"Und worüber schreiben Sie Ihre Doktorarbeit?" – Vom Reden zum wissenschaftlichen Schreiben kommen

Über das Schreiben zu reden, gehört zu einem der häufigsten Sprechanlässe während der Promotionsphase (Austausch mit dem Betreuer bzw. der Betreuerin, Präsentationen im Forschungskolloquium usw.). Das Problem der Verschriftlichung des Forschungsvorhabens hingegen liegt nicht selten in der mangelnden Schreib-Praxis neben der eigentlichen Promotionsschrift.

Die "kleinen" Textsorten (Forschungsexposé, Konferenzabstract/Call for papers, Zwischenberichte), die idealerweise die Kernpunkte des Forschungsprojektes enthalten, werden beim wissenschaftlichen Schreiben in der Promotionsphase nämlich häufig vernachlässigt, obwohl gerade durch diese der Weg zum eigenen Thema schreibend erarbeitet wird. Darüber hinaus ist die Anschluss-Kommunikation an diese Zwischen-Texte ein wichtiges Instrument zur Schärfung der eigenen Argumentation und der Titelwahl.

Nicht erst bei der Disputation, sondern auch in Kolloquien und Bewerbungsgesprächen für Stipendienanträge u.Ä. werden (proto-)typische Sprachhandlungen produziert, u.a. das Verweisen, das Kritisieren, das Sich-Positionieren bzw. das Sich-Abgrenzen u.Ä., die im geisteswissenschaftlichen Diskurs bestimmten Mustern folgen. Diese zu erkennen und spezifischen Rollen (auch im Sinne von Expertentum) zuordnen zu können, soll neben der Arbeit am eigenen wissenschaftlichen Stil (mündlich-schriftlich) eines der Ziele dieses Workshops sein.

Infos zur Veranstaltung


Datum
: Dienstag, 16. Juli 2019

Uhrzeit: 10.00-17.00 Uhr

Ort: Starterzentrum, Schulungsraum im UG, Geb. A1 1

Kosten: keine

Anmeldung: siehe Infos rechts oben (max. 12 Teilnehmer/innen)

Referentin:

Dr. Elisabeth Venohr, DAAD-Lektorin an der Schlesischen Universität Kattowitz; zuvor Lehrstuhlvertretung und Akademische Rätin auf Zeit an der UdS; Promotion in Deutsch als Fremdsprache; Leitung des fächerübergreifenden Projekts "Schreibberatung und Multiplikatorenschulung" an der UdS (2007-2011).