Friday, 22. March 2019

Die Universität des Saarlandes auf der Hannover Messe

Hannover Messe 2019

Auch in diesem Jahr zeigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität des Saarlandes wieder ihre Forschungsergebnisse auf der Hannover Messe: Am saarländischen Forschungsstand in Halle 2, Stand B46 suchen sie vom 1. bis 5. April Partner, mit denen sie ihre Verfahren für den praktischen Einsatz weiterentwickeln können. Der Forschungsstand wird organisiert von der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Saar-Uni.

Alle Pressemitteilungen auf einen Blick:

Pressefotos für den kostenlosen Gebrauch finden Sie unter
www.uni-saarland.de/pressefotos.


•    Heizen und Kühlen mit künstlichen Muskeln: Saar-Forscher entwickeln Klimagerät der Zukunft
Er kann Raumluft und Flüssiges nach Bedarf kühlen oder erwärmen. Und er sieht aus, als hätte ihn James Bonds genialer Tüftler „Q“ persönlich entworfen: Der Prototyp, den das Forscherteam der Professoren Stefan Seelecke und Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes entwickelt hat, transportiert Wärme mit „Muskeln“ aus Nickel-Titan. Dieses Formgedächtnismaterial, auch künstlicher Muskel genannt, gibt Wärme ab, wenn es im sogenannten superelastischen Zustand gezogen wird, und nimmt sie auf, wenn es entlastet wird. Den Effekt nutzen die Forscher für ihre umweltfreundliche Kühl- und Heiztechnik, die bereits doppelt bis dreifach so effizient ist wie übliche Heiz- und Kühlgeräte.

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20577.html
Englische Version der Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20578.html
Kontakt:
Prof. Stefan Seelecke: Tel.: 0681 302-71341; E-Mail: stefan.seelecke(at)imsl.uni-saarland.de
Prof. Andreas Schütze: Tel.: 0681/302 4663, E-Mail: schuetze(at)lmt.uni-saarland.de


•    Ingenieure geben Touchscreens eine dritte Dimension: Buttons klopfen und vibrieren an den Fingerspitzen
Durch Klopfen oder Vibrieren kann das Display den Finger des Smartphone-Nutzers durch das Menü führen. Oder zu Tasten und Buttons, die an beliebiger Stelle entstehen und wieder verschwinden. Professor Stefan Seelecke und sein Team von der Universität des Saarlandes haben eine Folie entwickelt, die Touchscreens eine dritte Dimension verleiht. Die federleichte, dünne Silikonfolie hält stufenlos verschiedene Stellungen und Höhen; sie kann klopfen, drücken, stoßen und vibrieren. Auch hat sie Sensoreigenschaften und wird so zum Sinnesorgan des jeweiligen Geräts.

Pressemitteilung:

https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20591.html
Englische Version der Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20592.html
Kontakt:
Prof. Stefan Seelecke: Tel. 0681 302-71341; E-Mail: stefan.seelecke@imsl.uni-saarland.de
Dr. Steffen Hau:Tel.: 0681-302-71354, E-Mail: steffen.hau@imsl.uni-saarland.de


•    Forscher entwickeln Roboterarme biegsam wie Elefantenrüssel: für große Greifer und winzige Endoskope
Sie können sich präzise um Windungen und Ecken schlängeln, bewegen sich frei in alle Richtungen: Die biegsamen Roboterarme, die Professor Stefan Seelecke und seine Forschergruppe an der Universität des Saarlandes entwickeln, haben keine steifen Gelenke, dafür aber Muskeln aus Formgedächtnis-Drähten. Diese brauchen weder Druckluft noch schweres Zubehör, sondern funktionieren nur mit elektrischem Strom. Das Material selbst hat Sensoreigenschaften, daher lassen sich die Arme ohne zusätzliche Sensoren steuern. Große Roboter-Rüssel können mit der neuen Technologie ebenso ausgestattet werden wie haarfeine Tentakel für endoskopische Operationen.

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20605.html
Englische Version der Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20606.html
Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Seelecke, Lehrstuhl für intelligente Materialsysteme der Universität des Saarlandes: Tel. 0681 302-71341; E-Mail: stefan.seelecke(at)imsl.uni-saarland.de
Dr. Paul Motzki: Tel.: 0681/85787-545; E-Mail: p.motzki(at)zema.de


•    Schlauer Handschuh für Industrie 4.0: Saarbrücker Forscher verbinden die Hand mit der virtuellen Welt
Forscher der Universität des Saarlandes machen eine hauchdünne, dehnbare Folie zum Sinnesorgan für die Technik. In einem Handschuh integriert, vermittelt das neuartige Sensorverfahren dem Computersystem, wie sich Hand und Finger des Trägers gerade bewegen. Damit werden die virtuelle und reale Arbeitswelt eng vernetzt, Mensch und Maschine können buchstäblich Hand in Hand arbeiten. Das Forscherteam von Professor Stefan Seelecke setzt als Sensoren dabei lediglich smarte Silikonfolien ein. Weiteres Ziel ist es, dem Träger des Handschuhs durch haptische Signale der Folie wie Klopfen oder Vibrieren zu assistieren. Auf der Hannover Messe zeigen die Ingenieure ihren Handschuh-Prototyp.

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20613.html
Englische Version der Pressemitteilung:

https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20612.html
Kontakt:
Prof. Stefan Seelecke: Tel. 0681 302-71341; E-Mail: stefan.seelecke(at)imsl.uni-saarland.de
Dr. Steffen Hau: Tel.: 0681-302-71354, E-Mail: steffen.hau(at)imsl.uni-saarland.de


•    Motorlose Pumpen und selbstdosierende Ventile aus hauchdünner Folie

Sie können mehr als „auf und zu“ oder „an und aus“: Die Ventile und Pumpen der Forschergruppe von Professor Stefan Seelecke von der Universität des Saarlandes bestehen aus Silikonfolie. Die Ingenieure können diese präzise elektrisch ansteuern, sie vibrieren lassen und sie erhalten gleichzeitig eine Rückmeldung über die Bewegung der Folie. Das macht es möglich, den Durchfluss durch Ventile stufenlos zu regeln oder die Leistung einer Pumpe zu variieren. Die Folien-Pumpen und -Ventile signalisieren außerdem, wenn sie etwa ein Fremdkörper blockiert. Die Forscher passen sie jeder Gehäuseform an, so dass sie in der Praxis Einsatz finden können.

Pressemitteilung:

https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20632.html
Englische Version der Presseinformation:

https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20633.html
Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Seelecke, Lehrstuhl für intelligente Materialsysteme der Universität des Saarlandes: Tel. 0681 302-71341; E-Mail: stefan.seelecke(at)imsl.uni-saarland.de
Dr. Steffen Hau: Tel.: 0681-302-71354, E-Mail: steffen.hau(at)imsl.uni-saarland.de


•    Knochen als Vorbild: Leichter Metallschaum wird mit Beschichtung beinhart – und hält Explosionen stand
Sie sind so stark, dass sie nicht nur als Aufprallschutz im Auto, sondern auch gegen Stoßwellen bei Sprengungen schützen: Die Materialforscher Stefan Diebels und Anne Jung von der Universität des Saarlandes können extrem belastbare und zugleich luftig leichte Metallschäume für vielseitige Anwendungen maßschneidern. Vorbild aus der Natur ist der Aufbau von Knochen. Mit einem patentierten Beschichtungsverfahren schaffen sie äußerst stabile, poröse Werkstoffe etwa für den Leichtbau. Als Grundgerüst dienen Alu- oder Kunststoffschäume, ähnlich einem einfachen Haushaltsschwamm. Ihr Verfahren zeigen die Forscher und ihre aus der Uni gegründete Firma Mac Panther Materials GmbH (Bremen) auf der Hannover Messe.

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20593.html

Englische Version der Presseinformation:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20594.html
Kontakt:
Prof. Stefan Diebels: Tel.: 0681 / 302-3958, -2887; E-Mail: s.diebels(at)mx.uni-saarland.de
PD Dr. Dr. Anne Jung: Tel.: 0681 / 302-2169, E-Mail: anne.jung(at)mx.uni-saarland.de


•    Für neue Diagnoseverfahren: Physiker erzielen Messrekord für extrem schwache magnetische Signale
Herzsignale oder Hirnströme berührungsfrei messen, Erze oder archäologische Funde tief in der Erde entdecken: Physiker der Universität des Saarlandes stellen mit Magnetfeldsensoren einen Empfindlichkeits-Rekord auf, der neue Messverfahren ermöglicht. In normaler Umgebung – ohne Vakuum, tiefe Temperaturen oder Abschirmung – spüren Professor Uwe Hartmann und sein Team sehr schwache magnetische Signale auf, und das trotz Störquellen auch über größere Distanzen: Es genügt eine Signalstärke von weit weniger als einem Milliardstel Tesla, etwa eine Million Mal kleiner als das Erdmagnetfeld. Biomagnetische Signale des menschlichen Körpers lassen sich so ebenso messen wie geophysikalische Phänomene.

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20572.html

Englische Version dieser Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20573.html
Kontakt:
Prof. Uwe Hartmann: Tel.: (0681) 302-3799; E-Mail: u.hartmann(at)mx.uni-saarland.de


•    Brennstoffzellen-Auto: Forscher sichern Qualität und Reinheit des Wasserstoffs direkt beim Tanken
Immer gute Qualität beim Wasserstoff-Tanken, keine Verunreinigungen, die der Brennstoffzelle schaden: Professor Andreas Schütze und sein Forscherteam von der Universität des Saarlandes entwickeln mit Partnern ein Sensorsystem, das die Güte und Reinheit des Wasserstoffs direkt an der Zapfsäule permanent im Auge behält. Die Infrarot-Messzelle soll in der Tankleitung widrigsten Bedingungen standhalten: Sie soll trotz extrem hohem Druck und schnellem Tankvorgang zuverlässig messen. Im Herbst geht das System an einer Tankstelle in Testbetrieb.

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20587.html
Englische Version der Pressemitteilung:

https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20588.html
Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Schütze: Tel.: 0681/302 4663, E-Mail: schuetze(at)lmt.uni-saarland.de
Dipl.-Ing. Marco Schott: Tel.: 0681 - 85 787 – 46; E-Mail: M.Schott(at)zema.de


•    Saarbrücker Sensorsystem misst Feuchtigkeit zuverlässig auch in heißen Öfen

Es behält volle Kontrolle über Trocknungsprozesse in Industrie-Öfen und misst zuverlässig den Feuchtegehalt der Luft – selbst bei hohen Temperaturen und Störfaktoren wie ausgedünsteten Substanzen: Professor Andreas Schütze, Projektleiter Tilman Sauerwald und ihr Forscherteam von der Universität des Saarlandes haben mit Partner-Unternehmen ein Sensorsystem entwickelt, das Trocknungs-, Back- und Garprozesse besonders präzise überwacht. Die Qualität der Produkte wird damit verbessert, die industriellen Prozesse können zudem optimiert und der Energieverbrauch gesenkt werden. Das Bundesforschungsministerium hat die Forschung dazu im Rahmen des Förderschwerpunkts „KMU-innovativ“ gefördert.  

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20621.html
Englische Version der Presseinformation:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20622.html
Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Schütze, Tel.: 0681/302 4663, E-Mail: schuetze@lmt.uni-saarland.de
Dr. Tilman Sauerwald: Tel. 0681/302 2256, E-Mail: t.sauerwald@lmt.uni-saarland.de


    Gassensoren machen Schule: Schüler erforschen die Luftqualität
Wie viel Feinstaub schwebt vor dem Schulgebäude in der Luft? Wie steht es um die Luftqualität im Klassenraum? Und können Bienen außer Wärme auch den Kohlendioxidgehalt im Bienenstock regulieren? Solche Fragen können Schülerinnen und Schüler jetzt in einem neuen Angebot erforschen. Der Messtechnik-Experte Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes hat gemeinsam mit dem Schülerforschungszentrum Saarlouis und Physik-Didaktikern der TU Kaiserslautern Experimente und Methoden für Schulen entwickelt, mit denen Schüler forschend lernen und zugleich Umweltbewusstsein entwickeln können: Mit mobiler Messtechnik lernen sie, die Luftqualität zu bewerten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt „Susmobil“ mit 400.000 Euro.

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20624.html
Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Schütze: Tel.: 0681/302 4663, E-Mail: schuetze(at)lmt.uni-saarland.de
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme für interessierte Schüler und Schulen besteht über die Webseite: www.susmobil.de


•    Saarbrücker Forscher erleichtern durch Open Source-Software den Durchblick bei Massen-Sensordaten
Ihre Software ist die Quintessenz aus einer Vielzahl von Forschungsprojekten. Jetzt stellen der Messtechniker und Sensor-Experte Professor Andreas Schütze und sein Team von der Universität des Saarlandes ihr Daten-Werkzeug kostenfrei anderen zur Verfügung: Die „Dave“ genannte Matlab-Toolbox ermöglicht eine schnelle Signalauswertung, Mustererkennung und Visualisierung bei großen Datenmengen. Mit ihrer Hilfe können Massen-Daten etwa von Sensoren so verarbeitet, ausgewertet und grafisch dargestellt werden, dass Forscher Messsysteme damit interaktiv optimieren können.
Unter www.lmt.uni-saarland.de/dave haben die Forscher den Programmcode der Matlab-Toolbox „Dave - Data Analysis and Verification/ Visualization/Validation Environment“ als Open Source veröffentlicht.

Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20638.html
Englische Version der Pressemitteilung:
https://www.uni-saarland.de/nc/universitaet/aktuell/artikel/nr/20639.html
Kontakt:
Prof. Dr. A
ndreas Schütze: Tel.: 0681/302 4663, E-Mail: schuetze(at)lmt.uni-saarland.de



Der saarländische Forschungsstand wird organisiert von der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Universität des Saarlandes (KWT). Sie ist zentraler Ansprechpartner für Unternehmen und initiiert unter anderem Kooperationen mit Saarbrücker Forschern.
https://www.kwt-uni-saarland.de/


Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Telefoninterviews in Studioqualität sind möglich über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Kontakt: 0681/302-2601, oder -64091.