Abgeschlossene Forschungsprojekte der Physischen Geographie und Umweltforschung

Physische Geographie und Umweltforschung

-Prof. Dr. J. Kubiniok-

 

Forschung - Abgeschlossene Projekte

 

Gewässerpflege- und Entwicklungspläne (GEP) für Gewässer 2. Ordnung im Saarland

Kurzbeschreibung: Die EG-WRRL verlangt die Umsetzung von Maßnahmen zum Erreichen des guten Zustands von 2009 bis 2012. In diesem Projekt werden modellhaft für die Gewässer 2. Ordnung des Saarlandes die abstrakten Formulierungen der WRRL-Maßnahmenprogramme konkretisiert. Das Ziel ist die Entwicklung umsetzungstauglicher Maßnahmenpläne, die im Rahmen der Gewässerunterhaltung und weiterer Objektplanungen möglichst zeitnah realisiert werden können.


Die Maßnahmenplanung erfordert dabei nicht nur die Kenntnisse der aktuellen hydromorphologischen Struktur und Eigendynamik der Gewässer, sondern auch die Berücksichtigung vorhandener Restriktionen (wie etwa vorhandene Verkehrswege oder Ver- und Entsorgungsleitungen), bestehender Schutzgebietsbestimmungen und von Besitzverhältnissen.

Laufzeit:2009 - 2011
Förderung:Saarland, Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
Projektleitung:Prof. Dr. J. Kubiniok, Prof. Dr. E. Löffler
Projektbearbeitung:Dr. G. Weber, C. Kinsinger,
B. Mende
, M. Hinsberger, A. Folmer

 


Durchgängigkeitskataster für Saarländische Fließgewässer (DGKS)

Kurzbeschreibung: Bei der Bewertung des ökologischen Zustands unserer Fließgewässer spielt auch die Durchgängigkeit eine Rolle. Vorhandene Wanderbarrieren verhindern, dass Fische zu geeigneten Laichgebieten gelangen, sie engen ihren Lebensraum ein und verhindern den Genaustausch zwischen Populationen.


Das Ziel des Projektes besteht in der Bewertung der biologischen und sedimentologischen Durchgängigkeit von ca. 1800 km Gewässerstrecke an saarländischen Fließgewässern zur Ableitung von Maßnahmen im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Schwerpunkt der Bearbeitung stellen die berichtspflichtigen Gewässer dar. Da für die Frage der Vernetzung gewässergebundener Lebensräume auch Seitenaufstiege relevant sind, werden darüber hinaus auch Wanderbarrieren an größeren Zuflüsse erfasst.


Durch eine systematische Erfassung und automatisierte Bewertung mittels Datenbankanwendung und Analyse in einem Geoinformationssystem wird ein landesweiter Überblick geliefert, der eine erste Identifizierung von Oberflächenwasserkörpern ermöglicht, denen Handlungsschwerpunkte für Maßnahmen zur Verbesserung der Durchgängigkeit zugewiesen werden.

Laufzeit:2006 - 2011
Förderung:Saarland,
Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
Projektleitung:Prof. Dr. J. Kubiniok, Prof. Dr. E. Löffler
Projektbearbeitung:Dr. G. Weber, C. Kinsinger,
B. Mende
, A. Folmer

 


Entwicklung von Methoden zur Erfassung und Bewertung der Durchgängigkeit der Fließgewässer in Luxemburg auf Basis vorhandener Daten (DGKL)

Kurzbeschreibung: Die Durchgängigkeit von Fließgewässern ist in der EG-Wasserrahmenrichtlinie als eine der hydromorphologischen Qualitätskomponenten verankert, die zur Unterstützung der Einstufung der biologischen Komponenten dienen. Die Fließgewässer Luxemburgs sind für Langdistanzwanderer unerreichbar, da die Staubauwerke an der Mosel auf absehbare Zeit den Austausch mit dem Rhein verhindern. Folglich ist als Durchgängigkeitsziel die Vernetzung innerhalb der einzelnen Fließgewässersysteme des Großherzogtums vom Epirhithral bis zum Epipotamal anzusehen.
In diesem Projekt wird eine Datenbank- und GIS-basierte Methode entwickelt, in der mittels vorhandener Daten die Durchgängigkeit der Fließgewässer als Ganzes bewertet werden kann und sich entsprechende Maßnahmen ableiten lassen.

Laufzeit:2008-2010
Förderung:Administration de la Gestion de l'Eau, Luxembourg
Projektleitung:Prof. Dr. E. Löffler, Prof. Dr. J. Kubiniok
Projektbearbeitung:Dr. G. Weber, C. Kinsinger

 


Entwicklung einer GIS basierten Methode zur Archäoprognose unter Berücksichtigung der holozänen Umweltveränderungen

Kurzbeschreibung: Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines GIS basierten Modells zur Archäoprognose am Beispiel des Saar-Bliesgaus, welches auf der Basis digitaler Umweltdaten aus Deutschland und Frankreich eine zuverlässige Prognose potenzieller archäologischer Fundstellen und eine frühzeitige Berücksichtigung archäologischer Belange in Planungsverfahren ermöglicht.

Ein wichtiger Aspekt des Projektes zur ist die Berücksichtigung der holozänen Landschaftsveränderungen. Dies betrifft Änderungen der Bodenqualität durch Bodenerosion, Veränderungen im Abflussverhalten der Fließgewässer und Wandlungen des Mikro- und Mesoklimas. Diese Prozesse haben die Umweltqualität zum Teil deutlich verändert und damit auch die naturräumlichen Bedingungen, welche eine Basis des Prognosemodells bilden.

Laufzeit:2008 - 2009
Förderung:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektleitung:Prof. Dr. J. Kubiniok
Projektbearbeitung:Dr. B. Neumann

 


Entwicklung von Methoden zur Erfassung und Bewertung der Durchgängigkeit der Fließgewässer in Luxemburg auf Basis vorhandener Daten (DGKL)

Kurzbeschreibung: Die Durchgängigkeit von Fließgewässern ist in der EG-Wasserrahmenrichtlinie als eine der hydromorphologischen Qualitätskomponenten verankert, die zur Unterstützung der Einstufung der biologischen Komponenten dienen. Die Fließgewässer Luxemburgs sind für Langdistanzwanderer unerreichbar, da die Staubauwerke an der Mosel auf absehbare Zeit den Austausch mit dem Rhein verhindern. Folglich ist als Durchgängigkeitsziel die Vernetzung innerhalb der einzelnen Fließgewässersysteme des Großherzogtums vom Epirhithral bis zum Epipotamal anzusehen.

In diesem Projekt wird eine Datenbank- und GIS-basierte Methode entwickelt, in der mittels vorhandener Daten die Durchgängigkeit der Fließgewässer als Ganzes bewertet werden kann und sich entsprechende Maßnahmen ableiten lassen.

Laufzeit:2008 - 2009
Förderung:Administration de la Gestion de l'Eau, Luxembourg
Projektleitung:Prof. Dr. E. Löffler, Prof. Dr. J. Kubiniok
Projektbearbeitung:M. Hinsberger, C. Kinsinger, R. Hirsch

 


Die praktische Erprobung des Methodenhandbuchs zur Umsetzung der EG-WRRL im Einzugsgebiet
der Blies

Kurzbeschreibung: Die Umsetzung der EG-WRRL erfordert nicht nur eine fachübergreifende Analyse der Zustände, sondern auch eine auf das gesamte Land abgestimmte Vorgehensweise bei der Maßnahmenplanung unter Berücksichtigung landesspezifischer Bedingungen und sozioökonomischer Zwänge. Mit diesem Projekt wird die Umsetzung der EG-WRRL im Einzugsgebiet der Blies durch eine Zusammenarbeit des Landes mit dem AKG erprobt und optimiert.

Laufzeit:2007 - 2010
Förderung:Saarland, Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
Projektleitung:Prof. Dr. E. Löffler, Prof. Dr. J. Kubiniok
Projektbearbeitung:M. Hinsberger, C. Kinsinger, B. Mende

 


Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Methodenentwicklung im Rahmen der Umsetzung der EG-WRRL bei saarländisch-französischen bzw. luxemburgischen Grenzgewässern

Kurzbeschreibung: Die Umsetzung der EG-WRRL erfordert an den Grenzgewässern einen besonderen Austausch mit den Nachbarländern sowie einen intensiven Abstimmungsprozess. In diesem Projekt werden auf Basis länderspezifische Bewertungsmethoden die grenzüberschreitende Bewertungen und die Ableitung länderübergreifenden Maßnahmenprogramme erprobt.

Laufzeit:2007 - 2010
Förderung:Ing.-Büro FLUVIAL.IS (Dr. Patrick Charrier, Guerstling, Frankreich)
Projektleitung:Prof. Dr. E. Löffler, Prof. Dr. J. Kubiniok
Projektbearbeitung:M. Hinsberger, C. Kinsinger, Dr. U. Honecker, A.Folmer

 


Bilanzierung der Nährstoffeinträge in Gewässer in landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten des Saarlandes auf Basis vorhandener aktueller Daten -  Modellierung der diffusen und punktuellen Stoffeinträge und Szenarien für die Untersuchungsgebiete Leuk, Blies und Theel-Ill

Kurzbeschreibung: Die durchgeführten Nährstoffbilanzierungen basieren auf einem modellhaften Ansatz, der es ermöglicht, die komplexen Vorgänge der realen Umwelt unter Verwendung vorhandener Daten und empirischer Expertisen und Forschungserkenntnisse zu analysieren. Neben der Bilanzierung der diffusen und punktuellen N- und P-Einträge können mit Hilfe dieses Modellansatzes auch Szenarien zur Veränderung von Landbewirtschaftung, Erosion oder Direkteinträgen abgebildet werden. In der Untersuchung wurde neben der Darstellung des Ist-Zustandes für das Jahr 2007 auch der  Frage nachgegangen, welche Maßnahmen oder Maßnahmenkombination im Ackerbau den größten Erfolg bei der Verminderung diffuser Stoffeinträge versprechen. Ebenfalls werden Aussagen über die Entwicklung punktueller Einträge getroffen.


Die Ergebnisse der Bilanzierung sowie der Szenarien bilden einen wichtigen Grundstein für die Umsetzung der Maßnahmenprogramme, insbesondere in der Landwirtschaft und in der kommunalen Abwasserwirtschaft.

Laufzeit:2007 - 2009
Förderung:Saarland, Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
Projektleitung:Prof. Dr. J. Kubiniok
Projektbearbeitung:Dr. B. Neumann, R. Hirsch

 


Ergänzung der Bezeichnung bei namenlosen Fließgewässern im Saarland

Kurzbeschreibung: Für eine eindeutige Gewässeransprache sowie auch für wasserrechtliche Maßnahmen ist es notwendig, dass jedem Gewässer zur eindeutigen Identifizierung in digitalen Karten neben einer Gebietskennziffer und Gewässerkennziffer auch ein Gewässername zugeordnet wird.

Ein Gewässername wird definiert als ein sprachliches Zeichen, mit dem sich Sprachbenutzer auf eine bestimmte geographisch bedeutende Wasseransammlung beziehen können. Die Namen der fließenden Gewässer werden dabei unter dem Begriff Flussnamen zusammengefasst, die der stehenden unter Seenamen, ohne dass mit diesen Termini über die Größe eines Gewässers informiert werden soll.

Auf der Grundlage der Gewässerkarte des Saarlandes (1978) wurden nicht namentlich bezeichnete (namenlose) Gewässer identifiziert. Durch Befragungen der Gemeinden und Anwohner, Archivarbeiten, Kartenauswertungen und Geländebegehungen haben diese Gewässer einen Namenseintrag (Gewässernamen) in der neuen Gewässerkarte erhalten.

Laufzeit:2007 - 2008
Förderung:Saarland, Ministerium für Umwelt
Projektleitung:Prof. Dr. E. Löffler, Prof. Dr. J. Kubiniok
Projektbearbeitung:M. Hinsberger, C. Kinsinger, Dr. U. Honecker, M. Paulus

 


Aufstellung von Maßnahmenprogrammen gemäß der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Rheinland-Pfalz: Defizitanalyse für Planungseinheit 8 (Mittelrhein, Ahr und Nette) sowie Planungseinheit 11 (Schwarzbach und Blies)

Kurzbeschreibung: Die Analyse der vorhandenen Defizite in einem Wasserkörper bildet die Grundlage für die Ableitung von Maßnahmen, welche zum Erreichen des guten Zustandes gemäß EG-WRRL durchgeführt werden müssen. In diesem Projekt wurden eine Methode zur systematischen Ableitung und Darstellung der Defizite für den Planungsraum entwickelt.

Laufzeit:2006 - 2007
Förderung:Ing.-Büro Dr.-Ing. Klaus-Jürgen Gebler und Ing.-Büro RIVERCONSULT
(Dr.-Ing. Klaus Kern)
Projektleitung:Prof. Dr. J. Kubiniok
Projektbearbeitung:M. Hinsberger, C. Kinsinger, Dr. G. Weber, R. Hirsch

 


Lebendige Prims

Kurzbeschreibung: Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist seit dem 22.12.2000 in Kraft und zwischenzeitlich fristgerecht in nationales Recht umgesetzt und somit fester Bestandteil der Wasserwirtschaft. Um den Umsetzungsprozess zu erproben und für die weitere Anwendung in den anderen Betrachtungsräumen zu optimieren, wurde das Pilotprojekt "Lebendige Prims" ins Leben gerufen. Im Einzugsgebiet eines Mittelgebirgsflusses sollten nicht nur die Erstellung des Überwachungsprogramms, die Bewertung der Gewässer und die Festlegung der Maßnahmenprogramme beispielhaft durchgeführt, sondern unter Moderation des BUND Saar auch die Öffentlichkeit modellhaft in den Umsetzungsprozess integriert werden.

Zur Website des Projekts: http://www.lebendige-prims.de

Laufzeit:2005 - 2009
Förderung:Saarland, Ministerium für Umwelt
Projektleitung:Prof. Dr. E. Löffler
Projektbearbeitung:M. Hinsberger, C. Kinsinger, Dr. U. Honecker, B. Mende

 


Retentionsfähigkeit von Gewässernetzen

Kurzbeschreibung: Die Retentionsfähigkeit von Gewässernetzen hängt von der Belastung durch Hochwasserabflüsse und dem vorhandenen Retentionsvolumen von Gewässer und Aue ab. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines allgemein anwendbaren Bewertungsverfahrens für die Retentionsfähigkeit von Gewässernetzen als Entscheidungsgrundlage für die Praxis bei der Bewirtschaftung kleinerer und mittlerer Gewässer. Damit sollen mit geringem Aufwand aus vorhandenen Daten großflächig Aussagen zur Retentionsfähigkeit von Gewässer und Aue abgeleitet werden

Laufzeit:2005 - 2007
Förderung:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektleitung:Prof. Dr. E. Löffler
Projektbearbeitung:C. Kinsinger, Dr. U. Honecker