Aktuelles

 

Europavortrag des Historischen Instituts:

Prof. Dr. Frank Bösch (Zentrum für zeithistorische Forschung, Potsdam)

Ort: Gebäude B3 2, Hörsaal 003
Zeit: Mittwoch, 24. Januar 2018, 18 Uhr c.t.

Die 1970er Jahre gelten als Krisenjahrzehnt. Das Wirtschaftswachstum stagnierte, die Ölpreise stiegen und die europäische Einigung und neue Ostpolitik verloren am Ende des Jahrzehnts an Schwung. Hinzu traten neue globale Herausforderungen, wie die iranische Revolution, der sowjetische Einmarsch in Afghanistan oder die Öffnung Chinas. Der Vortrag diskutiert die europäischen Reaktionen auf derartige globale Veränderungen. Vielfach sorgten sie für neue Ansätze, mit denen sich (West)Europa neu positionierte. So entstand eine neue Abgrenzung vom Islam, vertiefte wirtschaftliche Kooperationen oder auch eine veränderte  europäische Energieversorgung. Die Krisenreaktionen lassen sich entsprechend als Vorgeschichte unserer Gegenwart fassen, die eine neue europäische und globale Ordnung einleiteten.

Vita des Referenten
Prof. Dr. Frank Bösch ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und ord. Professor für europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam. Zuvor lehrte er als wiss. Mitarbeiter an der Universität Göttingen, als Juniorprofessor an der Universität Bochum und als ord. Professor an der Universität Gießen. Zu seinen Publikationen zählen Monographien zur Geschichte von Parteien und Vereinen („Die Adenauer-CDU“, 2001, "Das Konservative Milieu", 2002), zum Wandel von Normen („Öffentliche Geheimnisse“, 2009) und der gesellschaftlichen Bedeutung von Medien („Mass Media and Historical Change“, 2015). Im Herbst 2018 erscheint sein neues Buch über "1979. Globale Umbrüche in die deutsche Gegenwart", das die Verflechtungen zwischen grundlegenden globalen Wandlungsprozessen und der deutschen Zeitgeschichte seit den 1970er Jahren untersucht. 

 

 

Zum Tod unseres Honorarprofessors Professor Dr. Peter Blickle
Ein Nachruf von Wolfgang Behringer

 

 

 

Zuordnung zu den Dozenten zum Beratungsgespräch (FW-BM) im WS 16/17

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