Care Responsibility

Pflegeverantwortung

BMFSFJ press release: Measures to support employees with care responsibilities now in effect until the end of the year

The measures to support employees who take on the responsibility of caring for relatives due to the Corona pandemic (initially implemented in May) are now in effect until 31 December 2020. The measures include the right to take 20 days of leave from work for every acute case of care responsibility, the right to financial support in the form of care allowance, as well as more flexible regulations regarding the use of the care time that employees with care responsibilities are legally entitled to. 
Further information on the specific measures implemented by Cabinet members can be found on the BMFSFJ's homepage

Pressemitteilung des BMFSFJ: Akuthilfe für pflegende Angehörige beschlossen

"Die Corona-Krise belastet die Familien von Pflegebedürftigen schwer. In dieser Situation benötigen pflegende Angehörige akute Hilfe und flexible Unterstützungsangebote. Daher wird die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bis Ende September vereinfacht. Angehörige, die Pflegebedürftige in der Corona-Krise zu Hause betreuen und zugleich erwerbstätig sind, werden so besser unterstützt. 

Der Gesetzentwurf regelt im Einzelnen:

 1. Bessere Unterstützung zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf in einer akuten Pflegesituation

a) Pflegeunterstützungsgeld

Bisher erhalten Beschäftigte für bis zu 10 Arbeitstage Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung, wenn sie vor einer akuten Pflegesituation stehen, in der sie die Pflege sicherstellen oder organisieren müssen. Die Neuregelung sieht einen vereinfachten Zugang zum Pflegeunterstützungsgeld vor. Es wird bis zum 30. September 2020 auch gewährt, wenn ein Engpass in der pflegerischen Versorgung entstanden ist, den die Angehörigen im Zuge der COVID-19-Pandemie nur selbst auffangen können. Bis zum 30. September 2020 sollen Beschäftigte darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, das Pflegeunterstützungsgeld insgesamt für bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch zu nehmen. Bereits genutzte Tage mit Pflegeunterstützungsgeld werden angerechnet.

b) Kurzzeitige Arbeitsverhinderung

Bisher haben Beschäftigte in einer akut auftretenden Pflegesituation die Möglichkeit, bis zu 10 Arbeitstage von der Arbeit fernzubleiben. Die Neuregelung sieht eine Inanspruchnahme von bis zu 20 Tagen vor. Voraussetzung ist, dass eine pandemiebedingte akute Pflegesituation besteht, die bewältigt werden muss. So wird pflegenden Angehörigen mehr Zeit eingeräumt, um die Pflege zu Hause sicherzustellen oder neu zu organisieren, wenn z. B. wegen der COVID-19-Pandemie Tagespflegeeinrichtungen geschlossen wurden oder ambulante Pflegedienste nicht mehr in dem gewohnten Umfang arbeiten. Die Regelung ist bis 30. September 2020 befristet.

 2. Flexibilisierungen bei Familienpflegezeit und Pflegezeit

  • Beschäftigte, die gleichzeitig Pflegeaufgaben übernehmen, werden befristet bis zum 30. September die Möglichkeit erhalten, mit Zustimmung des Arbeitgebers Familienpflegezeit und Pflegezeit flexibler zu nutzen. Wer den gesetzlichen Rahmen für die Auszeiten (6 Monate Pflegezeit, 24 Monate Familienpflegezeit) bisher nicht ausgeschöpft hat, soll kurzfristig Restzeiten der Freistellungen in Anspruch nehmen können, sofern sie die Gesamtdauer von 24 Monaten nicht überschreiten.
  • Die Ankündigungsfrist gegenüber dem Arbeitgeber wird bei der Familienpflegezeit vorübergehend nur 10 Tage (statt 8 Wochen) betragen. Die Mindestarbeitszeit der Familienpflegezeit von 15 Wochenstunden kann vorübergehend unterschritten werden. Die Ankündigung in Textform genügt. Auch wird der unmittelbare Anschluss zwischen Pflegezeit und Familienpflegezeit befristet entfallen.

3. Berücksichtigung von Einkommenseinbußen bei der finanziellen Förderung durch zinslose Darlehen nach dem Familienpflegezeitgesetz

Auch das Darlehen nach dem Familienpflegezeitgesetz wird den aktuellen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt angepasst. Monate mit pandemiebedingten Einkommensausfällen können bei der Ermittlung der Darlehenshöhe auf Antrag unberücksichtigt bleiben. Die Rückzahlung der Darlehen wird für die Betroffenen im Verwaltungsverfahren erleichtert."

Regionalverband SB veröffentlicht HTW-Studie zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Der Regionalverband Saarbrücken hat Ende 2014 in Kooperation mit dem Institut für Gesundheitsforschung und -technologie der HTW Saar eine Studie sowie einen Praxisleitfaden zum Thema Vereinbarkeit von Pflege und Beruf veröffentlicht. Es wurden Bestand und Bedarf untersucht und dabei sowohl die Arbeitnehmer- als auch die Arbeitgeberperspektive integriert. Als Bündnispartner im Rahmen des Lokalen Bündnisses für Familie, Regionalverband Saarbrücken machen wir gerne auf diese Veröffentlichungen aufmerksam.

Download Praxisleitfaden und Studie (Quelle: www.regionalverband-saarbruecken.de, Stefan Kiefer, 18.12.2014)

Infoveranstaltung "Pflegeverantwortung und Beruf - Aspekte und Unterstützungsmöglichkeiten" für die Beschäftigten der Saar-Uni

Das Thema Pflege betrifft alle: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Führungskräfte und die gesamte Organisation. Zur Unterstützung ihrer Beschäftigten ist die Universität des Saarlandes in diesem Themenfeld aktiv geworden und hat im September dieses Jahres eine Kooperationsvereinbarung mit der AWO Saarland geschlossen.

Im Rahmen dieser Initiative findet am 30.10.2014 von 14 bis 16 Uhr in Geb. E2 1, Raum 0.01 die Informationsveranstaltung

„Pflegeverantwortung und Beruf – Aspekte und Unterstützungsmöglichkeiten“ statt.

Die Veranstaltung bietet neben einem Vortrag von Sabine Zapp, Direktorin AWO ZuHause, die Möglichkeit, sich im Rahmen einer offenen Gesprächsrunde mit sachkundigen Ansprechpartnerinnen der UdS auszutauschen und Fragen zu stellen, die Ihnen wichtig sind. Neben allgemeinen Aspekten der Pflege wird es um Beratungs- und Dienstleistungsangebote für die Beschäftigten der UdS gehen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Bei Fragen können Sie sich gerne an das audit familiengerechte hochschule wenden (Kontaktdaten finden Sie rechts).

Eine Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Pressemitteilung zur Kooperation mit der AWO

„AWO zu Hause“ hilft Beschäftigten der Saar-Uni und Angehörigen

Kooperationsvertrag über die Bereitstellung und Nutzung von Dienstleistungen in der ambulanten Pflege abgeschlossen

Saarbrücken. Der AWO Landesverband und die Universität des Saarlandes haben einen Kooperationsvertrag über kostenlose Beratung sowie die Bereitstellung und Nutzung von Dienstleistungen in der ambulanten Pflege abgeschlossen. Demnach profitieren die Uni-Beschäftigten von einem breiten Beratungsangebot sowie einem teilweise vergünstigten Angebot an Hilfen, die speziell auf die Anliegen pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen abgestimmt sind. Die Dienste werden über die Servicestelle „AWO zu Hause“ zur Verfügung gestellt.

Das Angebot umfasst neben der Beratung die Versorgung durch die Sozialstationen Süd-Saar und Nord-Saar im Bereich Pflege, Hauswirtschaft und häusliche Betreuung und Betreuung im AWO-Demenzcafé in Saarbrücken sowie Leistungen in den Bereichen Hausnotruf, „Menü Mobil“ (Essen auf Rädern), „Mobile“ (körperliche und geistige Aktivierung zu Hause) und Betreuungsvereine. Die Leistungen erfolgen auf der Basis individueller Einzelverträge mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni. Im Bereich Hauswirtschaftshilfe erhalten die Beschäftigten und ihre Angehörigen einen vergünstigten Tarif.

Die Universität des Saarlandes ist seit 2004 als familiengerechte Hochschule zertifiziert und sieht die Kooperationsvereinbarung als weiteren Schritt im Rahmen einer familienfreundlichen Personalpolitik. Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen sind oft stark belastet ‑ sie brauchen flexible Lösungen und praktische Hilfestellungen. Da die Beratung von Menschen mit Pflegeverantwortung ein hochsensibler Bereich ist, berücksichtigt dieses Angebot einer externen Institution mögliche Hemmschwellen. Die Universität verbindet mit der AWO Saarland eine langjährige, vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen (Kinderbetreuung, Lokale Bündnisse). Als Auftakt der Kooperation im Bereich Pflege wird eine gemeinsame Informationsveranstaltung für die Beschäftigten der Universität des Saarlandes Ende Oktober 2014 stattfinden.

Info: AWO Zu Hause; Telefon: 0681/709510 oder nach 17.00 Uhr 01805-409840 (24-Stunden-Service)

Kontakt an der Universität des Saarlandes: audit familiengerechte hochschule, Dr. Sybille Jung, 0681 302 2911 oder auditfamilie(at)uni-saarland.de

(Quelle: m.pr medien service & pr (Fred Eric Schmitt) und audit familiengerechte hochschule)

Für die AWO Saarland unterzeichnete der Landesvorsitzende, Marcel Dubois, für die Universität der Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung, Dr. Roland Rolles (rechts).

 

Kooperationsvereinbarung mit AWO Saarland unterzeichnet

Am 09.09.2014 schlossen die Universität des Saarlandes und die AWO Saarland eine Kooperationsvereinbarung ab, welche die Beschäftigten mit Pflegeverantwortung entlasten wird. Wir freuen uns über diese Maßnahme, die u.a. den Zugang zu einem umfassenden Beratungsangebot sowie Spezialkonditionen bei hauswirtschaftlichen Dienstleistungen beinhaltet.