Brückenkurse Gesamtübersicht

Das ZelL begleitet die Universitätsspitze in den Bereichen Großregion, Europa und Bildung durch ein entsprechendes Marketingprofil innerhalb ihres umfangreichen und vielfältigen Veranstaltungsangebots.

Sehr wichtig!

ACHTUNG! Wichtiger Hinweis:

  • Hier werden nur Veranstaltungen aufgeführt, die in der Verantwortung des ZelL liegen. Informationen zu Vorlesungen und Seminaren aus den Fachbereichen, entnehmen Sie bitte dem LSF oder der entsprechenden Fachbereichs-Homepage. LSF Online-Vorlesungsverzeichnis
  • Sie erhalten alle Informationen zu den digitalen Kursen des ZelL (Zugangslink, Code, etc.) per Mail ca. einen Tag vor Kursbeginn. Wichtig dabei ist, dass Sie sich für den Kurs über unser Anmeldeformular angemeldet haben und uns Ihre Mailadresse zur Verfügung stellen.

Anmeldung wird erst zu Semesterbeginn freigeschaltet

Themenschwerpunkt "Großregion" im Sommersemester 2021

BK 001: Fundstücke – Archäologische Originale

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Nicht nur in der Kunstgeschichte, auch in der Archäologie ist die intensive Betrachtung des Originalstücks von großer Bedeutung. Und nicht nur für die Kunst, auch für die Archäologie bietet das Saarland hochinteressantes Material. Ziel des Kurses ist eine Betrachtung und Auseinandersetzung mit Fundstücken vor Ort durch Museumsbesuche.
An erster Stelle ist hier die Schausammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte zu nennen, dessen Exponate im Frühjahr durch eine Ausstellung in den Kontext zeitgenössischer Kunst gestellt werden, aber auch das Mosaik in der römischen Villa von Nennig oder die Fundorte Reinheim und Schwarzenacker. Falls eine solche Präsenzveranstaltung aufgrund der Corona-Situation nicht möglich ist, wird der Kurs Online-Rundgänge durch archäologische Sammlungen des weiteren Umkreises (Rheinland-Pfalz, Grand Est) geben. Eine genaue Übersicht über Programm und Treffpunkte wird in der ersten Sitzung gegeben.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 20.04.2021
von 10:15 - 11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129673
Semesterwochenstunden: 2
Maximale Teilnehmerzahl: 10

BK 002: Originale: Kunst im Landkreis Merzig-Wadern

Die Werke selbst stehen im Mittelpunkt: Wie sehen wir Kunst, welche Geschichten erzählt sie? Was kann aus der Anschauung geschlossen werden über frühere Epochen und was weist darüber hinaus auf uns selbst hin? Diesmal besuchen wir die Region Merzig-Wadern (Treffpunkte vor Ort, Anreise individuell). Reizvolle Kunst-Landschaften gilt es zu entdecken, den Hochwald, das Haustadter Tal oder die Skulpturenstraße ‚Steine an der Grenze‘. Während sich die Baukunst insbesondere in Mettlach oder Merzig konzentriert, so ist qualitätsvolle Kunst im öffentlichen Raum im Landkreis besonders breit gestreut.

Ein einzelner Brückenkurs „Originale“ wird angeboten - mit beschränkter Teilnehmerzahl und unter der Bedingung, dass es die Pandemie-Lage zulässt. Im Fall einer Absage bietet der Dozent eine weitere online-Veranstaltung zur Kunstgeschichte an, auf die dann gesondert hingewiesen wird.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 8 Termine
jeweils dienstags, vom 22. Juni bis 10. August von 10:15-11:45 Uhr
Treffpunkt: 22. Juni um 10:00 Uhr, Merzig, Kirche St. Peter, Propsteistr. 1
LSF-Nr.: 129674
Semesterwochenstunden: 2
Maximale Teilnehmerzahl: 10

BK 003: Die Großregion ‒ Identität(en) eines Raumes im Herzen Europas

Teil 5: Die Großregion im 19. und 20. Jahrhundert

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Alle reden von der „Großregion“ – aber um welche Art von Gebilde handelt es sich dabei eigentlich? Das Zentrum für lebenslanges Lernen beleuchtet in einer Reihe von Brückenkursen seit einigen Semestern die Großregion aus unterschiedlichen Perspektiven, etwa mit Blick auf die Themenkreise Geschichte, Sprache, Literatur, Kunst, Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik, um so Gemeinsamkeiten und Unterschiede in diesem Raum herausarbeiten. Am Ende der Kursreihe soll ein tieferes Verständnis für die historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten einer Region stehen, die viele bislang nur als politisch gewolltes Konstrukt wahrnehmen.
Im fünften Kurs der Reihe wird im Sommersemester die Entwicklung der Großregion im 19. und 20. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen.

Termine:

09.06.2021: Dr. Elisabeth Boesen (Luxemburg): Wohnmigration in der Großregion – eine neue Form der Grenzüberschreitung
Der Vortrag behandelt eine Form der grenzüberschreitenden Mobilität, die die demographische und soziokulturelle Entwicklung der Großregion seit einigen Jahrzehnten stark beeinflusst, die „Wohnmigration”. Am Beispiel individueller Fallgeschichten aus deutschen Grenzdörfern werden Erfahrungen von Differenz und Identität und Prozesse der alltäglichen Herstellung lokaler Gemeinschaft beleuchtet.

16.06.2021: Dr. Renée Wagener (Luxemburg): Emanzipation und Antisemitismus. Luxemburgs jüdische Minderheit vom 19. bis zum beginnenden 21. Jahrhundert
Die Französische Revolution brachte der jüdischen Minderheit nicht nur die formale Emanzipation, sondern erlaubte es jüdischen Familien überhaupt erst wieder, sich auf dem Gebiet des heutigen Großherzogtums anzusiedeln. Wie entwickelte sich das Judentum ab dem 19. Jahrhundert, und welche inklusiven oder exklusive Tendenzen von Staat und Mehrheitsgesellschaft erfuhr es? Welche Rolle spielte dabei das Phänomen des Antisemitismus? Dieser Frage geht der Vortrag anhand der Analyse von Quellenmaterial nach.

23.06.2021: Dr. Frank Hirsch (Saarbrücken): Agenten der Moderne. Jüdische Händler in Merzig im Zeitalter der Industrialisierung
Kleinstadtjuden galten stets als rückständig und traditionell. In dem Vortrag soll dieses Bild korrigiert werden. Es wird gezeigt, mit welchen Strategien und auf welchen Gebieten die Juden einer kleinen Stadt wie Merzig an der Modernisierung beteiligt waren und wie sehr sie die sozioökonomischen Umbrüche im Laufe des 19. Jahrhunderts mitgeprägt haben.

30.06.2021: Prof. Dr. Thomas Gergen (Luxemburg): "Netzwerkbildung" von Politik und Kirche in der Großregion: Das Beispiel der Redemptoristen an der Saar (1)
Der Redemptoristenorden war in der Großregion sehr früh und lange verwurzelt: in Straßburg, Luxemburg, Téterchen/Lothringen sowie in Bous und Püttlingen. Netzwerke, die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg angelegt worden waren, dienten in der Nachkriegszeit dazu, im Saarland zwei neue Klöster zu errichten. Dies soll anhand von Quellen am Beispiel der Klöster Bous (Redemptoristen) und Püttlingen (Redemptoristinnen) aufgezeigt werden. Die Idee, das christliche Europa zu errichten, verband damals noch viele Politiker mit Ordensleuten und Priestern. Vier Persönlichkeiten arbeiteten nach dem Krieg im „Saarstaat” eng zusammen: Ministerpräsident Johannes Hoffmann, die Patres Alfons und Augustin Reinstadler sowie der Ensdorfer Pfarrer und Kirchenrechtler der UdS, Professor Josef Goergen.

07.07.2021: Prof. Dr. Dr. Thomas Gergen (Luxemburg): "Netzwerkbildung" von Politik und Kirche in der Großregion: Das Beispiel der Redemptoristen an der Saar (2)
Fortsetzung vom 30.06.2021

14.07.2021: apl. Prof. Dr. Ralf Banken (Frankfurt a. M.): Entstanden auf der Kohle, profitiert von der Nähe zum Erz. Die Entwicklung der Montanregion an der Saar und ihre interregionalen Verflechtungen seit 1815
Im Vortrag werden die Industrie der Saarregion und ihre ökonomischen Beziehungen zu anderen Wirtschaftsregionen seit 1815 in den Blick genommen. Gezeigt wird hierbei, dass die Saar im 19. Jahrhundert ein eigenständiges Entwicklungsmuster aufweist, gleichzeitig jedoch vom Austausch mit anderen Wirtschaftsregionen Westeuropas in vielerlei Hinsicht profitierte. Im 20. Jahrhundert beeinflussten die kriegerischen Großereignisse und ihre politischen Folgen die Wirtschaftsentwicklung der Region, deren Basis jedoch bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts weiterhin auf den Strukturen vor 1914 beruhte.

21.07.2021: Franz Josef Schäfer: Arnold Fortuin, Nationalseelsorger der Deutschen Sinti und Roma, und die Geschichte der saarländischen Sinti und Roma
Im ersten Teil des Vortrags wird Pfarrer Arnold Fortuin (1901–1970) gewürdigt, der in der NS-Zeit Sinti und Roma zur Flucht verhalf und nach dem Krieg als ihr Fürsprecher tätig wurde. Im zweiten Teil wird insbesondere die NS-Verfolgungspolitik am Schicksal der Familien Lehmann und Lorier aufgezeigt.

28.07.2021: Dr. Maude Williams (Saarbrücken): „Ihre Häuser sind gut bewacht”. Die Evakuierung der deutsch-französischen Grenzregion zur Zeit des Zweiten Weltkrieges
In den frühen Septembertagen des Jahres 1939 wurden entlang der deutsch-französischen Grenze auf beiden Seiten über 1,5 Millionen Menschen evakuiert. Die Untersuchung dieses Kapitels der pfälzischen, badischen, saarländischen, elsässischen und lothringischen Geschichte trat trotz seiner Verankerung im regionalen Gedächtnis lange hinter die Erforschung anderer Themen des Zweiten Weltkriegs zurück. Nun ist jedoch die Untersuchung der Vorbereitung, Durchführung und Auswirkung der Evakuierung 1939 in einem internationalen Forschungsprojekt abgeschlossen, womit nicht nur eine Forschungslücke geschlossen worden ist, sondern auch Erkenntnisse über Funktionieren und Versagen sowohl des „Dritten Reiches” wie auch der Dritten Französischen Republik gewonnen werden konnten. In ihrem Vortrag wird Maude Williams die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts, darunter auch ihrer Dissertation vorstellen. Nicht nur unter militärischen und propagandistischen Gesichtspunkten wird sie über diesen Teil der saarländischen Geschichte eingehen, sondern auch politischen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit der Räumung des Grenzgebietes und auch dadurch entstandene kirchliche Herausforderungen ansprechen.

Dozentin/Moderation: Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine, mittwochs ab dem 09.06.2021
von 14.15‒15.45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 129675
Semesterwochenstunden: 2

 

BK 004: Historische Persönlichkeiten aus der Großregion

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Großregion – ein modernes politisches Konstrukt, das einen Staat, eine Region, eine Teilregion und zwei Bundesländer umfasst und auf die Menschen oft sehr anonym und gesichtslos wirkt. Historisch betrachtet finden sich zwischen den beteiligten Regionen und Landschaften Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonie und Rheinland-Pfalz vielschichtige Verbindungen und Beziehungen; die modernen Grenzen werden von verschiedensten historisch gewachsenen Grenzlinien einerseits, Vernetzungen andererseits überlagert. Zahlreiche interessante Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart wurden hier geboren oder haben hier gewirkt, haben hier wichtige Abschnitte ihres Lebens verbracht und Prägungen erfahren. Jede von ihnen gibt der Großregion ein individuelles Gesicht. In diesem Brückenkurs sollen daher in den nächsten Semestern bekanntere und unbekanntere Personen aus der Großregion vorgestellt werden.
Den Anfang machen im Sommersemester die Kaiserin Helena, Mutter Kaiser Konstantins, Kaiser Karl der Große, der Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon, der Mainzer Domherr und Jerusalempilger Bernhard von Breidenbach, der Botaniker und Arzt Hieronymus Bock, Herzogin Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Mutter von Prinz Albert und Stammmutter des Hauses Windsor, die „Malergräfin“ Octavie de Lasalle von Louisenthal und Lenchen Demuth, Dienstmädchen von Karl Marx.

Dozentin: Dr. Sabine Penth / Anika Meyer
Zeit: 8 Termine, mittwochs ab dem 14.04.2021
von 12.15‒13.45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 129676
Semesterwochenstunden: 2

BK 005: Müller, Meyer, Müßigbrodt – Familiennamen im Saarland und darüber hinaus

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Entstehung der deutschen Familiennamen reicht bis ins Mittelalter zurück; zuvor herrschte Einnamigkeit. Heute bekommt jeder Deutsche mit seiner Geburt einen Vor- und einen Familiennamen. Obwohl wir ihn uns nicht aussuchen können, wird neben dem Rufnamen auch der Familienname häufig als eine wichtige Form personaler Identität empfunden, was auch das Interesse an Herkunft und Bedeutung des Namens begründet. Jedoch sind Familiennamen oft hinsichtlich ihrer Bedeutung undurchsichtig oder die heutige Namenform führt auf eine falsche Fährte. Der Familienname Rakete etwa hat nichts mit Raketen und ähnlichen Flugobjekten zu tun, sondern leitet sich aus dem polnischen rokyta ab und bedeutet ,Weide’.
Im Seminar gehen wir den Familiennamen auf die Spur. Wir betrachten die Anfänge der Familiennamengebung, die verschiedenen Bereiche, aus denen Familiennamen geschöpft wurden, deren Bildungsweisen, die Häufigkeiten und die Verbreitung der Namen usw. Ein spezielles Interesse gilt den Familiennamen, die in unserer Region auffällig sind. Und natürlich klären wir auch die Bedeutung von Familiennamen, die Sie besonders interessieren.

Dozentin: Dr. Christa Jochum-Godglück
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 04.05.2021
von 10:15-11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 129677
Semesterwochenstunden: 2

BK 006: Episoden aus der Geschichte der Saarregion

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In acht Sitzungen wird die vielfältige Geschichte der Saarregion von acht jungen Historiker*innen aus ganz verschiedenen Perspektiven vorgestellt. Von den Beginnen in der Antike, über die Zeit der Burgen und Ritter, bis zu den Weltkriegen werden Sie schlaglichtartig Einblicke in die Geschichte unserer Region erlangen. Aber auch der Kontakt zu unseren Nachbarn in Frankreich und Deutschland wird eine wichtige Rolle einnehmen, denn die Geschichte unseres Bundeslandes war schon immer geprägt durch Einflüsse von außen.
Die Themen der einzelnen Sitzungen werden zu Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.

Dozent/Moderator: Elias Harth
Zeit: 8 Termine, dienstags ab dem 01.06.2021
von 18.15‒19.45 Uhr,
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 129678
Semesterwochenstunden: 2

BK 007: Kunstlandschaft Eifel

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wer die Eifel besucht, der findet eine sogenannte „strukturschwache“, aber landschaftlich sehr reizvolle Region, die sich zwischen Trier, Koblenz und Aachen, dem Rhein und der Mosel erstreckt und bis nach Belgien hinüberreicht. Sie ist entschieden ländlich geprägt, die wenigen Städte erreichen nur eine mittlere Größe – zahlreich dagegen sind Burgen und Klöster aus Mittelalter und Neuzeit. Dabei findet die Architektur nur selten überregionale Beachtung, Ausnahmen bilden die Klöster Himmerod und Maria Laach. Um auch die versteckten kunstgeschichtlichen Seiten der Eifel gebührend zu würdigen, werden die unmittelbar an Mosel und Rhein liegenden Städte im Kurs weitgehend ausgespart.
Die Veranstaltung findet online statt, via MS Teams.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 8 Termine freitags ab dem 16.04.2021
von 10:15-11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 130030

Zusätzlich: Ostbelgien und das Saarland in der Großregion

Luxemburg, Lothringen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Wallonien und die Deutschsprachige sowie die Französische Gemeinschaft Belgiens bilden die Großregion. Die europäische Großregion ist aus dem Raum Saar-Lor-Lux entstanden und wurde Stück für Stück erweitert.

Am Donnerstag, den 08. April, um 18.30 Uhr sprechen Karl-Heinz Lambertz, Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und der Landtagspräsident des Saarlands, Stephan Toscani über die Rollen ihrer jeweiligen Länder innerhalb der Großregion und was die beiden kleinen Teile des großen Gebiets im Herzen Europas voneinander lernen können.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Union Stiftung statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung auf der Seite der Union Stiftung.

 

Anmeldung wird erst zu Semesterbeginn freigeschaltet

Themenschwerpunkt "Europa, Interkulturelle Kommunikation und Politikwissenschaft" im Sommersemester 2021

BK 008: Uns ist in alten mæren wunders vil geseit...

Streifzüge durch die mittelhochdeutsche Literatur

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wer kennt sie nicht: Hildebrand und sein tragisches Schicksal, Siegfried und Kriemhild, Tristan und Isolde, König Artus und seine Ritter? Wolfram von Eschenbach, Gottfried von Straßburg, Hartmann von Aue oder Walther von der Vogelweide sind Vielen ein Begriff. Neben diesen bekannten Helden und großen Dichtern gab es jedoch auch zahlreiche im kollektiven Bewusstsein nicht mehr so fest verankerte, doch nichtsdestoweniger genauso bedeutsame Werke und Autoren. Der Kurs entführt Sie in die Welt der mittelalterlichen Literatur und stellt ihnen verschiedene Dichter und ihre Werke vor. Bei Interesse können auch kleine Textabschnitte gemeinsam im Original gelesen und gemeinsam übersetzt werden.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine mittwochs ab dem 09.06.2021
von 12.15-13.45 Uhr,
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129680
Semesterwochenstunden: 2

BK 009: 9/11 - Ein Tag und seine Folgen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Terroranschläge des 11. September 2001 wurden als »Angriff auf die freie Welt«
und als einschneidende, politische, gesellschaftliche und kulturelle Zäsur gedeutet
— mit weitreichenden Folgen für das westliche Denken. Schnell wurde das durch die
Massenmedien weltweit verbreitete Ereignis in (nicht nur amerikanischer) Literatur
und Kunst, Film und Musik verarbeitet, als »post-9/11«-Zäsur in Kulturtheorie und
Philosophie diskutiert.
Das Seminar untersucht in acht Sitzungen die Ereignisse des 11. Septembers 2001,
die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen sowie die künstlerische ›Aufarbeitung‹
in Fotografie, Literatur oder Film.
Der Brückenkurs wird von verschiedenen Referent*innen gestaltet und ist eine
Kooperationsveranstaltung im Rahmen eines Gesamtprojektes zum zwanzigsten
Jahrestages der Anschläge vom 11. September 2001 mit internen und externen
Kooperationspartner*innen.

Organisation und Verantwortung:
Jun.-Prof. Dr. Jonas Nesselhauf (Medienkomparatistik, UdS)
Dr. Christian Göbel (Deutsches Zeitungsmuseum Wadgassen),
Dr. Hanna Büdenbender (Kunstgeschichte UdS),
Dr. Thomas Schmidtgall (ZelL, UdS)
Nora Benterbusch, M. A. (Medienkomparatistik, UdS).
Prof. Dr. Astrid Fellner (Amerikanistik, UdS)
Dr. Bruno von Lutz (Deutsch-Amerikanisches-Institut)

Weitere aktualisierte Informationen zum Gesamtprojekt und zu den externen
Partner*innen finden Sie unter folgendem Link: www.uni-saarland.de/fakultaet-
p/911.html

Ansprechpartner: Jun. Prof. Dr. Jonas Nesselhauf, Dr. Thomas Schmidtgall
Zeit: 8 Termine montags ab dem 10.05.2021, von 16.15-17.45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129681
Semesterwochenstunden: 2

BK 010: FÄLLT AUS!
BK 011: Interkulturelle Kompetenz: Grenzen überschreiten lernen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Interkulturelle Kompetenz ist der Schlüssel zu einer immer enger zusammenwachsenden
Welt. Egal ob zu Hause, im Berufsleben oder im Urlaub: interkulturelle Kompetenz ist hilfreich
dabei, andere Menschen und ihre Hintergründe, Motive, Verhaltensweisen und Gefühle
besser verstehen und angemessener darauf reagieren zu können. Dabei bezieht sich Kultur
und interkulturelle Kompetenz bewusst nicht nur auf andere Länder und Nationalitäten.
Auch innerhalb einer Nation nehmen die Unterschiede immer weiter zu. Zeit, innezuhalten
und über unser eigenes kulturelles Verhalten und die Unterschiede zu anderen Menschen
nachzudenken und zu sprechen.
Dieser Kurs soll Teilnehmenden eine Möglichkeit geben, eigene interkulturelle Erfahrungen
zu reflektieren, über interkulturelle Unterschiede zu lernen und die eigenen Kompetenzen in
diesem Bereich weiterzuentwickeln.
Die Veranstaltung findet mittels Videokonferenz statt. Teilnehmende erhalten einige
Tage vor Kursbeginn die technischen Details.

Dozent: Christian Kiefer (christiangkiefer@gmail.com)
Zeit: 8 Termine à 1,5 Stunden, jeweils donnerstags ab dem 15.04.2021,
von 19.00-20.30 Uhr.
Die genauen Termine werden in der ersten Sitzung gemeinsam festge
legt.
Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Der Zugangslink wird den
Teilnehmenden vor der ersten Sitzung zugeschickt.
Ort: Online Kurs, via Zoom
LSF- Nr.: 129682
Semesterwochenstunden: 2

BK 012: Populismus: Chance oder Gefahr für Europa und die liberale Demokratie?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die vergangenen Jahre haben die Idee der liberalen Demokratie stark in Frage gestellt.
Durch das Erstarken der AfD, den Brexit und die Präsidentschaft Donald Trumps
hat der Begriff Populismus wieder Einzug in unser Vokabular erhalten. Gleichzeitig
nehmen Kritik an Regierung, Parteien, Europäischer Union, Medien und anderen
vermeintlichen Eliten zu. Die Fronten scheinen verhärtet, ein offener gesellschaftlicher
Diskurs ist zu vielen Themen kaum noch möglich. Auch die Corona-Pandemie
hat viel Kritik am Handeln verschiedener Regierungen hervorgebracht, teils berechtigt,
teils überzogen oder auf Grundlage von Falschaussagen. Im Jahr 2021 steht mit
der Bundestagswahl dabei eine richtungsweisende Entscheidung an. Zeit, sich mit
Populismus auseinanderzusetzen.
Diese Veranstaltung soll das Phänomen des Populismus in seinen gesellschaftspolitischen
Zusammenhängen, Ursachen und Auswirkungen (Krisen, Verrohung,
Emotionen, Fake News) genauer unter die Lupe nehmen. Was können wir eigentlich
unter diesem Begriff verstehen? Ist es nur ein Kampfbegriff zur Diffamierung unliebsamer
politischer Gegner oder gibt es klar anwendbare Definitionen? Ist dieses
Phänomen tatsächlich so neu, wie viele tun, oder nur ein alter Begleiter? Was sind
die Zusammenhänge zwischen Populismus, Nationalismus und Euroskeptizismus?
Was sind die Chancen und Gefahren von Populismus für unsere Demokratien insgesamt,
aber insbesondere auch für die europäische Integration? Wie können wir als
Bürger damit umgehen? Diese Veranstaltung soll diesen und anderen Fragen auf
den Grund gehen. Die Veranstaltung ist für weitere inhaltliche Vorschläge durch die
Teilnehmer:innen offen.

Die Veranstaltung findet mittels Videokonferenz statt. Teilnehmende erhalten einige
Tage vor Kursbeginn die technischen Details.

Dozent: Christian Kiefer (christiangkiefer@gmail.com)
Zeit: 8 Termine à 1,5 Stunden, jeweils dienstags ab dem 13.04.2021
von 19.00-20.30 Uhr.
Die genauen Termine werden in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.
Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Der Zugangslink wird
den Teilnehmenden vor der ersten Sitzung zugeschickt.
Ort: Online Kurs, via Zoom
LSF- Nr.: 129691
Semesterwochenstunden: 2

BK 013: Frankfurt am Main:

Kunstgeschichte der Metropole zwischen Mittelalter und Moderne

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Sie ist der Anziehungspunkt für Kulturreisen, lockt vor allem Freunde der Museen
und der Architektur - die pulsierende hessische Großstadt ist zwar nicht Teil der
Großregion, liegt aber dennoch geradezu vor unserer Haustür. Bei einer Tagesreise
steht dann das Städel oder das MMK auf dem Programm, dazu der Römer und der
Dom, für mehr reicht die Zeit nicht. Was hat Frankfurt darüber hinaus zu bieten?
Die jüngste Altstadt, gerade erst fertig gestellt! Mehrere gotische Kirchen, die übrigens
zur mittelrheinischen Kunstlandschaft gezählt werden. Die für die deutsche
Demokratiegeschichte so wichtige Paulskirche, über deren Umbau gerade vehement
gestritten wird. Und natürlich die Wolkenkratzer, unter ihnen stechen hervor Helmut
Jahns Messeturm sowie der Skytower der EZB. Die zahlreichen Museen haben auch
jenseits von Sonderausstellungen viel zu bieten, von der Antike im Liebieghaus bis
zur Gegenwartskunst. Und schließlich liegen in der Umgebung bedeutende Siedlungsbauten
der frühen Moderne, etwa „Zickzackhausen“ im Stadtteil Niederrad von
Ernst May, oder das Verwaltungsgebäude der Höchst AG von Peter Behrens, ein
Bau des sogenannten „Backstein-Expressionismus“. Der Kurs findet online statt, via
Microsoft Teams.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 8 Termine montags ab dem 05.07.2021
von 10:15-11:45 Uhr
Ort: Online Kurs,via MS Teams
LSF- Nr.: 129694
Semesterwochenstunden: 2

BK 014: Föderalismus in Deutschland

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Der Föderalismus hat im politischen System Deutschlands einen festen Platz. Nicht
erst seit der Bewältigung der Covid-19-Pandemie wird jedoch über seine Funktionsfähigkeit
und Reformbedürftigkeit intensiv diskutiert. Der Brückenkurs bietet eine
grundlegende Einführung in die Grundzüge des deutschen Föderalismus, seine historische
Genese, Entwicklungstendenzen vom kooperativen Föderalismus hin zum
Wettbewerbsföderalismus, ferner in wesentliche Elemente einer Föderalismusreform,
eines horizontalen und vertikalen Finanzausgleichs sowie der Reföderalisierung
von Staatsaufgaben als Voraussetzungen einer Modernisierung der bundesstaatlichen
Ordnung.

Dozent: Dr. Torsten Mergen
Zeit: 8 Termine mittwochs ab dem 02.06.2021 bis zum 21.07.2021
von 16:15-17:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via Moodle und MS Teams
LSF- Nr.: 129695
Semesterwochenstunden: 2

BK 015: Spanien. Politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Dimensionen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Spanien ist nicht nur eines der beliebtesten Reiseländer der Deutschen, auch die
spanische Sprache steht nach dem Englischen und Französischen in deutschen
Schulen an dritter Stelle. Gleichzeitig ist das Bild von Spanien häufig von Klischees
geprägt und wird nicht selten auf stereotype Vorstellungen wie z.B. das Bild von
Andalusien oder der Massentourismus auf Mallorca reduziert. Spanien ist aber auch
ein wichtiges Mitglied der Europäischen Union, das deren Politik wesentlich mitbestimmt,
ein Vielvölkerstaat in dem neben dem Spanischen noch weitere Sprachen
gesprochen werden und ein Land mit reicher kultureller und politischer Geschichte.
In der Veranstaltung beschäftigen wir uns deshalb neben landeskundlichen Aspekten
wie Politik, Wirtschaft, Gesellschaft auch mit kulturellen Besonderheiten Spaniens,
die im Vergleich zu Deutschland näher beleuchtet werden und so im Zuge einer
umfassenden Betrachtung zu einem besseren Verständnis des Landes führen sollen.

Dozent: Dr. Thomas Schmidtgall
Zeit: 6 Termine dienstags ab dem 22.06.2021
von 10:00-12:00 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129696
Semesterwochenstunden: 2

BK 016: Kunst in Venedig

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In den 5 Sitzungen werden folgende Themen besprochen:

Geschichte/ Politik

  • Das politische System Venedigs
  • Geschichte der Republik bis zum Einmarsch Napoleons
  • Die Basilika San Marco
  • Der Dogenpalast

Architektur

Beispiele venezianischer Architektur vom 7. bis zum 18. Jahrhundert
Malerei bis 1510

  • Malerei der Spätgotik
  • Jacopo, Giovanni und Gentile Bellini
  • Vittore Carpaccio
  • Giorgione

Malerei des 16. Jahrhunderts

Tizian und Tintoretto: Zwei herausragende Malerpersönlichkeiten
Venezianische Malerei des Barock und Rokoko

  • Paolo Veronese als Vorbild
  • Malerei im 17. Jahrhundert
  • Malerei im 18. Jahrhundert (Tiepolo, Canaletto und Zeitgenossen)


Dozent: Wolfgang Birk
Zeit: 5 Termine montags, 19.04.21, 03.05.21, 17.05.21, 21.06.21, 05.07.21
von 15:30-17:00 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129697
Semesterwochenstunden: 2

BK 017: Rätsel Kunst? Architektur – die Mutter aller Künste?

Das 19. Jahrhundert - Zwischen Retro und Avantgarde

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Bedingt durch die Corona bedingten widrigen Umstände hat die Präsentation im SS
20 nicht richtig funktioniert und wurde im WS 20/21 komplett wiederholt. Im SS 21 soll
nun die Zeit vom späten 18. bis zu den Anfängen des 20. Jahrhunderts ins Visier genommen
werden. Sie beginnt mit dem Klassizismus und schon hier tauchen Fragen
auf, die sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts weiter zuspitzen: Handelt es sich hier
mit Repliken aus der griechisch-römischen Antike und später mit Stilzitaten aus dem
Mittelalter und der Neuzeit (Neo-Gotik, -Renaissance, -Barock) um Ausdruck der Einfallslosigkeit?
Fällt das Urteil milder aus, wenn man die Motive dazu hinterleuchtet?
Immerhin haben weder die Romantik noch der Realismus oder der Impressionismus
ein Pendant in der Architektur.
Aber gesellschaftlich gibt es eine entscheidende Veränderung: Freischaffende Künstler
sind immer weniger reine Auftragsempfänger und entfalten unabhängig Bildideen.
Damit kehren sich die bisherigen Verhältnisse um: Werke der Bildenden Kunst entstehen
nicht mehr in Bezug auf Architektur, sondern Architektur muss entstehen, um
Bildende Kunst zu präsentieren. Was im Barock andeutungsweise schon in Schlössern
in Form von Galerien zur Erbauung des Adels eingerichtet war, wird nun – zumindest
theoretisch – Allgemeingut: Öffentliche, also frei zugängliche Galerien und
Museen werden ausschließlich zur Präsentation von Bildschöpfungen errichtet und
dadurch auch zum Schauplatz gesellschaftlicher Turbulenzen – das Elitepublikum ist
nicht mehr unter sich!
Vor allem aber technologisch gibt es in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen Paukenschlag:
Als Folge der Industrialisierung entsteht ein völlig neuer Architekturtypus:
Die Ingenieurskunst. Weltausstellungen präsentieren den Kristallpalast in London,
den Eiffelturm und die Galerie des Machines in Paris gleichzeitig und geben ebenso
wie Bahnhofshallen und Fabrikgebäude einen Vorgeschmack auf die künftige Globalisierung.
Gusseisen und Stahl geben der Architektur ein völlig neues Gesicht und
fegen den Verdacht der Ideenlosigkeit hinweg, erzeugen zugleich aber das Gefühl
von technoider Kälte. Aber darauf gibt es am Ende des Jahrhunderts eine Antwort:
Der Jugendstil.

Dozent: Michael Wack
Zeit: 8 Termine montags ab dem 12.04.2021 bis 07.06.2021
von 18:00-19:30 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129698
Semesterwochenstunden: 2

BK 018: Die Welt in Karten

Einführung in die Kartographie. Teil 2

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Karten sind einerseits interessante Quellen für das Wissen der Menschen über ihre unmittelbare Umwelt, über Erde und Kosmos. Andererseits sind sie stark geprägt durch die Weltinterpretation dieser Menschen bzw. des jeweiligen Kartographen, etwa indem im Mittelalter heilsgeschichtliche Deutungen in die Darstellung Eingang fanden. Karten sind somit ein Spiegel des jeweiligen Weltbilds und gleichzeitig ein Instrument, mit dem das Weltbild ihrer Nutzer maßgeblich geformt werden konnte. Wir können demnach aus ihnen nicht nur praktische Informationen etwa über Besitzverhältnisse, Grenzverläufe etc. oder beispielsweise über die Entwicklung der Seefahrt gewinnen. Historische Karten erlauben uns darüber hinaus weit tiefere Einblicke in Denken und Vorstellungswelt der antiken, mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen
Menschen.

Im Wintersemester wurde bereits ein Querschnitt durch die Kartographie gegeben, der von Sternkarten und Himmelsgloben über Welt- und Europakarten sowie Portulane (Seekarten) bis hin zu der Suche nach unbekannten Ländern und Kontinenten seit dem Zeitalter der Entdeckungen und deren Kartierung reichte. Im Mittelpunkt des zweiten Teiles sollen nach einem Einstieg mit einer zusammenfassenden Wiederholung vor allem kleinräumigere Darstellungen stehen. Dies können etwa Regionalkarten sein oder solche, die etwa des Besitzes eines Klosters oder von Dörfern dokumentieren; zu denken ist aber beispielsweise auch an Stadtpläne. Dabei gilt auch wieder, wie schon im ersten Teil des Kurses, ein besonderes Augenmerk nicht nur den Techniken der Kartierung sondern auch den von den Kartenmachern und ihren Auftraggebern verfolgten Zwecken.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 20.05.2021
von 14:15-15:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129699
Semesterwochenstunden: 2

BK 019: Europäische Baukunst: Barock

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In diesem Kurs werden Grundlagen der Architektur vermittelt. Neben einer kurzen
Einführung in allgemeine baukünstlerische Aspekte geht es diesmal um eine Epoche,
der wir enorme Paläste verdanken, großartigen Städtebau wie in Nancy oder
geschwungene Treppen wie die „Spanische“ in Rom – und viele der größten Baumeister:
Borromini, Bernini, Guarini sind Vorbilder für die Architekten des 18. Jahrhunderts
in unseren Breiten, die Asam, Dientzenhofer oder Balthasar Neumann.
Von einer einheitlichen Epoche kann dennoch keine Rede sein, die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten
erscheint fast unendlich. So begreift sich die französische Baukunst
des 17. Jahrhunderts als Klassik, noch strenger zeigt sich die calvinistische
der Niederlande. Den Kontrapunkt dazu bildet die katholische im heutigen Belgien,
wie auch deutsche lutherische Kirchenbauten überaus prunkvoll gestaltet sein können.
Der Kurs findet online via Microsoft Teams statt.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 10 Termine montags ab dem 12.04.2021
von 10:15-11:00 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129700
Semesterwochenstunden: 1

BK 020: Die Insel der Göttin

Zypern und seine Beziehungen zu den Kulturen der Bronze- und Eisenzeit

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Zypern existiert im modernen Bewusstsein zuerst als ein ungelöstes Problem der
Europäischen Gemeinschaft – aufgrund der Teilung in einen griechischen und einen
türkischen Teil. Die Neuzeit verband Zypern intensiv mit dem Kult der Göttin Aphrodite,
der dort, etwa in Paphos wichtige Heiligtümer geweiht waren – so ist im Englisch
des frühen 19. Jahrhunderts „Paphian“ ein Euphemismus für eine Kurtisane. Welche
Rolle spielte die Insel aber in der Antike? Sie war als Lieferant von Kupfererzen und
Textilien eine Großmacht der späten Bronzezeit und ein wichtiges Scharnier für den
Kulturaustausch zwischen den westlichen und östlichen Regionen des Mittelmeerraumes.
Auch hinter dem Kult der griechischen Aphrodite stehen andere Göttinnen
lokalen oder orientalischen Ursprunges. Diese Rolle Zyperns im Zusammenspiel der
antiken Kulturen wird der Kurs durch eine Betrachtung der archäologischen Zeugnisse
beleuchten.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 15.04.2021
von 18:15-19:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129701
Semesterwochenstunden: 2

BK 021: Die älteste indoeuropäische Sprache

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Eine „Rückkehr des Lateinunterrichtes“, das heißt die wieder wachsende Beliebtheit des Faches Latein, wird in unserer Zeit immer wieder, oft mit Überraschung, festgestellt. Latein ist aber keinesfalls die älteste indoeuropäische Sprache, die wir kennen und verstehen können. Bereits ein Jahrtausend zuvor wurde mit dem in Keilschrift geschriebenen Hethitischen in Anatolien eine weitere Sprache aus dieser Sprachgruppe verschriftet; auch ihre Texte sind für moderne Leser zugänglich. Sie sind interessant, sowohl als Originalquellen für die Erschließung der Geschichte und Kultur der Hethiter, als auch für eine Auseinandersetzung mit den Ursprüngen der noch heute in Europa lebenden Sprachen.
Der Kurs wird die Grundzüge der hethitischen Sprache vorstellen und sich der Lektüre von Originaltexten widmen, das Kursniveau wird sich dabei nach dem Kenntnisstand der Teilnehmenden richten. Da die Texte in moderner Umschrift vorliegen, wird die größte Hürde auf dem Weg zur hethitischen Sprache, das mühsame Erlernen der zahlreichen Keilschriftzeichen, weitgehend vermieden.

Achtung, der Kursbeginn verschiebt sich um eine Woche nach hinten auf den 08.07.2021!

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 08.07.2021 von 18:15–19:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 129702
Semesterwochenstunden: 2

BK 022: Kulturelle Grundlagen eines „Europäischen Gedächtnisses“

Die Epoche der Aufklärung

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Bei der Frage nach einer kulturellen Grundlage Europas, also nach gemeinsamen
und übergreifenden Traditionen und Werten, wird nicht selten auf die paneuropäische
Epoche der Aufklärung als eine der kulturell prägendsten Umbrüche der Geistes-
und Ideengeschichte verwiesen.
So werden im Verlauf des 18. Jahrhunderts bisherige ‚Gewissheiten‘ wie die Allgemeingültigkeitsansprüche
von Religion und Adel infrage gestellt, und der vielbeschworene
„Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“
(Immanuel Kant) zum neuen Idealbild des Denkens.
Das Streben nach politischer Freiheit (durch demokratische Strukturen und Gewaltenteilung),
nach gesellschaftlicher Freiheit (durch allgemeine Menschen- und Bürgerrechte)
oder nach wissenschaftlicher Freiheit (durch universelle Forschung und
Bildung) begründete radikale Paradigmenwechsel in den gesellschaftlichen, politischen,
kulturellen, ökonomischen und religiösen Systemen.
Dieses Denken beeinflusste einerseits Schriftsteller(innen) und Künstler(innen), wurde
aber gleichzeitig wiederum in Gedichten, Romanen oder Werken der Bildenden
Kunst gespiegelt und – durch gesellschaftliche Entwicklungen und technologische
Fortschritte (etwa steigende Alphabetisierung, Einrichtung von Leihbibliotheken und
Lesezirkeln, günstigere Druckverfahren etc.) – verbreitet.

Dozent: Jun.Prof Dr. phil. Jonas Nesselhauf
Zeit: ab dem 12.04.2021
Ort: Online Kurs, via Moodle
LSF- Nr.: 129703
Semesterwochenstunden: 2

BK 023: Europa und seine Kriege in der Welt

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Kriege und Schlachten haben die Geschichte schon seit Menscheitsgedenken maßgeblich
geprägt. Wir alle kennen Alexander den Großen, Dschingis Khan oder Napoleon,
aber auch die Schlachten von Marathon, auf dem Lechfeld oder von Waterloo
sind fast weltweit bekannt. Aber auch abseits dieser berühmten Feldherren und
Schlachten gibt es unzählige Beispiele wichtiger, aber auch skurriler oder unbekannter
Schlachten, deren Geschichte zu erzählen sich lohnt.
In den acht Sitzungen des Brückenkurses werden die beiden Historiker Florian Deller
und Elias Harth Acht ausgewählte Schlachten vorstellen. Ein besonderer Schwerpunkt
wird hierbei auf die Kriege und Schlachten der europäischen Mächte gelegt,
wobei der Blick über den Tellerrand als Vergleich auch seinen Platz finden wird.

Dozenten: Florian Deller und Elias Harth
Zeit: 8 Termine, dienstags ab dem 01.06.2021,
von 16:15 - 17:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129704
Semesterwochenstunden: 2

BK 024: Islamische Konfessionen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die islamische Welt kennt zahlreiche Konfessionen, die viele Regionen politisch und kulturell mit ihren Besonderheiten bis heute prägen. In einer historischen Perspektive sollen die Entstehung der wichtigsten islamischen Konfessionen (Sunniten, Schiiten u.a.) beleuchtet und dabei zentrale Grundbegriffe definiert werden. Was unterscheidet einen Sultan von einem Scheich, Kalifen oder Imam? Wessen Oberhaupt ist der Aga Khan? Wer repräsentiert diese Konfessionen und gibt es unter den islamischen Konfessionen eine Ökumene? Ein Schwerpunkt unserer Betrachtung im zweiten Teil liegt dabei auch auf weniger bekannten Gruppierungen wie den Ibaditen im Oman oder den Alawiten in Syrien. Dieses facettenreiche Bild des Islams wollen wir besser verstehen lernen.

Dozent: Dr. Hans-Ulrich Kühn
Zeit: 4 Termine donnerstags, 19.00–20.30 Uhr, ab dem 26.8.2021
Ort: Online Kurs in MS Teams
LSF-Nr.: 129705
Semesterwochenstunden: 1

BK 025: Nachgehakt: Die islamische Welt im Fokus

Länder und Regionen der Islamischen Welt

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Seit dem 11. September sind die Islamische Welt, der Islam und seine radikalen Ausprägungen in Gestalt von Islamismus und islamistischem Terror verstärkt ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt. Allerdings handelte es sich damals noch eher um eine Frage der „großen Politik“. Die Flüchtlingswelle im Gefolge des Arabischen Aufstands und insbesondere des Syrienkriegs hat jedoch dazu geführt, dass die Thematik nicht mehr von rein akademischem Interesse und „weit weg“ ist, sondern direkt in Deutschland angekommen. Fast jeder wird in seinem unmittelbaren Umfeld beruflich oder privat mit Zuwanderern aus dem islamischen Raum konfrontiert. Unkenntnis der fremden Kultur und Religion erzeugt Unsicherheit, die entweder zu Angst vor dem Fremden oder auch zu falscher Rücksichtnahme führen kann; beides aber steht einer Integration der Zuwanderer eher im Wege und ist zudem dem gesamtgesellschaftlichen Klima abträglich. Orientalisten, Religionswissenschaftler und Historiker können hier Abhilfe schaffen, indem sie solide Kenntnisse über die islamische Welt, ihre Geschichte, Religion, Kultur(en) und Sprachen vermitteln. So können die Geisteswissenschaften einen wichtigen Beitrag in der aktuellen politischen Diskussion leisten.

Die islamische Welt ist kein monolithischer Block – ebenso wenig wie das Christentum; hier ist nicht nur an die grundlegende Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten zu denken, an die vier Rechtsschulen oder an einzelne fortschrittlichere oder konservativere Splittergruppen. Auch die Kultur der Länder und Regionen übt einen Einfluss darauf aus, wie eine Religion gelebt und durch welche Traditionen sie beeinflusst wird. Im Sommersemester soll daher die Vortragsreihe aus den beiden vergangenen Semestern fortgesetzt werden; weiterhin werden verschiedene Länder, Regionen und Völker der islamischen Welt mit ihren Kulturen und ihrer Geschichte im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.

Der Kurs findet online statt; die Zugangsdaten gehen den angemeldeten Teilnehmer/innen spätestens am Tag vor Veranstaltungsbeginn per Mail zu.

Termine:

15.04.2021   Dr. Hans-Ulrich Kühn: Sansibar (1)
22.04.2021   Dr. Hans-Ulrich Kühn: Sansibar (2)
29.04.2021   [Dr. Liza Franke: Palästinenser] – keine Sitzung, Termine wird im Juli nachgeholt!
06.05.2021   Cahit Bashar: Kurden (politische Situation heute)
13.05.2021   Christi Himmelfahrt – keine Sitzung
20.05.2021   Dr. Britta Frede: Gelehrtenkultur der westlichen Sahara
03.06.2021   Fronleichnam – keine Sitzung
10.06.2021   Avdo Karatas: Kurden
24.06.2021   Adoula Dado: Jeziden
29.07.2021   Dr. Hans-Ulrich Kühn: Vereinigte Arabische Emirate
05.08.2021   Dr. Hans-Ulrich Kühn: Das mittelalterliche Ägypten (1)
12.08.2021   Dr. Hans-Ulrich Kühn: Das mittelalterliche Ägypten (2)

Dozentin/Moderation: Dr. Sabine Penth
Zeit: 10 Termine donnerstags, ab dem 15.04.2021, von 19.00–20.30 Uhr
Ort: Online Kurs in MS Teams
LSF-Nr.: 129706
Semesterwochenstunden: 2

BK 026: Frauen im Christentum

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Noch immer dürfen Frauen in der katholischen Kirche das Priesteramt nicht ausüben,
und auch in der Frage der Ehe, Abtreibung und Verhütung vertritt die katholische
Kirche weiterhin einen harten Standpunkt. Dies war aber nicht immer so. In
der Jüngerschaft Jesu und beim Aufbau der frühen Gemeinden haben Frauen als
Diakoninnen und sogar Apostelinnen z.T. eine wichtige Rolle gespielt. Aber im Verlauf
der ersten Jahrhunderte wurden diese Ansätze zurückgedrängt und die antike
patriarchale Ordnung realisiert. Dies setzte sich im Mittelalter fort; die Rolle der
Frau war im Allgemeinen auf die Funktion als Ehefrau und Mutter begrenzt; Ausnahmen
gab nur in semi-religiöse Gemeinschaften (Beginen) und Drittorden, in
denen Frauen ein Leben mit selbstgewählten Aktivitäten und ohne Männer leben
führen konnten. Aus ihnen gingen auch bedeutende Mystikerinnen und Autorinnen
hervor, die allerdings oft in den Verdacht gerieten, Häresien zu verbreiten. Nicht
selten wurden sie unter Anklage gestellt und sogar – wie im Fall der Französin Marguerite
Porète – zum Tode verurteilt. Auch die Frühe Neuzeit brachte keine großen
Fortschritte in der Frauenemanzipation. In den Kirchen der Reformation wurde die
Rolle der Frau und Mutter positiv herausgestellt, allerdings entstanden in katholischen
Kontexten Frauenbewegungen, die sich auf die Mädchenerziehung konzentrierten
(Jesuitinnen). Gleichzeitig entbrannte in Europa die Hexenverfolgung, von
der wiederum primär Frauen betroffen waren. Wirkliche Fortschritte für die Emanzipation
brachten erst das 19. und 20. Jahrhundert in Richtung einer rechtlichen
und gesellschaftlichen Gleichberechtigung. Aber sogar noch nach dem Zweiten
Vatikanischen Konzil (1962-56) blieb die römisch-katholische Kirche in ihren rechtlichen
Grundsätzen androzentrisch und männerbestimmt. Auch von theologischen
Lehrstühlen werden Frauen bis heute möglichst ferngehalten.
Der Brückenkurs soll – in Schwerpunkten – einen Durchgang durch diese 2000jährige
Geschichte bieten und an Schwerpunkten diskutieren.

Dozentin: PD Dr. Ulrike Stölting
Zeit: 8 Termine freitags ab dem 23.04.2021,
von 18:15-19:15 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 129707
Semesterwochenstunden: 2

BK 027: „Rom und die Christen“

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Ausgangspunkt der Christianisierung des Römischen Reiches war Jerusalem. Die
Jünger hatten sich nach der Kreuzigung Jesu Christi zunächst nach Galilaea begeben,
waren aber bald nach Jerusalem zurückgekehrt, wo die Gemeinde der
Nazarener schon bald etwa 8000 Mitglieder zählte. Zwischen ca. 40 und 60 n. Chr.
führten Petrus und Paulus mehrere Missionsreisen durch, die sie u.a. nach Rom,
Kleinasien, Griechenland und Makedonien führten. Im 1. Jh. n. Chr. setzte sich
der christliche Glaube vor allem in Palästina, Syrien, Kleinasien mit Schwerpunkten
in den Provinzen Lykaonien, Pisidien, Phrygien und Asia, in einigen Regionen
Makedoniens und Griechenlands, in Rom selbst und der italischen Hafenstadt Puteoli
(dem heutigen Pozzuoli) durch. Im 2. Jh. n. Chr. erreichte das Christentum
die Randgebiete des Vorderen Orients und Kleinasiens, den Balkanraum, Gallien,
Hispanien und Nordafrika (Carthago). Kleinasien, wo sich die meisten der frühen
Gemeinden gebildet hatten, wurde das erste Gebiet, in welchem sich das Christentum
zur vorherrschenden Religion entwickelte. Zentral für die Ausbreitung des
christlichen Glaubens war die Interaktion der Christen mit den römischen Kaisern,
die immer wieder Konfliktpotential bot.
Der Brückenkurs widmet sich diesen Auseinandersetzungen, von der ersten Christenverfolgung
unter Nero über die Edikte Valerians 257 n. Chr. bis hin zum Toleranzedikt
des Galerius im Jahre 311 n. Chr., das die Verfolgungen beendete und
die Christen wieder in ihre Rechte einsetzte. In den darauffolgenden Jahrzehnten
breitete sich das Christentum ausgehend von der Hinwendung Konstantins
des Großen zum Christengott immer weiter aus, bis es unter Kaiser Theodosius
schließlich zur Staatsreligion wurde. Während dieses langen Prozesses veränderte
sich das Imperium Romanum grundlegend nicht nur in religiöser, sondern
ebenso in sozialer und kultureller Hinsicht. Dieser Transformationsprozess, der
mit der Ausbreitung des Christentums in engem Zusammenhang steht, wird im
Brückenkurs behandelt werden.

Dozent: Dr. Timo Klär
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 15.04.2021
Ort: Online Kurs, über Moodle via Audio Power Point
LSF-Nr.: 129985
Semesterwochenstunden: 2

BK 028: Willkürliche Tyrannen und wahnsinnige Kaiser?

Kaiserkritik in der römischen Antike

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:.
Der durch die modernen Massenmedien deutlich beschleunigte und erleichterte Meinungsaustausch
macht Kritik an Regierenden und anderen Personen des öffentlichen
Lebens nicht nur leichter hörbar, sondern ermöglicht auch neuen Gruppen die
Möglichkeit zur wirkungsvollen Äußerung ihrer Kritik oder Polemik. Gerade hinsichtlich
sogenannter ‚shitstorms‘ im Internet wird daher immer wieder die Frage aufgeworfen,
was noch unter berechtigte Kritik fällt oder schon reine Beleidigung ist. Eine
Aufteilung in solche Kategorien ist der Antike völlig fremd. Bisweilen begegnen auch
in Publikationen mit wissenschaftlichem Anspruch historische Motive zur Kennzeichnung
des schlechten Herrschers. So veröffentlichte im Jahr 2017 eine Gruppe von
Psychiatern und Psychologen einen Sammelband mit Beiträgen, die den Nachweis
erbringen sollten, dass der US-Präsident Donald Trump wahnsinnig ist. Allerdings
erfuhr diese Veröffentlichung in der Folge Kritik aus verschiedenen Fachdisziplinen.
So wurde aus historischer Sicht kritisiert, dass mit Donald Trump nicht zum ersten
Mal ein Herrscher als ‚wahnsinnig‘ bezeichnet wird. Genauso brandmarkte auch der
kaiserzeitliche Biograph Sueton den Kaiser Caligula oder Ludwig Quidde den deutschen
Kaiser Wilhelm II.
Der Brückenkurs soll den literarischen Formen und Ausprägungen der Kritik an römischen
Kaisern in der Zeit von Augustus bis Theodosius II. nachgehen. Um die
Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Kritik und den zum Einsatz kommenden
literarischen Mitteln aufzuzeigen, werden nicht, wie häufig üblich, einzelne Kaiser,
sondern die kritisierenden Autoren in den Blick genommen. Nach einer kurzen
theoretischen Einführung zu Besonderheiten, Zielen und Vorläufern der römischen
Herrscherkritik sowie einer knappen Behandlung des Herrschaftssystems des Augustus
werden in chronologischer Reihenfolge zahlreiche antike Autoren behandelt
(z.B. Seneca, Tacitus, Sueton, Galen, Ammian, Priskos). Diese Vorgehensweise bietet
nicht nur einen Einblick in verschiedene literarische Gattungen, sondern auch
einen Überblick über bedeutende Ereignisse der Kaiserzeit, bei dem unterhaltsame
Anekdoten nicht zu kurz kommen. Dabei besteht immer wieder Gelegenheit, auch
auf moderne Rezeptionsformen dieser Kritik und moderne Vergleiche einzugehen.

Dozent: Lukas Mathieu
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 20.04.2021 von 18.00-19.30 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129901
Semesterwochenstunden: 2

ZUSATZANGEBOT: Die orientalischen Christen und ihre Umwelt

Der Nahe Osten stellt sich heute als eine Region unterschiedlichster Ethnien, Religionen und Konfessionen dar. Heute leben in den orientalischen Ländern Christen als Minderheit. Durch die aktuellen Entwicklungen ist ihre Zukunft in Gefahr. Die noch existierenden Gemeinden gehören den unterschiedlichsten Konfessionen an. Was sind das für Kirchen, wie sind diese orientalischen Nationalkirchen entstanden? Wir wollen uns einen Überblick verschaffen, der auch zum Verständnis der aktuellen Lage in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens beitragen wird.  Im zweiten Teil werfen wir einen besonderen Blick auf den Libanon als Kulturland und spannen einen Bogen bis in die Moderne.
Der Kurs findet online statt; die Teilnehmer erhalten die Zugangsdaten spätestens am Tag vor der ersten Veranstaltung per Mail zugeschickt.

Dozent: Dr. Hans-Ulrich Kühn
Zeit: 4 Termine, montags 19.00–20.30 Uhr, am 7.6., 21.6., 12.7. und 26.7.2021
Ort: Online-Kurs in MS Teams
1 Semesterwochenstunde

Anmeldung wird erst zu Semesterbeginn freigeschaltet

Themenschwerpunkt "Bildung & Gesundheit" im Sommersemester 2021

BK 029: Positive Beziehungen I und II

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Im ersten Teil des Seminars zum Thema „Positive Beziehungen“ beschäftigen wir uns mit
gesundheits- und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen über soziale Unterstützung
und Emotionen: Wie wirkt sich soziale Unterstützung auf die Gesundheit aus und
welche Rolle spielen Hormone dabei? Und warum sind bestimmte Affekte, wie Lachen
und Weinen, ansteckend und wie regulieren sie Beziehungen?
Im zweiten Teil wenden wir uns tiefenpsychologischen Erkenntnissen über die (unbewusste)
Kommunikation in Zweierbeziehungen zu: Wieso bringen Aussagen, die mit „immer“
oder „nie“ beginnen, den anderen schnell auf die Palme und wie führen wir einen
konstruktiven Dialog? Und was sind die Chancen und Herausforderungen, wenn es in
Paarbeziehungen eine besonders gute Passung gibt?

Dozent: Dipl.-Psych. Jeremy M. Hoffmann, Psychologischer Psychotherapeut
Zeit: 2 Termine freitags am 16. und 23.04.2021
von 10:15 -11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129711
Semesterwochenstunden: 1

BK 030: Raus aus dem Stress!

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wie Sie Ihre Lebenszeit effizient und sinnvoll nutzen, sowohl beruflich wie auch privat,
darum geht es in diesem Seminar. Die Zeit ist unser kostbarstes Gut. Sie vergeht
und kommt nie wieder zurück! Wie schafft man es, Gelassenheit zu entwickeln und
Druck abzubauen, um entspannter mit Stress umgehen zu können für ein glücklicheres
Leben? Lernen Sie mit Hilfe einfacher Praxistipps sich selbst in anspruchsvollen
Situationen zu unterstützen und gut für sich zu sorgen.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisenund
Trauerbegleiterin
Zeit: 2 Termine dienstags 04.05. und 11.05.2021
jeweils von 17:15- 18:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129724
Semesterwochenstunden: 2

BK 031: Krisen positiv meistern

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Belastende Ereignisse wie eine Scheidung oder Trennung, eine Kündigung des Arbeitsplatzes
oder des Lebensraumes, eine ernsthafte Erkrankung oder große Angst
krank zu werden, eine Veränderung, ein plötzlicher oder bevorstehender Tod von nahestehenden
Angehörigen, sowie Betroffenheit oder Anwesenheit bei schweren Unfällen
oder gewaltvollen Übergriffen lösen bei den meisten Menschen eine Schockreaktion
hervor und konfrontieren sie mit einer plötzlichen Veränderung ihres Lebens.
In diesen Krisensituationen fühlen sich die meisten Menschen existenziell bedroht
und empfinden diese, als eine akute Krise und als eine Erschütterung ihres gesamten
Glaubens – und Weltbildes. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit einem
positiven Umgang mit existentiellen Krisensituationen. Sie erhalten viele hilfreiche
praktische Tipps und lernen Methoden kennen, die Ihnen dabei helfen, gestärkt aus
Krisen hervorzugehen.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisen-
und Trauerbegleiterin
Zeit: 3 Termine donnerstags 15.04., 22.04. und 29.04.2021
jeweils von 10:15 -11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129725
Semesterwochenstunden: 2
 

BK 032: Endlich frei im Kopf

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wenn wir uns im inneren friedlich und ausgeglichen fühlen, dann kommt uns das
Leben leicht vor und wir fühlen uns frei und glücklich. Doch wie oft befinden wir
uns in solch einem inneren Zustand? Die meisten Menschen stehen unter großem
Druck, Erwartungen gerecht zu werden, sei es beruflich oder privat. In diesem Seminar
lernen Sie in Theorie und Praxis wie Sie es schaffen, zu innerer Zufriedenheit
zu gelangen und sich von dem Drang, nach Perfektion und Optimierung zu befreien.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisen-
und Trauerbegleiterin
Zeit: 2 Termine montags 19.04. und 26.04.2021
jeweils von 10:15 - 11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129726
Semesterwochenstunden: 2

BK 033: Einführung: Charakterstärken

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Es gibt sie wirklich und sie ist zu verorten in der Positiven Psychologie – die Wissenschaft
des Charakters. Zahlreiche Forschungsergebnisse belegen, dass die Anerkennung,
Wertschätzung und Erschließung der eigenen Stärken und der Stärken
anderer Menschen in positiver Wechselwirkung mit einem erfolgreichen und erfüllten
Leben stehen. Wer seine Stärken kennt und sie zum Einsatz bringt, ist leistungsstärker,
erfolgreicher und zufriedener.
Forscher*innen haben ein zeit- und kulturübergreifendes Modell mit 24
Charakterstärken/-eigenschaften, die sich auf 6 Tugenden verteilen, herausgearbeitet.
In diesem Kurs geht es um die Entstehungsgeschichte und Kernkonzepte der
Charakterstärken.

Dozentin: Angelina Müller, M.A., Erziehungswissenschaftlerin und zertifizierte Trainerin der Positiven Psychologie (EUPPA)
Zeit: 3 Termine dienstags 20.04., 27.04., 04.05.
jeweils von 10:15-11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129728

BK 034: Praxiskurs: Charakterstärken

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In diesem Kurs beschäftigen wir uns mit den eigenen Charakterstärken. Die
Teilnehmer*innen werden einen Fragebogen bearbeiten und ihre eigenen Charakterstärken
kennenlernen. Auf Grundlage der Auswertung werden anschließend interaktive
Übungen durchgeführt.

Dozentin: Angelina Müller, M.A., Erziehungswissenschaftlerin und zertifizierte Trainerin der Positiven Psychologie (EUPPA)
Zeit: 2 Termine dienstags 18.05., 25.05.2021
jeweils von 10.15-11.45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129729

BK 035: Kommunikation auf Augenhöhe

Einführung in die Transaktionsanalyse

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wer kennt das nicht? Man nimmt sich vor: „Beim nächsten Mal reagiere ich bestimmt
anders.“ Und was passiert? Wir geraten wieder in die gleichen ausweglosen Situationen,
sei es am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Freundeskreis. Aber es gibt Abhilfe:
Mit der richtigen Kommunikationsmethode kann man lernen, jederzeit die passende
Antwort zu finden. In dem Kommunikationskurs führt der Diplom-Psychologe
Nico Janzen in die Methode „Transaktionsanalyse“ ein. Neben der Vermittlung von
theoretischen Grundlagen lernen die Seminarteilnehmer ihr eigenes Kommunikationsverhalten
zu analysieren und zu verbessern.

Inhalte:

  • Grundlagen der Transaktionsanalyse
  • Persönlichkeitspsychologie (Erkennen von Ich-Zuständen)
  • Kommunikationspsychologie (Analyse von Transaktionen)
  • Aufdecken von Manipulationsstrategien (psychologische Spiele)
  • Entwicklungspsychologie (Wie beeinflussen frühe Entscheidungen unser Denken,
  • Fühlen und Handeln?)
  • Gefühle und Ersatzgefühle und Symbiosen in Beziehungen (Wie können wir lernen,mit uns und anderen besser auszukommen?)

Unterrichtsmethoden:

  • Theorie-Input
  • Rollenspiele
  • Praktische Übungen

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen
Zeit: 10 Termine dienstags ab dem 13.04.2021 von 18:15-19:45 Uhr,
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129713
Semesterwochenstunden: 2

BK 036: Die positive Kraft negativen Denkens

Eine Einführung in die Psychologie des Defensiven Pessimismus

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
„Pessimisten küsst man nicht: Optimismus kann man lernen“ so lautet der Titel eines
Buches von Martin Seligman. Seligman gilt als Begründer der „Positiven Psychologie“,
oft auch als „Glücksforschung“ bezeichnet. Optimisten gelten allgemein als
erfolgreicher und glücklicher als Pessimisten. Sind Pessimisten per se erfolgloser
und unglücklicher? Nein, sagt eine andere Forschungsrichtung, die sich mit dem
sog. „Defensiven Pessimismus“ beschäftigt. Es wird dargelegt, dass man auch mit
negativem Denken durchaus erfolgreich sein kann. Menschen erleben es meist als
entlastend, wenn sie erkennen, dass auch ihre negativen Gedanken ok sind und sie
sich nicht zwingend zu Optimisten entwickeln müssen, um erfolgreich zu sein, wie es
viele Ratgeberbücher suggerieren.
Der Kurs ist eine Einführung in der Psychologie des Defensiven Pessimismus, bei
dem es sich um ein psychologisches Konstrukt der differenziellen Persönlichkeitspsychologie
handelt. Das Konzept geht auf die amerikanischen Psychologinnen Julie
Norem und Nancy Cantor zurück. Diese haben experimentell untersucht, welche
Strategien erfolgreiche Pessimisten anwenden und ob diese Strategien auch für den
Erfolg verantwortlich sind. Sie haben auch einen Test entwickelt, der das Ausmaß
des defensiv-pessimistischem Verhaltens misst. Es wird gezeigt, wie man mit der Anwendung
der richtigen Strategien des defensiven Pessimismus genauso erfolgreich
sein kann wie die „strategischen Optimisten“.
Für wen ist der Kurs interessant?
Für alle Diejenigen, die sich nicht zu den „strategischen Optimisten“ zählen.
Berater*innen, Trainer*innen, Coaches, Therapeut*innen, Erzieher*innen usw. die
nach Strategien suchen, ihren pessimistischen Klienten zu helfen, ohne sie zu Optimisten
„umerziehen“ zu müssen.

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen
Zeit: 10 Termine jeweils mittwochs ab dem 14.04.2021 von 18.15-19:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129714
Semesterwochenstunden: 2

BK 037: Achtsamkeit „to go“

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen
Beim Leben im Moment geht es um „Bewusstsein“ oder „Achtsamkeit“. Achtsam ist
derjenige, der jedem Ereignis, jeder Handlung, jedem Wort seine volle Aufmerksamkeit
schenkt. Allerdings benötigt man für Achtsamkeit Übung. Die täglichen Herausforderungen
im Beruf, in der Familie und im Alltag stressen uns. Deshalb sollten
wir uns bewusste Augenblicke der Ruhe schenken. Ein paar Minuten nichts tun, an
nichts denken, entspannt Körper, Geist und Seele. In diesem Kurs geht es um das
bewusste Einräumen der Augenblicke der Ruhe in den Alltag. Die Wirkung von Achtsamkeitsübungen
auf unseren Organismus und das Gehirn werden anhand wissenschaftlicher
Studienerkenntnisse erläutert. Ebenso werden verschiedene Achtsamkeitsübungen
vorgestellt. Ziel dieses Kurses ist, den Teilnehmern Anreize für die
Praktizierung von Achtsamkeit im Alltag zu geben.

Dozentin: Waltraud Ewen, M.A., LL.M., Wirtschaftsmediatorin (FH). Sie arbeitet als
Coach und Lehrende in verschiedenen Arbeitsbereichen und verfügt über umfassende
Kenntnisse im Stressmanagement.
Zeit: Samstag, der 12.06.2021 von 11-15 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129716
Semesterwochenstunden: 2

BK 038: Dem Gedächtnis auf die „Sprünge“ helfen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Schwung für Ihre „grauen Zellen“
Ich habe ein Gedächtnis wie ein Sieb!
Was wollte ich im Keller..?
Ich vergesse so viel…….Dies sind bekannte Floskeln, die immer wieder zu hören
sind.
Tatsache ist, dass geistige Fitness nicht nur ein Thema für ältere Menschen ist, sondern
sich durch alle Altersgruppen zieht. Wie keine Generation zuvor sind wir gefordert
und fordern uns.
In der aus acht Terminen bestehenden Kursreihe haben Sie die Möglichkeit,
„Ihre grauen Zellen“ zu aktivieren.
Sie lernen Übungen kennen, die alle Gehirnfunktionen gleichermaßen beanspruchen,
um Ihr Denkvermögen im Alltag zu vermehren, und Ihre geistige Leistungsfähigkeit
flexibel halten zu können.
Das Übungsprogramm, das mit Freude und ohne Leistungsdruck durchgeführt wird,
trainiert bei allen Terminen die gesamten Gedächtnis- und Hirnleistungen.
Sie werden mit einer sprachhinterlegten Power Point Präsentation durch das Programm
geführt. Nach jeder Übung wird die Lösung, oder der Lösungsvorschlag eingeblendet.
Legen Sie, bevor Sie das Programm starten, Blatt und Stift bereit.

Dozentin: Edeltrud Schätzel, Fachpräventologin für geistige Fitness ®
Mitentwicklerin von MemoMoves®; Entwicklerin des Schüler & Eltern
Lerncoach®; Lern- Gedächtnistrainerin; Ausbilderin im deutschen
Turnerbund
Zeit: Termine: 30.04., 07.05., 14.05., 21.05., 11.06., 18.06., 25.06. und
02.07.2021 jeweils von 9-10:30 Uhr
Ort: Online Kurs, via Moodle
LSF- Nr.: 129718
Semesterwochenstunden: 2

BK 039: Vier Leben im Einklang

Work-Life-Balance

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Es gibt kaum eine dauerhafte Zufriedenheit im Beruf ohne ein erfülltes Privatleben -
es gibt selten Zufriedenheit im Privaten ohne Erfüllung in der Arbeit.
Work-Life-Balance ist ein Konzept, das für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen
Arbeit, Familie, Freund/innen und sozialer Umwelt steht. Ziel dieses Seminars ist
es, die privaten Wünsche und Wertvorstellungen mit den Anforderungen, die die Arbeitswelt
an die einzelne Persönlichkeit stellt, in ein ausgewogenes Verhältnis zu
bringen. Es geht also ganzheitlich um die Frage: Wie erreiche ich eine Balance in
allen Bereichen?
Ich vertrete einen ressourcenorientierten Ansatz, für mich steht der Mensch mit
allen Anteilen seiner Persönlichkeit im Zentrum.
Ein Hauptziel dieses Seminars ist es, die Zusammenhänge der einzelnen Lebensbereiche
zu verstehen und im zweiten Schritt - mit sehr unterschiedlichen methodischen
Herangehensweisen - individuelle Möglichkeiten der Steuerung zu entwickeln.
Seminarinhalte:

  • Mein Status Quo - berufliche und persönliche Situation
  • Mein Leben - Vorstellungen, Ziele und Herausforderungen
  • Meine Ressourcen - erkennen und nutzen
  • Meine Prioritäten - klären
  • Meine Umsetzungsplanung - in kleinen Schritten in Richtung Ziel
  • Meine Zielcollage

Dozent: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Ersttermin am Freitag, 09.04.2021, von 13:30 bis ca.17:00 Uhr
weitere Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129719
Semesterwochenstunden: 2

BK 040: Den Übergang in die nachberufliche Phase aktiv gestalten

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die meiste Zeit Ihres Lebens haben Sie in Ihrem Beruf verbracht, sich mit Zielvorgaben
und neuen Herausforderungen auseinandergesetzt.
Trotz der Sehnsucht nach mehr Freizeit und Ruhe gibt diese Zeit Ihrem Leben Struktur,
Status, Anerkennung, soziale Kontakte. Da wundert es niemanden, wenn kurz
vor dem Ruhestand (oder nach einigen Woche in der nachberuflichen Phase) neben
die (Vor)Freude bisweilen Verunsicherung und Fragen treten.
Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit dieser Lebensphase zu beschäftigen. In
diesem Seminar werden wir uns gemeinsam folgenden Fragen nähern:

  • Was habe ich erreicht?
  • Welche Lebensziele sind noch offen?
  • Was ist für mich wichtig und wie kann ich diese Bedürfnisse unter den veränderten
  • Bedingungen leben?
  • Wie kann ich meine Resilienz stärken?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, mein Leben zufrieden und aktiv zu gestalten?
  • Welche nächsten Schritte möchte ich gehen?

Dozentin: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Ersttermin am Freitag, 30.04.2021, von 13:30 bis ca.17:00 Uhr
weitere Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129720
Semesterwochenstunden: 2

BK 041: Salongespräche

Gedanken und Gespräche über Lebenskultur und Glück

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Vorbild für die Salongespräche sind die philosophischen und literarischen Zusammenkünfte
in den Salons des 18. und 19. Jahrhunderts. Denker, Dichter, Künstler
und Wissenschaftler tauschten sich seinerzeit über das aktuelle Zeitgeschehen aus.
Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Politik, Kunst und Kultur wurden teilweise
sehr rege diskutiert. Dieser intensive Gedankenaustausch - in einem besonderen
Ambiente - war ein Lebensstil, der in den Salons nicht selten zu großartigen Ideen
und deren Umsetzung führte.
An diese Gesprächskultur knüpfen die geplanten Salongespräche der Universität des
Saarlandes im Sommersemester 2021 (aufgrund der Pandemie zuerst formal noch
online) an. Mit Texten zu Themen, die für ein „gelungenes Leben“ von Bedeutung
sind und die zum Gedankenaustausch inspirieren. Ein weiterer Themenschwerpunkt
stellt das „Glück“ dar - mit Erkenntnissen aus der Philosophie, der Literatur, aus anderen
Kulturen, sowie der Psychologie und den Naturwissenschaften - mit Impulsen,
die uns zum Nachdenken beflügeln und uns spannende Perspektiven einer Weiterentwicklung
aufzeigen mögen.

Dozentin: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Ersttermin am Freitag, 23.07.2021, von 13:30 bis ca. 17:00 Uhr
weitere Termine werden in der Gruppe abgestimmt
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129721
Semesterwochenstunden: 2

BK 042: „Und deshalb bin ich für....“

Zuhörerorientiert, nachvollziehbar und sachdienlich argumentieren

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Überzeugend argumentieren zu können, ist in vielen Kontexten hilfreich; nicht nur im
beruflichen Bereich, sondern auch privat. Immer wieder kommt es zu
Meinungsverschiedenheiten, für die eine gute, gemeinsame Lösung gefunden werden
muss.
Die Argumentation zuhörerorientiert, logisch nachvollziehbar und sachdienlich
formulieren zu können, ist hierbei häufig gar nicht so einfach.
In diesem Seminar wird der wirkungsvolle Aufbau einer Argumentation mit Hilfe der
Fünfsatztechnik besprochen und eingeübt.

Dozentin: Birgitt Grau (Sprecherzieherin/DGSS)
Zeit: Donnerstag, 17.06.2021 und 24.06.2021, jeweils 9-12 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129860
Semesterwochenstunden: 1

BK 043: Zur Aktualität Schopenhauers

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen
In pandemischen Zeiten wird vielfach kontrovers über Fragen der Freiheitseinschränkung
und Reduktion sozialer Kontakte diskutiert. Arthur Schopenhauer (1788-1860),
der selbst im Jahr 1831 vor der Cholera aus Berlin floh, hat 1838 seine Preisschrift
Über die Freiheit des menschlichen Willens verfasst, um die es vor allem in diesem
Lektürekurs gehen soll. Als Einstieg mögen Schopenhauers kurze Parabel Die
Stachelschweine (1851) sowie die aktuellen Überlegungen von Nicola Schubert zur
Misanthropie, Macht das Virus uns zu Menschenfeinden? (Beitrag im DLF Kultur
vom 18.11.20), dienlich sein. - Bei Gelegenheit sollen auch Textpassagen aus Schopenhauers
Hauptwerk, Die Welt als Wille und Vorstellung, herangezogen werden,
in denen es um Willensfreiheit und die Stellung des Individuums im Verhältnis zur
Gemeinschaft geht.

Dozent: Dr. Klaus Bonn
Zeit: 8 Termine, montags ab dem 31.05.2021, jeweils von 17:15-18:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129717
Semesterwochenstunden: 2

BK 044: Autobiographie

Schreiben eigener Texte und Analyse ausgewählter Lebensgeschichten

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Durch Analyse und Vergleich fremder Autobiographien werden die Kursteil-nehmer/-
innen die jeweiligen literarischen Spielarten von autobiographischem Schreiben und
die Vielfalt dieses Genres kennen lernen. Sichtbar werden die fließenden Grenzen
zwischen Wahrheit und Dichtung und die Möglichkeiten von Offenbarung und Verbergen
im Sinne des Authentischen.
Methoden zur Rekonstruktion des eigenen Lebenslaufes und der Familiengeschichte,
wie sie in der Familientherapie üblich sind, sollen helfen, eigene Themen zu entwickeln.
Außerdem liefert die Kursleiterin Hilfestellungen bei der Überwindung eventueller
Schreibblockaden. Die entstehenden autobiographischen Texte der Teilnehmer/
innen werden analysierend besprochen, aber nicht bewertet; jeder soll seinen einzigartigen
Ressourcen auf die Spur kommen und zu seiner spezifischen Ausdrucksweise
finden.
Ziel der Veranstaltung ist die Ermutigung der Kursteilnehmer/innen, einen kleinen,
eigenen autobiographischen Text über einen bestimmten Lebensabschnitt so zu vollenden,
dass er den eigenen literarischen, künstlerischen Ansprüchen genügt.

Dozentin: Uschi Schmidt-Lenhard, M.A.
Zeit: 7 Termine, dienstags ab dem 13.04.2021
von 17:15 - 18:45 Uhr, die weiteren Termine werden im Seminar
bekannt gegeben.
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129715
Semesterwochenstunden: 2

BK 045: Einführung in die Kinder- und Jugendliteraturforschung

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die (literatur-)theoretische Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendliteratur
(KJL) hat in den vergangenen Jahrzehnten einerseits vielfältige Forschungen über
die Bedeutung von KJL für Jugendliche als sog. Entwicklungshelfer im Sozialisationsprozess
hervorgerufen, andererseits zeigt sich immer häufiger, dass KJL mehrfachadressiert
ist. Inzwischen wird sogar von einer „Literatur für alle Altersstufen“
(all-ages-Literatur) gesprochen.
Daher soll es zunächst einmal darum gehen, grundlegende theoretische Begriffe aus
den Themenfeldern Buch und KJL zu klären und mit den unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen
vertraut zu machen, die sich mit der KJL beschäftigen.
Daran anknüpfend wird ein Überblick über wesentliche Entwicklungstendenzen der
modernen KJL in Theorie und Praxis gegeben, indem wichtige Entwicklungslinien der
KJL seit 1945 bzw. ihrer Erforschung aufgezeigt und beispielhaft betrachtet werden.
Dazu werden die zentralen Gattungen der KJL (vom Bilderbuch über den Kinderkrimi
bis hin zum Jugendroman) an ausgewählten Beispielen beleuchtet. Aus dieser gattungsspezifischen
Perspektive wird der aktuelle Stand der wissenschaftlich-theoretischen
Diskussion zur jeweiligen Gattung zusammengefasst, um zu zeigen, welche
unterschiedlichen – bisweilen widersprüchlichen – Ansätze es gibt, literarische Phänomene
zu beschreiben.
Ziel ist es, einen Einblick in aktuelle Diskussionen zu erhalten und damit auch selbst
das Handwerkszeug kennen zu lernen, um über Literatur zu sprechen.

Dozent: Dr. Torsten Mergen
Zeit: 8 Termine mittwochs ab dem 14.04.2021 bis zum 02.06.2021
von 12:15 - 13:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via Moodle und MS Teams
LSF- Nr.: 129722
Semesterwochenstunden: 2

BK 046: Mensch und Menschenaffe - Die Kulturgeschichte einer Beziehung

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Kein anderes Tier fasziniert uns so wie der Schimpanse. Das ist verständlich, ist
er doch unser nächster Verwandter, auch wenn nicht alle Menschen glücklich mit
dieser Vorstellung sind. Schimpansen sehen uns ähnlich, zeigen ein ausgeprägtes
Sozialverhalten, benutzen Werkzeuge, und fast erscheint es uns, als müssten sie
jeden Moment den Mund aufmachen und mit uns sprechen. Und das ist das Problem:
98,6 % genetische Übereinstimmung, aber wir können uns nicht miteinander
verständigen.
Seit der Antike beschäftigen sich Philosophen und Wissenschaftler mit Affen, im Besonderen
mit Menschenaffen. Sie sind die vertrauten Fremden und Projektionsfläche
unseres eigenes Menschseins. In der Literatur (Kafka und Wilhelm Busch u.a.)
und Film (Daktari, Tarzan, Planet der Affen u.v.m.) sind sie dauerpräsent und dienen
dazu, uns den Spiegel vorzuhalten.
Das ist die Aufgabe unseres Kurses: Im Spannungsfeld von (Natur-)Wissenschaft
und künstlerischen Darstellungen werden wir uns auf die Suche nach den behaarten
Verwandten begeben.

Dozent: Kerst Walstra
Zeit: 6 Termine donnerstags 15.04., 22.04., 29.04., 06.05., 20.05. und
27.05.2021 von 16:00 - 18:00 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129712
Semesterwochenstunden: 2

BK 047: Was ist eine Fiktion?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Napoleon ist eine historische Gestalt. Napoleon ist eine Figur in Tolstois Krieg und
Frieden. Als historische Gestalt ist bzw. war Napoleon Teil der erfahrbaren Wirklichkeit,
als Tolstoische Figur ist er Teil einer Fiktion. Kann Napoleon Realität und Fiktion
zugleich sein? In welcher Beziehung stehen Realität und Fiktion zueinander, woran
erkennt man überhaupt den Unterschied zwischen Realität und Fiktion? Dieser Frage
gehen wir im Kurs nach.
Bereits seit der griechischen Antike beschäftigen sich Philosophen mit dem besonderen
Status von Fiktionen. Platon hat es sich noch leicht gemacht, indem er einfach
sagte, dass die Dichter lügen, da sie Dinge behaupteten, die nicht wahr wären. Aber
sind die Kategorien wahr und falsch überhaupt angebracht, wenn man über Fiktion
spricht? Was ist der Unterschied zwischen fiktional, fiktiv und real bzw. faktual, gerade
auch in Zeiten von Fake News und Verschwörungstheorien.
Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichtsschreibung und Soziologie beschäftigen
sich mit Fiktionen, weil sie offenkundig einen großen Stellenwert in unserem
Leben haben. Wir alle lieben Fiktionen – warum eigentlich?
Der Kurs stellt Fiktionstheorien vor und verknüpft sie mit literarischen Texten und
Filmen. Und am Ende stellt sich die Frage: Gibt es unsere Welt wirklich oder leben
wir in einer Fiktion?

Dozent: Kerst Walstra M. A. (kerst.walstra@freenet.de)
Zeit: 6 Termine donnerstags 10.06., 17.06., 24.06., 01.07., 08.07. und
15.07.2021, von 16:00 - 18:00 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129710
Semesterwochenstunden: 2

BK 048: Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Agenda 2030.

Bildung als Aufgabe und Lösung?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Und jetzt ist er auch bei uns Thema: der Klimawandel. Der eine wird nun denken
„endlich!“ und der andere wird die Augen verdrehen. Bedienen wir damit nur ein Mainstream
- Thema oder ist die Lage doch ernst zu nehmen? Woran könnte man den
Klimawandel im Wald und überhaupt in der Natur erkennen? Zu welcher Erkenntnis
kommt der geschulte Blick auf unsere Umwelt? Wie sieht unser Bild der Umwelt im
Wandel der Zeit aus? Eine interessante Frage, die diskutiert werden muss.
Haben die Fridays for Future Recht?
Wir sind der Meinung, nur Bildung kann die Menschen zu zukunftsfähigem Denken
und Handeln befähigen, Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung schaffen und nur
Bildung kann es ermöglichen, sich auch Kompetenzen für die Gestaltung nachhaltiger
Entwicklung anzueignen. Welches sind erfolgversprechende Ansätze? Verschiedene
sind im Lauf der Zeit entstanden: Umwelterziehung, ökologisches Lernen und
seit den 1990er-Jahren eben die BNE, Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Könnte Postwachstum das Problem lösen? Und was ist eigentlich Postwachstum?
Sind Klimaschutz und Wachstum überhaupt miteinander vereinbar? Was kann es für
mich, die Gesellschaft und die Zukunft bedeuten?
Sind die UN Dekaden „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Biodiversität“ und jetzt
bis 2030 „Wiederherstellung von Ökosystemen“ ein Thema für Sie? Dann besuchen
Sie diesen Brückenkurs.

Dozent: Elmar Bosch, Erziehungswissenschaftler, M.A.
Zeit: 8 Termine, mittwochs, ab dem 05.05.2021, von 17.15-19.15 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 129861
Semesterwochenstunden: 2

BK 049: Zur Ambivalenz von Geld in Paarbeziehungen

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
In diesem Moodle-Kurs erfahren Sie, wie sich im Zuge fortschreitender gesellschaftlicher
Modernisierung maßgebende Normen in Paarbeziehungen verändern und ihre
verhaltensprägende Dominanz einbüßen. Was einst wortlos vollzogen wurde, muss
heute begründet, beredet, verhandelt bzw. vereinbart werden. Die neuartige Sozialdynamik
wirkt sich vor allem auf das idealtypische bürgerliche Ehe- und Familienmodell
aus, indem traditionell festgelegt ist, wer das Geld verdient, wem es gehört
und wofür es verwendet wird. Durch die Erwerbstätigkeit von Frauen verändert sich
das klassische Einkommensgefüge in Paarbeziehungen. Geld ist damit nicht mehr
gleichsam automatisch das vom Ehemann verdiente Geld, welches als Familieneinkommen
die Partner wechselseitig vergemeinschaftet im Sinne von dem Geld des
Ehemanns für die Hausarbeit und Liebe der Ehefrau, sondern das Medium Geld wird
zunehmend von beiden Partnern verdient. In diesem Zusammenhang löst sich das
Geld aus einer rein ökonomischen Verwendung und wird in seinen symbolischen Bedeutungen
in Paarbeziehungen offen. Der Brückenkurs wird exemplarisch folgende
Aspekte behandeln:

  • Dynamik und Symbolik von Geld in Paarbeziehungen – Tradition und Gegenwart
  • Facetten des Phänomens Geld
  • Geldarrangements in Paarbeziehungen
  • Beziehungskonzepte

Dozentin: Doreen Schrecklinger, Soziologin M.A., Dipl. Sozialpädagogin/
Sozialarbeiterin
Zeit: 5 Termine, freitags, ab dem 02.07.2021 bis 30.07.2021
von 18.30-20.00 Uhr
Ort: Online Kurs, via Moodle
LSF- Nr.: 129723
Semesterwochenstunden: 2

ZUSÄTZLICH: Lecker-schmecker Lebensqualität

Ernährungsbesonderheiten ab 60 Jahren Plus

Was sind die Besonderheiten bei der Ernährung von älteren Menschen?

Im Alter wird die Ernährung mehr als je zuvor zu einer sozialen Institution. Es geht bei Seniorinnen und Senioren nicht bloß um Erkrankungen und das Vermeiden von unverträglichen oder nicht gesundheitsförderlichen Lebensmitteln, sondern vielmehr um das Dürfen und Können und den Erhalt der Lebensqualität. Seniorenernährung beinhaltet Teilnahme an der Gesellschaft und Empfang von Wertschätzung und Respekt.
In diesem Brückenkurs werden Sie an Ernährungsthemen mit besonderem Augenmerk auf die Seniorenernährung herangeführt. Der Kurs besteht aus zwei Terminen, wobei sich der erste Termin mit den Grundlagen der Seniorenernährung beschäftigt und der zweite Termin explizit die altersbedingten Einschränkungen und Krankheitsbilder aufgreifen wird.
 

Dozentin: Hannah Friedrich, B. Sc. Oecotrophologie, vertritt die Vernetzungsstelle Seniorenernährung im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz seit 01. Februar 2021. Sie war in den vergangenen zehn Jahren in der klinischen Beratung, Gemeinschaftsverpflegung und Hotellerie tätig.
Termine: freitags, 06. August von 9.30h - 11h und 27. August von 9h - 11.15h
Ort: Ersttermin online, Zweittermin nach Möglichkeit in Präsenz auf dem Campus

 

Info

Bitte haben Sie Verständnis, dass erst beim ersten Termin eines jeden Kurses festgestellt werden kann, ob die Nachfrage ausreichend ist, um die Veranstaltung stattfinden zu lassen.

Kontakt ZelL

Campus A4 2, Zi. 2.13
Tel.: 0681/ 302 3533
Mail: zell-gh[at]mx.uni-saarland.de

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