Sandra Rother

Neue Juniorprofessorin für Molekulare Signalverarbeitung

Dr. Sandra Rother, vormals Postdoktorandin an der University of California - San Diego (UCSD), USA, ist neue Juniorprofessorin für Molekulare Signalverarbeitung an der Universität des Saarlandes.

Sandra Rother studierte von 2007 bis 2012 Lebensmittelchemie an der Technischen Universität Dresden (TU Dresden). In ihrer Wissenschaftlichen Abschlussarbeit untersuchte sie die Biofunktionalität von Glykierungsprodukten. Nach einjähriger Tätigkeit am Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) legte sie im April 2013 ihr zweites Staatsexamen ab. Im Oktober 2017 promovierte sie an der TU Dresden unter Betreuung von Prof. Dr. Dieter Scharnweber und Prof. Dr. Thomas Henle zum Thema "The Sweet Side of the Extracellular Matrix - Glycosaminoglycans in Matrix Remodeling, Endothelial Cell Activation and Functional Biomaterials". Seit 2019 ist Sandra Rother als Postdoktorandin mit einem DFG-Forschungsstipendium an der University of California - San Diego (UCSD) tätig.

Im Fokus ihrer biomedizinischen Forschung stehen durch Glykosaminoglykane regulierte Signalwege. Glykosaminoglykane umgeben alle Zellen und sind Schlüsselmoleküle der Gewebeentwicklung, Homöostase und Wundheilung. Ihr bisheriger Schwerpunkt lag auf der Steuerung der Haut- und Knochenregeneration durch neuartige, mit Glykosaminoglykan-Derivaten funktionalisierte biomimetische Implantatbeschichtungen und Hydrogele. An der UCSD untersuchte sie in der Gruppe von Prof. Dr. Jeffrey Esko die Regulierung der Glykosaminoglykan-Zusammensetzung und -Funktionalität durch Wachstumsfaktoren der TGF-β-Zytokinfamilie im Kontext der in Tumorzellen dysregulierten Signalverarbeitung und dem folglich veränderten Zellverhalten. An der Universität des Saarlandes wird Sandra Rother sich vor allem mit der Fragestellung beschäftigen, wie Glykosaminoglykane die Signalübertragung von bioaktiven Proteinen wie Wachstumsfaktoren und direkte Zell-Zell- sowie Zell-Matrix-Interaktionen in Abhängigkeit von Gewebe- und Pathogenesestadien koordinieren. Durch ein vertieftes Verständnis können neue diagnostische Marker identifiziert sowie innovative Interventionsstrategien entwickelt werden. Sandra Rother wird das Präklinische Zentrum für Molekulare Signalverarbeitung (PZMS) an der Medizinischen Fakultät verstärken. Ihre Arbeit umfasst sensorgestützte Interaktionsanalysen, in vitro Untersuchungen an mittels CRISPR/Cas9-Gen-Targeting erzeugten Zelllinien und in Kooperation mit anderen Forschungsgruppen in vivo Validierungen.

Sandra Rother hat ihren Dienst als Juniorprofessorin an der Universität des Saarlandes zum 1. Oktober 2021 aufgenommen.