Populismus - eine transdisziplinäre und internationale Vortragsreihe

Inhaltliche Dimensionen, internationale Perspektiven und politische Realitäten

Das Phänomen „Populismus“ erlebt im gesellschaftlichen Diskurs in den letzten Jahren und insbesondere angesichts der Covid-Krise eine Hochkonjunktur. Diese ist nicht zuletzt auf den Wahlerfolg von unterschiedlichen, häufig als „populistisch“ bezeichneten Politiker*innen und Parteien in verschiedenen Ländern der Welt zurückzuführen.

Das Bedeutungsspektrum des Begriffs „Populismus“ umfasst in diesem Kontext gleichermaßen Prozesse, Phänomene, Sprech- und Redeweisen, aber auch Ideologien und Strategien, die bislang v. a. von den Sozial- und Politikwissenschaften in den Blick genommen wurden.

Ursprünglich als positiv besetzter Begriff im Kontext der US-amerikanischen „Populist Party“ Ende des 19. Jahrhundert entstanden, steht „Populismus“ im Deutschen heute häufig für eine Politik, die mit scheinbar einfachen Lösungen die Gunst der Bevölkerung zu gewinnen versucht. Nicht zuletzt auf Grund dieser Reduktion möchte die Vortragsreihe den Blick für die Komplexität von „Populismus“ nicht nur als Begriff, sondern auch als Wirklichkeitsphänomen schärfen. 

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    Inhaltliche Konzeption und Organisation

     

    V.a. die Komplexität des Begriffs und des Phänomens „Populismus“  steht im Zentrum der Vortragsreihe . Privilegiert wird eine „glokale“ Perspektive, die sich im Spannungsfeld zwischen einerseits der globalen Dimension von Populismus und andererseits regionalen/lokalen Fragestellungen und Aneignungsprozessen bewegt. Im Sinne einer inter- bzw. transdisziplinären Herangehensweise sollen gleichermaßen politik-, sprach-, sozial-, kultur- und medienwissenschaftliche Ansätze Berücksichtigung finden und eine Annäherung an verschiedene Definitionen von Populismus aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfolgen. 

    Die Vortragsreihe besteht aus mehreren Teilen mit Referierenden aus unterschiedlichen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, USA, Kanada)  und findet in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch statt. Im Sinne der universitären Wissensvermittlung und dem zugrunde liegenden Verständnis von gesellschaflichen Wissenselementen als Schlüsselkompetenz sowie dem Wunsch einen gesellschaftlichen Dialog anzustoßen, richtet sich die Vortragsreihe an ein breites Publikum innerhalb und außerhalb der Universität.

    Zeit: ab 05.05.2021, mittwochs, 18-20 Uhr, elf Termine und eine Abschlusssitzung mit Filmvorführung

    Format: Online- und Hybrid-Format (Details werden rechtzeitig auf der Website bekannt gegeben)

    Nähere Informationen zu den Referent*innen, dem Ablauf und zur Anmeldung werden rechtzeitig bekannt gegeben.

    Kontakt:

    Dr. Thomas Schmidtgall
    Zentrum für lebenslanges Lernen (ZelL) /
    Zentrum für Schlüsselkompetenzen und Hochschuldidaktik (ZeSH)
    Tel. 0049/(0)681-302-70433
    thomas.schmidtgall@uni-saarland.de

     

    Referent*innen...
    Arlie Russell Hochschild
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    Paula Diehl
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    Ruth Wodak
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    Gustav Horn
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    Giorgia Bulli
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    Wolfgang Schröder
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    Julia Roth
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    Bertrand Badie
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    Till van Rahden
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    Simon Strick
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    ...und Abstracts der Vorträge