Brückenkurse Gesamtübersicht

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ACHTUNG! Wichtiger Hinweis:

  • Hier werden nur Veranstaltungen aufgeführt, die in der Verantwortung des ZelL liegen. Informationen zu Vorlesungen und Seminaren aus den Fachbereichen, entnehmen Sie bitte dem LSF oder der entsprechenden Fachbereichs-Homepage. LSF Online-Vorlesungsverzeichnis
  • Sie erhalten alle Informationen zu den digitalen Kursen (Zugangslink, Code, etc.) per Mail ca. einen Tag vor Kursbeginn. Wichtig dabei ist, dass Sie sich für den Kurs über unser Anmeldeformular angemeldet haben und uns Ihre Mailadresse zur Verfügung stellen.

Themenschwerpunkt "Großregion" im Sommersemester 2020

BK 001: Originale: Fokus Archäologie

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Nicht nur in der Kunstgeschichte, auch in der Archäologie ist die intensive Betrachtung des Originalstücks von großer Bedeutung. Und nicht nur für die Kunst, auch für die Archäologie bietet das Saarland hochkarätiges Material. Allerdings sind, aufgrund der aktuellen Lage, Besuche bei den Originalen, insbesondere in Museen, nicht wie geplant möglich. Der Kurs wird daher im Online-Format als Online-Kurs angeboten. Um diesen Umstand positiv zu nutzen, werden wir diejenigen archäologischen Originale betrachten, deren Besuch vor Ort ohnehin problematisch wäre. Dazu gehören etwa schwer zugängliche Felsreliefs, aber auch archäologische Funde in Museen der Nachbarregionen, namentlich Elsaß und Lothringen. Gleichzeitig wird in diesem Brückenkurs Vorarbeit für einen geplanten Brückenkurs zu archäologischen Originalen in einem zukünftigen Semester gelegt, sobald Besuche bei den Originalen wieder machbar sein werden. Aufgrund des verspäteten Semesterbeginnes wird der Kurs statt 8 nur 6 Sitzungen umfassen.

 

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 6 Termine, jeweils freitags ab dem 08. 05 2020 von 10.00 – 12.00 Uhr
 

LSF- Nr.: 123683
Semesterwochenstunden: 2

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BK 002: Lothringen und Elsass als Kunstlandschaften

(Überbrückungskurs für Originale: Kunst im Landkreis Merzig-Wadern)

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Vor wenigen Tagen verstarb mit Georg Bense ein Regisseur des Saarländischen Rundfunks, der es mit seinen Beiträgen unter anderem vermocht hat, ein vergleichsweise großes Publikum für die karge Schönheit Lothringens zu begeistern.  Auch als eine Reminiszens an ihn sollen hier Höhepunkte der lothringischen Kunstgeschichte anschaulich werden, denen als Ergänzung prägnante Werke des Elsass zur Seite gestellt sind. Die Unterschiede beider Regionen finden zusammen im sogenannten „Krummen Elsass“, dem ein eigener Termin gewidmet wird.

Dozent:          Dr. Bernhard Wehlen
Zeit:                10 Termine, freitags, vom 26. Juni bis 28. August von 10:15-11:45 Uhr
Online-Kurs auf microsoft teams

 

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BK 003: Die Großregion: Bildung, Wirtschaft und Recht

Identität(en) eines Raumes im Herzen Europas (Teil 3): Bildung, Wirtschaft und Recht

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Alle reden von der „Großregion“ – aber um welche Art von Gebilde handelt es sich dabei eigentlich?
Das Zentrum für lebenslanges Lernen möchte in einer Reihe von Brückenkursen in den nächsten Semestern die Großregion aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, etwa mit Blick auf die Themenkreise
Geschichte, Sprache, Literatur, Kunst, Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik und so Gemeinsamkeiten und Unterschiede in diesem Raum herausarbeiten. Am Ende der Kursreihe soll ein tieferes Verständnis für die historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten einer Region stehen, die viele bislang nur als politisch gewolltes Konstrukt wahrnehmen.
Im dritten Kurs der Reihe werden im Sommersemester die Themenkomplexe Bildung, Wirtschaft und Recht im Mittelpunkt stehen.

  • Dr. Thomas Schmidtgall (ZelL/ZeSH) wird die Unterschiede in den Bildungssystemen der beteiligten Länder und die Universität der Großregion vorstellen. (20.05. und 27.05.2020)

Der Bereich Wirtschaft wird aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

  • Zunächst spricht Prof. Dr. Peter Dörrenbächer (Lehrstuhl für Kulturgeographie) über das Thema „SaarLorLux: ein gemeinsamer Wirtschaftsraum?“ (03.06.3030)
  • Prof. Dr. Florian Weber (Fachrichtung Geographie, Junior-Professur für Europastudien) setzt sich mit dem Thema Altindustrie und Industriekultur in der Großregion auseinander, konkret vor dem Hintergrund von Landschaftswahrnehmung und Heimatbezugnahmen. (17.06.2020)

Abschließend wird

  • Prof. Dr. Thomas Gergen (Institut supérieur de l’économie, Luxemburg) die aktuelle Rechtslage aus rechtshistorisch-rechtsvergleichender Perspektive betrachten und ihre Wurzeln und Beziehungen (24.06., 01.07. und 08.07.2020)

aufzeigen.


Dozentin/Moderation: Dr. Sabine Penth
Zeit: 7 Termine, jeweils mittwochs von 14.15‒15.45 Uhr, ab dem 20. Mai 2020
Ort: Online-Kurs mit Microsoft Teams


LSF-Nr.: 122849
Semesterwochenstunden: 2

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BK 004: „Kulturtour Saarland“

Zu den Schätzen und Kleinoden unserer Museen: „Saarländische Industriekultur II“

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Mit über 100 Häusern gibt die saarländische Museumslandschaft einen spannenden Einblick in die Geschichte und Kultur des kleinen Bundeslandes. Sie ist vielseitig und doch bei vielen Bürgern des Landes nicht wirklich bekannt. Mit diesem Angebot wird das Zentrum für lebenslanges Lernen (ZelL) der Universität des Saarlandes im Sommersemester 2020 seine Exkursionen zu den Schätzen und Kleinoden unserer Museen, Archive und Sammlungen mit Ihnen fortsetzen.
In diesem Semester stehen erneut Museen und Erinnerungsorte zum Thema „Saarländische Industriekultur“ im Mittelpunkt der Kulturtour, da nur ein Teil der zahlreichen interessanten Ziele im Wintersemester besucht werden konnten. Die Themen reichen diesmal vom mittelalterlichen Kupferbergbau über den Kohleabbau, dessen Folgen und Erbe, die Eisenverarbeitung und die Presseentwicklung bis hin zur Porzellanherstellung und geben damit erneut einen spannenden Querschnitt durch die Vielfalt saarländischer Industriekultur.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Bildung und Kultur.

Dozentin: Dr. Sabine Penth

Vorbesprechung: Die Vorbesprechung muss wegen des Notbetriebes der UdS abgedagt werden. Die Veranstaltung wird zur Zeit neu konzipiert. Weitere Informationen demnächst an dieser Stelle.

LSF-Nr.: 122850
 

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BK 005: Klöster, Burgen und Schlösser an der Saar

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Mehr als hundert Klöster, Burgen und Schlösser harren im Saarland der Entdeckung. Neben auch überregional ausstrahlenden, touristisch beworbenen Bauwerken wie dem Saarbrücker Schloss oder der Kirkeler Burg stehen versteckte, nur regional bekannte Anlagen. Oft sind es nur noch Ruinen, die an die ehemals bedeutenden Orte erinnern. Der Brückenkurs möchte jeweils in den Sommersemestern bekanntere und unbekanntere Baudenkmäler im Saarland besuchen und ihre Historie vor Ort bei einer Besichtigung vorstellen. Den Anfang machen die Wasserburg Kerpen in Illingen, die Burg Siersberg in Rehlingen-Siersburg und die Ruine des ehemaligen Zisterzienserklosters Wörschweiler.
Während die Burg Siersberg wohl schon im 11. Jahrhundert in strategischer Lage auf einem Gipfel über dem Saartal erbaut wurde, um den Schiffsverkehr auf der Saar und die Handelsstraßen im Tal zu kontrollieren, entstand die Burg Kerpen, erstmals urkundlich erwähnt 1359, in Tallage in einer Schleife der Ill als Wasserburg. Die aus der Eifel stammenden Herren von Kerpen waren um 1325 durch Heirat in den Besitz des Ortes Illingen gelangt, der weit entfernt von ihren Hauptbesitzungen lag. Dennoch entwickelte sich hier eine über Jahrhunderte blühende Nebenlinie ihres Geschlechtes, die erst 1825 endete.
Das Kloster Wörschweiler, auf einem Berg über der Blies gelegen, war 1131 von den Grafen von Saarwerden als Benediktinerkloster gegründet worden, jedoch nicht wunschgemäß gediehen. 1171 übertrugen es die Enkel des Stifters daher an den Zisterzienserorden. Die Reformation führte 1558 zur Aufhebung des Klosters durch den evangelisch gewordenen Herzog von Pfalz-Zweibrücken; die Gebäude verfielen langsam. 1614 wurde die Klosteranlage durch einen Brand stark zerstört, weitere Beschädigungen brachte der Dreißigjährige Krieg. Heute gehört die Klosterruine einer Stiftung, die durch einen Förderverein unterstützt wird.
Die Wasserburg Kerpen liegt direkt im Ort Illingen.
Burg Siersberg und Kloster Wörschweiler sind jeweils fußläufig in ca. 30 Minuten zu erreichen.

Vorbesprechung:
Die Vorbesprechung findet am 7. Juli 2020, um 14:00 Uhr online mit MS Teams statt.

Ziele:

  • 14.07.2020 Wasserburg Kerpen, Illingen, Treffpunkt: Parkplatz Restaurant Burg Kerpen, Burgweg, 66557 Illingen
  • 21.07.2020 Burg Siersberg, Rehlingen-Siersburg, Treffpunkt: St. Nikolaushof, 66780 Rehlingen-Siersburg
  • 28.07.2020 Klosterruine Wörschweiler, Treffpunkt: Parkplatz Ortsmitte, Bierbacher Straße (ehemaliges Rathaus), 66424 Wörschweiler

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: 4 Termine, jeweils dienstags ab dem 07. Juli 2020, 14.00 Uhr
Ort: Vorbesprechung am 7. Juli online mit MS Teams ab 14.00 Uhr; für die Ortstermine siehe die angegebenen Treffpunkte

LSF-Nr.: 123711
Semesterwochenstunden: 1

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Anmeldung wird erst zu Semesterbeginn freigeschaltet

Themenschwerpunkt "Großregion" im Wintersemester 20/21 (in Arbeit)

BK 001: Fundstücke – Archäologische Originale

Nicht nur in der Kunstgeschichte, auch in der Archäologie ist die intensive Betrachtung des Originalstücks von großer Bedeutung. Und nicht nur für die Kunst, auch für die Archäologie bietet das Saarland hochkarätiges Material. Nachdem wir im Sommersemester 2020 aufgrund der besonderen Situation im Online-Format solche Originale diskutiert haben, deren Besuch vor Ort schwer machbar gewesen wäre, werden wir im Wintersemester schwerpunktmäßig archäologische Fundstücke betrachten. Dazu gehören selbstverständlich die Schausammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken und das Mosaik der Villa in Nennig, aber auch andere museale Präsentationen archäologischer Funde im Saarland. Voraussichtlich wird auch ein Besuch in der geplanten Ausstellung „Mon Trésor” im Weltkulturerbe Völklinger Hütte auf dem Programm stehen.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: dienstags, ab dem 10. November 2020, 8 Termine
von 10:15–11:45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126651
Semesterwochenstunden: 2

BK 002: Kleine Kunstgeschichte der Stadt Trier

Vertraut und fremd zugleich mag Trier auf den Besucher wirken. „Man” glaubt die Moselstadt eigentlich zu kennen, die Porta Nigra, den Dom, Liebfrauen, die Thermen und das Landesmuseum mit seinen beeindruckenden Ausstellungen zu Konstantin oder Nero. Wie merkwürdig muten jedoch die Bauwerke selbst an, betrachtet man sie als Werke der Kunst: Für den Dom findet sich anderswo ebenso wenig ein Vergleich wie für den gotischen Zentralbau von Liebfrauen; das barocke Kurfürstliche Schloss wird von der römischen Palastaula überragt; die Porta Nigra beinhaltet noch den Chor der romanischen Kirche St. Simeon usw. Die gesamte Altstadt ist geprägt von der Auseinandersetzung und Konservierung ehemaliger römischer Größe, darin stellt sie selbst Mainz und Köln in den Schatten. Die Blüte der Stadt im Mittelalter hat zudem eine große Anzahl bedeutender kleinerer Kunstwerke hinterlassen, besonders wichtig sind Buchmalerei und Kunsthandwerk. Der Kurs wird online auf Microsoft Teams angeboten.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: freitags, ab dem 06. November 2020, 8 Termine
von 10.15-11.45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF-Nr.: 126652
Semesterwochenstunden: 2

BK 003: Die Großregion ‒ Identität(en) eines Raumes im Herzen Europas (Teil 4)

Alle reden von der „Großregion“ – aber um welche Art von Gebilde handelt es sich dabei eigentlich? Das Zentrum für lebenslanges Lernen möchte in einer Reihe von Brückenkursen in den nächsten Semestern die Großregion aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, etwa mit Blick auf die Themenkreise Geschichte, Sprache, Literatur, Kunst, Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik und so Gemeinsamkeiten und Unterschiede in diesem Raum herausarbeiten. Am Ende der Kursreihe soll ein tieferes Verständnis für die historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten einer Region stehen, die viele bislang nur als politisch gewolltes Konstrukt wahrnehmen.
Im vierten Kurs der Reihe wird im Wintersemester die Entwicklung der Großregion seit der deutschen Reichsgründung 1870/71 und im 20. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen. Das aktuelle Programm und die Referenten entnehmen Sie bitte den Brückenkurskommentaren auf unserer Homepage und im LSF.

Dozentin/Moderation: Dr. Sabine Penth
Zeit: mittwochs, ab dem 13. Januar 2021, 8 Termine
von 14.15‒15.45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF-Nr.: 126653
Semesterwochenstunden: 2

BK 004: Historische Persönlichkeiten aus der Großregion

Die Großregion – ein modernes politisches Konstrukt, das einen Staat, eine Region, eine Teilregion und zwei Bundesländer umfasst und auf die Menschen oft sehr anonym und gesichtslos wirkt. Historisch betrachtet finden sich zwischen den beteiligten Regionen und Landschaften Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonie und Rheinland-Pfalz vielschichtige Verbindungen und Beziehungen;
die modernen Grenzen werden von verschiedensten historisch gewachsenen Grenzlinien einerseits, Vernetzungen andererseits überlagert. Zahlreiche interessante Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart wurden hier geboren oder haben hier gewirkt, haben hier wichtige Abschnitte ihres Lebens verbracht und Prägungen erfahren. Jede von ihnen gibt der Großregion ein individuelles Gesicht.

In diesem Brückenkurs sollen daher in den nächsten Semestern bekanntere und unbekanntere Personen aus der Großregion vorgestellt werden. Den Anfang machen im Wintersemester die Kaiserin Helena, Mutter Kaiser Konstantins, Kaiser Karl der Große, der Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon, Abt Heinrich von Weiler-Bettnach, Kanzler Kaiser Heinrichs VII. und Bischof von Trient, die französische Nationalheilige Jeanne d’Arc, der Mainzer Domherr und Jerusalempilger Bernhard von Breidenbach, Paul von Lettow-Vorbeck, Kommandeur der Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika und der Reichskanzler Franz von Papen.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: mittwochs, ab dem 04. November 2020, 8 Termine
von 14.15‒15.45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126654
Semesterwochenstunden: 2

BK 005: Von Nennig bis Hühnerfeld. Ortsnamen im Saarland

Wir brauchen Namen, um uns zu verständigen. Dies gilt grundsätzlich für alle Namenarten, für Rufnamen, Familiennamen, Tiernamen usw. und auch für Ortsnamen. Diese Verständigung gelingt auch ohne dass wir die Bedeutung eines Ortsnamens kennen – man weiß eben, dass mit einem bestimmten Namen ein bestimmter Ort gemeint ist. Viele Menschen interessieren sich aber für die Herkunft und Bedeutung des Namens ihres Geburts- oder Wohnortes oder anderer Orte, Fluren, Gewässer usw. Jedoch sind Ortsnamen häufig hinsichtlich ihrer Bedeutung undurchsichtig bzw. die heutige Namenform führt auf eine falsche Fährte. Wer weiß schon, dass hinter dem Siedlungsnamen Nennig ein Mann mit dem Namen Nennius steckt oder der Siedlungsname Hühnerfeld rein gar nichts mit Hühnern zu tun hat, sondern auf den Flurnamen Hinter Feld zurückgeht?
Im Brückenkurs gehen wir den Siedlungs- und Flurnamen des Saarlandes (kursorisch auch der Nachbarregionen) auf die Spur. Wir betrachten die verschiedenen Typen von Siedlungsnamen bis hin zur Neuzeit und gehen der Frage nach, welchen Aufschluss sie über die Besiedlungsvorgänge in unserer Region geben können. Wir schauen, was uns Flurnamen über die allmähliche Erschließung einer Ortsgemarkung verraten können. Und natürlich klären wir auch die Bedeutung von Ortsnamen, die Sie besonders interessieren.

Dozentin: Christa Jochum-Godglück
Zeit: dienstags, ab dem 17. November 2020, 8 Termine
von 10.15-11.45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF-Nr.: 126656
Semesterwochenstunden: 2

BK 006: Schlaglichter auf die Geschichte Lothringens

Lothingen, die Region im Nordosten Frankreichs und unser direkter westlicher Nachbar, hat seit dem Beginn der römischen Herrschaft eine ereignisreiche Geschichte durchlebt. Es wurde durch Caesar erobert, nach dem Ende Westroms von den Alemannen eingenommen und schließlich Teil des Fränkischen Reichs der Merowinger und später der Karolinger. 843 wurde das Fränkische Reich in drei Teile geteilt und es entstand Lotharingien, das Mittelreich zwischen dem West- und dem Ostfrankenreich. Lotharingien, benannt nach dem Herrscher Lothar, war die Keimzelle unseres modernen Lothringens und umfasste unter anderem auch das Saarland. Im Mittelalter erlebte das nun entstandene Herzogtum Lothringen immer wieder Teilungen – sodass es bald nicht mehr vom Mittelmeer bis an die Nordsee reichte – sondern so langsam die Konturen des heute bekannten Lothringen erhielt. In der Neuzeit war die Region stets ein Zankapfel zwischen dem Heiligen Römischen Reich beziehungsweise später Deutschland und Frankreich.
Die wechselhafte Geschichte Lothingen wird in diesem Kurs anhand einiger ausgewählter Episoden dargestellt. Hierbei wird eine Entwicklungslinie von der römischen Zeit bis in die Moderne gezogen.

Dozentin: Elias Harth
Zeit: dienstags, ab dem 01. Dezember 2020, 8 Termine
von 14.15‒15.45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126706
Semesterwochenstunden: 2
 

BK 007: Trierer Stadt-Kolumnen

Eine literarische Gattung am Beispiel der Trier-Kolumnen von Frank P. Meyer

Im Jahr 2012 war ich Stadtschreiber von Trier und habe während dieser Zeit damit begonnen, Kolumnen zu schreiben, die in dem Online-Magazin www.16vor.de erschienen. Das Kolumnenschreiben habe ich über die Stadtschreiber-Zeit hinaus beibehalten – in den letzten Jahren sind über 70 davon erschienen (u. a. beim Trierischen Volksfreund).
Eine Kolumne ist ein Meinungsbeitrag, der die individuelle Sichtweise eines Autors/einer Autorin zu einem bestimmten Thema widerspiegelt. Bei den Kolumnen ‚vom Meyer Frank‘ ist der Fokus stets auf ein Thema gerichtet: Die Stadt Trier … gesehen durch die Augen eines Saarländers (und glauben Sie bloß nicht, es gäbe keine interkulturellen Unterschiede zwischen einem Nordsaarländer und einem Moselaner!).
Anhand konkreter Beispiele wird der Weg von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung gezeigt. Dabei werden u.a. folgende Fragen behandelt: Wie finde ich ein Thema für eine Kolumne? Wieso werden manche Ideen verworfen, andere umgesetzt? Inwieweit sind das literarische Ich und der Autor identisch? Welche literarischen Figuren werden erschaffen … und welchen Zweck erfüllen sie? Wann ‚oute‘ ich mich von vorneherein als Kolumnenschreiber, wo tauche ich bewusst inkognito auf (und wie beeinflusst dies meine Wahrnehmung)? Wie wichtig sind ‚Selbstversuche‘? Und was, wenn die Redaktion eine Kolumne nicht mag?
Wer sich schon mal einen ersten Eindruck der „Trier-Versteher“-Kolumnen verschaffen möchte, dem/der seien die beiden im Conte-Verlag erschienen Kolumnen-Sammlungen „Lost in Trier" (2020) und „Zwangsgeranisierung“ (2013) empfohlen.

Dozent: Dr. Frank Meyer (fmeyer62@t-online.de)
Zeit: freitags, 08./15./22. und 29. Januar 2021
von 16.15‒17.45 Uhr,
Ort: Online-Kurs in MS Teams
LSF-Nr.: 126977
Semesterwochenstunden: 1

Themenbereiche "Europa", "interkulturelle Kommunikation" und "Politikwissenschaft" im Sommersemester 2020

BK 006: Italienische Tafelmalerei...

...aus dem Lindenau-Museum in Altenburg. Begleitkurs zur Ausstellung „Lorenzetti, Perugino, Botticelli…“ in der Alten Sammlung

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Das Lindenau-Museum in Altenburg, das Mitte des 19. Jahrhunderts von Bernhard August von Lindenau (1779‒1854) gegründet wurde, beherbergt neben einer Sammlung antiker Keramiken, zahlreichen Gipsabgüssen griechischer und römischer Kunstwerke, einer graphischen Sammlung und Malerei vom 15. bis zum 21. Jahrhundert eine der bedeutendsten europäischen Sammlungen italienischer Tafelmalerei aus Spätmittelalter und Renaissance außerhalb Italiens. In den kommenden Jahren wird das Museumsgebäude grundlegend saniert und wurde deshalb Anfang 2020 geschlossen. Dies gibt dem Saarlandmuseum die Gelegenheit, vom 1. Februar bis zum 15. November 2020 unter anderem die frühe italienische Tafelmalerei in einer Sonderausstellung in der Alten Sammlung zu präsentieren.
Der Brückenkurs möchte einen etwas anderen Blick auf die Exponate werfen, indem er die Malerei in ihren Entstehungskontext einordnet. Es soll eine Einführung in Kultur und Geschichte Italiens in Spätmittelalter und Renaissance gegeben werden, die ein tieferes Verständnis für die Künstler und die Kunst der Zeit, ihre Gegenstände und Entwicklungen eröffnen kann.
Der ursprünglich geplante gemeinsame Besuch der Ausstellung muss leider entfallen; möglicherweise sind jedoch bis zum Sommer wieder individuelle Ausstellungsbesuche möglich.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: Achtung, neuer Starttermin! 5 Termine, jeweils donnerstags ab dem 25. Juni 2020 von 14.15-15.45 Uhr
Ort: Online-Kurs mit Microsoft Teams

LSF- Nr.: 123685
Semesterwochenstunden: 1

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BK 007: Die USA: Geschichte – Ideologie – Politisches System

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Mit Donald J. Trumps Präsidentschaft ziehen die Vereinigten Staaten mehr denn je die Aufmerksamkeit der Welt auf sich. Wieso konnte Donald Trump Präsident werden, obwohl Hillary Clinton die Wahlen
gewonnen hatte? Was hat es mit dem Repräsentantenhaus und dem Senat auf sich? Warum die verbissene Diskussion um den Waffenbesitz? Was ist zu dem wieder aufkeimenden Rassismus zu sagen? Welche Rolle spielt die “Alt-Right”-Bewegung? Wie hat sich die Sklaverei auf die Entwicklung der frühen Union ausgewirkt? Welche Auswirkungen hat sie auf die heutige Gesellschaft? Wie kam die Verfassung zustande?
Diese und noch viel mehr Fragen zu Geschichte, Verfassung, Entwicklung, Träumen der USA werden in dieser Vorlesung beantwortet.

Anhand einer überblicksmäßigen Betrachtung der Geschichte der USA – Verfassungsgebung, Sklaverei, Westwärtsbewegung, Herausbildung einer Ideologie, Einwanderung, melting pot vs salad bowl, Missionsdenken, Selbstzweifel etc. – wird die Vermittlung eines Gesamtbildes der USA angestrebt.

Eine gemeinsame Diskussion der Lektüre von einigen grundlegenden amerikanischen Texten (in deutscher Sprache) wird erwartet.

Die TN können über e-mail Fragen zu den Ausführungen stellen oder auch jeweils im Anschluss an die Vorlesung

  • Kapitel 1: Der Weg zur Unabhängigkeit und Verfassung
  • Kapitel 2: Die Westwärtsbewegung
  • Kapitel 3: Die Sklaverei
  • Kapitel 4: Die Bürgerrechtsbewegung
  • Kapitel 5: Das politische System
  • Kapitel 6: Kulturelle Unterschiede zu Deutschland
  • Kapitel 7: Einwanderung – die Rolle der Hispanics
  • Kapitel 8: Sprache und Identität

Dozent: Dr. Bruno von Lutz
Zeit: 8 Termine, jeweils von 16:15 bis 17:45 (Diskussion von Fragen und Vorlesung)
12. Mai, 19. Mai, 26. Mai, 2. Juni, 9. Juni, 16. Juni, 30. Juni, 7. Juli
Online-Kurs per MS Teams

LSF- Nr.: 122859
Semesterwochenstunden: 2

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BK 008: Hegels politische Theorie...

...und Staatsphilosophie und deren Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte

2020 jährt sich zum 250. Mal der Geburtstag eines der bedeutendsten Philosophen Deutschlands und Europas, Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1771 -1831). Aus diesem Grund findet bereits im Literatur-Museum Marbach eine Hegel-Ausstellung statt. Und schon ist eine neue Hegel-Biographie erschienen von dem in Jena lehrenden Philosophie-Professor Klaus Vieweg. Die Kernthese dieser Biographie lautet, Hegel sei ein „radikaler Demokrat“ und „Kosmopolit“ gewesen. Anders liest es sich bei Ernst Cassirer. Dieser bedeutende Philosoph erklärt in seinem kurz vor seinem Tod erschienenen Werk „Vom Mythus des Staates“, Hegel
sei von seinem Temperament und seinem Denken her kein Radikaler gewesen. Legendär ist allerdings Hegels Verhältnis zur Französischen Revolution, wie es schon in älteren Hegel-Monographien von Kuno Fischer bis Joachim Ritter dargestellt worden ist. Ebenso allgemein bekannt ist sein Ausspruch, als nach der Schlacht von Jena und Auerstädt Napoleon durch die Straßen ritt, er habe „den Weltgeist“ gesehen.
Wie seine Freunde aus dem Tübinger Stift, Schelling und Hölderlin, war Hegel der klassischen Philosophie Europas verpflichtet. Seine auf Heraklit zurückgehende Denkmethode der Dialektik (These, Antithese,
Synthese) wurde besonders in den marxistischen Schulen der ehemaligen DDR nachgeplappert, ohne den metaphysischen Hintergrund dieses „Dreischritts“ zu erklären. Marx und Engels wollten ja den großen Meister Hegel wieder „vom Kopf auf die Füße stellen“, ohne zu bedenken, dass Hegel in der Französischen Revolution hymnisch feierte, dass der Mensch sich zum ersten Mal in der Geschichte auf den Kopf, sprich: „auf den Gedanken gestellt“ habe.
Im Übrigen möchte ich (Prof. Schön) darauf hinweisen, dass ich mich in meiner Vorlesung vor allem auf die Arbeiten folgender Hegel-Interpreten stütze:

  1. mein Doktorvater Karl Löwith, der nach der Rückkehr aus der Emigration 1952 auf den Lehrstuhl für Philosophie in Heidelberg berufen wurde.
  2. das Werk des großen Philosophen Ernst Cassirer, der leider am Ende des Krieges 1945 verstarb, bevor er aus der Emigration in seine Heimat zurückkehren konnte.

Wie bei Prof. Dr. Konrad Schön üblich, werden vor der Vorlesung aktuelle politische Probleme zur Diskussion gestellt.

Dozent: Prof. Dr. Konrad Schön
Zeit: ab dem 06. April 2020, jeweils montags von 12.00 bis 13.00 Uhr (Kurs entfällt im Sommersemester)
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude B2 .2, HS I (0.06)

LSF: 122858
Semesterwochenstunden: 2

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BK 009: Aktuelle Entwicklungen in EU und Europa

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Das ganz andere Sommersemester 2020: Das erste seit 48 Jahren ohne das Vereinigte Königreich in der Europäischen Union. Eigentlich wollten wir darauf den Fokus legen. Mit der Corona-Pandemie ist das Makulatur geworden. Sie hat uns offen vor Augen geführt, wie hilflos die EU im Angesicht der Krise ist, wie schnell die Solidarität zwischen ihren Staaten erodiert, wie bedeutende Errungenschaften der EU, etwa Schengen, verloren gehen können. Das kann an dieser Vorlesung nicht vorbeigehen; diese Entwicklungen wollen wir adressieren - ohne Brexit und andere aktuelle Themen (deutsche Ratspräsidentschaft, EU-Erweiterung, Klimapolitik) aus den Augen zu verlieren.

Die TeilnehmerInnen können selbstverständlich daneben alles, was sich ihnen an „europäischen“ Fragen stellt, in der Veranstaltung adressieren. Diese werden wir als Experiment live online per Skype durchführen. Interessenten mögen sich daher bitte bis zum 15. Mai per E-Mail unter s.zeitzmann(at)gmail.com unter Angabe ihres Skype-Benutzernamens anmelden. Die genauen Termine werden dann in der Gruppe abgestimmt.

Dozent: Sebastian Zeitzmann (s.zeitzmann@gmail.com)
Zeit: Anmeldung bis zum 15. Mai 2020; die Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online-Seminar

LSF- Nr.: 123686
Semesterwochenstunden: 2

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BK 010: Die Europäische Integration:

Geschichte. Gegenwart. Zukunft?

Die Europäische Union gilt als erfolgreichster Versuch der wirtschaftlichen und politischen Integration in Europa. Ihr Hauptverdienst, die Friedenssicherung und Versöhnung nach Ende des 2. Weltkriegs, wurde 2013 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Doch zuletzt schien es, als habe die EU Zugkraft und Antrieb verloren. Brexit, das Erstarken populistischer und nationalistischer Parteien, Migration, Umwelt- und Klimaschutz und vieles mehr entzweit Mitgliedstaaten, Bürger und Politik und führt zu der Frage, wie sich die EU zukünftig weiterentwickeln soll.
Diese Veranstaltung soll neben einem kurzen Rückblick auf Gründung und Geschichte der EU aktuelle Herausforderungen und Probleme diskutieren und Zukunftsszenarien besprechen. Wie geht’s weiter mit der EU? Neue Mitgliedstaaten oder Zerfall à la Brexit? Mehr Kompetenzen nach Brüssel oder zurück in die Hauptstädte? Bundesstaat oder Staatenbund? Diese und viele weitere Fragen sollen in der Veranstaltung anhand unterschiedlicher Themen erörtert werden. Die Veranstaltung ist für weitere inhaltliche Vorschläge durch die TeilnehmerInnen offen.

Dozent: Christian Kiefer (christiangkiefer(at)gmail.com)

Die Veranstaltung findet mittels Videokonferenz statt. Interessenten werden gebeten, vorab den Dozenten per Email zu kontaktieren um weitere Informationen hierzu sowie den Zugangslink zu erhalten

Zeit: 6 Termine à 2 Stunden, erster Termin am 19. Mai 2020, 18.00–20.00 Uhr. Die genauen Termine werden am 19. Mai gemeinsam festgelegt.

Ort: Online

LSF-Nr.: 123699
Semesterwochenstunden: 2

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BK 011: Unbekannte Nachbarn (Polen)

Eine Einführung über deutsch-polnische Beziehungen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Im kommenden Jahr wird das 30-jährige Jubiläum für die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages gefeiert. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands war dieser am 17. Juni 1991 geschlossene Vertrag ein Zeichen für Versöhnung und gleichberechtigte Partnerschaft. Aber abgesehen von den heutigen Medien, die über Polen zunehmend von wirren politischen Maßnahmen der PiS-Regierung und Gegendemonstrationen in mehreren polnischen Städten berichten, scheint der östliche Nachbar, insbesondere für das westlich gelegene Saarland, eher unscheinbar. Dabei sind die Spuren polnischer Geschichte weit näher gelegen als man meint – wussten Sie, dass im saarländischen Gräfinthal die Grabstätte einer polnischen Prinzessin liegt? Die Spuren deuten bereits auf eine interessante Geschichte hin, wie sie kein Krimi besser erfassen könnte, denn sie ist geprägt von Verfolgung, Unterdrückung und dem Kampf um Freiheit und Anerkennung. Ein Rückblick in die Vergangenheit ermöglicht häufig und möglicherweise besonders für Polen ein Verständnis für seine heutigen Beziehungen mit Deutschland. Es wird eine Zeitreise, die über Verhaltensweisen sowie gegenseitige Vorurteile aufklärt und das Interesse für Land und Leute Polens steigern soll.

Dozentin: Kathrin Dorothea Paszek, M.A.
Zeit: 8 Termine, jeweils mittwochs vom 3. Juni - 22. Juli 2020 , von 16.15-17.45 Uhr

Unterrichtsform: Online-Kurs

 

LSF- Nr.: 123006
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 012: Was ist Kultur?

Früher war alles einfacher: Kultur – das waren Goethe und Schiller, Beethoven und Bach, Kunst und Architektur. Man hatte Kultur – war kultiviert, also gebildet und weltgewandt. Und es gab Kulturen: die deutsche, die französische, die italienische – womit man in der Regel ebenfalls Literatur, Musik und Kunst meinte. Diese übersichtlichen Zeiten sind lange vorbei.

Heutzutage gehört zur Kultur (fast) alles, was der Mensch schafft oder wie er lebt. Die Künste zählen weiterhin dazu, aber auch die populäre Kultur, Mentalitäten und Lebensweisen. Jede Gesellschaft setzt sich aus einer Vielfalt von Kulturen zusammen.

Ziel des Kurses ist es, einen groben Überblick über all das zu geben, was Kultur sein kann und womit sich die Kulturwissenschaften heutzutage beschäftigen.



Dozent: Kerst Walstra M. A. (kerst.walstra@freenet.de)

Zeit: Montags, ab 17 Uhr
Online via MS Teams
Beginn: 8. Juni 2020

 

LSF- Nr.: 122861
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 013: Geschichte des deutschen Parteiensystems

(Moodle-Kurs mit Selbstlernelementen und Forum zum Austausch)

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In den letzten 25 Jahren zeigen sich deutliche Veränderungen im deutschen Parteiensystem. Neue Parteien haben sich gegründet, einigen ist der Einzug in Kommunal- und Landesparlamente (u. a. den „Freien Wählern“ in Bayern) gelungen, mit der „AfD“ scheint sich ferner eine neue Partei im Parteiensystem zu etablieren. Der Kurs möchte sich der neuen Unübersichtlichkeit in der Parteienlandschaft zuwenden und die unterschiedlichen Typologien der Parteien näher beleuchten. Leitfragen der Arbeit sind: Was macht eine Volkspartei aus? Gibt es „Alt“-Parteien oder sind Parteien ständig im Wandel? Was unterscheidet eine „Klientel-“ von einer „Mitmach-Partei“? Ziel ist es ferner, die zentrale Rolle der politischen Parteien im politischen und gesellschaftlichen Gefüge der Bundesrepublik Deutschland ansatzweise zu erfassen und in ihre Bedeutung, ihre Aufgaben, ihre Organisation und die Funktionsweisen des Parteienwettbewerbs einzuführen. Wesentlich dafür ist die Analyse der aktuellen Situation der deutschen Parteienlandschaft angesichts
komplexer Herausforderungen im nationalen wie internationalen Bereich.

Dozent: Dr. Torsten Mergen
Zeit: Start am Dienstag, 19.05., freie Zeitwahl für die Arbeit im Kurs
Arbeitsaufwand: ca. 2 Zeitstunden pro Woche für Lektüre und Medienbearbeitung sowie Bearbeitung der Arbeitsaufträge
 

LSF- Nr.: 122865
Semesterwochenstunden: 2

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BK 014: Interkulturelle Kommunikation

Zum Umgang mit kulturellen Unterschieden

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Im Zuge einer fortschreitenden Europäisierung und einer zunehmenden Dynamik der Internationalisierungsprozesse in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, aber auch in den Bereichen Kultur und Medien gewinnt die Erforschung interkultureller Kommunikation zunehmend an Bedeutung. Nicht zuletzt auf Grund von so unterschiedlichen Phänomenen wie den zunehmenden Verflechtungsprozessen im Rahmen der EU, globaler Migrationsbewegungen, Auslandsentsendungen von Unternehmen, Massentourismus und Digitalisierung rückt die Auseinandersetzung mit Phänomenen und Prozessen interkultureller Kommunikation seit einigen Jahrzehnten auch in den Fokus der Wissenschaft.
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über aktuelle Gegenstandsbereiche der interkulturellen Kommunikationsforschung und thematisiert neben methodischen Fragestellungen auch zentrale Begriffe, Anwendungsgebiete und theoretische Modelle wie z.B. Kultur, interkulturelle Kompetenz und Kulturkontakt, aber auch Fremdwahrnehmungsprozesse und Fremdverstehen, Kulturtransfer und interkulturelles Management.

Dozent: Dr. Thomas Schmidtgall
Zeit: jeweils freitags ab dem 17.04.2020 von 10:00 - 12.00 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude n.b.

LSF- Nr.: 123606
Semesterwochenstunden: 2

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BK 015: Malerei in Flandern

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die fünfteilige Reihe betrachtet in einem Überblick die Höhepunkte der flämischen Malerei vom späten Mittelalter bis ins 19./20 Jahrhundert. Die Gliederung nach geographischen Gesichtspunkten soll zu einem Besuch der originalen Kunststätten anregen.
Gent und Brügge gehören zu den wichtigen Zentren der altniederländischen Malerei:
Die Gebrüder van Eyck oder Hans Memling sind herausragende Beispiele. Die Brüsseler Werkstätten von Rogier van der Weyden oder Barent van Orley profitieren von der politischen Verbindung zum Königreich Burgund. Umgekehrt fliehen Ende des 16. Jahrhunderts eine Reihe Antwerpener Künstler aus ihrer Heimat und beeinflussen z.B. die Landschaftsmalerei des frühen Barock in Italien. Im 17. Jahrhundert sind die Werke von Antwerpener Künstlern wie Peter Paul Rubens in ganz Europa gefragt. Im 19. und 20. Jahrhundert wird zunehmend Brüssel das künstlerische Zentrum.

Dozent: Wolfgang Birk
Zeit: 5 Termine, jeweils dienstags, 28.04.20, 12.05.20, 26.05.20, 09.06.2020 und 23.06.20 von 15:30 - 17:00 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude B3 1, SR 2.17

Update 20.03.20:
Voraussichtlicher Kursbeginn am 12.05.2020.

 

Beim ersten Termin (28.04.20) wird mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit einer Exkursion und ggf. ein Datum besprochen.

LSF- Nr.: 122864
Semesterwochenstunden: 2

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BK 016: Rätsel Kunst? Architektur – die Mutter aller Künste?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Leonardo da Vinci trug zeitlebens sein Meisterwerk „Mona Lisa“ in seinem Gepäck mit sich herum und Michelangelo plante seine David-Skulptur für den freien Raum. Wo bleibt da die Architektur als „Mutter aller Künste“ mit ihrem umschließenden und einschließenden Charakter, wie in der Einführung zum vergangenen Semester formuliert worden war und bis zum Ende des Mittelalters auch zutraf? Gehen jetzt die sogenannten primären Medien wie Malerei und Skulptur bzw. Plastik ohne die enge Bindung an die „Mutter“ thematisch und evtl. stilistisch ihre eigenen Wege?
Um diesen Fragen nachzugehen, müssen die Entwicklung der Architektur in der Neuzeit – gemeint sind hier zunächst Renaissance und Barock – und parallel dazu die Bildkünste in ihrem weiteren Werdegang betrachtet werden. Gleichzeitig darf der damit einhergehende tiefgreifende gesellschaftliche und weltanschauliche Wandel nicht außeracht gelassen werden. Ein spannender Fragenkomplex!

Dozent: Michael Wack
Zeit: 8 Termine, jeweils montags vom 20. April 2020 bis 15. Juni 2020 von 18:00 - 19:30 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15

Update 20.03.2020:
Voraussichtlicher Kursbeginn am 07.05.2020.

 

LSF- Nr.: 122893
Semesterwochenstunden: 2

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BK 017: Die Deutschen und ihre Kolonien

„Wir wollen niemanden in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne.“

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Von den 1880er Jahren bis 1919 besaß das Deutsche Reich das gemessen an der Fläche drittgrößte, gemessen an der Bevölkerungszahl viertgrößte Kolonialreich. Während Otto von Bismarck kolonialen Bestrebungen lange Zeit skeptisch gegenüberstand, trieben vor allem private Vereine und Gesellschaften die Kolonialpropaganda in Deutschland voran und versuchten, die öffentliche Stimmung in ihrem Interesse zu beeinflussen. Als Argumente wurden vor allem wirtschaftliche Interessen wie die Gewinnung neuer Ressourcen und Entstehung neuer Absatzmärkte, die Umlenkung der starken deutschen Auswanderungsbewegung von den Vereinigten Staaten in ein koloniales Neu-Deutschland, die Schaffung einer neuen „nationalen Aufgabe“, die von sozialen Spannungen und Konflikten ablenken sollte sowie die Idee einer zivilisatorischen Mission Deutschlands angeführt. Ab 1884 wurden „deutsche Schutzgebiete“ in Südwestafrika (heute Namibia), Togo, Kamerun, Ostafrika (heute Tansania, Burundi und Ruanda), in Neuguinea und der Südsee sowie im chinesischen Kiautschou erworben. Bis auf Deutsch-Südwestafrika, das als Siedlerkolonie gedacht war und wo rund 12.000 deutsche Siedler lebten, handelte es sich dabei vornehmlich um Handelskolonien mit einer nur geringen deutschen Präsenz. Profite machten dabei allerdings nur private Unternehmen und Handelsgesellschaften; wie Bismarck schon 1868 prophezeit hatte, überstiegen „die Kosten, welche die Gründung, Unterstützung und namentlich die Behauptung der Kolonien veranlaßt [...] den Nutzen, den das Mutterland daraus zieht“. Im heutigen Bewusstsein sind wohl vor allem die Kolonialkriege – der Aufstand der Herero und
Nama 1904 in Deutsch-Südwestafrika und der Maji-Maji-Aufstand 1905/1906 in Deutsch-Ostafrika – negativ präsent geblieben, die allerdings in der Folge zu einer „Verwissenschaftlichung“ der deutschen Kolonialpolitik und einer besseren Behandlung der einheimischen Bevölkerung führten. Nach dem Verlust der Kolonien 1919 im Versailler Vertrag war die Stimmung in Deutschland jedoch eine andere: Man bemühte sich im Sinne eines Revisionismus, die Verdienste der deutschen Kolonialherrschaft im besten Licht darzustellen und für eine Rückgabe der Kolonien zu werben. In den 1960er Jahren rückten die Kolonien im Kontext der weltweiten Entkolonialisierung und Unabhängigkeitsbestrebungen erneut ins Interesse der Forschung, dieses Mal jedoch unter einem explizit antiimperialistischen Blickwinkel und mit vor allem sozialhistorischen Fragestellungen. Die wachsende Globalisierung seit den 1990er Jahren lenkte den Blick erneut auf die Kolonialgeschichte, weil man sich auf die Suche nach der Vorgeschichte der weltweiten Vernetzungen machte. Im Mittelpunkt des Interesses stehen seither vor allem kulturgeschichtliche Themen; es geht etwa um Fragen des Erinnerns, der Identität und der Nachwirkungen kolonialer Vergangenheit. In dem Kurs sollen unterschiedliche Aspekte der deutschen Kolonialgeschichte und ihrer Erforschung, die hier nur angedeutet werden können, behandelt und diskutiert werden.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine, jeweils mittwochs ab dem 20. Mai 2020, von 12.15‒13.45 Uhr
Ort: Online-Kurs mit Microsoft Teams

LSF-Nr.: 123712
Semesterwochenstunden: 2

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BK 018: Auf nach Westen

Orientalische Funde und Einflüsse in den Kulturen des Mittelmeerraumes

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Der Ursprung europäischer Kunst und Kultur liegt in der Antike Griechenlands und Roms – diese lange Zeit gültige Auffassung gilt heute zurecht als nicht mehr korrekt. Denn die griechische Zivilisation hatte Vorläufer, unter anderem in den Kulturen des Alten Orients. Doch wie erlangten die Menschen des Mittelmeerraumes Kenntnis von diesen? Orientalische Objekte gelangten als luxuriöse Importstücke oder Weihgaben an viele Orte Griechenlands, Italiens und noch weiter. In den frühen Jahrhunderten des ersten Jahrtausends v. Chr. bildet sich unter diesem Einfluß der sogenannte „orientalisierende“ Stil in der griechischen Kunst heraus. Vergleichbares läßt sich auch für die Kultur der Etrusker in Italien feststellen.
Der Brückenkurs wird, von Osten nach Westen gehend, Fundorte und Fundstücke von Orientalia vorstellen und ihren möglichen Einflüssen auf die annehmenden Kulturen nachgehen.

Unterrichtsform:
Aufgrund der aktuellen Situation wird der Kurs als Online-Format angeboten. Ein Fortsetzungskurs für das kommende Semester ist geplant, in dem der Schwerpunkt auf Orientalia in etruskischen und iberischen Fundorten liegen wird.

 


Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine, donnerstags, 18.00 – 20.00 Uhr, ab 07. 05. 2020

LSF- Nr.: 122875
Semesterwochenstunden: 2

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BK 019: Die älteste indoeuropäische Sprache

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Eine „Rückkehr des Lateinunterrichtes“, das heißt die wieder wachsende Beliebtheit des Faches Latein, wird in unserer Zeit immer wieder, oft mit Überraschung, festgestellt. Latein ist aber keinesfalls die älteste indoeuropäische Sprache, die wir kennen und verstehen können. Bereits ein Jahrtausend zuvor wurde mit dem in Keilschrift geschriebenen Hethitischen in Anatolien eine weitere Sprache aus dieser Sprachgruppe verschriftet; auch ihre Texte sind für moderne Leser zugänglich. Sie sind interessant, sowohl als Originalquellen für die Erschließung der Geschichte und Kultur der Hethiter, als auch für eine Auseinandersetzung mit den Ursprüngen der noch heute in Europa lebenden Sprachen. Der Kurs wird die Grundzüge der hethitischen Sprache vorstellen und sich der Lektüre von Originaltexten widmen, das Kursniveau wird sich dabei nach dem Kenntnisstand der Teilnehmenden richten. Da die Texte in moderner Umschrift vorliegen, wird die größte Hürde auf dem Weg zur hethitischen Sprache, das mühsame Erlernen der zahlreichen Keilschriftzeichen, weitgehend vermieden.

Achtung:Aus aktuellem Anlaß ergeben sich einige Änderungen. Der Kurs wird als Online-Kurs angeboten; Unterrichtsmaterialien werden elektronisch übermittelt. Vor allem ergibt sich eine Terminänderung aufgrund des verspäteten Veranstaltungsbeginns. Der Kurs findet - statt auf dem gewohnten Donnerstagstermin - am Mittwoch statt und beginnt bereits früher als ursprünglich geplant.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: ab 24.06.2020, 8 Termine, jeweils mittwochs, 18.00 – 20.00 Uhr,

LSF- Nr.: 122878
Semesterwochenstunden: 2

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BK 020: Kulturelle Grundlagen eines „Europäischen Gedächtnisses“

Die Epoche der Aufklärung

Bei der Frage nach einer kulturellen Grundlage Europas, also nach gemeinsamen und übergreifenden Traditionen und Werten, wird nicht selten auf die paneuropäische Epoche der Aufklärung als eine der kulturell prägendsten Umbrüche der Geistes- und Ideengeschichte verwiesen. So werden im Verlauf des 18. Jahrhundert bisherige ‚Gewissheiten‘ wie die Allgemeingültigkeitsansprüche von Religion und Adel infrage gestellt, und der vielbeschworene „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Immanuel Kant) zum neuen Idealbild des Denkens. Das Streben nach politischer Freiheit (durch demokratische Strukturen und Gewaltenteilung), nach gesellschaftlicher Freiheit (durch allgemeine Menschen- und Bürgerrechte) oder nach wissenschaftlicher Freiheit (durch universelle Forschung und Bildung) begründete radikale Paradigmenwechsel in den gesellschaftlichen, politischen, kulturellen, ökonomischen und religiösen Systemen. Dieses Denken beeinflusste einerseits Schriftsteller(innen) und Künstler(innen), wurde aber gleichzeitig wiederum in Gedichten, Romanen oder Werken der Bildenden Kunst gespiegelt und – durch gesellschaftliche Entwicklungen und technologische Fortschritte (etwa steigende Alphabetisierung, Einrichtung von Leihbibliotheken und Lesezirkeln, günstigere Druckverfahren etc.) – verbreitet.

Dozent: Jun.Prof Dr. phil. Jonas Nesselhauf
Zeit: Das Seminar findet ab Juni 2020 als Online-Veranstaltung über die Plattform "Moodle" mit zeitunabhängig abrufbaren Videos und weiterführendem Material statt.

LSF- Nr.: 123689
Semesterwochenstunden: 2

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BK 021: Alkibiades - Staatsmann und Feldherr...

...im Zeitalter der attischen Demokratie und des Peloponnesischen Krieges

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Anerkannter Politiker, begnadeter Redner und tatkräftiger Feldherr – das sind nach wie vor die gängigen, von antiken Autoren wie Thukydides und Xenophon vorformulierten modernen Urteile über Alkibiades (451–404 v.Chr.), einen der charismatischsten, aber auch umstrittensten Politiker des klassischen Athens. Opportunist, Demagoge und „Macchiavelli“ der Antike – das sind demgegenüber bereits Wertungen der antiken Alkibiades feindlichen Literatur, die nach und nach auch wieder in die kritische Geschichtswissenschaft Einzug halten. Alkibiades wurde bisher fast auschließlich in der Forschung in einschlägigen Fachzeitschriften
unter unterschiedlichen Fragestellungen behandelt, was etwas verwundern mag, da er die Politik seit dem Jahr 420 bis zum Ende des Peloponnesischen Krieges entscheidend mitbestimmte. Er stammte aus den aristokratischen Familien der Alkmaioniden und Eupatriden und fungierte während der zweiten Hälfte des Peloponnesischen Kriegs als strategischer Berater, militärischer Befehlshaber und Politiker. Bei verschiedenen Gelegenheiten wechselte Alkibiades die Seiten und war stets bemüht, Athen und Sparta gegeneinander auszuspielen. So sprach er sich um 420 v. Chr. in Athen für eine aggressive Außenpolitik aus und war ein bedeutender Befürworter der Sizilischen Expedition. Nachdem seine politischen Feinde ihn des Hermenfrevels beschuldigt hatten, floh er jedoch nach Sparta. Dort diente der Alkmaionide als strategischer Berater, der einige größere Feldzüge gegen Athen vorschlug oder leitete. Jedoch machte er sich in Sparta bald ebenfalls mächtige Feinde und war gezwungen, zum Feind nach Persien überzulaufen. Dort war er als Berater des Satrapen Tissaphernes tätig, bis seine politischen Verbündeten unter den Athenern seine Rückkehr ermöglichten. Alkibiades diente danach für einige Jahre als athenischer General, bis seine Feinde ihn schließlich zum zweiten Mal erfolgreich verbannen konnten.
Der Brückenkurs ergänzt die Vorlesung (in der die Funktionsweise der attischen Demokratie ein Schwerpunkt darstellt) und möchte Alkibiades’ Leben und seine Politik im Kontext des demokratischen Athen und des Peloponnesischen Krieges nachzeichnen, um zu verstehen, wie und warum ein solcher Prototyp des Machtpolitikers im Athen des letzten Drittel des 5. Jahrhunderts v.Chr. auf- und absteigen konnte.

Literatur:
F. Taeger, Alkibiades, Gotha 1925; J. Hatzfeld, Alcibiade. Étude sur l’histoire d’Athènes à la fin du Ve siècle, Paris 1940; W. M. Ellis, Alcibiades, London 1989; D. Gribble, Alcibiades and Athens. A Study in Literary Presentation. Oxford 1999; H. Heftner, Der oligarchische Umsturz des Jahres 411 v. Chr. und die Herrschaft der Vierhundert in Athen, Frankfurt/Main 2001; D. Kagan, The Peloponnesian War, New York/Ithaca 2003; P. J. Rhodes, Alcibiades. Playboy, general and traitor, Barnsley 2011;H. Heftner, Alkibiades. Staatsmann und Feldherr, Darmstadt 2011; H. Tarrant / M. Johnson (Hrsg.), Alcibiades and the Socratic lover-educator, Bristol 2011; S. Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit, München 2016; W. Will, Athen oder Sparta. Die Geschichte des Peloponnesischen Krieges, München 2019.

Dozent: Dr. Timo Klär

Bemerkungen zum digitalen Ablauf des Brückenkurses Alkibiades—Staatsmann und Feldherr im Zeitalter der attischen Demokratie und des Peloponnesischen Krieges

Unterrichtsmethode:
Aufgrund der Notwendigkeit, die Lehrveranstaltungen im Sommersemester in digitaler Form durchzuführen, erfolgt eine thematische Fokussierung, die auch durch eine Verkürzung der Vorlesungszeit bedingt ist. Der Brückenkurs wird deshalb in Form eines digitalen Angebots durchgeführt; jeden Montag wird eine kommentierte Power-Point-Präsentation im pdf-Format (evtl. auch kleinere Audio-Mitschnitte) sowie vertiefende Literatur zur Thematik online gestellt. Jeden Donnerstagnachmittag um 16 Uhr (Mittwoch-Nachmittag um 16 Uhr vor Feiertagen) wird es Gelegenheit zur Diskussion über die aktuelle Präsentation und Literatur geben, etwa in Form eines Gruppen-Whats-App-Chats. Nähere Informationen hierzu und zum Download der Materialien folgen in den nächsten Tagen.

Kursstart: Montag, 18. Mai, erste Diskussion 20. Mai.

 

LSF- Nr.: 123587
Semesterwochenstunden: 2

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BK 022: „Wir schaffen das!“ - Integrationsfragen in Europa

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Als Ausgangspunkt und Diskussionsgrundlage für unsere gemeinsamen Sitzungen dienen stets kurze Zeitungsartikel, in denen Fragestellungen zum Thema „Integration“ behandelt werden. An den Länderbeispielen Deutschland, Frankreich und Luxemburg konzentrieren wir uns aus kulturwissenschaftlicher Perspektive auf die Auseinandersetzung und den Umgang europäischer Gesellschaften mit den „Anderen“. Dabei gehen wir gemeinsam, interaktiv und dialogorientiert, insbesondere auf folgende zentrale Fragestellungen und Themen ein:

  • „Was ist Integration und wenn ja, wie viele?“ Begriffsklärung und Grenzen eines Modewortes
  • Sprache und „Integration“: Von „Flüchtlingswellen“ und „Asyltourismus“
  • Wessen Menschenrechte? Europäischer Anspruch/ europäische Realität
  • Gibt es ein „Wir“ und gibt es „die Anderen“? Konstruktionen des Selbst und des „Anderen“
  • Ein „rechtes Problem“? Diskurse zur vermeintlichen Unvereinbarkeit des „Wir“ mit „den Anderen“ aus der Mitte der Gesellschaft
  • „Wir schaffen das?“ Integrationskonzepte in Deutschland, Frankreich und Luxemburg

Alternative Fragestellungen können jederzeit eingebracht und vorgeschlagen werden. Das Dossier wird Ihnen nach Ihrer Einschreibung und online zur Verfügung gestellt. Dieses bildet die Materialgrundlage der Sitzungen.

Dozentin: Aurore Reck
Zeit: 6 Termine, jeweils donnerstags vom 04. Juni 2020 bis 09. Juli 2020 von 17:00 - 18:30 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15

LSF- Nr.: 122894
Semesterwochenstunden: 2

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BK 023: Berühmte und interessante Rechtsfälle und Prozesse...

...in der Antike. Wie würden Sie entscheiden?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In diesem Brückenkurs widmen wir uns großen Prozessen und Rechtsfällen der heidnischen Antike. Wir beginnen mit einer Auswahl von Fällen aus dem klassischen Athen, darunter natürlich der Hermenfrevel aus dem Jahr 415 v. Chr. und der Sokrates-Prozess, der wohl bekannteste Skandal der griechischen Rechtsgeschichte. Dieser wird auf neuestem Forschungsstand noch einmal unter die Lupe genommen. Das griechische Gerichtswesen genoss keinen guten Ruf. Zu viele Prozesse wurden angestrebt, zu viele Urteile wurden nach dem Dafürhalten der Zeitgenossen von den Laienrichtern eher aus dem Grund gefällt, dass eine Partei sich als rhetorisch geschickter erwies. Andere beklagten sich, dass die Gerichte stark politisiert waren. Und tatsächlich sind diese Prozesse ohne den zeitgenössischen historischen, politischen, kulturellen und religiösen Kontext nicht zu verstehen. Eine ähnlich große Prozessfreudigkeit wie das klassische Athen findet sich in der späten römischen Republik. Auch hier werden einige berühmte und interessante Fälle ausgewählt und ein Einblick in das Prozesswesen der späten Republik gewährt. Die letzten Beispiele führen in die Zeit des Prinzipats, hier geht es um Majestätsbeleidigung, Zauberei, Magie und Verschwörungen gegen den Princeps.

Dozentin: Karen Aydin
Zeit: Der Kurs wurde verschoben, das neue Startdatum steht noch nicht fest; bitte schauen Sie hier nach für aktuelle Informationen!
Ort: Videokonferenz

LSF-Nr.: 122970
Semesterwochenstunden: 2

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BK 024: Nachgehakt: Die islamische Welt im Fokus

Länder der islamischen Welt

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Seit dem 11. September sind die Islamische Welt, der Islam und seine radikalen Ausprägungen in Gestalt von Islamismus und islamistischem Terror verstärkt ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt. Allerdings handelte es sich damals noch eher um eine Frage der „großen Politik“. Die Flüchtlingswelle im Gefolge des Arabischen Aufstands und insbesondere des Syrienkriegs hat jedoch dazu geführt, dass die Thematik nicht mehr von rein akademischem Interesse und „weit weg“ ist, sondern direkt in Deutschland angekommen. Fast jeder wird in seinem unmittelbaren Umfeld beruflich oder privat mit Zuwanderern aus dem islamischen Raum konfrontiert. Unkenntnis der fremden Kultur und Religion erzeugt Unsicherheit, die entweder zu Angst vor dem Fremden oder auch zu falscher Rücksichtnahme führen kann; beides aber steht einer Integration der Zuwanderer eher im Wege und ist zudem dem gesamtgesellschaftlichen Klima abträglich. Orientalisten, Religionswissenschaftler und Historiker können hier Abhilfe schaffen, indem sie solide Kenntnisse über die islamische Welt, ihre Geschichte, Religion, Kultur(en) und Sprachen vermitteln. So können die Geisteswissenschaften einen wichtigen Beitrag in der aktuellen politischen Diskussion leisten.
In der Diskussion mit den Referent/innen der vergangenen Semester wurde immer wieder betont, dass Islam nicht gleich Islam sei; und hier ist nicht nur an die grundlegende Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten zu denken, an die vier Rechtsschulen oder an einzelne fortschrittlichere oder konservativere Splittergruppen. Auch die Kultur der Länder und Regionen übt einen Einfluss darauf aus, wie eine Religion gelebt und durch welche Traditionen sie beeinflusst wird. Im Sommersemester sollen daher neben den unterschiedlichen Richtungen des Islam verschiedene Länder und Regionen der islamischen Welt im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.

Der Kurs findet als Online-Kurs über DFNconf statt. Alle online angemeldeten Teilnehmer/innen erhalten vorab eine Mail mit den notwendigen Informationen zum Einloggen.

Termine:

  • 07.05.2020      Dr. Hans-Ulrich Kühn: Islamische Konfessionen, Teil 1
  • 14.05.2020      Dr. Hans-Ulrich Kühn: Islamische Konfessionen, Teil 2
  • 28.05.2020      Dr. Hans-Ulrich Kühn: Islamische Länder: Jordanien
  • 04.06.2020      Dr. Hans-Ulrich Kühn: Islamische Länder: Oman
  • 18.06.2020      Elias Harth: Myanmar und die Rohingya
  • 25.06.2020      Elias Harth: Muslime in Usbekistan – ein Reisebericht
  • 02.07.2020      Markus Schreiner (Ramesch): Türkei: Innenansichten, Teil 1: Grundlagen
  • 09.07.2020      Susan Zare: Iran
  • 16.07.2020      Markus Schreiner (Ramesch): Türkei: Innenansichten, Teil 2: Exkurse zu gesellschaftsrelevanten Themen


Dozentin/Moderation: Dr. Sabine Penth
Referent/innen: siehe aktuelle Aushänge und Ankündigung auf der Homepage des ZelL
Zeit: 9 Termine, jeweils donnerstags ab dem 07. Mai 2020 von 18.15–19.45 Uhr
Ort: Online-Kurs mit Microsoft Teams

LSF-Nr.: 123688
Semesterwochenstunden: 2

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BK 025: Spiel im Spiel

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wenn in der Handlung eines Theaterstücks selbst ein Stück aufgeführt wird, spricht man vom „Spiel im Spiel“ oder von „Theater auf dem Theater“. Häufig wird in diesen Binnenstücken die eigentliche Handlung reflektiert – man denke an Hamlet – oder ein Kommentar zu den Konventionen des Theaters abgegeben. Dieses literarische Verfahren hat eine lange Tradition. Entsprechend werden wir Stücke aus vier literarischen Epochen betrachten. Folgende Texte werden in der angegebenen Reihenfolge besprochen:

  • William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum (ich (K. Walstra) empfehle die zweisprachige dtv-Ausgabe in der Übersetzung von Frank Günther)
  • Ludwig Tieck: Der gestiefelte Kater (Reclam)
  • Luigi Pirandello: Sechs Personen suchen einen Autor (Reclam)
  • Peter Handke: Publikumsbeschimpfung (Edition Suhrkamp)

Dozent: Kerst Walstra M. A. (kerst.walstra@freenet.de)
8 Sitzungen online als Online-Kurs über MS Teams
Beginn: 21.05.2020, 16h - 18h

Sie erhalten 1 Tag vor Kursbeginn per Mail den Zugangslink. Bitte melden Sie sich über das Online-Anmeldeformular mit einer gültigen Mailadresse von Ihnen an.

 

LSF- Nr.: 122862
Semesterwochenstunden: 2

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ZUSÄTZLICH! Online-Seminar: Europäische Baukunst seit der Spätantike: Gotik

Der Online-Kurs versucht, Grundlagen der Architektur an interessierte Gasthörer zu vermitteln. Neben einem kurzen kunsthistorischen Überblick wird das Faszinosum der gotischen Kathedrale im Fokus stehen, die der Brand von Notre Dame de Paris vor einem Jahr wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt hat.

 

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 10 Termine, dienstags, vom 23. Juni bis 25. August von 10:15-11:00 Uhr
Online-Seminar mit MS-Teams
 

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Neu: ZUSÄTZLICH! Online-Seminar: Länder der islamischen Welt, Teil 2: Die Golfstaaten

Die Golfstaaten – Kriege und Krisen im Nahen und Mittleren Osten

In einem historischen Rückblick betrachten wir die Entstehung der heutigen Golfanrainerstaaten Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Oman mit ihren ethnischen und konfessionellen Besonderheiten. Dabei richten wir den Fokus auf die Entwicklungen vornehmlich des 20. Jahrhunderts sowie das Agieren dieser Regionalmächte in den aktuellen Krisen.

Dozentin/Moderatorin: Dr. Sabine Penth
Referent: Dr. Hans-Ulrich Kühn
Zeit: 4 Termine, donnerstags, vom 23. Juli bis 13. August, 17.45–19.15 Uhr
Online-Kurs in DFNconf
Semesterwochenstunden: 1

 

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Neu: ZUSÄTZLICH! Online-Seminar: Länder der islamischen Welt, Teil 3: Syrien

Teil I: Syrien – Ein altes Kulturland wird zerstört
Die kriegerische Auseinandersetzung zeigt neben menschlichem Leid noch eine ganz andere Dimension: Die Zerstörung von Kulturwerten ersten Ranges. Wir wollen in einem historischen Streifzug durch die Jahrhunderte den Fokus darauf richten und einen Bogen schlagen von der Bronzezeit über die Antike und das christliche Byzanz zum frühen Islam und wandern über die Zeit der Kreuzzüge bis in die osmanische Epoche in das 20. Jh. Und wir werden gemeinsam feststellen: Syrien ist die Wiege der Kultur und seine besonderen Schätze der Menschheit sind bedroht oder bereits zerstört.

Teil II: Die Syrienkrise und der Islamische Staat (IS)
Seit bald einem Jahrzehnt tobt in Syrien ein Bürgerkrieg, der für die Menschen dramatische Folgen hat. Zahlreiche Gruppen aus dem islamistischen Spektrum, Assad-Regime sowie die Freie Syrische Armee bestimmten den Konflikt lange Zeit. Mit der Errichtung des sogenannten "Islamischen Staates" und der Proklamation eines "Kalifats" hat die Lage im Nahen Osten eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Längst ist daraus ein internationaler Konflikt erwachsen. Die internationale Gemeinschaft steht vor den größten Flüchtlingswellen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und einmalige Kulturerbestätten sind bereits zerstört. Wir blicken auf die beteiligten regionalen und internationalen Akteure sowie die aktuelle Situation, die durch eine faktische Teilung des Landes gekennzeichnet ist.

Dozent: Dr. Hans-Ulrich Kühn
Zeit: 4 Termine, donnerstags, vom 3. September bis 24. September, 18.30–20.00 Uhr
Online-Kurs in DFNconf
Semesterwochenstunden: 1

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Anmeldung wird erst zu Semesterbeginn freigeschaltet

Themenbereiche "Europa", "interkulturelle Kommunikation" und "Politikwissenschaft" im Wintersemester 20/21 (in Arbeit)

BK 008: Wie aus Indogermanen Deutsche wurden

Eine (sprach-)historische Spurensuche

Deutsch gehört zur Familie der indogermanischen Sprachen. Diese Sprachfamilie hat ihren Ursprung nach der letzten Eiszeit, wahrscheinlich in den Steppengebieten am Unterlauf der Wolga, zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Mehrere Auswanderungswellen führten ihre Sprecher im 5. und 4. vorchristlichen Jahrtausend nach Westen, die letzte davon endete unter anderem im Nord-Ostseeraum und im Baltikum. Dort wiederum entstand in einem langen Prozess eine Mischkultur und Sprache mit der dort ansässigen Bevölkerung, aus der die germanischen Stämme hervorgingen. Bei einem Teil von ihnen sind die Wurzeln für die späteren deutschen Stämme und ihre Dialekte zu suchen.
Spuren dieser jahrtausendelangen Entwicklung findet die Wissenschaft mithilfe unterschiedlichster Fachdisziplinen, etwa der Anthropologie, der Archäologie, der Geschichte und der Sprachwissenschaften. Gerade die Betrachtung der unterschiedlichen Sprachstufen erlaubt es dabei vielfach, sozusagen „Sprach-Archäologie“ zu betreiben, Einblicke in die jeweiligen Lebenswelten ihrer Benutzer zu erhalten und damit auch  archäologische Fundstücke besser zum Sprechen zu bringen. Der Brückenkurs begleitet Sie auf einer Spurensuche, die von der letzten Eiszeit bis ins Mittelalter führt.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: mittwochs, ab dem 25. November 2020, 8 Termine
von 12.15–13.45 Uhr,
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126657
Semesterwochenstunden: 2
 

BK 009: Die USA: Geschichte – Ideologie – Politisches System

Mit Donald J. Trumps Präsidentschaft ziehen die Vereinigten Staaten mehr denn je die Aufmerksamkeit der Welt auf sich.

Wieso konnte Donald Trump Präsident werden, obwohl Hillary Clinton die Wahlen 2016 „gewonnen” hatte? Wie entwickelt sich der Wahlkampf in den Zeiten von Corona? Was hat es mit dem Repräsentantenhaus und dem Senat auf sich? Welche Funktion hat das „Electoral College”? Warum die verbissene Diskussion um den Waffenbesitz? Was ist zu dem wieder aufkeimenden Rassismus zu sagen? Welche Rolle spielt die ”Alt-Right”-Bewegung? Wie hat sich die Sklaverei auf die Entwicklung der frühen Union ausgewirkt? Welche Auswirkungen hat sie auf die heutige Gesellschaft?
Wie wird sich der Ausgang der Wahlen am 3. November 2020 auf die Welt auswirken?

Diese und noch viel mehr Fragen zu Geschichte, Verfassung, Entwicklung, Träumen der USA werden in dieser Veranstaltung beantwortet.

Anhand einer überblicksmäßigen Betrachtung der Geschichte der USA – Verfassungsgebung, Sklaverei, Westwärtsbewegung, Herausbildung einer Ideologie, Einwanderung, melting pot vs salad bowl, Missionsdenken, Selbstzweifel etc. – wird die Vermittlung eines Gesamtbildes der USA angestrebt.
Eine gemeinsame Diskussion der Lektüre von einigen grundlegenden amerikanischen Texten (in deutscher Sprache) wird erwartet.
Die TN können über e-mail Fragen zu den Ausführungen stellen oder auch jeweils im Anschluss an die Vorlesung.

Kapitel 1: Das politische System und die Wahlen
Kapitel 2: Der Weg zur Unabhängigkeit und Verfassung
Kapitel 3: Die Westwärtsbewegung
Kapitel 4: Die Sklaverei
Kapitel 5: Die Bürgerrechtsbewegung
Kapitel 6: Einwanderung – die Rolle der Hispanics
Kapitel 7: Sprache und Identität
Kapitel 8: Kulturelle Unterschiede

Dozent: Dr. Bruno von Lutz
Zeit: dienstags, ab dem 03. November 2020, 8 Termine
von 16.15-17.45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126659
Semesterwochenstunden: 2

BK 010: Hegels politische Theorie...

...und Staatsphilosophie und deren Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte

2020 jährt sich zum 250. Mal der Geburtstag eines der bedeutendsten Philosophen Deutschlands und Europas, Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1771 -1831). Aus diesem Grund findet bereits im Literatur-Museum Marbach eine Hegel- Ausstellung statt. Und schon ist eine neue Hegel-Biographie erschienen von dem in Jena lehrenden Philosophie-Professor Klaus Vieweg. Die Kernthese dieser Biographie lautet, Hegel sei ein „radikaler Demokrat“ und „Kosmopolit“ gewesen.
Anders liest es sich bei Ernst Cassirer. Dieser bedeutende Philosoph erklärt in seinem kurz vor seinem Tod erschienenen Werk „Vom Mythus des Staates“, Hegel sei von seinem Temperament und seinem Denken her kein Radikaler gewesen. Legendär ist allerdings Hegels Verhältnis zur Französischen Revolution, wie es schon in älteren Hegel- Monographien von Kuno Fischer bis Joachim Ritter dargestellt worden ist. Ebenso allgemein bekannt ist sein Ausspruch, als nach der Schlacht von Jena und Auerstädt Napoleon durch die Straßen ritt, er habe „den Weltgeist“ gesehen.
Wie seine Freunde aus dem Tübinger Stift, Schelling und Hölderlin, war Hegel der klassischen Philosophie Europas verpflichtet. Seine auf Heraklit zurückgehende Denkmethode der Dialektik (These, Antithese, Synthese) wurde besonders in den marxistischen Schulen der ehemaligen DDR nachgeplappert, ohne den metaphysischen Hintergrund dieses „Dreischritts“ zu erklären. Marx und Engels wollten ja den großen Meister Hegel wieder „vom Kopf auf die Füße stellen“, ohne zu bedenken, dass Hegel in der Französischen Revolution hymnisch feierte, dass der Mensch sich zum ersten Mal in der Geschichte auf den Kopf, sprich: „auf den Gedanken gestellt“ habe.
Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass ich mich in meiner Vorlesung vor allem auf die Arbeiten folgender Hegel-Interpreten stütze:
1. mein Doktorvater Karl Löwith, der nach der Rückkehr aus der Emigration 1952 auf den Lehrstuhl für Philosophie in Heidelberg berufen wurde.
2. das Werk des großen Philosophen Ernst Cassirer, der leider am Ende des Krieges 1945 verstarb, bevor er aus der Emigration in seine Heimat zurückkehren konnte.
P.S.: Wie üblich werden vor der Vorlesung aktuelle politische Probleme zur Diskussion gestellt.

Dozent: Prof. Dr. Konrad Schön
Zeit: montags, ab dem 02. November 2020
von 12.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude B3 .1, HS I (0.14)
LSF: 126660
Semesterwochenstunden: 2
Maximale Teilnehmerzahl: 22 Personen

BK 011: Und was war nochmal mit…?

Globale Probleme, die wir schon fast wieder vergessen haben.

Die Welt wächst immer enger zusammen und wird durch Globalisierung und Internet zu einem kleinen Ort. Hierdurch werden wir tagtäglich mit Problemen konfrontiert, die weit entfernt scheinen und über die wir häufig zu wenig wissen, um sie analysieren und einordnen zu können. Dabei haben viele dieser Ereignisse langfristig große Auswirkungen auf unser Leben in Deutschland und Europa. Die Veranstaltung soll aktuelle Fragen und Probleme weltweit analysieren und eine Annäherung ermöglichen an die weite Welt der internationalen Politik. Was macht das Verhältnis zu Russland oder China gerade so schwierig? Wie geht es weiter mit dem iranischen Atomabkommen? Eskaliert der Handelskonflikt zwischen den USA und China? Was zeigt die Corona-Krise über globale Zusammenarbeit? Und wie steht es gerade um globale Migration, wenn wir in Deutschland nicht davon betroffen sind? Anhand verschiedener Fragestellungen sollen Kooperation und Konfrontation zwischen Staaten weltweit analysiert und die Rolle von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen beleuchtet werden. Die Veranstaltung ist für weitere inhaltliche Vorschläge durch die TeilnehmerInnen offen.

Dozent: Christian Kiefer
Zeit: dienstags, ab dem 03. November 2020, 8 Termine
von 19:00-20:30 Uhr
Ort: Die Veranstaltung findet mittels Videokonferenz statt.
Die Teilnehmenden erhalten einige Tage vor Kursbeginn die technischen Details.
LSF- Nr.: 126824
Semesterwochenstunden: 2

 

BK 012: Unbekannte Nachbarn – Eine Einführung über deutsch-polnische Beziehungen

Im kommenden Jahr wird das 30-jährige Jubiläum für die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages gefeiert. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands war dieser am 17. Juni 1991  geschlossene Vertrag ein Zeichen für Versöhnung und gleichberechtigte Partnerschaft. Aber abgesehen von den heutigen Medien, die über Polen zunehmend von wirren politischen Maßnahmen der PiS-Regierung und Gegendemonstrationen in mehreren polnischen Städten berichten, scheint der östliche Nachbar, insbesondere für das westlich gelegene Saarland, eher unscheinbar. Dabei sind die Spuren polnischer Geschichte weit näher gelegen als man meint – wussten Sie, dass im saarländischen Gräfinthal die Grabstätte einer polnischen Prinzessin liegt? Die Spuren deuten bereits auf eine interessante Geschichte hin, wie sie kein Krimi besser erfassen könnte, denn sie ist geprägt von Verfolgung, Unterdrückung und dem Kampf um Freiheit und Anerkennung.
Ein Rückblick in die Vergangenheit ermöglicht häufig und möglicherweise besonders für Polen ein Verständnis für seine heutigen Beziehungen mit Deutschland. Es wird eine Zeitreise, die über Verhaltensweisen sowie
gegenseitige Vorurteile aufklärt und das Interesse für Land und Leute Polens steigern soll.

Dozentin: Kathrin Dorothea Paszek, M.A.
Zeit: am Samstag, 24.Oktober, Freitag, 30.Oktober und Samstag 31.Oktober 2020
von 10-12 Uhr und 14-16 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15
LSF- Nr.: 126662
Maximale Teilnehmerzahl: 9 Personen

Wichtige Informationen zu Präsenzveranstaltungen

BK 013: Richard Wagners Idee des Gesamtkunstwerks

Richard Wagner ist natürlich als Opernkomponist bekannt, seine Werke werden an allen Opernhäusern der Welt gespielt. Weniger geläufig ist, dass Wagner auch ein vielseitiger Autor war, der vor allem seine ästhetischen Vorstellungen in einer Vielzahl von Schriften niedergelegt hat. Eine zentrale Idee ist dabei das Gesamtkunstwerk, in der er die Trennung der Künste – orientiert an der antiken Tragödie – wieder zusammenführen will. Revolutionäres Gedankengut und geschichtsphilosophische Überlegungen fließen mit in dieses Konzept ein. Die praktische Umsetzung erfolgt dann in seinen Musikdramen, ganz besonders in Der Ring des Nibelungen. Neben der Besprechung wichtiger Schriften werden wir darauf, v. a. auf Die Walküre, Bezug nehmen und mit Musikbeispielen und (wenn die Technik mitspielt) auch Ausschnitten aus Inszenierungen ergänzen.
Da das Saarländische Staatstheater Wagners Rheingold in die Spielzeit 2021/22 verschieben muss, wird der damit verbundene Brückenkurs entsprechend zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Dozent: Kerst Walstra M. A. (kerst.walstra@freenet.de)
Zeit: donnerstags, ab dem 07. Januar 2021, 8 Termine
von 16:00-17:30 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126663
Semesterwochenstunden: 2
 

BK 014: Einführung in das Parteiensystem

In den letzten 25 Jahren zeigen sich deutliche Veränderungen im deutschen Parteiensystem. Neue Parteien haben sich gegründet, einigen ist der Einzug in Kommunal- und Landesparlamente (u. a. den „Freien Wählern” in Bayern) gelungen, mit der „AfD” scheint sich ferner eine neue Partei im Parteiensystem zu etablieren. Der Kurs möchte sich der neuen Unübersichtlichkeit in der Parteienlandschaft zuwenden und die unterschiedlichen Typologien der Parteien näher beleuchten. Leitfragen der Arbeit sind: Was macht eine Volkspartei aus? Gibt es „Alt”-Parteien oder sind Parteien ständig im Wandel? Was unterscheidet eine „Klientel-” von einer „Mitmach-Partei”?
Ziel ist es ferner, die zentrale Rolle der politischen Parteien im politischen und gesellschaftlichen Gefüge der Bundesrepublik Deutschland ansatzweise zu erfassen und in ihre Bedeutung, ihre Aufgaben, ihre Organisation und die Funktionsweisen des Parteienwettbewerbs einzuführen. Wesentlich dafür ist die Analyse der aktuellen Situation der deutschen Parteienlandschaft angesichts komplexer Herausforderungen im nationalen wie internationalen Bereich.

Dozent: Dr. Torsten Mergen
Zeit: montags, ab dem 04.01.2021, 6 Termine
von 14:00-16:15 Uhr
Ort: Moodle Plattform der Universität des Saarlandes und MS Teams
LSF- Nr.: 126664
Semesterwochenstunden: 2

BK 015: Frankreich – Politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Dimensionen

Als direktes Nachbarland von Deutschland spielt Frankreich, das an das Saarland grenzt und seit dem Zweiten Weltkrieg nicht nur der wichtigste Handelspartner Deutschlands, sondern auch die zweitgrößte Wirtschaftsmacht in der EU ist, auch in politischer Sicht eine wichtige Rolle. Zudem waren und sind die kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern diesseits und jenseits des Rheins für den jeweiligen Partner von zentraler Bedeutung. Auf europäischer Ebene wird weiter häufig der „deutsch-französische Motor” als Triebfeder der europäischen Einigung beschworen, was sich auch in der Existenz zahlreicher deutsch-französischer Institutionen und Organisationen, von denen einige in Saarbrücken angesiedelt sind (Deutsch-Französische Hochschule, Deutsch-Französischer Kulturrat…), niederschlägt.
In der Veranstaltung beschäftigen wir uns neben landeskundlichen Aspekten wie Politik, Wirtschaft, Gesellschaft auch mit kulturellen Besonderheiten Frankreichs, die im Vergleich zu Deutschland näher beleuchtet werden und so im Zuge einer umfassenden Betrachtung zu einem besseren Verständnis des Nachbarlandes führen sollen.

Dozent: Dr. Thomas Schmidtgall
Zeit: dienstags, ab dem 12.01.2021, 6 Termine
von 10:00 - 12.00 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126665
Semesterwochenstunden: 2

BK 016: Malerei in Holland

In den 8 Sitzungen werden folgende Themen besprochen:
• Holländische Renaissancemaler
• Rembrandt
• Vermeer
• Barock in Holland: Landschaftsmalerei
• Barock in Holland: Portrait und Figurenbilder
• Barock in Holland: Stillleben
• Das 19. Jahrhundert (Haager Schule, van Gogh)
• Das 20. Jahrhundert (de Stijl, Mondrian)

Beim ersten Termin wird mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit einer Exkursion und ggf. ein Datum besprochen.

Dozent: Wolfgang Birk
Zeit: dienstags, ab dem 10. November 2020, 24.11.20, 08.12.20, 05.01.2021 ,
19.01.21, 02.02.21, 23.02.21 und 09.03.21
von 15:30 - 17:00 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 12666
Semesterwochenstunden: 2

BK 017: Rätsel Kunst? Architektur – die Mutter aller Künste?

Das Sommersemester 2020 stand im Zeichen der Corona-Krise. Die Bezie-hung zwischen Architektur und Bildkünsten in der Renaissance und im Barock wurde durch Präsentationen via Internet vermittelt. Diese enthielten neben umfangreichem Bildmaterial auch die wichtigsten schriftlichen Erläu-terungen. Naturgemäß litt diese Darbietungsform unter der fehlenden Inter-aktion und konnte somit auf spontane Fragestellungen nicht eingehen. Eben-so war ein lebendiger Diskurs ausgeschlossen. Deshalb lassen wir in der ersten Hälfte der Sitzungsfolgen das Sommersemester noch einmal revue-passieren und erfüllen das Ganze mit Leben. Eventuellen Neueinsteigern kann das gesamte Material zügig bereitgestellt werden.
Die zweite Hälfte wendet sich dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts und vor allem der Entwicklung im 19. Jahrhundert zu. Hier entsteht eine völlig neue Situation: Die Malerei der Romantik, des Realismus und Impressio-nismus hat kein Pendant in der Architektur! Freischaffende Künstler sind keine Auftragsempfänger mehr und entfalten unabhängig ihre Bildideen. Spätestens jetzt kehren sich die Verhältnisse um: Bildkünste entstehen nicht mehr in Bezug auf Architektur, sondern Architektur muss entstehen, um Bildende Kunst zu präsentieren. Was im Barock andeutungsweise schon in Schlössern in Form von Galerien zur Erbauung des Adels eingerichtet war, wird nun – zumindest theoretisch – Allgemeingut: Öffentliche, also frei zugängliche Galerien und Museen werden ausschließlich zur Präsentation von Bildschöpfungen errichtet und dadurch auch zum Schauplatz gesell-schaftlicher Turbulenzen – das Elitepublikum ist nicht mehr unter sich!
Erfüllt damit Architektur noch ihre Mutterrolle? Eine neue Antwort auf diese Frage gibt der Jugendstil an der Wende zum 20. Jahrhundert.

Dozent: Michael Wack
Zeit: montags, ab dem 30. November 2020 bis 25. Januar 2021, 8 Termine
von 18:00 - 19:30 Uhr
Ort: Online über DFNconf; Sie erhalten einen Link, über den Sie zur Veranstaltung gelangen
LSF- Nr.: 126667
Semesterwochenstunden: 2

BK 018: Die Welt in Karten. Einführung in die Kartographie

Karten sind einerseits interessante Quellen für das Wissen der Menschen über ihre unmittelbare Umwelt, über Erde und Kosmos. Andererseits sind sie stark geprägt durch die Weltinterpretation dieser Menschen bzw. des jeweiligen Kartographen, etwa indem im Mittelalter heilsgeschichtliche Deutungen in die Darstellung Eingang fanden. Karten sind somit ein Spiegel des jeweiligen Weltbilds und gleichzeitig ein Instrument, mit dem das Weltbild ihrer Nutzer maßgeblich geformt werden konnte. Wir können demnach aus ihnen nicht nur praktische Informationen etwa über Besitzverhältnisse, Grenzverläufe etc. oder beispielsweise über die Entwicklung der Seefahrt gewinnen. Historische Karten erlauben uns darüber hinaus weit tiefere Einblicke in Denken und Vorstellungswelt der antiken, mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Menschen. In dem Kurs soll ein Querschnitt durch die Kartographie gegeben werden, der von Sternkarten und Himmelsgloben über Welt- und Europakarten, Regionalkarten und Portulane (Seekarten) bis hin zu kleinräumigen Darstellungen reicht, die etwa den Besitz eines Klosters oder von Dörfern dokumentieren.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: donnerstags, ab dem 05. November 2020, 8 Termine
von 14:15–15:45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126694
Semesterwochenstunden: 2

BK 019: Europäische Baukunst: Renaissance

In diesem Kurs werden Grundlagen der Architektur vermittelt: Neben einer kurzen Einführung in allgemeine baukünstlerische Aspekte geht es diesmal um die „Wiedergeburt der Antike”. Exemplarisch werden dazu wichtige italienische Bauten des 15. und 16. Jahrhunderts vorgestellt und analysiert: Kirchen, Paläste und städtebauliche Anlagen. Im Fokus stehen vor allem Florenz und Rom, die französische Baukunst der Renaissance bildet dazu einen Exkurs.

Dozentin: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: montags, ab dem 02. November 2020, 10 Termine
von 10:15 - 11:00 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126668
Semesterwochenstunden: 1

BK 020: Der fernste Westen – Orientalische Funde und Einflüsse in den antiken Kulturen Italiens und Spaniens

Der Ursprung europäischer Kunst und Kultur liegt in der Antike Griechenlands und Roms – diese lange Zeit gültige Auffassung gilt heute zurecht als nicht mehr korrekt. Denn die griechische Zivilisation hatte Vorläufer, unter anderem in den Kulturen des Alten Orients. Doch wie erlangten die Menschen des Mittelmeerraumes Kenntnis von diesen? Orientalische Objekte gelangten als luxuriöse Importstücke oder Weihgaben an viele Orte Griechenlands, Italiens und noch weiter. In den frühen Jahrhunderten des ersten Jahrtausends v. Chr. bildet sich unter diesem Einfluß der sogenannte „orientalisierende“ Stil in der griechischen Kunst heraus. Vergleichbares läßt sich auch für die Kultur der Etrusker in Italien feststellen. Der Brückenkurs wird, von Osten nach Westen gehend, Fundorte und Fundstücke von Orientalia vorstellen und ihren möglichen Einflüssen auf die annehmenden Kulturen nachgehen.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: donnerstags, ab dem 05. November 2020, 8 Termine
von 18:15 - 19:45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126669
Semesterwochenstunden: 2

BK 021: Die älteste indoeuropäische Sprache

Eine „Rückkehr des Lateinunterrichtes“, das heißt die wieder wachsende Beliebtheit des Faches Latein, wird in unserer Zeit immer wieder, oft mit Überraschung, festgestellt. Latein ist aber keinesfalls die älteste indoeuropäische Sprache, die wir kennen und verstehen können. Bereits ein Jahrtausend zuvor wurde mit dem in Keilschrift geschriebenen Hethitischen in Anatolien eine weitere Sprache aus dieser Sprachgruppe verschriftet; auch ihre Texte sind für moderne Leser zugänglich. Sie sind interessant, sowohl als Originalquellen für die Erschließung der Geschichte und Kultur der Hethiter, als auch für eine Auseinandersetzung mit den Ursprüngen der noch heute in Europa lebenden Sprachen. Der Kurs wird die Grundzüge der hethitischen Sprache vorstellen und sich der Lektüre von Originaltexten widmen, das Kursniveau wird sich dabei nach dem Kenntnisstand der Teilnehmenden richten. Da die Texte in moderner Umschrift vorliegen, wird die größte Hürde auf dem Weg zur hethitischen Sprache, das mühsame Erlernen der zahlreichen Keilschriftzeichen, weitgehend vermieden.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: donnerstags, ab dem 14. Januar 2021, 8 Termine
von 18:15 - 19:45 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude B3 1, SR 2.30
LSF- Nr.: 126670
Semesterwochenstunden: 2
Maximale Teilnehmerzahl: 11 Personen

Wichtige Informationen bei Präsenzveranstaltungen

BK 022: Kulturelle Grundlagen eines „Europäischen Gedächtnisses“

Die Epoche der Aufklärung

Bei der Frage nach einer kulturellen Grundlage Europas, also nach gemeinsamen und übergreifenden Traditionen und Werten, wird nicht selten auf die paneuropäische Epoche der Aufklärung als eine der kulturell prägendsten Umbrüche der Geistes- und Ideengeschichte verwiesen. So werden im Verlauf des 18. Jahrhundert bisherige ‚Gewissheiten‘ wie die Allgemeingültigkeitsansprüche von Religion und Adel infrage gestellt, und der  vielbeschworene „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Immanuel Kant) zum neuen Idealbild des Denkens. Das Streben nach politischer Freiheit (durch demokratische Strukturen und Gewaltenteilung), nach gesellschaftlicher Freiheit (durch allgemeine Menschen- und Bürgerrechte) oder nach wissenschaftlicher Freiheit (durch universelle Forschung und Bildung) begründete radikale Paradigmenwechsel in den gesellschaftlichen, politischen, kulturellen, ökonomischen und religiösen Systemen. Dieses Denken beeinflusste einerseits Schriftsteller(innen) und Künstler(innen), wurde aber gleichzeitig wiederum in Gedichten, Romanen oder Werken der Bildenden Kunst gespiegelt und – durch gesellschaftliche Entwicklungen und technologische Fortschritte (etwa steigende Alphabetisierung, Einrichtung von Leihbibliotheken und Lesezirkeln, günstigere Druckverfahren etc.) – verbreitet.

Dozent: Jun.Prof Dr. phil. Jonas Nesselhauf
Ort: Online Zugang über Moodle
LSF- Nr.: 126737
Semesterwochenstunden: 2

BK 023: Alexandria, die „christusliebende Stadt“?

Geschichte einer spätantiken Metropole von der Erhebung Diocletians bis zur islamischen Eroberung (284 – 641 n. Chr.)

Mit der Bezeichnung Alexandrias und seiner Bewohner als „christusliebend” benutzt der heidnische Grammatiker und Dichter Palladas (4./5. Jh. n. Chr.) eine seit dem 3. Jh. n. Chr. gebräuchliche Wendung. Ganz im Gegenteil zu Verwendungen in Martyriumsberichten verwendet es Palladas jedoch ironisch und verspottet damit die christliche Gemeinde, die einerseits in einer zutiefst heidnisch geprägten antiken Großstadt mit großer jüdischer Gemeinde lebt und andererseits bei allen bedeutenden dogmatischen Streitigkeiten der Spätantike eine absolute Schlüsselrolle einnahm. Doch nicht nur untereinander tragen die Christen Konflikte aus und greifen zur Verwirklichung ihrer Ziele zu Gewalt. Auch gegen die Anhänger anderer Glaubensrichtungen gehen sie brutal vor. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutsamkeit der Stadt als Exporthafen der ‚Kornkammer‘ Ägypten hatten alle diese Konflikte eine für das gesamte Römische Reich entscheidende realpolitische Rolle, denn nur mit den ägyptischen Getreidelieferungen konnten die neue Hauptstadt Konstantinopel und die Armee an der Grenze zum Perserreich versorgt werden.
Der Brückenkurs beschäftigt sich somit nicht nur mit Gestalt, Wirtschaft und Gesellschaft der spätantiken Metropole Alexandria, sondern auch mit der Bedeutung der in ihr stattfindenden Vorgänge für das Gesamtreich und inwiefern diese als beispielhaft für das spätantike Römische Reich gelten können.

Einführende Literatur
Clauss, M., Alexandria. Schicksale einer antiken Weltstadt, Stuttgart 2013

Dozent: Lukas Mathieu
Zeit: dienstags, ab dem 17. November 2020, 8 Termine
von 18:00 - 19:30 Uhr
Ort: Die Veranstaltung findet digital statt. Die Abschlusssitzung soll für eine
gemeinsame Diskussion genutzt werden und in Präsenz stattfinden, sofern
dies bei der aktuellen Situation möglich ist.
LSF- Nr.: 127051
Semesterwochenstunden: 2

BK 024: Der nahe Osten vom 18.-20. Jahrhundert

Rund 400 Jahre beherrschten die Türken weite Teile Europas und Asiens. Mit dem Zerfall des Osmanischen Reiches begannen die europäischen Großmächte im 19. Jh. mit einer beispiellosen Einflussnahme auf die Geschicke des Nahen Ostens. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen dauern bis heute an und verursachten wiederum zahlreiche heutige Konflikte in der gesamten Region. Wo liegen die Ursprünge des Nahostkonfliktes und warum stehen sich Griechen und Türken einander oft feindselig gegenüber? Warum ist die griechische Nationalfahne weiß-blau? In einem historischen Bogen vom 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts können wir diese Grundlinien nachzeichnen und setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte:
Teil I (3 Sitzungen): Das Ende des Osmanischen Reiches und die Entstehung der modernen arabischen Staatenwelt im 20. Jahrhundert
Die komplexen Entwicklungen und politischen Wirkungen auf und im Nahen Osten stehen im Vordergrund dieser Betrachtung.
Teil II (1 Sitzung): Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für den Nahen Osten
Der Erste Weltkrieg führte im Nahen Osten zu einer Neuaufteilung der Region in politische Einflusszonen der imperialen Großmächte. Die Friedenskonferenzen nach Beendigung der Kampfhandlungen zementierten diesen Einfluss. Im Fokus stehen die Entwicklungen der Jahre 1914–1924.
Teil III (2 Sitzungen):
Im Ringen der Großmächte um ihren Einfluss im Nahen Osten sowie der späteren Aufteilung der Region wirkten auch zwei bekannte Persönlichkeiten: Gertrud Bell und T. E. Lawrence. Eine genauere Betrachtung beider Biographien wirft nochmals ein besonderes Licht auf die bereits behandelte Dekade.
Teil IV (2 Sitzungen):
Die Mandatszeit von Frankreich und Großbritannien endet nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Unabhängigkeit neu entstehender Nationalstaaten: Die Entstehung von Syrien, Libanon, Irak, Jordanien, Ägypten und Israel bildet dabei den Schwerpunkt dieses abschließenden Teils.

Dozent: Dr. Hans-Ulrich Kühn
Zeit: montags, ab dem 30.November 2020, 8 Termine
von 18.15-19.45 Uhr
Ort: Online in DFNconf,; Sie erhalten einen Link, über den Sie zur Veranstaltung gelangen.
LSF-Nr.: 126899
Semesterwochenstunden: 2

BK 025: Nachgehakt: Die islamische Welt im Fokus

Länder und Regionen der Islamischen Welt

Seit dem 11. September sind die Islamische Welt, der Islam und seine radikalen Ausprägungen in Gestalt von Islamismus und islamistischem Terror verstärkt ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt. Allerdings handelte es sich damals noch eher um eine Frage der „großen Politik”. Die Flüchtlingswelle im Gefolge des Arabischen Aufstands und insbesondere des Syrienkriegs hat jedoch dazu geführt, dass die Thematik nicht mehr von rein akademischem Interesse und „weit weg” ist, sondern direkt in Deutschland angekommen. Fast jeder wird in seinem unmittelbaren Umfeld beruflich oder privat mit Zuwanderern aus dem islamischen Raum konfrontiert. Unkenntnis der fremden Kultur und Religion erzeugt Unsicherheit, die entweder zu Angst vor dem Fremden oder auch zu falscher Rücksichtnahme führen kann; beides aber steht einer Integration der Zuwanderer eher im Wege und ist zudem dem gesamtgesellschaftlichen Klima abträglich. Orientalisten, Religionswissenschaftler und Historiker können hier Abhilfe schaffen, indem sie solide Kenntnisse über die islamische Welt, ihre Geschichte, Religion, Kultur(en) und Sprachen vermitteln. So können die Geisteswissenschaften einen wichtigen Beitrag in der aktuellen politischen Diskussion leisten.
Die islamische Welt ist kein monolithischer Block – ebenso wenig wie das Christentum; hier ist nicht nur an die grundlegende Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten zu denken, an die vier Rechtsschulen oder an einzelne fortschrittlichere oder konservativere Splittergruppen. Auch die Kultur der Länder und Regionen übt einen Einfluss darauf aus, wie eine Religion gelebt und durch welche Traditionen sie beeinflusst wird. Im Wintersemester sollen daher die Vortragsreihen aus dem Sommersemester fortgesetzt werden und weiterhin neben den unterschiedlichen Richtungen des Islam verschiedene Länder und Regionen der islamischen Welt im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.
Der Kurs findet online in DFNconf statt; die Zugangsdaten gehen den angemeldeten Teilnehmer/innen spätestens am Tag vor Veranstaltungsbeginn per Mail zu.

Dozentin/Moderation: Dr. Sabine Penth
Referent/innen: siehe aktuelle Aushänge und Ankündigung hier und im LSF
Zeit: donnerstags, ab dem 05. November 2020, 8 Termine
von 18.15–19.45 Uhr
Ort: Online via DFNconf; Sie erhalten einen Link, über den Sie zur Veranstaltung gelangen.
LSF-Nr.: 126695
Semesterwochenstunden: 2

BK 026: „Kulturgeschichte des Islam – und ihr Einfluss auf Europa“

Seit dem 7. Jahrhundert konnten sich im östlichen Mittelmeerraum arabische Herrschaften etablieren, die von Damaskus aus große Territorien im Vorderen Orient und in Nordafrika verwalteten. In der Zeit der Omaijaden war ein syrisch-arabisches Christentum verbreitet, das sich gegen das byzantinische Christentum abgrenzte, vor allem durch die Bestreitung der Gottessohnschaft Jesu und somit auch der Trinität. Unter der abbasidischen Herrschaft, ab 750, verselbständigten sich die arabischen Motive fortschreitend zu einer selbständigen Religion, dem Islam. Sie konnten ihre Herrschaft immer weiter ausbreiten, und im Verlauf des 8. und 9. Jahrhunderts folgte die Eroberung weiter Teile Spaniens, die im 9. Jahrhundert zunehmend auch religiöse – islamische Züge – annahmen.

Die beiden Herrschaftsgebiete, das christliche Europa und der muslimische Orient standen sich konfliktreich gegenüber und wollten ihre jeweiligen Gebiete auch militärisch ausweiten (Arabische Eroberungen und das Osmanische Reich) bzw. die verlorenen zurückgewinnen (Kreuzzüge, Reconquista). Trotzdem kam es zu zahlreichen Kontakten kulturelle Art, von denen vor allem Europa profitierte.

Vom 9. bis zum 11. Jahrhundert entwickelte sich in der islamischen Welt eine beeindruckende Kultur, der Europa zunächst nichts Vergleichbares entgegen setzen konnte. Dies hat vor allem seinen Grund darin, dass im Osten eine umfassende Rezeption der griechischen Kultur stattfand (Mutaziliten). Griechische Schriften zur Philosophie, zur Medizin, zur Astronomie, auch zu technischen Problemen, wurden übersetzt, meist zunächst in das Syrische, bald auch mehr und mehr in die neue Herrschaftssprache, das Arabische. Diese Übersetzungsleistungen gehen nur selten auf arabische, meist auf syrische Wissenschaftler zurück. Immerhin aber wurden diese Vorgaben aufgegriffen und weiterentwickelt – auch dies nur selten von Arabern. Weil aber alle Publikationen im islamischen Raum erfolgten, werden alle hervorragenden Autoren als Muslime bezeichnet, was sie oft nur formal waren. Ihre Schriften wurden – meist in Spanien – von Christen ins Lateinische übersetzt und so im europäischen Raum verbreitet. Noch bis in die Neuzeit hinein orientierte sich die arabische Medizin z.B. an Schriften von Avicenna (arab.: Ibn Sina), auch Publikationen aus den anderen Bereichen (Mathematik) wurden aufgegriffen.

Die vielleicht wichtigste Vermittlung aus dem Islam nach Europa waren die Werke des Aristoteles, die an den europäischen Universitäten aufgegriffen wurden und zu einer neuen wissenschaftlichen Blüte führten. Nicht selten wird dieser kulturell Austausch als ein einseitiger Prozess angesehen: das unterentwickelte Europa lernte von der überlegenen islamischen Kultur.

Dabei hatte auch Europa wichtige Phänomene entwickelt, die es so im Islam nicht gab, eine Landwirtschaft, die von Lehnsherren betrieben wurde, die inmitten ihrer Güter wohnten. In der islamischen Welt residierten die Grundbesitzer in Städten, die Landwirtschaft wurde von rechtlosen Fellachen betrieben. Oder: im Mittelalter entwickelte sich in Europa eine Stadtkultur, in der die jeweiligen Städter zunehmend die Verwaltung in die eigenen Hände nahmen: es bildete sich ein Bürgertum aus, das sich so in den islamischen Städten nicht findet. Aus den Ordensschulen waren Universitäten – mit viel Autonomie – entstanden. Diese europäischen Leistungen wurden vom Islam nicht übernommen, ebenso wenig wie die wissenschaftlichen Werke europäischer Herkunft. Der Islam schottete sich zunehmend ab.

Hinzu kam eine Entwicklung in der islamischen Welt, die die eigene Blütezeit beendete: Der Islam wurde mehr und mehr zu einem Rechtssytem (fiqh), in dem die Richter die entscheidende Rolle spielten. Diese aber lehnten alle Entwicklungen ab, die sich nicht aus dem Koran und der Sunna herleiten ließen oder mit ihm übereinstimmten. So kam es zu Verfolgungen kritischer Philosophen (Averroes, arab.: Ibn Ruschd), die medizinische Praxis fand keine Fortsetzung, und auch alle anderen Wissenschaften wurden negativ gesehen. Diese Orientierung am Koran findet eine beeindruckende Formulierung durch den Gelehrten al-Ghazzali, gest. 1111, der in seinen Werken alle kulturellen Phänomene, von der Philosophie bis zur Mystik, einem engen Korsett unterwarf. Besonders die islamische Sufik, die im 9. Jahrhundert zu einer ersten Blüte gelangt war (Rabi’a von Basra, al-Bistami, al-Halladsch), wurde durch die Konsolidierungsversuche al-Ghazzalis (Ordensmystik, Lehrbücher) zurück geworfen. Vom 12. Jahrhundert an entwickelte sich aber im persischen Raum ein reizvoller Kontrast durch die poetischen Werke der Mystiker Sana’i, Attar und Rumi. Sie gelten besonders in der schiitischen Welt bis heute als außergewöhnliche Zeugnisse islamischer Spiritualität.

Seit dem 12. Jahrhundert kennt der Islam keine dynamischen Entwicklungen mehr, mit einer kleinen Zeitversetzung im spanischen Islam (maurische Kultur). Dagegen wurden in Europa die aus dem Islam bekannt gewordenen Motive leidenschaftlich an den Universitäten diskutiert, z.B. der sog. Averroismus (Averroes, gest. 1198), der die Ewigkeit der Materie, im Unterschied zur Schöpfungsvorstellung, vertrat. Seit dem 12. Jahrhundert gibt es eine zunehmende Überlegenheit Europas, die sich dann in der Kolonialzeit auch politisch-militärisch auswirkte.

Im Brückenkurs sollen die Höhepunkte der islamischen Kulturgeschichte in einem chronologischen Durchgang gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. Ergänzend zu den wöchentlichen Treffen auf MS-Teams erhalten die Teilnehmer/Innen diverses Material (Skripte, Präsentationen u.a.), so dass die „Sitzungen” selbst entlastet sind und Gespräche entstehen können.

Dozentin: PD Dr. Ulrike Stölting
Zeit: freitags, ab dem 13. November 2020, 8 Termine
von 18:15-19:45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF-Nr.: 126825
Semesterwochenstunden: 2

BK 027: Aktuelle Entwicklungen in der europäischen Union

In Fortsetzung unseres Kurses der letzten Semester werden jüngste Entwicklungen und Geschehnisse in der EU angesprochen, eingeordnet und diskutiert. Spannende Themen sollten uns nicht ausgehen: Nicht nur der Brexit wird in diesem Semester „endgültig” abgeschlossen. Auch die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der EU zu anderen Weltregionen, insbesondere China, Russland, den USA oder Südamerika, stehen auf der Agenda weit oben. Zudem ist die Nachbarschaft (nicht nur) mit dem Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland so unruhig wie nie. Fast könnte man vergessen, dass im Inneren auch Debatten um der Union zur Verfügung stehende Finanzmittel, die richtige Antwort auf EU-Werte verletzende Mitgliedstaaten oder den „Green Deal” stattfinden. Wer weiß, welche Überraschungen der Zeitraum November bis Februar darüber hinaus für uns bereithält. Inhaltliche Anregungen von den TeilnehmerInnen sind willkommen.
Der Kurs richtet sich an alle an „Europa” Interessierte. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet per Skype statt. Die sechs bis sieben Termine (etwa zwei Zeitstunden) werden in Absprache mit den TeilnehmerInnen festgelegt.

Nachdem Sie sich online über unsere Homepage für den Kurs angemeldet haben, kontaktieren Sie bitte den Dozenten per Mail. Dieser teilt Ihnen dann die Termine mit.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Dozent: Sebastian Zeitzmann (s.zeitzmann@gmail.com)
Zeit: die Termine werden mit dem Dozenten abgesprochen
Ort: Online via Skype
LSF- Nr.: 127199
Semesterwochenstunden: 2



 

BK 028: Grundlagen der Europäischen Union und der europäischen Integration

Die europäische Integration mit der Europäischen Union in ihrem Zentrum ist ein spannendes und faszinierendes Thema, das unseren Alltag in hohem Maß beeinflusst und folgerichtig jeden Tag aufs Neue prominent in den Medien präsent ist. Die Thematik ist aber ebenso kompliziert wie sie interessant ist. Was ist eigentlich der Europäische Rat, in dem Angela Merkel eine prominente Rolle spielt? Ist die Europäische Kommission mit Ursula von der Leyen an der Spitze eine EU-Regierung? Wozu bedarf es eines „Mehrjährigen Finanzrahmens“? Wer und wie erlässt in „Brüssel“ eigentlich Rechtsakte, und wo steht man in dem ganzen Konstrukt eigentlich als BürgerIn? Diese und andere Fragen begleiten uns von November bis Februar. Auf aktuelle Entwicklungen wird, wo es thematisch passt, am Rande eingegangen. Inhaltliche Anregungen von den TeilnehmerInnen sind willkommen.
Der Kurs richtet sich als Einstiegsveranstaltung an alle an „Europa“ Interessierte ohne Vorkenntnisse. Die Veranstaltung findet per Skype statt. Die sechs bis sieben Termine (etwa zwei Zeitstunden) werden in Absprache mit den TeilnehmerInnen festgelegt.

Nachdem Sie sich online über unsere Homepage für den Kurs angemeldet haben, kontaktieren Sie bitte den Dozenten per Mail. Dieser teilt Ihnen dann die Termine mit.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Dozent: Sebastian Zeitzmann (s.zeitzmann@gmail.com)
Zeit: die Termine werden mit dem Dozenten abgesprochen
Ort: Online via Skype
LSF- Nr.: 127200
Semesterwochenstunden: 2

 

BK 029: Augustus

Gaius Octavius kämpfte als Adoptivsohn des ermordeten Gaius Iulius Caesar seit 44 v. Chr. um die Macht und errang 31 / 30 v. Chr. die  Alleinherrschaft. Mit dem Sieg in der Schlacht von Actium begann für das römische Reich eine lange Zeit inneren Friedens. Die angebliche „Wiederherstellung der Republik“, die nun verkündet wurde, diente der politischen Aussöhnung mit dem Senat, überdeckte aber nur wenig die unbeschränkte Macht des Herrschers, der seit 27 v. Chr. „Augustus“ genannt wurde. Augustus begründete seine Führungsstellung mit seinen
persönlichen Leistungen für das Gemeinwesen, dem er als „Prinzeps“ vorstand, etablierte aber zugleich eine dynastisch ausgerichtete Monarchie. Damit steht er nicht nur am Anfang der römischen Kaiserzeit, sondern auch aller späteren monarchischen Herrschaftsformen der europäischen Geschichte. Wie die Herrschaft des Augustus im Einzelnen gestaltet war und mit welchen Mitteln der „Prinzeps“ seine Herrschaft hinter der Propaganda einer „wiederhergestellten Republik“ versteckte und zugleich wirkungsvoll ausübte, soll im Brückenkurs im Vordergrund stehen.

Hinweise zur Durchführung des Kurses Die Veranstaltung wird digital durchgeführt. Jede Woche wird es eine neue Power- Point-Präsentation im Audio-Format geben, zu der gerne Fragen an den Dozenten per Mail gerichtet werden können. Die Fragen werden dann in der jeweils folgenden
Woche per Audio beantwortet. Nähere Informationen zum genauen Ablauf werden noch bekannt gegeben.

Einführende Literatur:
J. Bleicken, Augustus - Eine Biographie, Berlin 31999 (TB 2010); K. Bringmann, Augustus, Darmstadt 2007; K. Bringmann / T. Schäfer, Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums, Berlin 2002; W. Dahlheim, Augustus. Aufrührer, Herrscher, Heiland. Eine Biographie, München 2010; K. M. Girardet, Rom auf dem Weg von der Republik zum Prinzipat, Bonn 2007; M. Horster / F. Schuller (Hrsg.), Augustus. Herrscher an der Zeitenwende,
Regensburg 2014; D. Kienast, Augustus - Prinzeps und Monarch, Darmstadt 52014; H. Schlange-Schöningen, Augustus, Darmstadt 22012; R. Syme, Die römische Revolution. Machtkämpfe im antiken Rom, Stuttgart 2003.

Dozent: Dr. Timo Klär
Zeit: mittwochs, ab dem 04. November 2020, 8 Termine
Ort: Online via Moodle
LSF-Nr.: 127201
Semesterwochenstunden: 2

BK 030: Geschichte und Kultur der Renaissance in Italien

Seit der Schweizer Historiker Jacob Burckhardt 1860 mit seinem immer noch als Standardwerk geltenden Buch „Die Cultur der Renaissance in Italien“ die Renaissance nicht nur als kunstgeschichtliche, sondern auch als kulturhistorische Epoche ins Bewusstsein der breiteren Öffentlichkeit rückte, ist die Faszination für dieses Zeitalter des Aufbruchs und der Neuorientierung, für den von Burckhardt kühn skizzierten „modernen Menschen“, für die Entdeckung des Individuums und sein neues Selbstbewusstsein, für die so lebendig, prunkvoll und farbenprächtig erscheinende Zeit und ihre Protagonisten ungebrochen. Aber gab es diesen Umbruch und Aufbruch am Ende des Mittelalters wirklich so, wie er seit dem 19. Jahrhundert im allgemeinen Bewusstsein verankert ist? Mächtige italienische Familien wie die Borgia und die Medici schlagen in Fernsehserien und Romanen mit „sex and crime“ Millionen in ihren Bann. Die hier geschaffenen populären Mythen prägen unser Bild von der Renaissance mindestens ebenso stark wie die lange von der historischen Forschung tradierte Meistererzählung über diese Zeit am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.

Das mit modernen wissenschaftlichen Methoden erschlossene Bild der Renaissance ist zwar anders, vielschichtiger und spannungsreicher, aber nicht minder spannend und interessant. In dem Brückenkurs sollen die politische, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und mentalitätsgeschichtliche Entwicklung der italienischen Staatenwelt vom ausgehenden Mittelalter bis zum 16. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen. Neben Kontinuitäten und schrittweisen und nicht immer gradlinigen Entwicklungen lassen sich dabei auch bahnbrechende und zukunftsweisende Neuerungen aufzeigen. Dazu gehört nicht zuletzt die zunehmende Instrumentalisierung von Kunst, Kultur und Wissenschaft zu Propagandazwecken, durch die ein großzügiges Mäzenatentum entstand, das die heute noch bewunderte Renaissancekunst und -kultur erst ermöglichte.

Dozent: Dr. Sabine Penth
Zeit: donnerstag, ab dem 14.01.2021, 8 Termine
von 14:15–15:45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126658
Semesterwochenstunden: 2

Themenbereiche "Bildung" und "Gesundheit" im Sommersemester 2020

BK 026: On the sunny side of the street

Eine Einführung in die Positive Psychologie

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wohlbefinden, Eudämonie, Glück, Charakterstärken…Was große Philosophen schon längst beschäftigte und später erste wissenschaftliche Aufmerksamkeit in der Humanistischen Psychologie erlangte, hat sich in den letzten zwanzig Jahren unter der Bezeichnung „Positive Psychologie“ zu einem eigenen wissenschaftlichen Zweig der Psychologie entwickelt. Innerhalb des Kurses werden die zentralen Theorien und Modelle der Positiven Psychologie vorgestellt, die allesamt um die Fragen kreisen:

  • Was macht das Leben lebenswert?
  • Was verhilft Menschen zur Entfaltung ihrer Stärken?

Es sei bereits vorweg genommen, dass die Abwesenheit von Krankheit noch lange nicht mit subjektivem und psychologischem Wohlbefinden einhergehen muss.
Ergänzend zu den theoretischen Hintergründen, werden noch einzelne Interventionsmaßnahmen vorgestellt und kleine Übungen durchgeführt.

Dozentin: Angelina Müller, M.A.
Zeit: jeweils dienstags ab dem 12. Mai 2020 von 10.15 -11.15 Uhr
Der Kurs wird live per Konferenzdienst DFNconf durchgeführt.

LSF- Nr.: 122903
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 027: Positive Psychologie: Positive Beziehungen I und II

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Im ersten Teil des Podcast zum Thema „Positive Beziehungen“ beschäftigen wir uns mit gesundheits- und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen über soziale Unterstützung und Emotionen: Wie wirkt sich soziale Unterstützung auf die Gesundheit aus und welche Rolle spielen dabei Hormone, etwa das Oxytocin (auch bekannt als Bindungshormon)? Und warum sind bestimmte Affekte, wie Lachen und Weinen, ansteckend und wie regulieren sie Beziehungen?

Im zweiten Teil wenden wir uns tiefenpsychologischen Erkenntnissen über die (unbewusste) Kommunikation in Zweierbeziehungen zu: Wie halten wir einen konstruktiven Dialog und wie hilft uns paradoxerweise die Erkenntnis, dass Aussagen wie: „Immer musst du…“ und „Nie machst du…“, den anderen schnell auf die Palme bringen? Und was sind die Chancen und Herausforderungen, wenn es in Paarbeziehungen eine besonders gute Passung gibt?

Dozent: Dipl.-Psych. Jeremy M. Hoffmann, Psychologischer Psychotherapeut

Termine: 2 Podcasts mit vertonter Powerpoint-Präsentation ab 1.9.2020 in Moodle

LSF- Nr.: 123696
Semesterwochenstunden: 1

Kursanmneldung

BK 028: Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer begleiten

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wenn ein naher Verwandter, Familienangehöriger oder das geliebte Haustier stirbt, dann sind das Gründe, um zu trauern. Traurige Ereignisse gehören zu unserem Leben wie Spaß und Lebensfreude. Doch die Trauer ist in ihrem Wesen oft nicht so greifbar und scheint zu Beginn meist unüberwindbar. Deshalb ist es wichtig, dass alle Hinterbliebenen, insbesondere Kinder und Jugendliche, über ihren Verlust reden können und von den Menschen um sie herum ernst genommen werden, sonst fühlen sie sich mit ihrem Schmerz verzweifelt und alleine gelassen. Wenn dies geschieht, wird der Trauer- und Heilungsprozess behindert. Die Folge ist, dass Schmerz verdrängt wird und die Trauernden sich zurückziehen und sich abkapseln. Oft wird sich gegen die Trauer regelrecht gewehrt und die Gefühle von Traurigkeit werden unterdrückt, ohne dass das Leid jemals aufgelöst wird.

Dieser Online-Kurs geht im Speziellen auf die Besonderheiten der Trauer bei Kindern und Jugendlichen ein und befähigt die Teilnehmer zu einer angemessenen Trauerbegleitung.  

Dozentin: Patricia Hilbig, seit 10 Jahren selbstständige Unternehmensberaterin im Raum München, Betriebswirtin & Marketing Expertin, Business Coach & Gesundheitscoach, Innovationsmoderatorin, Trauerbegleiterin für Kinder- und Jugendliche & Krisenbegleiterin

Zeit: 08.06.2020 ab 10 Uhr, 45minütiger Vortrag mit anschließender Diskussion.
 

LSF- Nr.: 122904
Semesterwochenstunden: 1

Kursanmeldung

BK 029: Kommunikation auf Augenhöhe

Einführung in die Transaktionsanalyse

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wer kennt das nicht? Man nimmt sich vor: „Beim nächsten Mal reagiere ich bestimmt anders.“ Und was passiert? Wir geraten wieder in die gleichen ausweglosen Situationen, sei es am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Freundeskreis. Aber es gibt Abhilfe: Mit der richtigen Kommunikationsmethode kann man lernen jederzeit die passende Antwort zu finden. In dem Kommunikationskurs führt der Diplom-Psychologe Nico Janzen in die Methode „Transaktionsanalyse“ ein. Neben der Vermittlung von theoretischen Grundlagen lernen die Seminarteilnehmer*innen ihr eigenes Kommunikationsverhalten zu analysieren und zu verbessern.
Inhalte:

  • Grundlagen der Transaktionsanalyse
  • Persönlichkeitspsychologie (Erkennen von Ich-Zuständen)
  • Kommunikationspsychologie (Analyse von Transaktionen)
  • Aufdecken von Manipulationsstrategien (psychologische Spiele)
  • Entwicklungspsychologie (Wie beeinflussen frühe Entscheidungen unser Denken, Fühlen und Handeln?)
  • Gefühle und Ersatzgefühle und Symbiosen in Beziehungen (Wie können wir lernen, mit uns und anderen besser auszukommen?)

Unterrichtsmethode:
Der Kurs wird als interaktives Online-Seminar angeboten. Wenn Sie sich angemeldet haben, erhalten Sie vor Beginn des Seminars einen Link, mit dem Sie sich online zuschalten können. Sie benötigen einen Rechner mit einer Internetverbindung sowie eine Webcam. Alternativ können Sie sich auch über ein internetfähiges Smartphone oder ein Tablett einloggen. Vorab lasse ich Ihnen ein Skript und Arbeitsblätter zukommen.

Es ist das erste Mal, dass ich diesen Kurs als Online-Seminar anbiete. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich gemeinsam mit mir auf dieses „Abenteuer“ einließen.

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen

Zeit:
Beginn: 13.05.20, von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr,
neun weitere Termine, jeweils mittwochs von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr,
letzter Termin: 15.07.20

LSF- Nr.: 122905
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 030: Lebenszielanalyse und Lebenszielplanung

Psychologie des Lebenssinns

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Vielen Menschen stellen sich irgendwann die Frage nach dem Sinn des Lebens. Weil Lebensziele verloren gegangen sind, weil einem plötzlich bewusst wird, dass man sich eigentlich nie getraut hat, Lebensziele zu formulieren oder weil das Lebensziel, für das man sich auspowert, krank macht. In dem Seminar werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Psychologie des Lebenssinns greifbar und für die Praxis nutzbar vermittelt. Auf der Grundlage empirischer Forschungsergebnisse erfahren die Teilnehmenden, welche Dimensionen von Sinn es gibt und wie man sie für sich bzw. für seine Klienten entdecken kann. Es besteht die Gelegenheit zu philosophischen und reflektierenden Selbsterkundungen.

Inhalte:

  • Sinn suchen
  • Sinn definieren
  • Sinnvariationen
  • Sinnkrisen
  • Sinn und Glück
  • Sinn, Gesundheit und Krankheit
  • Arbeit und Sinn

Dozent: Nico Janzen

Unterrichtsmethoden:
Der Kurs wird als interaktives Online-Seminar angeboten. Wenn Sie sich angemeldet haben, erhalten Sie vor Beginn des Seminars einen Link, mit dem Sie sich online zuschalten können. Sie benötigen einen Rechner mit einer Internetverbindung sowie eine Webcam. Alternativ können Sie sich auch über ein internetfähiges Smartphone oder ein Tablett einloggen. Vorab lasse ich Ihnen ein Skript und Arbeitsblätter zukommen.

Es ist das erste Mal, dass ich diesen Kurs als Online-Seminar anbiete. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich gemeinsam mit mir auf dieses „Abenteuer“ einließen.

 

Termine:
Beginn: 12.05.20, von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr,
neun weitere Termine, jeweils dienstags von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr,
letzter Termin: 14.07.20

LSF- Nr.: 122906
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 032: Autobiographie

Schreiben eigener Texte und Analyse ausgewählter Lebensgeschichten

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Durch Analyse und Vergleich fremder Autobiographien werden die Kursteilnehmer*innen die jeweiligen literarischen Spielarten von autobiographischem Schreiben und die Vielfalt dieses Genres kennen lernen. Sichtbar werden die fließenden Grenzen zwischen Wahrheit und Dichtung und die Möglichkeiten von Offenbarung und Verbergen im Sinne des Authentischen. Methoden zur Rekonstruktion des eigenen Lebenslaufes und der Familiengeschichte, wie sie in der Familientherapie üblich sind, sollen helfen, eigene Themen zu entwickeln. Außerdem liefert die Kursleiterin Hilfestellungen bei der Überwindung eventueller Schreibblockaden. Die entstehenden autobiographischen Texte der Teilnehmer*innen werden analysierend besprochen, aber nicht bewertet; jeder soll seinen einzigartigen Ressourcen auf die Spur kommen und zu seiner spezifischen  Ausdrucksweise finden.
Ziel der Veranstaltung ist die Ermutigung der Kursteilnehmer*innen, einen kleinen, eigenen autobiographischen Text über einen bestimmten Lebensabschnitt so zu vollenden, dass er den eigenen literarischen, künstlerischen Ansprüchen genügt.

Durch Analyse und Vergleich fremder Autobiographien werden die Kursteil-nehmer/-innen die jeweiligen literarischen Spielarten von autobiographischem Schreiben und die Vielfalt dieses Genres kennen lernen. Sichtbar werden die fließenden Grenzen zwischen Wahrheit und Dichtung und die Möglichkeiten von Offenbarung und Verbergen im Sinne des Authentischen.

Methoden zur Rekonstruktion des eigenen Lebenslaufes und der Familiengeschichte, wie sie in der Familientherapie üblich sind, sollen helfen, eigene Themen zu entwickeln. Außerdem liefert die Kursleiterin Hilfestellungen bei der Überwindung eventueller Schreibblockaden. Die entstehenden autobiographischen Texte der Teilnehmer/innen werden analysierend besprochen, aber nicht bewertet; jeder soll seinen einzigartigen Ressourcen auf die Spur kommen und zu seiner spezifischen Ausdrucksweise finden.

Ziel der Veranstaltung ist die Ermutigung der Kursteilnehmer/innen, einen kleinen, eigenen autobiographischen Text über einen bestimmten Lebensabschnitt so zu vollenden, dass er den eigenen literarischen, künstlerischen Ansprüchen genügt.

Bei Anmeldung werden wir Ihre Email-Adresse an die Kursleiterin weiterleiten, die sich mit Ihnen in Verbindung setzt, um mit  Ihnen die Materialien und die neuen Modalitäten für diesen Kurs zu besprechen.  Das Online-Format bietet Beschränkungen, aber auch neue Möglichkeiten. Wir werden versuchen, im Verlauf des Semesters mindestens dreimal eine Videokonferenz für alle Autor*innen durchzuführen. (Natürlich - wie bei allen Angeboten, nur für diejenigen, die das möchten.) Angestrebt  und neu ist in dieser Form, dass jeweils einer Ihrer Texte individuell lektoriert werden kann.

Dozentin: Uschi Schmidt-Lenhard, M.A.
Zeit: 7 Termine, voraussichtlicher Beginn: 5. Mai, die weiteren Termine werden im Seminar bekannt gegeben.
Ort: Online

LSF- Nr.: 122920
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 033: Achtsamkeit in Zeiten von Corona

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen
Die Praxis der Achtsamkeit hat ihre Wurzeln in der Meditation, die im Buddhismus gelehrt wird. Was macht sie so interessant für uns? Herausforderungen im Beruf, Familie und Alltag stressen uns. Deshalb sollte es bewusste Augenblicke der Ruhe geben. Wer zufrieden ist, kann mehr leisten. Ein paar Minuten nichts tun, an nichts denken, entspannt Körper, Geist und Seele.
In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe lernen Sie wie man spielend die Achtsamkeit in den Alltag in Zeiten von Corona integrieren kann. So werden die Achtsamkeit in der Ernährung, die Meditation, das achtsame Selbstmanagement als auch die dauerhafte Umsetzung der Veränderung im Alltag in drei Blöcken angeboten.

1. Achtsamkeit in der Ernährung
Achtsames Essen ist keine neue Diät. Es wird nicht über Kalorien, Körpergewicht oder Speisepläne gesprochen. Das achtsame Essen beschäftigt sich vielmehr mit den unbewussten Aspekten rund um unser Essverhalten. Also wann, warum, wo und wie wir essen. Achtsames Essen macht nicht nur zufrieden, sondern auch gesund.
Neben dem Thema „Essen und Psyche“, wird die Anleitung für ein achtsames Essen gegeben. Ferner wird auf den Hype um die Superfoods im Vergleich zu regionalen Superfoods diskutiert, auf den Nährstoffbedarf in stressigen Zeiten und auf Naturheilmittel zur Stressbewältigung eingegangen.

2. Achtsamkeitsübungen, Meditation und Entspannung
Tage der Achtsamkeit in unserem Leben bedeutet, dass wir bewusster, intensiver und entspannter leben. Die Auswirkungen der Achtsamkeitsübungen auf das Gehirn werden anhand wissenschaftlichen Studienerkenntnissen kurz erläutert. Es wird ein Einblick in eine Atemmeditation gegeben und daneben werden verschiedene Entspannungsverfahren erläutert.

3. Achtsamkeit im Alltag eine Bewährungsprobe
In diesem Teil der Veranstaltungsreihe geht es um das bewusste Einräumen der Augenblicke der Ruhe in den Alltag. Im Workshop werden die Themen Chronobiologie, Organisation, Zeitmanagement als auch gesunder Schlaf behandelt. Des Weiteren wird eingehend auf die Bedeutung von Pausen im Alltag eingegangen und einige Übungen für Kurzpausen eingeübt. Um eingefahrene Lebenswege für die Umsetzung neuer Lebensziele zu verändern, bedarf einer guten Portion Mut, Durchhaltevermögen, Gelassenheit und Humor. Die Teilnehmer lernen wie Sie die Achtsamkeit in den Alltag integrieren und sich kleine Rettungsanker als Hilfestellung setzen können.

Unterrichtsmethode:
Die dreiteilige Veranstaltungsreihe wird im Online-Format angeboten!
Auftakt der Veranstaltungsreihe ist Freitag, den 4.9.2020 mit einer 30- minütigen Einführungsveranstaltung. Der Kurs läuft als Moodle-Kurs u.a. mit vertonten Power-Präsentationen. Zu den weiteren Terminen am 11.9.20 und am 25.9.2020 besteht die Möglichkeit in einem Chat Fragen an die Referentin zu stellen. Die Abschlussveranstaltung findet am Freitag, den 25.9.2020 statt.
Die Uhrzeiten zu den Online-Kursen werden auf der Lernplattform Moodle frühzeitig angekündigt.

Referentin: Waltraud Ewen, M.A., LL.M., Wirtschaftsmediatorin (FH), Dozentin am Zentrum für lebenslanges Lernen (ZelL) im Schwerpunktbereich „Bildung und Gesundheit“. Sie arbeitet als Coach und Lehrende in verschiedenen Arbeitsbereichen und verfügt über umfassende Kenntnisse im Stressmanagement.

 

LSF- Nr.: 122917
Semesterwochenstunden: 2

BK 034: Dem Gedächtnis auf die „Sprünge“ helfen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Ich habe ein Gedächtnis wie ein Sieb!
Was wollte ich im Keller..?
Ich vergesse so viel…….
Dies sind bekannte Floskeln, die immer wieder zu hören sind. Tatsache ist, dass geistige Fitness nicht nur ein Thema für ältere Menschen ist, sondern sich durch alle Altersgruppen zieht. Wie keine Generation zuvor sind wir gefordert und fordern uns. In dieser Kursreihe haben Sie die Möglichkeit, „Ihre grauen Zellen“ zu aktivieren. Sie lernen Übungen kennen, die alle Gehirnfunktionen gleichermaßen beanspruchen, um Ihr  Denkvermögen im Alltag zu vermehren und Ihre geistige Leistungsfähigkeit flexibel halten können. Das Übungsprogramm, das mit Freude und ohne Leistungsdruck durchgeführt wird, trainiert bei allen Terminen die gesamten Gedächtnis- und Hirnleistungen.

Sie lernen Übungen kennen, die alle Gehirnfunktionen gleichermaßen beanspruchen, um Ihr Denkvermögen im Alltag zu vermehren, und Ihre geistige Leistungsfähigkeit flexibel halten können.

Sie werden mit einer 90-minütigen vertonten  Power Point Präsentation durch das Programm geführt. Nach jeder Übung wird die Lösung, oder der Lösungsvorschlag, eingeblendet.

Den Kurs finden Sie demnächst über unsere Lernplattform Moodle.

Legen Sie, bevor Sie das Programm starten, Blatt und Stift bereit.


Dozentin:Edeltrud Schätzel, Fachpräventologin für geistige Fitness ®, Mitentwicklerin von MemoMoves®; Entwicklerin des Schüler & Eltern Lerncoach®; Lern- Gedächtnistrainerin; Ausbilderin im deutschen Turnerbund

 

LSF- Nr.: 122921
 

Kursanmeldung

 
BK 035: Resilienz - oder der Weg zur inneren Stärke

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Unter Resilienz wird die psychische und mentale Widerstandskraft bezeichnet, mit der es gelingt, schwierige Lebenssituationen, Lebenskrisen, Umbruchsituationen in Familie und Beruf oder auch Verluste, Niederlagen, Rückschläge zu überwinden und Veränderungen annehmen zu können. Diese Reservefähigkeit ermöglicht es dem Menschen aus Krisen gestärkt hervorzugehen, in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben, Herausforderungen und Stress kompetent zu meistern. Wichtig ist hierbei, dass Resilienz erworben und gelernt und damit die Führung für das eigene Leben in die Hand genommen und behalten werden kann.
Dieses Seminar beleuchtet, wie Grundlagen von Resilienz entdeckt und vertieft, wie Optimismus entwickelt, Akzeptanz erlernt und Selbstverantwortung übernommen werden kann. Beziehungen lassen sich so befriedigender gestalten und eigene Lebensentwürfe entwickeln. Resilienzförderung beginnt mit einer wertschätzenden Erkundung des Vorhandenen. Die Auswertung positiver Erfahrungen zeigt, auf welche Ressourcen man zurückgreifen kann. Und sie verdeutlicht, dass Krisen zeitlich begrenzt sind und überwunden werden können.

Dozent: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Freitag, 29. Mai 2020 von 13:30 - 19:30 Uhr und Samstag, 30. Mai 2020 von 9:00 - 17:00 Uhr
Ort: Online-Kurs mit Microsoft Teams

LSF-Nr.: 122922
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 036: I have a dream...

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
„I have a dream…“ – wohl kaum ein Zitat wird auch heute noch so oft verwendet, wenn es darum geht, eine Vision zum Leben zu erwecken, wie die von Martin Luther King. Anlass seiner Rede am 28. August 1963 in Washington.
„Ich habe einen Traum…“ – das gilt auch heute noch für viele Menschen. Sie haben eine Vision, ein großes Ziel, ja manchmal auch nur einen Wunsch. Und trotzdem wird der Traum nicht wahr. Träume und Visionen weisen uns den Weg zum Erfolg – für uns selbst und für andere, wie das Beispiel von Martin Luther King zeigt. Ob ein Mensch erfolgreich ist liegt oft genau an drei Gründen – und gleich beim ersten spielt das Zitat
„I have a dream!“ eine entscheidende Rolle:
Hätte Martin Luther King auch nur den geringsten Zweifel spüren lassen, hätte seine Rede wohl nicht das ausgelöst, was folgte und wäre nicht in die Geschichtsbücher eingegangen. Statt zu zweifeln, treffen  erfolgreiche Menschen eine Entscheidung und gehen den Weg (dabei sind auch Umwege erlaubt), bis er sie zum gewünschten Ziel führt.
Es ist wichtig Vorbilder zu haben und deren Weg zu studieren. Was haben sie gemacht, um dorthin zu kommen, wo sie jetzt stehen? Welche Hindernisse haben sie überwunden und in welcher Form? Die Erfahrungen unserer Vorbilder helfen, die eigenen Ziele effizienter zu erreichen.
Alles was zählt, ist die Persönlichkeit des Einzelnen, dessen Bereitschaft, an seinen Zielen zu arbeiten – ebenso an sich selbst und seiner persönlichen Weiterentwicklung. Denn genau das ist unabdingbare  Voraussetzung, um Träume Wirklichkeit werden zu lassen.
Unsere Träume und Visionen sind Kunstwerke unserer Vorstellungskraft. Mit unterschiedlichen Methoden werden wir uns im Seminar unseren Träumen und Visionen nähern und versuchen, unsere bisher vielleicht unentdeckten Räume in uns zu betreten.

Dozent: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Freitag, 28. August 2020 von 13:30 - 19:30 Uhr und Samstag, 29. August 2020 von 09:00 - 17:00 Uhr
Ort: Online-Kurs mit Microsoft Teams

LSF- Nr.: 122923
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 037: Der Plan vom Glück - Ist Glück erlernbar?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Im Lehrplan angehender Manager in Harvard und auch in Oxford ist ,Glück’ im Lehrplan enthalten. Auch an einigen Schulen finden wir heute das Glück als Lehrfach auf dem Stundenplan. In diesem Seminar wollen wir darüber nachdenken, wie Sie Ihr Wohlbefinden erhöhen und das Leben intensiver genießen können. Die unterschiedlichen methodischen Zugänge sollen Sie dabei unterstützen, die Kompetenzen Glück und Zufriedenheit für sich zu verstärken, positive Dinge im Leben intensiver wahrzunehmen und insgesamt positiver zu denken. Anhand der Glückswissenschaft bekommen Sie viele Impulse und praktische Tipps. Wenn wir in der Lage sind, Momente des Glücks zu erleben, wird sich das positiv auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit auswirken. Glückliche Menschen sind zudem flexibler, kreativer, gelassener, versöhnlicher und
haben ein größeres soziales Netzwerk. Dies sind lebensnotwendige Ressourcen, die in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen. Erfahren Sie, wie es Ihnen gelingt, selbst für Ihr Glück verantwortlich zu sein.
Glück IST erlernbar!

Dozentin: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Freitag, 04. September 2020 von 13:30 - 19:30 Uhr und Samstag, 05. September 2020 von 09:00 - 17:00 Uhr
Ort: Online-Kurs mit Microsoft Teams

LSF- Nr.: 122924
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

BK 042: Prekäre Balancen

Zur Bedeutung von Geld in Paarbeziehungen

Ziele/Inhalte/Arbeitsweisen:
In diesem Moodle-Kurs erfahren Sie, wie sich im Zuge fortschreitender gesellschaftlicher Modernisierung  maßgebende Normen in Paarbeziehungen verändern und ihre verhaltensprägende Dominanz einbüßen. Was einst wortlos vollzogen wurde, muss heute begründet, beredet, verhandelt bzw. vereinbart werden.Die neuartige Sozialdynamik wirkt sich vor allem auf das idealtypische bürgerliche Ehe- und Familienmodell aus, indem traditionell festgelegt ist, wer das Geld verdient, wem es gehört und wofür es verwendet wird. Durch die Erwerbstätigkeit von Frauen verändert sich das klassische Einkommensgefüge in Paarbeziehungen. Geld ist damit nicht mehr gleichsam automatisch das vom Ehemann verdiente Geld, welches als Familieneinkommen die Partner wechselseitig vergemeinschaftet im Sinne von das Geld des Ehemanns für die Hausarbeit und Liebe der Ehefrau, sondern das Medium Geld wird zunehmend von beiden Partnern verdient. In diesem Zusammenhang löst sich das Geld aus einer rein ökonomischen Verwendung und wird in seinen symbolischen Bedeutungen in Paarbeziehungen offen. Der Moodle-Brückenkurs wird exemplarisch folgende Aspekte behandeln:

  • Dynamik und Symbolik von Geld in Paarbeziehungen – Tradition und Gegenwart
  • Facetten des Phänomens Geld
  • Geldarrangements in Paarbeziehungen
  • Beziehungskonzepte

Dozentin: Doreen Schrecklinger, Soziologin M.A, Dipl. Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin
Zeit:         5 Termine: jeweils freitags vom 19 Juni bis 17 Juli 2020 von 18.30 Uhr – 20.00 Uhr

LSF- Nr.: 122941
Semesterwochenstunden: 2

Kursanmeldung

Anmeldung wird erst zu Semesterbeginn freigeschaltet

Themenbereiche "Bildung" und "Gesundheit" im Wintersemester 20/21 (in Arbeit)

BK 031: Mensch und Tier: Natur – Kultur – Ethik

Unser Verhältnis zu Tieren ist vielschichtig: Wir lieben sie als Haustiere, wir finden sie faszinierend in der Wildnis, wir ernähren uns von ihnen – und in Literatur, Film, Kunst und Musik tummeln sie sich auf vielfältige Art und Weise. Zugleich ist dieses Verhältnis immer zwiespältig gewesen, denn Tiere werden meist im Hinblick auf ihren emotionalen, materiellen oder ästhetischen Nutzen für den Menschen betrachtet. Haben sie auch einen Eigenwert jenseits menschlicher Zuschreibungen? Nicht nur die fürchterlichen Bilder aus der Massentierhaltung haben seit einiger Zeit zu einer verstärkten Reflexion über die Beziehung Mensch–Tier geführt. Neben lebenspraktischen Dingen wie fleischloser Ernährung rücken im besonderen ethische Aspekte, z. B. Tierrechte, in den Vordergrund. In diesem Kurs wollen wir die Bandbreite des Mensch-Tier-Verhältnisses und Fragen der Tierethik diskutieren.

Dozent: Kerst Walstra M. A. (kerst.walstra@freenet.de)
Zeit: donnerstags, ab dem 22. Oktober 2020, 8 Termine
von 16:00 - 17:30 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126672
Semesterwochenstunden: 2

BK 032: Das Geheimrezept für körperliche Gesundheit

Diese sechs Lebensstile werden als Zutaten für körperliche Gesundheit gegenwärtig in der Medizin erforscht:
Täglich 1) ein Glas Rotwein, alternativ auch Kaffee oder Tee,
2) Nichtrauchen,
3) Obst und Gemüse,
4) Frühstückscerealien,
5) Diät und
6) körperliche Aktivität.
Besonders interessant ist dabei die Erkenntnis, dass wir nicht gleich zum „Gesundheits-Mohikaner“ werden müssen, nur um gesund zu leben –
denn bereits vier der sechs genannten Lebensstile genügen, um den maximalen Vorteil für unsere Gesundheit zu erreichen. Dies gilt insbesondere im Alter und auch wenn bereits körperliche Erkrankungen, wie Diabetes oder Herzinsuffizienz, vorliegen.
Wir wollen den aktuellen Stand der Forschung zu den einzelnen Lebensstilen in insgesamt drei Seminaren besprechen, um Ihr persönliches Geheimrezept für körperliche Gesundheit zu entwerfen.

Dozent: Dipl.-Psych. Jeremy Hoffmann, Universität Trier, Abteilung Gesundheitspsychologie
Zeit: dienstags am 03., 10. und 17. November 2020, 3 Termine
von 10-12 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126673
Semesterwochenstunden: 1

BK 033: Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer begleiten

Wenn ein naher Verwandter, Familienangehöriger oder das geliebte Haustier stirbt, dann sind das Gründe, um zu trauern. Traurige Ereignisse gehören zu unserem Leben wie Spaß und Lebensfreude. Doch die Trauer ist in ihrem Wesen oft nicht so greifbar und scheint zu Beginn meist unüberwindbar. Deshalb ist es wichtig, dass alle Hinterbliebenen, insbesondere Kinder und Jugendliche, über ihren Verlust reden können und von den Menschen, um sie herum ernst genommen werden, sonst fühlen sie sich mit ihrem Schmerz verzweifelt und alleine gelassen. Wenn dies geschieht, wird der Trauer- und Heilungsprozess behindert. Die Folge ist, dass Schmerz verdrängt wird und die Trauernden sich zurückziehen und sich abkapseln. Oft wird sich gegen die Trauer regelrecht gewehrt und die Gefühle von Traurigkeit werden unterdrückt, ohne dass das Leid jemals aufgelöst wird. In diesem Tagesseminar wird im Speziellen auf die Besonderheiten der Trauer bei Kindern und Jugendlichen eingegangen. Fachwissen und Selbsterfahrung wird erlebt und befähigt die Teilnehmer zu einer angemessenen Trauerbegleitung.
 

Dozentin: Patricia Hilbig, seit 10 Jahren selbstständige Unternehmensberaterin im Raum München,
Betriebswirtin & Marketing Expertin, Business Coach & Gesundheitscoach, Innovationsmoderatorin,
Trauerbegleiterin für Kinder- und Jugendliche & Krisenbegleiterin
Zeit: Samstag, 07. November 2020, ab 10:00 Uhr bis ca. 11:30 Uhr
45 Minuten Theorieteil, 45 Minuten Praxistransfer
Ort: Online Kurs über DFN Conf
LSF- Nr.: 126826
Semesterwochenstunden: 1

BK 034: Kommunikation auf Augenhöhe

Einführung in die Transaktionsanalyse

Wer kennt das nicht? Man nimmt sich vor: „Beim nächsten Mal reagiere ich bestimmt anders.“ Und was passiert? Wir geraten wieder in die gleichen ausweglosen Situationen, sei es am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Freundeskreis. Aber es gibt Abhilfe:
Mit der richtigen  Kommunikationsmethode kann man lernen, jederzeit die passende Antwort zu finden. In dem Kommunikationskurs führt der Diplom-Psychologe Nico Janzen in die Methode „Transaktionsanalyse“ ein.
Neben der Vermittlung von theoretischen Grundlagen lernen die Seminarteilnehmer ihr eigenes Kommunikationsverhalten zu analysieren und zu verbessern.
Inhalte:
• Grundlagen der Transaktionsanalyse
• Persönlichkeitspsychologie (Erkennen von Ich-Zuständen)
• Kommunikationspsychologie (Analyse von Transaktionen)
• Aufdecken von Manipulationsstrategien (psychologische Spiele)
• Entwicklungspsychologie (Wie beeinflussen frühe Entscheidungen unser Denken, Fühlen und Handeln?)
• Gefühle und Ersatzgefühle und Symbiosen in Beziehungen (Wie können wir lernen, mit uns und anderen besser auszukommen?)
Unterrichtsmethoden:
• Theorie-Input
• Rollenspiele
• Praktische Übungen

Maximale Teilnehmerzahl: 12 Personen

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen
Ersttermin in Präsenz: Samstag 21.11.2020 von 10-14 Uhr,
Ort: Universität des Saarlandes, Graduate Center Geb. C9 3
Die restlichen Termine finden online statt.
LSF- Nr.: 126763
Semesterwochenstunden: 2
 

BK 035: Wie entsteht Gesundheit?

Salutogenese und Resilienz

„Wie kommt es, dass manche Menschen besser mit Stress zurechtkommen als andere? Warum brechen manche Menschen unter einem Schicksalsschlag zusammen, während andere sich relativ schnell davon erholen? Wieso gedeihen Kinder trotz widrigster Lebensumstände und reifen zu gesunden erwachsenen Menschen heran? Antworten auf dies Fragen gibt u.a. das Salutogenes-Konzept von Aaron Antonovsky. Der bis dahin gängige Erklärungsansatz war das Pathogenes-Konzept, d.h. man versucht herauszufinden, warum jemand krank wird.Antonovsky setzt dem Pathogenese-Konzept das der Salutogenese gegenüber, indem nicht die Frage gestellt wird, wie Krankheit, sondern wie Gesundheit entsteht.
Antonovsky hat herausgefunden, dass es spezifische Faktoren gibt, die dafür sorgen, dass man gesund bleibt.
In diesem Kurs werden die Grundlagen des Salutogenese-Konzeptes vermittelt. Außerdem wird gezeigt, wie jeder Einzelne bei sich die „gesundheitsförderlichen“ Faktoren stärken und weiterentwickeln kann. Es werden Methoden der Stressbewältigung vorgestellt und teilweise auch eingeübt. Es wird auch darauf eingegangen, was Unternehmen tun können, die Resilienz ihrer Mitarbeiter zu stärken. Das Seminar ist geeignet für Personen aus psychosozialen Berufen (z.B. Berater/inne, Coaches, Therapeut/innen, Ärztinnen und Ärzte etc.), aber auch für Personen aus dem Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie Führungskräfte. Ebenso können Personen teilnehmen, die etwas für ihr eigenes Wohlbefinden tun wollen. Bitte bedenken Sie aber: „Das Seminar verfolgt keinen therapeutischen Ansatz und ersetzt auch keine Therapie“.
Unterrichtsmethoden:
• Fachvortrag
• Gruppendiskussion
• Übungen

Maximale Teilnehmerzahl: 12 Personen

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen
Ersttermin in Präsenz: Samstag 09.01.2021 von 10-14 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Graduate Center Geb. C9 3
Die restlichen Termine finden online statt.
LSF- Nr.: 126676
Semesterwochenstunden: 2

BK 036: Autobiographie

Schreiben eigener Texte und Analyse ausgewählter Lebensgeschichten

Durch Analyse und Vergleich fremder Autobiographien werden die Kursteilnehmer/-innen die jeweiligen literarischen Spielarten von  autobiographischem Schreiben und die Vielfalt dieses Genres kennen lernen. Sichtbar werden die fließenden Grenzen zwischen Wahrheit und  Dichtung und die Möglichkeiten von Offenbarung und Verbergen im Sinne des Authentischen. Methoden zur Rekonstruktion des eigenen Lebenslaufes und der Familiengeschichte, wie sie in der Familientherapie üblich sind, sollen helfen, eigene Themen zu entwickeln. Außerdem liefert die Kursleiterin Hilfestellungen bei der Überwindung eventueller Schreibblockaden. Die entstehenden autobiographischen Texte der Teilnehmer/innen werden analysierend besprochen, aber nicht bewertet; jeder soll seinen einzigartigen Ressourcen auf die Spur kommen und zu seiner spezifischen Ausdrucksweise finden.
Ziel der Veranstaltung ist die Ermutigung der Kursteilnehmer/innen, einen kleinen, eigenen autobiographischen Text über einen bestimmten Lebensabschnitt so zu vollenden, dass er den eigenen literarischen, künstlerischen Ansprüchen genügt.
 

Dozentin: Uschi Schmidt-Lenhard, M.A.
Zeit: dienstags, ab dem 03. November 2020, 7 Termine
von 17:00 - 19:00 Uhr,
die weiteren Termine werden im Seminar bekannt gegeben.
Ort: Online
LSF- Nr.: 126677
Semesterwochenstunden: 2

BK 037: Achtsamkeit 4.0

Die Praxis der Achtsamkeit hat ihre Wurzeln in der Meditation, die im Buddhismus gelehrt wird. Was macht sie so interessant für uns? Herausforderungen in Beruf, Familie und Alltag stressen uns. Deshalb sollte es bewusste Augenblicke der Ruhe geben. Ein paar Minuten nichts tun, an nichts denken, entspannt Körper, Geist und Seele. In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe lernen Sie, wie man spielend die Achtsamkeit in den Alltag integrieren kann.
1. Achtsamkeit in der Ernährung
Achtsames Essen ist keine neue Diät. Es wird nicht über Kalorien, Körpergewicht oder Speisepläne gesprochen. Das achtsame Essen beschäftigt sich vielmehr mit den unbewussten Aspekten rund um unser Essverhalten. Also wann, warum, wo und wie wir essen. Achtsames Essen macht nicht nur zufrieden, sondern auch gesund.
2. Achtsamkeitsübungen, Meditation und Entspannung
Tage der Achtsamkeit in unserem Leben bedeutet, dass wir bewusster, intensiver und entspannter leben. Die Auswirkungen der  Achtsamkeitsübungen auf das Gehirn werden anhand wissenschaftlichen Studienerkenntnissen kurz erläutert. Es wird ein Einblick in eine Atemmeditation gegeben und daneben werden verschiedene Entspannungsverfahren erläutert.
3. Achtsamkeit im Alltag eine Bewährungsprobe
In diesem Teil der Veranstaltungsreihe geht es um das bewusste Einräumen der Augenblicke der Ruhe in den Alltag. Die Themen Chronobiologie, Organisation, Zeitmanagement als auch gesunder Schlaf werden besprochen. Des Weiteren wird auf die Bedeutung von Pausen im Alltag eingegangen. Dazu werden einige Übungen für Kurzpausen eingeübt.

Dozentin: Waltraud Ewen, M.A., LL.M., Wirtschaftsmediatorin (FH),
Sie arbeitet als Coach und Lehrende in verschiedenen Arbeitsbereichen und verfügt über umfassende Kenntnisse im Stressmanagement.
Zeit: freitags, 05.03.2021, 12.03.2021 und 19.03.2021.
Die Uhrzeiten werden noch bekanntgegeben.
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 122917
Semesterwochenstunden: 2
 

BK 038: Dem Gedächtnis auf die „Sprünge“ helfen

Schwung für Ihre „grauen Zellen“

Ich habe ein Gedächtnis wie ein Sieb!
Was wollte ich im Keller..?
Ich vergesse so viel…….
Dies sind bekannte Floskeln, die immer wieder zu hören sind. Tatsache ist, dass geistige Fitness nicht nur ein Thema für ältere Menschen ist,
sondern sich durch alle Altersgruppen zieht. Wie keine Generation zuvor sind wir gefordert und fordern uns. In der aus acht Terminen bestehenden Kursreihe haben Sie die Möglichkeit, „Ihre grauen Zellen“ zu aktivieren. Sie lernen Übungen kennen, die alle Gehirnfunktionen gleichermaßen beanspruchen, um Ihr Denkvermögen im Alltag zu vermehren, und Ihre geistige Leistungsfähigkeit flexibel halten können. Das Übungsprogramm, das mit Freude und ohne Leistungsdruck durchgeführt wird, trainiert bei allen Terminen die gesamten Gedächtnis- und Hirnleistungen.
Sie werden mit einer sprachhinterlegten Power Point Präsentation durch das Programm geführt. Nach jeder Übung wird die Lösung, oder der Lösungsvorschlag eingeblendet. Legen Sie, bevor Sie das Programm starten, Blatt und Stift bereit.

Dozentin:Edeltrud Schätzel, Fachpräventologin für geistige Fitness ®
Mitentwicklerin von MemoMoves®; Entwicklerin des Schüler & Eltern Lerncoach®; Lern- Gedächtnistrainerin; Ausbilderin im deutschen Turnerbund
Zeit: freitags, ab dem 15.01.21, 8 Termine
Ort: Moodle Plattform der UdS
LSF- Nr.: 126679
Semesterwochenstunden: 2

BK 039: I have a dream...

„I have a dream…“ – wohl kaum ein Zitat wird auch heute noch so oft verwendet, wenn es darum geht, eine Vision zum Leben zu erwecken, wie die von Martin Luther King. Anlass seiner Rede am 28. August 1963 in Washington.
„Ich habe einen Traum…“ – das gilt auch heute noch für viele Menschen. Sie haben eine Vision, ein großes Ziel, ja manchmal auch nur einen  Wunsch. Und trotzdem wird der Traum nicht wahr.
Träume und Visionen weisen uns den Weg zum Erfolg – für uns selbst und für andere, wie das Beispiel von Martin Luther King zeigt. Ob ein Mensch erfolgreich ist liegt oft genau an drei Gründen – und gleich beim ersten spielt das Zitat „I have a dream!“ eine entscheidende Rolle:
Hätte Martin Luther King auch nur den geringsten Zweifel spüren lassen, hätte seine Rede wohl nicht das ausgelöst, was folgte und wäre nicht in die Geschichtsbücher eingegangen. Statt zu zweifeln, treffen erfolgreiche Menschen eine Entscheidung und gehen den Weg (dabei sind auch Umwege erlaubt), bis er sie zum gewünschten Ziel führt.
Es ist wichtig Vorbilder zu haben und deren Weg zu studieren. Was haben sie gemacht, um dorthin zu kommen, wo sie jetzt stehen? Welche Hindernisse haben sie überwunden und in welcher Form? Die Erfahrungen unserer Vorbilder helfen, die eigenen Ziele effizienter zu erreichen.
Alles was zählt, ist die Persönlichkeit des Einzelnen, dessen Bereitschaft, an seinen Zielen zu arbeiten – ebenso an sich selbst und seiner persönlichen Weiterentwicklung. Denn genau das ist unabdingbare Voraussetzung, um Träume Wirklichkeit werden zu lassen.Unsere Träume und Visionen sind Kunstwerke unserer Vorstellungskraft. Mit unterschiedlichen Methoden werden wir uns im Seminar unseren Träumen und Visionen nähern und versuchen, unsere bisher vielleicht unentdeckten Räume in uns zu betreten.

Dozent: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Ersttermin am Freitag, 08. Januar 2021, von 13:30 bis ca.17:00 Uhr
weitere 3 Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126680
Semesterwochenstunden: 2

BK 040: Vorbereitung auf die nachberufliche Phase

Die meiste Zeit Ihres Lebens haben Sie in Ihrem Beruf verbracht, sich mit Zielvorgaben und neuen Herausforderungen auseinandergesetzt.
Trotz der Sehnsucht nach mehr Freizeit und Ruhe gibt diese Zeit Ihrem Leben Struktur, Status, Anerkennung, soziale Kontakte. Da wundert es niemanden, wenn kurz vor dem Ruhestand (oder nach einigen Woche in der nachberuflichen Phase) neben die (Vor)Freude bisweilen Verunsicherung und Fragen treten. Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit dieser Lebensphase zu beschäftigen. In Seminar werden wir uns gemeinsam folgenden Fragen nähern:
• Was habe ich erreicht?
• Welche Lebensziele sind noch offen?
• Was ist für mich wichtig und wie kann ich diese Bedürfnisse unter den veränderten Bedingungen leben?
• Wie kann ich meine Resilienz stärken?
• Welche Möglichkeiten habe ich, mein Leben zufrieden und aktiv zu gestalten?
• Welche nächsten Schritte möchte ich gehen?

Dozent: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Ersttermin am Freitag, 22. Januar 2021, von 13:30 bis ca. 17:00 Uhr
3 weitere Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online via MS Teams
LSF- Nr.: 126681
Semesterwochenstunden: 2

BK 041 Grenzgebiete der Psychologie

Eine kritische Sicht (Teil 2)

Der zweite Teil der Veranstaltung Grenzgebiete der Psychologie setzt die im Wintersemester 2019/20 begonnene Diskussion fort. Nachdem im ersten Kurs Hypnose und Meditation im Fokus unserer Betrachtung standen, werden wir uns im zweiten Teil mit weiteren Formen außergewöhnlicher Bewusstseinszustände wie Außerkörper- und Nahtoderfahrungen beschäftigen. Anschließend werden wir anhand ausgewählter paranormaler Phänomene einen Einblick in die parapsychologische Forschung gewinnen.

Dozentin: Dr. Waltraud Klauck
Zeit: dienstags, ab dem 05.01.2021, 8 Termine
von 14:15 - 15:45 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15
LSF- Nr.: 126682
Semesterwochenstunden: 2
Maximale Teilnehmerzahl 9 Personen

BK 042: Einführung in die Kinder- und Jugendliteraturforschung

Die (literatur-)theoretische Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendliteratur
(KJL) hat in den vergangenen Jahrzehnten einerseits vielfältige Forschungen
über die Bedeutung von KJL für Jugendliche als sog. Entwicklungshelfer im Sozialisationsprozess
hervorgerufen, andererseits zeigt sich immer häufiger, dass
KJL mehrfachadressiert ist. Inzwischen wird sogar von einer „Literatur für alle
Altersstufen“ (all-ages-Literatur) gesprochen.
Daher soll es zunächst einmal darum gehen, grundlegende theoretische Begriffe
aus den Themenfeldern Buch und KJL zu klären und mit den unterschiedlichen
Wissenschaftsdisziplinen vertraut zu machen, die sich mit der KJL beschäftigen. Daran anknüpfend wird ein Überblick über wesentliche Entwicklungstendenzen der modernen KJL in Theorie und Praxis gegeben, indem wichtige Entwicklungslinien der KJL seit 1945 bzw. ihrer Erforschung aufgezeigt und beispielhaft betrachtet werden. Dazu werden die zentralen Gattungen der KJL (vom Bilderbuch über den Kinderkrimi bis hin zum Jugendroman) an ausgewählten Beispielen beleuchtet. Aus dieser gattungsspezifischen Perspektive wird der aktuelle Stand der wissenschaftlich-theoretischen Diskussion zur jeweiligen Gattung zusammengefasst, um zu zeigen, welche unterschiedlichen – bisweilen  widersprüchlichen – Ansätze es gibt, literarische Phänomene zu beschreiben.
Ziel ist es, einen Einblick in aktuelle Diskussionen zu erhalten und damit auch selbst das Handwerkszeug kennen zu lernen, um über Literatur zu sprechen.

Dozent: Dr. Torsten Mergen
Zeit: montags, ab dem 26. Oktober 2020, 8 Termine
von 14:15 - 15:45 Uhr
Ort: Moodle Plattform der Universität des Saarlandes
LSF- Nr.: 126683
Semesterwochenstunden: 2

BK 043: Natur- und Umweltbildung

Die Klimakrise ist in den Mittelpunkt der Umweltdiskussion gerückt. Auch junge Menschen, erkennbar an der Bewegung „Fridays for Future“, sind interessiert. Diesem ausgeprägteren ökologischen Bewusstsein steht heute allerdings eine zunehmende Naturentfremdung gegenüber. Nach dem aktuellen UN-Bericht zur Biodiversität sind bis zu einer Million Tier und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Durch den Eingriff des Menschen auf die Natur kommt es zu einem dramatischen Rückgang der Biodiversität. Gerade wieder ist der Wald in tragischer Weise zu einem idealen Lernort für die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels geworden. Die Vereinten Nationen haben daher die Jahre 2011 bis 2020 zur UN Dekade für
biologische Vielfalt erklärt und rufen damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Umwelt braucht Bildung, das Themenfeld „Biologische Vielfalt“ kann gut mit dem Anliegen einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung verknüpft werden, die UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung lief von 2005 bis 2014.Nur Bildung kann die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen, Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung schaffen, es ermöglichen, sich auch Kompetenzen für die Gestaltung nachhaltiger Entwicklung anzueignen. Nachhaltigkeit muss sich zu einem Leitbild des 21. Jahrhunderts entwickeln. Da menschliche Gesellschaften der Natur mit wirtschaftlichen Interessen entgegentreten, ist es auch ganz wichtig, sinnvolle Grenzen des menschlichen Handelns aufzuzeigen. Was aber ist in den letzten 40 Jahren eigentlich geschehen, was hat das Ausrufen der beiden UN Dekaden (und Biologische Vielfalt 2011 bis 2020) bis jetzt bewirkt? Die Idee einer Umweltbildung entstand bereits in den 70er Jahren, befördert durch ein wachsendes Umweltbewusstsein und Umweltbewegungen (BUND 1975, Stichwort  Waldsterben 1980, im gleichen Jahr Gründung der Grünen). Die Schwerpunkte des Kurses liegen in den Bereichen Pädagogik, allgemeine
Bildungswissenschaften, welche theoretischen (pädagogischen?) Grundlegungen der Umweltbildung gibt es, (Adaption verschiedenster  pädagogischer Ansätze über die Begegnung mit der Natur anhand beispielhafter Einzelfälle, auch in Bezügen zur Großregion) was sind die  unterschiedlichen Akteure und Einrichtungen, die neuen Zertifikate usw., Umwelt, nachhaltige (lokale und regionale) Entwicklung, verantwortungsvoller Umgang mit Naturräumen, Klimaschutz. Alle Ansätze sind auch kritisch zu hinterfragen. Lässt sich, wenn überhaupt noch
Interesse und Freude an der Natur wecken?
Der Kurs spricht alle mit Interesse an Natur- und Umweltbildung an, natürlich auch Personen, die pädagogisch oder sozialpädagogisch tätig sind oder die einen naturnahen Beruf ausüben und die sich pädagogisch weiterbilden wollen. Die Teilnehmer sollen letztlich auch befähigt werden, Angebote pädagogisch beurteilen und auswählen zu können. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Exkursion (halbtags).

Dozent: Elmar Bosch, Erziehungswissenschaftler, M.A.
Zeit: mittwochs, ab dem 25. November,  8 Termine
von 17.15-19.15 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF- Nr.: 126684
Semesterwochenstunden: 2

Kursmaterialien

Hier geht es zu den Kursmaterialien (falls vom Kursleiter verwendet/angeboten).

Dieses Angebot befindet sich im elektronischen Semesterapparat (eSem) der SULB und ist nur zugänglich mit einer aktiven Kennung der UdS.

Info

Bitte haben Sie Verständnis, dass erst beim ersten Termin eines jeden Kurses festgestellt werden kann, ob die Nachfrage ausreichend ist, um die Veranstaltung stattfinden zu lassen.

Kontakt ZelL

Campus A4 2, Zi. 2.13
Tel.: 0681/ 302 3533
Mail: zell-gh[at]mx.uni-saarland.de

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