18. Afrikanische Filmtage

18. Afrikanische Filmtage

29. November bis 3. Dezember 2018

Kino achteinhalb, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken

Stiftung Demokratie Saarland, Europaallee 18, 66113 Saarbrücken

Haus Afrika e.V., Großherzog-Friedrich-Str. 37, 66111 Saarbrücken

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Die Afrikanischen Filmtage stellen das aktuelle Filmschaffen der anglophonen und frankophonen Länder Afrikas vor. Dazu führen eingeladene Regisseure und Filmexperten in die Kinokulturen des Kontinents und seiner Diaspora ein. Das Programm rückt die sprachliche und kulturelle Vielfalt des afrikanischen Kontinents in den Fokus. Filme, Vorträge, Begegnungen und Diskussionen ermöglichen eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit künstlerischen Sichtweisen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und persönlichen Erfahrungen. Für Studierende werden darüber hinaus begleitende Lehrveranstaltungen und Workshops an der Universität des Saarlandes und der Hochschule der Bildenden Künste Saar angeboten.

Filmprogramm (Flyer)

 

+++ Programmänderungen +++

Donnerstag, 29.11.18: T-Junction

mit einer Einführung von Dr. Soenke Zehle (HBK Saar, xm:lab)

Der Eröffnungsfilm wird ohne Gast stattfinden. Die Hauptdarstellerin Hawa Ally ist leider verhindert.

Freitag, 30.11.18: Volubilis

Der Filmeditor Maxime Garault wird zur Diskussion anwesend sein.

Moderation: Prof. Dr. Mechthild Gilzmer

 

Vorträge im Rahmen der Afrikanischen Filmtage 2018

"Penser les films marocains par des réalisatrices dans un rapport Nord-Sud"

1. Dezember 2018, 17.00 Uhr

Haus Afrika e.V., Großherzog-Friedrich-Str. 37, 66111 Saarbrücken

Referentin: Dr. Patricia Caillé, Université de Strasbourg

Filme von Regisseurinnen stehen im Zentrum dieses Vortrags. Patricia Caillé analysiert deren Rezeption in Europa und stellt die Frage nach möglichen Faktoren für die unterschiedliche Aufnahme und Verbreitung im Norden (Europa) und im Süden (Afrika). Welche Filme von Filmemacherinnen finden einen Verleih in Europa, werden für die großen Festivals ausgewählt, werden positiv aufgenommen und breit rezipiert und warum? Welche Rolle spielen eventuell neo-koloniale diskursive Muster und Filter bei diesem Verbreitungs- und Selektionsprozess?

"Nigerianisches Hollywood. Eine Bestandsaufnahme über die Filmindustrie in Westafrika"(VORTRAG ENTFÄLLT)

3. Dezember 2018, 18.00 Uhr

Stiftung Demokratie Saarland, Europaallee 18, 66113 Saarbrücken

Referent: Marc-André Schmachtel M.A.

Die nigerianische Filmindustrie zählt zu den großen Erfolgsgeschichten des afrikanischen Kontinents. Weltweit bekannt geworden über die massenhafte Vervielfältigung einfach gestrickter und billig produzierter Filme, hat „Nollywood“ in den letzten Jahren einen großen Sprung nach vorne gemacht. Der Vortrag geht dieser Entwicklung nach und zeigt anhand neuerer Tendenzen in der nigerianischen Filmindustrie, dass es, neben der gewinnorientierten Filmwirtschaft, eine seit einigen Jahren zu beobachtende inhaltliche Neuentwicklung von Stoffen gibt, ebenso wie ein langsames Wiederentdecken der nigerianischen Filmgeschichte.

Um Anmeldung wird gebeten bei: Stiftung Demokratie Saarland

 

Dr. Patricia Caillé

Patricia Caillé ist Dozentin am Centre de Recherche sur les Médiations der Universität Straßburg. Sie hat zahlreiche Aufsätze in Buchpublikationen und wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften zum maghrebinischen Film veröffentlicht. Darunter auch: "Mapping the Circulation of Films by Women Filmmakers with Maghrebi Funding in the Digital Age", in: Malte Hagener, Vinzenz Hediger und Alena Strohmaier: The State of Post-Cinema: Tracing the Moving Image in the Age of Digital Dissemination, Palgrave Macmillan, 2016.

In ihrem Vortrag mit dem Titel: "Penser les films marocains par des réalisatrices dans un rapport Nord-Sud" stehen Filme von Regisseurinnen im Zentrum. Patricia Caillé analysiert deren Rezeption in Europa und stellt die Frage nach möglichen Faktoren für die unterschiedliche Aufnahme und Verbreitung im Norden (Europa) und im Süden (Afrika). Welche Filme von Filmemacherinnen finden einen Verleih in Europa, werden für die großen Festivals ausgewählt, werden positiv aufgenommen und breit rezipiert und warum? Welche Rolle spielen eventuell neo-koloniale diskursive Muster und Filter bei diesem Verbreitungs- und Selektionsprozess?

 

Marc-André Schmachtel, M.A.

Marc-André Schmachtel studierte französische Kulturwissenschaften und interkulturelle Kommunikation, Neuere Geschichte und Lateinamerikanistik an der Universität des Saarlandes und an der Université Laval (Québec, Kanada). Das Studium schloss er mit einer Magisterarbeit zu frankophonen Fördermechanismen im afrikanischen Film und Organisation regionaler Filmfestivals (Cinéfleuve, Afrikanische Filmtage) ab. Seit 2008 ist er Mitarbeiter im Goethe-Institut, zunächst in Kamerun für den Bereich Kultur- und Spracharbeit.

Von 2010 bis 2016 leitete Marc-André Schmachtel das Goethe-Institut in Nigeria. Er initiierte verschiedene internationale Kooperationen im Film-, Theaterperformance- und Literaturbereich sowie mehrere Großprojekte (Performance-Festival, Kunst im urbanen Raum).

Seit Juli 2016 ist er Referent für audiovisuelle Medien in der Zentrale des Goethe-Instituts in München und hier u.a. für Senderkooperationen zuständig.

 

Kooperationsveranstaltung mit der Fachrichtung Romanistik/ Interkulturelle Kommunikation der Universität des Saarlandes, der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Experimental Media Lab, dem Kino achteinhalb, der Universität Bayreuth, dem Verein Haus Afrika e. V., dem Institut français Saarbrücken und der Stiftung Demokratie Saarland.