute so nachhaltig geprägt wie die Kreuzzüge. Der Kurs will eine Einführung in Hintergründe, Geschichte und Auswirkungen dieser Bewegung bieten. Dabei soll die üblicherweise einseitig eurozentrische Sicht auf die Ereignisse vermieden werden; diese werden vielmehr auch in die Geschichte des Vorderen Orients eingebettet. Als Historikerin und Theologin wird Sabine Penth stärker aus Perspektive der christlich-europäischen Quellen berichten, während der Historiker und Orientalist Hans-Ulrich Kühn verstärkt die arabisch-muslimischen Quellen zum Sprechen bringt. Ausgehend von der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Situation in Europa und im Vorderen Orient am Vorabend der Kreuzzüge über den päpstlichen Aufruf beim Konzil von Clermont 1095 zu einem Kriegszug in den Osten, die Massenbewegung des Ersten Kreuzzuges bis hin zur Eroberung Jerusalems 1099 werden wir die Errichtung der Kreuzfahrerherrschaften im Orient, ihre Entwicklung und Besonderheiten näher betrachten und uns außerdem mit dem interessanten Phänomen der Ritterorden befassen. Im zweiten Teil stehen dann die Entwicklungen im Vorderen Orient, etwa der Aufstieg Saladins und der Dynastie der Ayyubiden im späten 12. Jahrhundert, deren Verdrängung durch die Mamluken Mitte des 13. Jahrhunderts sowie der schrittweise Niedergang der Kreuzfahrerherrschaften und ihre endgültige Niederlage gegen die Mamluken 1291 im Mittelpunkt des Interesses.

Dozenten: Dr. Sabine Penth und Dr. Hans-Ulrich Kühn
Zeit: 8 Termine vierzehntäglich montags ab dem 08.11.2021 von 19:00–20:30 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133562
Semesterwochenstunden: 2

BK 013: Nachgehakt – Die islamische Welt im Fokus

Die islamische Welt im Mittelalter

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Seit dem 11. September sind die Islamische Welt, der Islam und seine radikalen Ausprägungen in Gestalt von Islamismus und islamistischem Terror verstärkt ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt. Allerdings handelte es sich damals noch eher um eine Frage der „großen Politik“. Die Flüchtlingswelle im Gefolge des Arabischen Aufstands und insbesondere des Syrienkriegs hat jedoch dazu geführt, dass die Thematik nicht mehr von rein akademischem Interesse und „weit weg“ ist, sondern direkt in Deutschland angekommen. Fast jeder wird in seinem unmittelbaren Umfeld beruflich oder privat mit Zuwanderern aus dem islamischen Raum konfrontiert. Unkenntnis der fremden Kultur und Religion erzeugt Unsicherheit, die entweder zu Angst vor dem Fremden oder auch zu falscher Rücksichtnahme führen kann; beides aber steht einer Integration der Zuwanderer eher im Wege und ist zudem dem gesamtgesellschaftlichen Klima abträglich. Orientalisten, Religionswissenschaftler und Historiker können hier Abhilfe schaffen, indem sie solide Kenntnisse über die islamische Welt, ihre Geschichte, Religion, Kultur(en) und Sprachen vermitteln. So können die Geisteswissenschaften einen wichtigen Beitrag in der aktuellen politischen Diskussion leisten.
Im Wintersemester wird die Islamische Welt im Mittelalter im Mittelpunkt unserer Betrachtungen stehen. Ausgehend von der Entstehung und Frühzeit des Islam werden wir das muslimische Sizilien, Geschichte und Kultur von al-Andalus, Zentralasien und die Mongolen näher in den Blick nehmen sowie die orientalische Stadt im Mittelalter betrachten. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte der aktuellen Kursankündigung auf unserer Homepage sowie der Ankündigung im LSF.

Dozentin/Moderation: Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 11.11.2021 von 19:00–20:30 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133563
Semesterwochenstunden: 2

Kunstgeschichte

BK 014: Kunst und Architektur in der Provence

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Fortbildungsreihe in diesem Semester führt in die Provence. Dort finden sich interessante Zeugnisse der Architektur, von den historischen Bories bis zu dem kubistischen Garten von Gabriel Guévrékian. Viele Künstler der klassischen Moderne und der Gegenwart waren (und sind) beeindruckt von dem besonderen Licht. Deshalb beschäftigt sich die Vortragsreihe auch mit Künstlerpersönlichkeiten, die in der Provence ihr Zuhause gefunden haben.
Montag, 11. Oktober 2021, 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr: Von Orange bis Nîmes: die westliche Provence
Montag, 8. November 2021, 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr: Cavaillon, Aix und Marseille
Montag, 22. November 2021, 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr: Die Côte d'Azur
Montag, 06. Dezember 2021, 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr: Cézanne, van Gogh, Renoir
Montag, 20. Dezember 2021, 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr: Picasso, Matisse, Chagall und Léger
Montag, 03. Januar 2022, 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr: Künstler*innen der Gegenwart in der Provence

Dozent: Dr. Wolfgang Birk
Zeit: 6 Termine montags ab dem 11.10.2021 von 15:30–17:00 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133564
Semesterwochenstunden: 2

BK 015: Kunstgeschichte der Stadt Köln

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Köln wurde um 50 nach Christus als Colonia Claudia Ara Aggrippinensium gegründet. Anders als im Fall von Trier wuchs die Bedeutung der Stadt im Mittelalter, was sich an den zahllosen Kirchenbauten ablesen lässt: über dreihundert waren es einmal! Im 12. Jahrhundert lebten hier etwa 40.000 Menschen und die neue Stadtmauer wurde über 7 km lang, mächtiger als die von Paris. Weiteren Aufschwung erfährt das „Heilige Köln“ als Pilgerzentrum durch die Überführung der Gebeine der Hl. Drei Könige aus Mailand. Dafür wird der berühmte Schrein und ab 1248 der riesige Dom errichtet – letzterer lässt sich in der Folge aber auch als Symbol der Stagnation verstehen, bleibt er doch über Jahrhunderte hinweg eine Baustelle. Die Romantik projiziert ihre Sehnsüchte darauf und beginnt mit dem Weiterbau des Doms, der erst 1880 vollendet wird, nun ein nationales Symbol. Der 2. Weltkrieg zerstört die Altstadt und die romanischen Kirchen, nur der Dom bleibt weitgehend verschont. Die Wiederbelebung der Stadt in der Nachkriegszeit ist auch eine Kulturleistung, denn auch die großartigen Museen ziehen Menschen von weither in die Metropole, die heute über eine Million Einwohner zählt. Der Kurs stellt die älteren sakralen und profanen Kunstdenkmäler der Stadt vor, widmet sich aber auch Bauten aus jüngster Zeit wie der großen Moschee.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 8 Termine, montags, ab dem 18.10.2021 von 10:15–11:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133565
Semesterwochenstunden: 2

BK 016: Originale im Museum

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Sofern die Situation es zulässt, wollen wir in diesem Brückenkurs gemeinsam Kunstwerke aufsuchen, die sich in den Räumlichkeiten von Saarbrücker Museen befinden. Eine Teilnahmebeschränkung ist dafür unerlässlich; wie hoch die Zahl der Teilnehmenden sein kann, ist zum Zeitpunkt der Planung dieser Veranstaltung noch offen.
Wie gewohnt steht die Anschaulichkeit von Kunstwerken im Mittelpunkt der Veranstaltung. Mehrere Termine werden die Ausstellungen zu Lovis Corinth und Charlotte Berend-Corinth thematisieren, denen dank der herausragenden Werke der Ständigen Sammlung der Modernen Galerie andere Werke der Klassischen Moderne gegenüber gestellt werden können. Weisgeber, Slevogt und Corinth lassen sich so miteinander vergleichen, aber auch Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke und andere. Noch weitere Sonderausstellungen sind voraussichtlich zu besichtigen; alle Termine finden vor Ort statt.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 8 Termine, freitags, ab dem 22.10.2021 von 10:15–11:45 Uhr
1. Treffpunkt: Am 22. Oktober um 10:15 Uhr, Moderne Galerie des Saarlandmuseums, Bismarckstr. 11-15
LSF-Nr.: 133552
Semesterwochenstunden: 2

BK 017: Architektur – Die Mutter aller Künste?

Bauen im 20./21. Jahrhundert: Höher! Kühner! Verrückter?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wie im vergangenen Semester aufgezeigt werden konnte, erhielt die Architektur in der Mitte des 19. Jahrhunderts technologisch völlig neue Impulse, durch die die Skelettbauweise hochgradig innovativ umgesetzt werden konnte: Durch Gusseisen- und später Stahlelemente in Verbindung mit Glas und schließlich mit Beton erfuhren die Gesetze der Statik eine neue Interpretation und deren Grenzen eine bis dahin unvorstellbare Erweiterung. Das setzte zum einen wieder einen Wettlauf beim Erreichen neuer Höhenrekorde in Gang: Alte Höhenbestwerte wie bei den Pyramiden mit ca. 140 Metern, der Gotik mit ca. 170 Metern werden nun gnadenlos in den Schatten gestellt. Der Eiffelturm erreichte 325 Meter, inzwischen wird gerade die Ein-Kilometer-Schwelle geknackt. Zum andern aber führte und führt die nunmehr mögliche neue Formenvielfalt auch zu architektonischen Lösungen, an deren Erscheinungsbild nicht mehr die Maßstäbe herkömmlicher Architektur angelegt werden können. Eine veränderte Gesellschaft, Evolution von Industrie, Handel und Verkehr verlangen adäquate Lösungen. Angesichts dieser Entwicklung scheint das Wort des altrömischen Baumeisters Vitruv „Architektur – Mutter aller Künste!“, was ja, mit einem Fragezeichen versehen, auch das Motto dieser Brückenkursreihe ist, neue Nahrung zu erhalten. Aber gerade was die Künste angeht, hat sich die Kausalität in Wirklichkeit umgekehrt: Die verschiedenen Künste fordern von der Architektur – schon seit dem 19. Jahrhundert – auf sie zugeschnittene Lösungen in Form von Theater-, Opern- und Konzerthäusern sowie Museumsbauten, nunmehr aber in entschlossener Abkehr von griechisch-römischen Vorlagen. Angesichts der nicht mehr überschaubaren Fülle von Gebäuden verschiedenster Ausprägung der jüngsten Zeit – Beispiele: der „Internationale Stil“ und die „Postmoderne“ – können in diesem Semester nur exemplarisch die einzelnen Tendenzen aufgezeigt werden. Ergänzend dazu erfahren herausragende Einzelleistungen eine angemessene Würdigung. In Anbetracht der allgemeinen architektonischen Revolution gibt es aber auch Beispiele massiver Verweigerung: Das NS-System und die gebauten Hinterlassenschaften Stalins. Man sieht: Es wird spannend!

Dozent: Michael Wack
Zeit: 8 Termine montags ab dem 29.11.2021 von 18:00–19:30 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133566
Semesterwochenstunden: 2

Literatur

BK 018: Autobiographie

Schreiben eigener Texte und Analyse ausgewählter Lebensgeschichten

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Durch Analyse und Vergleich fremder Autobiographien werden die Kursteilnehmer/-innen die jeweiligen literarischen Spielarten von autobiographischem Schreiben und die Vielfalt dieses Genres kennen lernen. Sichtbar werden die fließenden Grenzen zwischen Wahrheit und Dichtung und die Möglichkeiten von Offenbarung und Verbergen  im Sinne des Authentischen. Methoden zur Rekonstruktion des eigenen Lebenslaufes und der Familiengeschichte, wie sie in der Familientherapie üblich sind, sollen helfen, eigene Themen zu entwickeln. Außerdem liefert die Kursleiterin Hilfestellungen bei der Überwindung eventueller Schreibblockaden. Die entstehenden autobiographischen Texte der Teilnehmer/innen werden analysierend besprochen, aber nicht bewertet; jeder soll seinen einzigartigen Ressourcen auf die Spur kommen und zu seiner spezifischen Ausdrucksweise finden.
Ziel der Veranstaltung ist die Ermutigung der Kursteilnehmer/innen, einen kleinen, eigenen autobiographischen Text über einen bestimmten Lebensabschnitt so zu vollenden, dass er den eigenen literarischen, künstlerischen Ansprüchen genügt.

Dozentin: Uschi Schmidt-Lenhard, M.A.
Zeit: 7 Termine, dienstags ab dem 19.10.2021 von 17:15–18:45 Uhr, die weiteren Termine werden im Seminar bekanntgegeben.
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133575
Semesterwochenstunden: 2

(Umwelt-)Pädagogik

BK 019: Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Agenda 2030

Pädagogische und soziologische Zugänge

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Klimawandel? Klimawandel! Durch die Pandemie sei das Interesse am Klimawandel rückläufig geworden, stand kürzlich in der Presse. Katastrophale Überflutungen nahe unserer Heimat rücken das Thema nun unvermittelt wieder in den Vordergrund. Eben noch „nur“ ein Mainstream-Thema, das immerhin eine neue Jugendbewegung, „Fridays for future“, hervorbrachte, ist die Lage in unmittelbarer Umgebung nun ernst geworden. Konnte man aber einen Klimawandel nicht schon längst erkennen, im Wald und überhaupt in der Natur? Zu welcher Erkenntnis kommt der geschulte Blick auf unsere Umwelt? Wie sieht unser Bild der Umwelt im Wandel der Zeit aus? Und hat sich nicht das Klima in der jüngeren Vergangenheit auch schon verändert? Eine interessante Frage, die diskutiert werden muss, nicht nur aus der Sicht des Klimaforschers, sondern subjektiv und gesellschaftlich! Wir sind der Meinung, nur Bildung kann die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen, Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung schaffen und nur Bildung kann es ermöglichen, sich auch Kompetenzen für die Gestaltung nachhaltiger Entwicklung anzueignen. Erfolgversprechende Ansätze sind im Lauf der Zeit entstanden: Umwelterziehung, ökologisches Lernen und seit den 1990er-Jahren eben die BNE, „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Könnte Postwachstum (was ist das eigentlich?) das Problem lösen? Sind Klimaschutz und Wachstum überhaupt miteinander vereinbar und ist Wohlstand ohne Wachstum möglich? Gibt es eine  gesellschaftliche Akzeptanz und was kann das alles für mich, die Gesellschaft und die Zukunft bedeuten? Empfinden Sie auch den Rückgang der Insekten als großen Verlust, nicht zuletzt wegen ihrer Schönheit? Wenn die UN-Dekaden „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Biodiversität“ und jetzt bis 2030 „Wiederherstellung von Ökosystemen“ ein Thema für Sie sind, besuchen Sie diesen Brückenkurs und gewinnen Sie vielleicht eine ganz andere Sichtweise auf das Thema!

Dozent: Elmar Bosch, Erziehungswissenschaftler, M.A.
Zeit: 8 Termine, mittwochs, ab dem 20.10.2021, von 17.15–19.15 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133576
Semesterwochenstunden: 2

BK 020: Dem Gedächtnis "auf die Sprünge helfen"

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Schwung für Ihre „grauen Zellen“. Ich habe ein Gedächtnis wie ein Sieb! Was wollte ich im Keller...? Ich vergesse so viel... Dies sind bekannte Floskeln, die immer wieder zu hören sind.
Tatsache ist, dass geistige Fitness nicht nur ein Thema für ältere Menschen ist, sondern sich durch alle Altersgruppen zieht. Wie keine Generation zuvor sind wir gefordert und fordern uns. In der aus acht Terminen bestehenden Kursreihe haben Sie die Möglichkeit, „Ihre grauen Zellen“ zu aktivieren.
Sie lernen Übungen kennen, die alle Gehirnfunktionen gleichermaßen beanspruchen, um Ihr Denkvermögen im Alltag zu vermehren, und Ihre geistige Leistungsfähigkeit flexibel halten zu können. Das Übungsprogramm, das mit Freude und ohne Leistungsdruck durchgeführt wird, trainiert bei allen Terminen die gesamten Gedächtnis- und Hirnleistungen. Sie werden online durch das Programm geführt. Legen Sie, bevor Sie das Programm starten Blatt und Stift bereit.

Dozentin: Edeltrud Schätzel, Fachpräventologin für geistige Fitness ® Mitentwicklerin von MemoMoves®; Entwicklerin des Schüler & Eltern Lerncoach®; Lern- Gedächtnistrainerin; Ausbilderin im deutschen Turnerbund
Zeit: 8 Termine, freitags, ab dem 29.10.2021 von 9.00–10:30 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133577
Semesterwochenstunden: 2

BK 021: Lecker-Schmecker Lebensqualität

Ernährungsbesonderheiten ab 60 Jahren Plus

Was sind die Besonderheiten bei der Ernährung von älteren Menschen? Im Alter wird die Ernährung mehr als je zuvor zu einer sozialen Institution. Es geht bei Seniorinnen und Senioren nicht bloß um Erkrankungen und das Vermeiden von unverträglichen oder nicht gesundheitsförderlichen Lebensmitteln, sondern vielmehr um das Dürfen und Können und den Erhalt der Lebensqualität. Seniorenernährung beinhaltet Teilnahme an der Gesellschaft und Empfang von Wertschätzung und Respekt.
In diesem Brückenkurs werden Sie an Ernährungsthemen mit besonderem Augenmerk auf die Seniorenernährung herangeführt. Der Kurs besteht aus zwei Terminen, wobei sich der erste Termin mit den Grundlagen der Seniorenernährung beschäftigt und der zweite Termin explizit die altersbedingten Einschränkungen und Krankheitsbilder aufgreifen wird.

Dozentin: Hannah Friedrich, B. Sc. Oecotrophologie, vertritt die Vernetzungsstelle Seniorenernährung im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz seit 01. Februar 2021. Sie war in den vergangenen zehn Jahren in der klinischen Beratung, Gemeinschaftsverpflegung und Hotellerie tätig.
Zeit: Montag 24.01.2022 und Freitag 28.01.2022 von 9.00 Uhr–13:30 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133676
Semesterwochenstunden: 2

Persönlichkeitsentwicklung

BK 022: Raus aus dem Stress!

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wie Sie Ihre Lebenszeit effizient und sinnvoll nutzen, sowohl beruflich wie auch privat, darum geht es in diesem Seminar. Die Zeit ist unser kostbarstes Gut. Sie vergeht und kommt nie wieder zurück! Wie schafft man es, Gelassenheit zu entwickeln und Druck abzubauen, um entspannter mit Stress umgehen zu können für ein glücklicheres Leben? Lernen Sie mit Hilfe einfacher Praxistipps sich selbst in anspruchsvollen Situationen zu unterstützen und gut für sich zu sorgen.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisen- und Trauerbegleiterin
Zeit: 2 Termine dienstags 09.11. und 16.11.2021 jeweils von 17:15–18:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133578
Semesterwochenstunden: 1

BK 023: Krisen positiv meistern

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Belastende Ereignisse wie eine Scheidung oder Trennung, eine Kündigung des Arbeitsplatzes oder des Lebensraumes, eine ernsthafte Erkrankung oder große Angst krank zu werden, eine Veränderung, ein plötzlicher oder bevorstehender Tod von nahestehenden Angehörigen, sowie Betroffenheit oder Anwesenheit bei schweren Unfällen oder gewaltvollen Übergriffen rufen bei den meisten Menschen eine Schockreaktion hervor und konfrontieren sie mit einer plötzlichen Veränderung ihres Lebens. In diesen Krisensituationen fühlen sich die meisten Menschen existenziell bedroht und empfinden diese als eine akute Krise und als eine Erschütterung ihres gesamten Glaubens- und Weltbildes. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit einem positiven Umgang mit existentiellen Krisensituationen. Sie erhalten viele hilfreiche praktische Tipps und lernen Methoden kennen, die Ihnen dabei helfen, gestärkt aus Krisen hervorzugehen.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisen- und Trauerbegleiterin
Zeit: 3 Termine donnerstags 11.11., 18.11. und 25.11.2021 jeweils von 17:15–18:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133579
Semesterwochenstunden: 1

BK 024: Endlich frei im Kopf

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wenn wir uns im Inneren friedlich und ausgeglichen fühlen, dann kommt uns das Leben leicht vor und wir fühlen uns frei und glücklich. Doch wie oft befinden wir uns in solch einem inneren Zustand? Die meisten Menschen stehen unter großem Druck, Erwartungen gerecht zu werden, sei es beruflich oder privat. In diesem Seminar lernen Sie in Theorie und Praxis wie Sie es schaffen, zu innerer Zufriedenheit zu gelangen und sich von dem Drang, nach Perfektion und Optimierung zu befreien.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisen- und Trauerbegleiterin
Zeit: 2 Termine montags 15.11. und 22.11.2021 jeweils von 17:15–18:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.:
Semesterwochenstunden: 1

BK 025: I have a dream

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
„I have a dream…” – wohl kaum ein Zitat wird auch heute noch so oft verwendet, wenn es darum geht, eine Vision zum Leben zu erwecken, wie die von Martin Luther King. Anlass seiner Rede am 28. August 1963 in Washington.
„Ich habe einen Traum…” – das gilt auch heute noch für viele Menschen. Sie haben eine Vision, ein großes Ziel, ja manchmal auch nur einen Wunsch. Und trotzdem wird der Traum nicht wahr.
Träume und Visionen weisen uns den Weg zum Erfolg – für uns selbst und für andere, wie das Beispiel von Martin Luther King zeigt. Ob ein Mensch erfolgreich ist liegt oft genau an drei Gründen – und gleich beim ersten spielt das Zitat „I have a dream!” eine entscheidende Rolle:
Hätte Martin Luther King auch nur den geringsten Zweifel spüren lassen, hätte seine Rede wohl nicht das ausgelöst, was folgt und wäre nicht in die Geschichtsbücher eingegangen. Statt zu zweifeln, treffen erfolgreiche Menschen eine Entscheidung und gehen den Weg (dabei sind auch Umwege erlaubt), bis er sie zum gewünschten Ziel führt.
Es ist wichtig Vorbilder zu haben und deren Weg zu studieren. Was haben sie gemacht, um dorthin zu kommen, wo sie jetzt stehen? Welche Hindernisse haben sie überwunden und in welcher Form? Die Erfahrungen unserer Vorbilder helfen, die eigenen Ziele effizienter zu erreichen.
Alles was zählt, ist die Persönlichkeit des Einzelnen, dessen Bereitschaft, an seinen Zielen zu arbeiten – ebenso an sich selbst und seiner persönlichen Weiterentwicklung. Denn genau das ist unabdingbare Voraussetzung, um Träume Wirklichkeit werden zu lassen.
Unsere Träume und Visionen sind Kunstwerke unserer Vorstellungskraft. Mit unterschiedlichen Methoden werden wir uns im Seminar unseren Träumen und Visionen nähern und versuchen, unsere bisher vielleicht unentdeckten Räume in uns zu betreten.

Dozentin: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Ersttermin am Freitag, 10.12.2021, von 13:30 bis ca.17:00 Uhr, weitere Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133581
Semesterwochenstunden: 1

BK 026: Salongespräche

Gedanken und Gespräche über Lebenskultur und Glück

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Vorbild für die Salongespräche sind die philosophischen und literarischen Zusammenkünfte in den Salons des 18. und 19. Jahrhunderts. Denker, Dichter, Künstler und Wissenschaftler tauschten sich seinerzeit über das aktuelle Zeitgeschehen aus. Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Politik, Kunst und Kultur wurden teilweise sehr rege diskutiert. Dieser intensive Gedankenaustausch – in einem besonderen Ambiente – war ein Lebensstil, der in den Salons nicht selten zu großartigen Ideen und deren Umsetzung führte.
An diese Gesprächskultur knüpfen die geplanten Salongespräche der Universität des Saarlandes (aufgrund der Pandemie zuerst formal noch online) an. Mit Texten zu Themen, die für ein „gelungenes Leben“ von Bedeutung sind und die zum Gedankenaustausch inspirieren. Ein weiterer Themenschwerpunkt stellt das „Glück“ dar – mit Erkenntnissen aus der Philosophie, der Literatur, aus anderen Kulturen, sowie der Psychologie und den Naturwissenschaften - mit Impulsen, die uns zum Nachdenken beflügeln und uns spannende Perspektiven einer Weiterentwicklung aufzeigen mögen.

Dozentin: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Ersttermin am Freitag, 25.02.2021, von 13:30 bis ca. 17:00 Uhr, weitere Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133582
Semesterwochenstunden: 1

BK 027: Einführung: Charakterstärken

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Es gibt sie wirklich und sie ist zu verorten in der Positiven Psychologie – die Wissenschaft des Charakters. Zahlreiche Forschungsergebnisse belegen, dass die Anerkennung, Wertschätzung und Erschließung der eigenen Stärken und der Stärken anderer Menschen in positiver Wechselwirkung mit einem erfolgreichen und erfüllten Leben stehen. Wer seine Stärken kennt und sie zum Einsatz bringt, ist leistungsstärker, erfolgreicher und zufriedener. Forscher*innen haben ein zeit- und kulturübergreifendes Modell mit 24 Charakterstärken/-eigenschaften, die sich auf 6 Tugenden verteilen, herausgearbeitet. In diesem Kurs geht es um die Entstehungsgeschichte und Kernkonzepte der Charakterstärken.

Dozentin: Angelina Müller, M.A.
Zeit: 4 Termine montags ab dem 08.11.2021 von 10:15–11:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133583
Semesterwochenstunden: 1

Philosophie

BK 028: Wie Aristoteles über Bagdad in den Westen kam

Eine griechisch-arabische Philosophiegeschichte

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Sokrates, Platon und Aristoteles sind Namen, die für Viele untrennbar mit der europäischen Kultur verbunden sind. Nichtsdestoweniger wären die Lehren dieser Denker für uns verloren, wären sie nicht durch arabischsprachige Gelehrte übersetzt, rezipiert und diskutiert worden. Al-Fārābī, Avicenna und Averroes begründeten während der Zeit des europäischen Hochmittelalters eigene philosophische Schulen, mit ihrer griechisch-arabischen Philosophie gaben sie den europäischen Denkern wichtige Anstöße. Verschiedene Aspekte ihrer Überlegungen fanden sogar Einlass in die Geschichtensammlung Tausendundeine Nacht. Wenn Sie wissen wollen, wie und in welcher Form die antiken Lehren nach Europa kamen und welche Auswirkungen die griechische Philosophie auf Tausendundeine Nacht hatte, dann sind Sie in dieser Veranstaltung genau richtig.

Dozent: Dr. Philip Rieger
Zeit: 4 Termine, Beginn im Januar, die genauen Termine werden noch bekanntgegeben
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133584
Semesterwochenstunden: 2

BK 029: Platons Dialog "Phaidon"

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Der Dialog Phaidon zählt zu Platons wichtigsten Werken, ja er gehört vielleicht sogar, wie Hans-Georg Gadamer mutmaßte, zu den bedeutendsten Schriften der griechischen Philosophie. – Die Verurteilung des Sokrates zum Tode und seine Hinrichtung bilden den Ausgangspunkt des Gesprächs, das die Einstellung des Philosophen zum Tod, Hypothesen zur Unsterblichkeit und Wiedererinnerung („Anamnesis“) umfasst. – Grundzüge der Ideenlehre, die Platon nirgends in einer einzigen Schrift umrissen hat, können aus anderen Dialogen ergänzt werden (so etwa dem berühmten Sonnen- und Höhlengleichnis aus der Politeia). – Gegebenenfalls kann Nietzsches Kritik aus der Götzendämmerung hinzugezogen werden. - Die Textgrundlage für diesen Kurs ist die deutsche Übersetzung Friedrich Schleiermachers, die sowohl digital im Netz frei verfügbar als auch in gedruckter Form im Handel erhältlich ist.

Dozent: Dr. Klaus Bonn
Zeit: 8 Termine, dienstags, ab dem 26.10.2021 von 17:15–18:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133585
Semesterwochenstunden: 2

BK 031: Hans Blumenbergs nachgelassene philosophische Skizzen "Die nackte Wahrheit"

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Hans Blumenbergs (1920–1996) kurze philosophische Texte, insgesamt fünfundzwanzig an der Zahl, unter dem Titel Die nackte Wahrheit (2019) posthum erschienen, laden im besten Sinne zum Nach- und Weiterdenken ein über die Art, wie die prominente Metapher um Enthüllung und Schein im Lauf der Geschichte bei den einzelnen Protagonisten ihren Niederschlag gefunden hat. – Die Textsammlung mit Fragmenten zu Rousseau, Kierkegaard, Kafka, Kant, Schopenhauer, Nietzsche, Freud und anderen, die immer nur wenige Seiten lang sind, eignet sich gut als Einstieg in Blumenbergs metaphorologisches, der Unbegrifflichkeit verbundenes Denken und regt unter Umständen dazu an, sich mit dem einen oder anderen Denker eingehender zu befassen. – (Blumenbergs Text ist als Taschenbuch bei Suhrkamp greifbar, hat einen Umfang von 200 Seiten und kostet 20 Euro).

Dozent: Dr. Klaus Bonn
Zeit: 8 Termine montags ab dem 03.01.2022 von 16:15–17:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133586
Semesterwochenstunden: 2

Psychologie

BK 030: Ressourcenaktivierung durch Mentalisierung, Imagination und Achtsamkeit

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Das Mentalisierungskonzept beruht auf der entwicklungspsychologischen „Theorie des Geistes“ (theory of mind) und bezeichnet die individuelle Fähigkeit, sich selbst und andere als Menschen mit eigenen Empfindungen und Gefühlen zu erkennen und zu verstehen. Dass diese Fähigkeit alles andere als trivial ist, zeigt sich insbesondere im routinierten Alltagsgeschehen: Wir gehen unseren Verpflichtungen nach und müssen dem Anspruch genügen, allseits zu funktionieren, während wichtige Ressourcen zur Aufrechterhaltung des subjektiven Wohlbefindens nicht selten aus dem Blickfeld geraten. Imaginationen wie etwa das Tagträumen vermögen uns, das eigene Befinden zu spiegeln und lassen sich bewusst zur positiven Integration im Alltag nutzen. Wir werden dazu im Seminar mit konkreten Symbolbildern arbeiten und ihr Potential zur Ressourcenaktivierung einbeziehen. Dies setzt eine gewisse Bereitschaft zur Selbsterfahrung voraus, weil der Blick auf sich selbst in der eigenen Umwelt als Schlüssel zur achtsamen Alltagsgestaltung aufgefasst wird. In Ergänzung hierzu werden wir eine mentalisierungsbasierte Achtsamkeitsübung erlernen, die mit wenig Aufwand auch außerhalb des Seminars effektiv eingesetzt werden kann.

Dozent: Dipl.-Psych. Jeremy M. Hoffmann, Psychologischer Psychotherapeut
Zeit: 3 Termine freitags am 29.10. und 05.11. und 12.11.2021 von 10:15 –11:45 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15
LSF-Nr.: 133587
Semesterwochenstunden: 1

BK 032: Wie man Lebenspläne verändert

Einführung in die Skipt-Theorie der Transaktionsanalyse

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Eine zentrale Annahme der Transaktionsanalyse (TA) ist, dass jeder Mensch im frühesten Kindesalter aufgrund seiner Interpretation des Verhaltens seiner engsten Bezugspersonen Entscheidungen/Beschlüsse über sich selbst, die anderen und die Welt trifft. Diese vorbewussten Entscheidungen können als eine Art „Drehbuch“ (Skript) das gesamte weitere Leben bestimmen. Sie wurden in der Vergangenheit getroffen, um auf kreative Art Überleben zu sichern und Leben zu meistern. Sie sind hingegen im Erwachsenenalter oft ein Hindernis, im Hier und Jetzt autonom bzw. gegenwartsbezogen zu erleben und zu handeln. Vor allem Stress-Situationen lassen solcher Art erlebte Botschaften im Erwachsenenalter wieder lebendig werden, soweit diese nicht durch korrigierende Erfahrungen und Entscheidungen neutralisiert werden.
In dem Seminar wird die Skript-Theorie der Transaktionsanalyse dargestellt und die Teilnehmenden haben die Möglichkeit im Rahmen von Übungen, eigene Skriptmuster zu erkennen und gegebenenfalls zu verändern.
Inhalte:

  • Skriptbotschaften und frühe Entscheidungen
  • Skriptmuster erkennen
  • Veränderung durch Neuentscheidung

Unterrichtsmethoden:

  • Theorie-Input
  • Reflexionen in der Gruppe
  • Praktische Übungen

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen
Der Kurs ist als Präsenzveranstaltung geplant, sofern zu diesem Zeitpunkt die Abstandsregeln und die Maskenpflicht entfallen.
Zeit: Freitag, 12. November 2021, 14.00–21.00 Uhr; Samstag, 13. November 2021, 09.00–18.00 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15.

Andernfalls findet der Kurs online via MS Teams an folgenden Terminen statt.
Zeit: 10 Termine, jeweils dienstags ab dem 16.11.21 von 18:00 bis 19:30 Uhr.
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133588
Semesterwochenstunden: 2

BK 033: Warum wir nicht alles glauben sollten, was wir denken

Einführung in die Psychologie der kognitiven Täuschungen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Diskrepanz zwischen objektiven Tatsachen und subjektiver Wahrnehmung scheint immer größer zu werden.
Einige Beispiele: In Deutschland sinkt die Kriminalitätsrate seit Jahren kontinuierlich. Das subjektive Bedrohungsgefühl nimmt aber zu. Der Wohlstand in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. Gefühlt geht es den Menschen heute schlechter als vor einigen Jahren. Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse werden immer häufiger in Zweifel gezogen. Stattdessen boomen Verschwörungstheorien. 18 % der Bevölkerung in Deutschland halten z.B. Chemtrails für real. Die Esoterikbranche macht einen Umsatz von über 25 Milliarden im Jahr. In der Corona-Krise wird das Gerücht verbreitet, das neue 5G-Netz könnte zur Pandemie beitragen oder sogar dafür verantwortlich sein. Eine dramatische Folge: zahlreiche Anschläge auf die Mobilfunk-Infrastruktur.
Es gibt zahlreiche Denkfallen, auch als kognitive Täuschungen bezeichnet, in die wir ständig tappen, weil uns die dargebotene Information so real erscheint. Sie sind vergleichbar mit optischen Täuschungen, denen wir unterliegen. Wir sind den kognitiven Täuschungen allerdings nicht hilflos ausgeliefert. In dem Kurs werden die wichtigsten Denkfallen anhand von Beispielen erläutert und Strategien vermittelt, wie man Denkfallen erkennt und vermeidet.
Inhalte:

  • Wie funktioniert unsere kognitive Wahrnehmung?
  • Das Wesen der kognitiven Täuschungen
  • Denkfallen, in die wir täglich tappen
  • Erkennen von Denkfehlern
  • Selbsterkenntnis hinsichtlich eigener Denkfehler
  • Vermeidung von Denkfehlern
  • Aufbau einer realistisch-skeptischen Haltung gegenüber Informationen

Unterrichtsmethoden:

  • Theorie-Input
  • Fallbeispiele
  • Reflexionen in der Gruppe
  • Praktische Übungen

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen
Zeit: 10 Termine jeweils mittwochs ab dem 08.12.2021 von 18:00-19:30 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133589
Semesterwochenstunden: 2

BK 034: Resilienz

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Unter Resilienz wird die psychische und mentale Widerstandskraft bezeichnet., mit der es gelingt, schwierige Lebenssituationen, Lebenskrisen, Umbruchsituationen in Familie und Beruf oder auch Verluste, Niederlagen, Rückschläge zu überwinden und Veränderungen annehmen zu können. Diese Reservefähigkeit ermöglicht es dem Menschen aus Krisen gestärkt hervorzugehen, in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben, Herausforderungen und Stress kompetent zu meistern. Wichtig ist hierbei, dass Resilienz erworben und gelernt und damit die Führung für das eigene Leben in die Hand genommen und behalten werden kann. Dieses Seminar beleuchtet, wie Grundlagen von Resilienz entdeckt und vertieft, wie Optimismus entwickelt, Akzeptanz erlernt und Selbstverantwortung übernommen werden kann. Beziehungen lassen sich so befriedigender gestalten und eigene Lebensentwürfe entwickeln. Resilienzförderung beginnt mit einer wertschätzenden Erkundung des Vorhandenen. Die Auswertung positiver Erfahrungen zeigt, auf welche Ressourcen man zurückgreifen kann. Und sie verdeutlicht, dass Krisen zeitlichnbegrenzt sind und überwunden werden können.

Dozentin: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Ersttermin am Freitag, 28.01.2022, von 13:30 bis ca.17:00 Uhr, weitere Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133590
Semesterwochenstunden: 1

BK 035: Einsamkeit

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die einen sind auf der Suche nach Einsamkeit, Stille und Leere und die anderen kommen mit der Einsamkeit nicht klar. Die Corona-Pandemie hat der Einsamkeit Aufmerksamkeit geschenkt. Was macht Einsamkeit mit unserem Körper? Gehirnforscher haben herausgefunden, dass Einsamkeit unsere Psyche krank macht. Einsame Menschen sind häufiger von Erkrankungen wie Krebs, Depression, Demenz betroffen und haben ein höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfälle. Wissenschaftler sprechen von einer Epidemie ungeahnten Ausmaßes. Was kann man tun, um aus der Einsamkeit wieder herauszukommen? In diesem Beitrag erfahren Sie, welche negativen als auch positive Auswirkungen die Einsamkeit auf unseren Organismus hat und erhalten nützliche Tipps mit dem Umgang der Einsamkeit im Alltag.

Dozentin: Waltraud Ewen, M.A., LL.M., Wirtschaftsmediatorin (FH) und Stressmanagement-Trainerin.
Zeit: Freitag, der 18.02.2022 von 11:00–13:00 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133591
Semesterwochenstunden: 1

BK 036: Achtsamkeit 4.0

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Praxis der Achtsamkeit hat ihre Wurzeln in der Meditation, die im Buddhismus gelehrt wird. Was macht sie so interessant für uns? Herausforderungen im Beruf, Familie und Alltag stressen uns. Deshalb sollte es bewusste Augenblicke der Ruhe geben. Ein paar Minuten nichts tun, an nichts denken, entspannt Körper, Geist und Seele.
In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe lernen Sie, wie man die Achtsamkeit in den Alltag integrieren kann.
1. Achtsamkeit in der Ernährung
Achtsames Essen ist keine neue Diät. Es wird nicht über Kalorien, Körpergewicht oder Speisepläne gesprochen. Das achtsame Essen beschäftigt sich vielmehr mit den unbewussten Aspekten rund um unser Essverhalten. Also wann, warum, wo und wie wir essen. Achtsames Essen macht nicht nur zufrieden, sondern auch gesund.
2. Achtsamkeitsübungen in den Alltag integrieren
Tage der Achtsamkeit in unserem Leben bedeutet, dass wir bewusster, intensiver und entspannter leben. Die Auswirkungen der Achtsamkeitsübungen auf das Gehirn werden anhand wissenschaftlichen Studienerkenntnissen erläutert. Die Themen Chronobiologie, Organisation, Zeitmanagement als auch gesunder Schlaf werden besprochen und ein Einblick in eine Atemmeditation gegeben.
3. Achtsamkeit in der Kommunikation
Wie gelingt uns achtsame Kommunikation? Der Schlüssel liegt im achtsamen Zuhören und dem liebevollen Sprechen. Doch stellt sich oft die Frage „Verstehe ich diesen Menschen gut genug?“ Durch das Benutzen einer friedvollen Sprache und keinerlei beleidigenden und gewalttätigen Worte ist der erste Schritt, um achtsam zu kommunizieren, getan. Im Ergebnis kommt dies der Gesundheit des Einzelnen zugute.

Dozentin: Waltraud Ewen, M.A., LL.M., Wirtschaftsmediatorin (FH) Stressmanagement-Trainerin.
Zeit: 3 Termine, donnerstags ab dem 03.03.2022 von 10:00–15:00 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133592
Semesterwochenstunden: 1

Sprachwissenschaft

BK 037: Alte Berufe und ihre sprachlichen Spuren in Familien- und Flurnamen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In Mittelalter und Früher Neuzeit kam es bei zahlreichen Handwerkertätigkeiten zu starken Spezialisierungen. Die zunehmende Arbeitsteilung führte auch dazu, dass manche Handwerker nur jeweils einen Gegenstand herstellten: ein Löffler nur Löffel, ein Nagelschmied nur Nägel. Viele dieser Handwerke sind verschwunden, nicht selten auch ihre historischen Bezeichnungen. In Namen sind nun zahlreiche sprachliche Spuren von Berufen – ehemaligen wie bestehenden – enthalten. Bei Familiennamen ist ein hoher Anteil aus Berufsbezeichnungen gebildet. Entweder ist diese Bezeichnung selbst zum Namen geworden (Bäcker, Schreiner, Dillschneider ,Bearbeiter von Holz zu Dielen’, Mauser ,Mäuse-, Maulwurfsfänger’, Pocher ,Arbeiter in einem Pochwerk, in dem erzhaltiges Gestein zerstampft wurde’) oder die Nennung der Erzeugnisse, Werkzeuge und Arbeitsmaterialien wurde zu indirekten Berufsnamen (Sauerteig, Brotkorb, Mehlhose für einen Bäcker, Tischbein für einen Schreiner, Hammer für einen Hammerschmied, Weihrauch für einen Weihrauchhändler oder Gewürzkrämer). Auch in Flurnamen sind Gewerbeorte- und Erwerbstätigkeiten konserviert (An der Pulvermühle, In der Eisengrube, Bei der Rußhütte, Hinter der Badstube). Der Bedeutung solcher Namen und ihrer Wertigkeit für Aspekte der Wirtschaftsgeschichte gilt unser Interesse im Seminar.

Dozentin: Dr. Christa Jochum-Godglück
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 23.11.2021 von 10:15–11:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133593
Semesterwochenstunden: 2

038: Die älteste indoeuropäische Sprache

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Eine „Rückkehr des Lateinunterrichtes“, das heißt die wieder wachsende Beliebtheit des Faches Latein, wird in unserer Zeit immer wieder, oft mit Überraschung, festgestellt. Latein ist aber keinesfalls die älteste indoeuropäische Sprache, die wir kennen und verstehen können. Bereits ein Jahrtausend zuvor wurde mit dem in Keilschrift geschriebenen Hethitischen in Anatolien eine weitere Sprache aus dieser Sprachgruppe verschriftet; auch ihre Texte sind für moderne Leser zugänglich. Sie sind interessant, sowohl als Originalquellen für die Erschließung der Geschichte und Kultur der Hethiter, als auch für eine Auseinandersetzung mit den Ursprüngen der noch heute in Europa lebenden Sprachen. Der Kurs wird die Grundzüge der hethitischen Sprache vorstellen und sich der Lektüre von Originaltexten widmen, das Kursniveau wird sich dabei nach dem Kenntnisstand der Teilnehmenden richten. Da die Texte in moderner Umschrift vorliegen, wird die größte Hürde auf dem Weg zur hethitischen Sprache, das mühsame Erlernen der zahlreichen Keilschriftzeichen, weitgehend vermieden.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 06.01.2022 von 18:15–19:45 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 133567
Semesterwochenstunden: 2

NEU!

Kleine Wissenshäppchen vor dem ZU-BETT-GEHEN gefällig oder während der Busfahrt? Wir machen's mit dem Podcast für lebenslanges Lernen (PolL) möglich. Hören Sie doch mal rein:

PolL

 

Info

Bitte haben Sie Verständnis, dass erst beim ersten Termin eines jeden Kurses festgestellt werden kann, ob die Nachfrage ausreichend ist, um die Veranstaltung stattfinden zu lassen.

Kontakt ZelL

Campus A4 2, Zi. 2.13
Tel.: 0681/ 302 3533
Mail: zell-gh[at]mx.uni-saarland.de

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