Computer Science (B.Sc.)

Das Fach im Überblick

Informatik ist heute allgegenwärtig. Sie ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Es ist die Lehre von der systema­ti­schen Lösung von Problemen mit Hilfe ei­nes Com­pu­t­ers:

In der Theoretischen Informatik wird die Leis­tungs­­­­fähigkeit von Computersystemen mittels ma­the­­­matischer Modelle untersucht.

In der Technischen Informatik steht die sys­te­ma­ti­sche Konstruktion von Computerhard­ware im Mit­telpunkt – von Entwurf, Test und Fertigung von Chips bis hin zu Hard­ware­komponenten für Kom­muni­ka­tions­netze.

In der Praktischen Informatik werden unter ande­rem Algo­rith­men entwickelt. Das sind genau definierte Handlungsvorschriften, die zur Lösung eines Problems beitragen und als Grundbausteine der Pro­grammie­rung dienen.

Die Praktische Informatik geht gleitend über in die Ange­wandte Informatik, die anderen Wis­sen­schaften bei der Lösung ihrer Probleme hilft und sich mit den komplexen Fragestellungen der Industrie und Wirtschaft beschäftigt.

Im Bachelorstudiengang Informatik beträgt die Regelstudienzeit bis zum Abschluss der Bachelorprüfung im Vollzeitstudium sechs Semester. Es besteht die Möglichkeit auf Antrag Teile des Studiums (höchstens acht Semester) in Teilzeit zu studieren. Als akademischer Grad wird der "Bachelor of Science" (B.Sc.) verliehen.

Außerdem kann Informatik als Schulfach für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (LS1+2) sowie für das Lehramt an beruflichen Schulen studiert werden. Ebenso ist es möglich Informatik als Nebenfach in 2-Fächer-Bachelorstudiengängen der Philosophischen Fakultät zu belegen.

Die Berufsaussichten für Informatikerinnen und Informatiker sind exzellent. Der enorme Bedarf an Informatikern kann von den deutschen Hochschulen alleine kaum befriedigt werden. Aufgrund der Schlüsselrolle der Informations- und Kommunikationstechnologie im wirtschaftlichen Wachstum wird dieser Trend noch etliche Jahre anhalten. Entscheidend für den beruflichen Erfolg wird sein, dass man mit dem technischen Wandel auch in Zukunft Schritt hält. Beste Grundlage hierfür sind fundamentale Prinzipien und flexible, dauerhaft nützliche Methoden – Methoden, die man in der Saarbrücker Informatik lernt.

Internationaler Forschungsstandort Saarbrücken

Für Studierende und Doktoranden aus der ganzen Welt bietet die Saarbrücker Informatik ein inspirierendes Umfeld. Die breite Palette an Forschungsthemen – von der Computergraphik über die Künstliche Intelligenz bis hin zur Softwaretechnik – spiegelt sich auch in der Lehre wider. Ebenso die enge Verzahnung von Universität und Forschungsinstituten: Neben den Uni-Professoren engagieren sich auch die Direktoren und Nachwuchsforscher der Max-Planck-Institute und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz in der Lehre.

Informatik-Studierende, die eine Karriere in der Industrie anstreben, erhalten in Saarbrücken die wichtigen theoretischen Grundlagen vermittelt. Sie können außerdem schon im Studium an Industrieprojekten mitarbeiten. Für Studierende und Doktoranden, deren Traumziel die Wissenschaft ist, stellt Saarbrücken die ideale Basis dar, um die eigene Forschung voranzutreiben und sich mit Universitäten und Instituten in der ganzen Welt zu vernetzen.

Forschungsschwerpunkte

In der Saarbrücker Informatik wird die Richtlinie verfolgt, dass in allen Arbeitsgruppen sowohl theoretische als auch praktische Forschungsarbeiten durchgeführt werden. Diese Arbeiten sind einerseits in der Fachrichtung Informatik mit ihren 14 Lehrstühlen angesiedelt (zusätzlich gibt es zwei Lehrstühle gemeinsam mit der Fachrichtung Mathematik), andererseits in enger und langfristiger Kooperation am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und am Max-Planck-Institut für Informatik. An allen drei Institutionen arbeiten zusammen etwa 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Die Informatikforschung verfolgt generell drei Ziele:

  • Hardware- und Softwaresysteme sollen in ihrer Funktionalität erweitert werden, also neue Anwendungen erschließen,
  • die unterstützte Funktionalität soll in ihrer Leistung und ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert werden und
  • die Korrektheit und hohe Zuverlässigkeit der Systeme sollen formal beweisbar sichergestellt werden.

Die in Saarbrücken durchgeführten Forschungsprojekte decken alle drei Ziele ab. Auf neuartige Anwendungen zielen u. a. Forschungsarbeiten über multimediale und verteilte Informations- und Kommunikationssysteme sowie eine Vielzahl von Projekten auf dem Gebiet der Sprach- und Bildverarbeitung. Effizienzüberlegungen stehen im Vordergrund etwa bei Projekten über geometrische Algorithmen, grundlegende Verfahren der Kryptographie und leistungsfähige Kommunikationsprotokolle. Die Korrektheit von Hardware- und Softwaresystemen schließlich ist das Hauptziel der Forschungsarbeiten über den Einsatz von Programmanalyseverfahren und formalen Spezifikationsmethoden. Viele dieser Projekte verfolgen die Entwicklung kompletter Prototypsysteme.

Durch Jobs als Tutor oder an den Lehrstühlen sind die Möglichkeiten, schon früh in der Forschung mitzuarbeiten, sehr zahlreich. Die Fachrichtung hat ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Graduiertenkolleg und ist an den interdisziplinären Graduiertenkollegs "Kognitionswissenschaft" und "Sprachtechnologie und kognitive Systeme" sowie dem Sonderforschungsbereich "Ressourcen und kognitive Prozesse" beteiligt. Die International Max Planck Research School vergibt für das Masterstudium Stipendien für besonders qualifizierte Informatik-Studierende aus aller Welt.

Mit 148 Promotionen in den letzten sieben Jahren ist die Saarbrücker Informatik eine der erfolgreichsten "Produktionsstätten" für Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler in Deutschland und mit 33 Habilitationen in diesem Zeitraum auch bei der "Geburtshilfe" künftiger Professorinnen und Professoren führend. Mit dem Informatikstudium steht die Fachrichtung im Ranking des CHE-Stern an der Spitze. Die Arbeit der Saarbrücker Informatik-Forscherinnen und Forscher ist hochgeschätzt: Fragt man deutsche Informatikprofessorinnen und Informatikprofessoren, zählt Saarbrücken regelmäßig zu den drei am häufigsten empfohlenen Studienorten für Informatik.

Studienverlauf

Der sechssemestrige Bachelorstudiengang (Abschluss Bachelor of Science) beinhaltet Vorlesungen mit Übungen zu folgenden fundamentalen Themen der Informatik:

  • Programmierung
  • Grundzüge von Algorithmen und Datenstrukturen
  • Theoretische Informatik
  • Systemarchitektur

Des Weiteren setzt sich das Bachelorstudium aus folgenden Elementen zusammen:

  • Vorlesungen mit Übungen zu den mathematischen Grundlagen aus der Analysis, der Linearen Algebra und der Stochastik
  • Zwei der drei Wahlpflichtvorlesungen der Informatik: Big Data Engineering, Elements of Machine Learning, Nebenläufige Programmierung
  • weitere Stammvorlesungen und eine Vertiefungsvorlesung aus der Informatik
  • ein Softwarepraktikum, in dem im Team ein komplexes Software-Produkt erstellt wird
  • ein Proseminar und ein Seminar, in denen Forschungsergebnisse dargestellt und diskutiert werden
  • Lehrveranstaltungen eines frei wählbaren Nebenfachs wie Betriebswirtschaftslehre oder Mathematik
  • ein Bachelorseminar, in dem Projekte vorgestellt werden
  • eine Projektarbeit als Abschlussarbeit

 

Informatik als Nebenfach

Das Fach Informatik wird seit dem Sommersemester 2012 auch als Nebenfach in 2-Fächer-Bachelorstudiengängen der Philosophischen Fakultät angeboten. Folgende Leistungen wurden im Umfang von 63 CP für das Nebenfach Informatik festgelegt:

Pflichtmodule:

  • Programmierung I (9 CP)
  • Programmierung II (9 CP)
  • Grundzüge der theoretischen Informatik (9 CP)
  • Nebenläufige Programmierung (6 CP)
  • Perspektiven der Informatik (2 CP)

Wahlmodule:

  • beliebige Vorlesungen der Informatik oder der mathematischen Grundlagen der Informatik im Umfang von 28 CP

Hier finden Sie mehr Informartionen zur Informatik als Nebenfach im 2-Fächer-Bachelor der Philosophischen Fakultät.

Weiterführende Studiengänge

Darüber hinaus ist unter bestimmten Bedingungen (z.B. bestimmte Schwerpunktsetzung im Bachelorbereich, Nachholen einzelner Module u.ä.) der Zugang zu weiteren Masterstudiengängen möglich, z.B. Master in Mathematik und Informatik, Master in Wirtschaftsinformatik, Master in Bioinformatik.

Bewerbung

Die Aufnahme des Bachelorstudiums ist in der Regel im Winter- und im Sommersemester möglich.

Der Bachelorstudiengang Informatik unterliegt keinen Zulassungsbeschränkungen, d.h. der Antrag auf Immatrikulation (Einschreibung) ist ohne vorherige Bewerbung online zu stellen:

  • für ein Wintersemester bis Ende September und
  • für ein Sommersemester bis Ende März.

Die Einreichung der Immatrikulationsunterlagen erfolgt ausschließlich online, bitte reichen Sie keine Unterlagen zusätzlich in Papierform ein.

Alle Informationen zur Immatrikulation finden Sie auch in diesem Merkblatt.

Zu beachten: Liegt bei einer Einschreibung in ein höheres Fachsemester ein Fachwechsel vor, ist zusätzlich ein Einstufungsbescheid des Prüfungsseketariats einzureichen.

 

 

Für Studieninteressierte mit ausländischer Vorbildung gelten zum Teil abweichende Regelungen.

Studiengangsdokumente Kontakt

Zentrale Studienberatung
Campus Saarbrücken
Campus Center, Geb. A4 4, EG
Tel.: 0681 302-3513
studienberatung(at)uni-saarland.de

Studienkoordinatiorin
Dr. Tanja Breinig
Fachrichtung Informatik
Campus Saarbrücken
Geb. E1 3, Zi 2.09
66123 Saarbrücken
Tel.: 0681 302-58092
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