Weitere Forschungsprojekte

Symbolische Werkzeuge in der Mathematik und ihre Anwendung

Das Berechnen von Beispielen war immer schon zentraler Bestandteil mathematischer Forschung. Im Bereich der Algebra und ihrer Anwendungen, wo exakte Berechnungen unumgänglich sind, wird die nötige mathematische Software von der Computeralgebra bereitgestellt. Aktuelle Herausforderungen auf diesem Gebiet ergeben sich durch die zunehmende Komplexität der Beispiele, durch erhöhte Abstraktionsgrade und die Einführung interdisziplinärer Methoden. Der Sonderforschungsbereich bietet nicht nur die einmalige Gelegenheit, die weitere Pflege und Entwicklung einzelner Systeme sicherzustellen, sondern sie auch in ein System der nächsten Generation zu integrieren, das seinerseits wiederum die kombinierten mathematischen Fähigkeiten der einzelnen Systeme übersteigt.

DFG: SFB/TRR (GRK) 195
Projektleiter: Frank-Olaf Schreyer, Mathematik
Förderzeitraum: seit 2017

Sonderforschungsbereich

Informationsdichte und sprachliche Kodierung

Variation im Sprachsystem wird üblicherweise mit dem Konzept der Komplexität in Verbindung gebracht. Dies erweist sich aber als nicht hinreichend präzise für eine adäquate Modellierung sprachlicher Prozesse. Neuere linguistische Forschungsarbeiten weisen auf eine Korrelation zwischen Komplexität in der Verarbeitung und kontextuell bestimmter Vorhersagbarkeit hin. Dies legt die Annahme nahe, dass Komplexität durch den Shannonschen Informationsbegriff adäquat repräsentiert werden kann, hier als "Surprisal" bezeichnet. Der Sonderforschungsbereich verfolgt die Hypothese, dass Verarbeitungskomplexität durch Surprisal reflektiert wird und dass Variation im Sprachgebrauch durch optimale Informationsverteilung über ein sprachliches Signal charakterisiert werden kann. Sprecher nutzen die verfügbare sprachliche Variation in ihren Kodierungen, indem sie die Abfolge, Dichte und Spezifizität eines Ausdrucks modulieren. Der Sonderforschungsbereich untersucht, zu welchem Grad Surprisal und verwandte informationstheoretische Konzepte eine Erklärung für die beobachteten Variationsmuster auf verschiedenen sprachlichen Ebenen und im Zusammenspiel der Ebenen liefern können.

DFG: SFB (GRK) 1102
Projektleiter: Elke Teich, Englische Sprach- und Übersetzungswissenschaft, Bernd Möbius, Ingo Reich
Förderzeitraum: seit 2014

Sonderforschungsbereich

Diversity – Mediating Differences in Transculatural Spaces

Das Graduiertenkolleg beschäftigt sich mit den politisch und gesellschaftlich umstrittenen Handlungsfeldern Multikulturalismus und Diversität. Untersucht werden paradigmatische Veränderungen und historische Wandlungsprozesse im Umgang mit multikulturellen Realitäten in Nordamerika und Europa seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Im Zentrum des Forschungsprogramms steht der Prozesscharakter und die diskursive Konstruktion von Diversität, ihre historische Kontextgebundenheit sowie die Frage nach der Vermittlung und Übersetzung kultureller Differenz über Raum und Zeit. Der verflechtungsgeschichtliche Zugang basierend auf dem Prinzip der "herméneutique croisée" begründet neue Ansätze für Regionalstudien sowie für transnationale und empirisch-kulturvergleichende Forschung. In methodisch-theoretischer Hinsicht leistet das Graduiertenkolleg einen historisch fundierten Beitrag zur begrifflichen Schärfung der Kernkonzepte Diversität, Transkulturalismus, Übersetzung und Raum.

DFG: GRK 1864
Projektleiterin: Astrid Fellner, Anglistik, Amerikanistik und Anglophone Kulturen
Förderzeitraum: seit 2013

Graduiertenkolleg