06/25/2020

Saar-Uni unterstützt Kampagne „Mind the Gap“

Der Begriff „Social distancing“ soll nicht länger als Schlagwort fürs Abstand halten während der Corona-Pandemie genutzt werden: Die internationale Kampagne „Mind the Gap“ tritt dafür ein, ihn durch den passenderen Begriff „physical distancing“ in Verbindung mit „social solidarity“ zu ersetzen sowie sozial isolierte Menschen bewusster wahrzunehmen und zu unterstützen.

Initiiert wurde die Kampagne von der Vytautas Magnus University (VMU) im litauischen Kaunas, einer Partneruni der Universität des Saarlandes. Auch die Saar-Uni unterstützt den Vorstoß (www.covidandmentalhealth.eu).

Die Kampagne „Mind the Gap“ macht darauf aufmerksam, dass der Begriff „social distancing“ die Kluft zu bereits isolierten Bevölkerungsgruppen, wie alten und kranken Menschen, weiter vergrößert hat. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mittlerweile eingeräumt, dass der Begriff „social distancing“ irreführend ist und hat ihn durch die passendere Bezeichnung „physical distancing“ ersetzt. Das Einhalten eines physischen Abstands sei weiterhin wichtig, doch die Menschen sollten sozial eng verbunden bleiben. „Mind the Gap“ setzt sich daher auch dafür ein, den Kontakt zu sozial isolierten Menschen bewusst herzustellen und ihnen zu helfen, die Zeit der physischen Isolation besser zu überstehen.

„Auch die Universität des Saarlandes unterstützt die Kampagne unserer Partneruniversität, die  einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass die Bevölkerungsgruppen, für die diese oder vergleichbare Situationen besonders schwierig sind, in der Gesellschaft bewusster wahrgenommen werden“, sagt die Vizepräsidentin für Europa und Internationales, Prof. Claudia Polzin-Haumann. „Mit ihrer sowohl regionalen als auch internationalen Ausrichtung übernehmen Universitäten hier die besondere Rolle des Beobachtens und Bewertens der aktuellen Situation sowie gesellschaftlicher Praktiken. Indem sie Fakten zur Verfügung stellen und neue Lösungsansätze bieten, tragen sie dazu bei, die Langzeitfolgen auf allen Ebenen und in allen Bereichen für unsere Gesellschaft zu verringern.“

Initiatoren von „Mind the Gap“ sind die Vytautas Magnus University (VMU) in Kaunas sowie die niederländische Organisation Human Rights in Mental Health-FGIP. Mehr als 40 internationale Organisationen sind der Kampagne bereits beigetreten.

„Mind the Gap” im Internet: www.covidandmentalhealth.eu
Video der Kampagne: https://www.youtube.com/watch?v=nptJOLgk6Ho&feature=youtu.be

Kontakt:                                                                                            
Lisa Schuster
Stabsaufgaben Internationales und Universität der Großregion
Universität des Saarlandes      
Dezernat PB: Präsidialbüro
T: +49 681 302-2630
E-Mail: l.schuster@univw.uni-saarland.de